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Woran erkenne ich, dass ich existiere?

Ryuzaki

Mitglied
Hi,

diesmal ein etwas philosophisches Thema, über das ich oft nachgedacht habe und immernoch keine Lösung gefunden habe.

Woran erkenne ich, dass ich existiere und woran erkenne ich, dass andere Menschen existieren?

Das hört sich nun blöd an, aber wer sagt mir denn, dass ich nicht gerade jetzt im Koma liege und mir mein ganzes Leben nur träume und praktisch nur noch an Maschinen hänge?

Wer sagt mir denn, dass ich nicht längst tot bin und das Leben nach dem Tod genau so aussieht. Dass jeder Mensch weiterhin der Meinung ist zu existieren.

Ich habe mein ganzes Leben nur aus meiner perspektive gelebt, woher weiß ich, dass andere Menschen auch existieren? Vergleichbar ist das mit einem Computerspiel. Manchmal weiß man garnicht, dass man gegen echte Menschen spielt, sondern nur gegen Computer-Bots.

Wer sagt denn, dass ich nicht als Kind für ein Experiment auserwählt wurde und der einzige Mensch bin, der mit lauter Andoiden zusammenlebt?

Wer sagt mir, dass das nicht alles nur Wahnvorstellungen sind und ich der einzige Mensch auf dem Planeten bin?

Möglicherweise bin ich das Resultat eines Computerprogramms, dass künstliche Intelligenz erzeugen soll und mein Wissen irgendwo auf einer Festplatte gespeichert ist und ich kein Mensch bin und alle meine Probleme wurden künstlich hervorgerufen, damit man sieht, wie das alles auf einen Menschen wirkt?

Das ist alles ernsthaft gemeint. Ich habe das Leben noch nie durch die Augen eines anderen Menschen gesehen und kann deshalb nicht wissen, wie real das Leben eigentlich ist.

Woher wisst ihr eigentlich, dass ihr existiert, wenn ihr denn wirklich existiert?
 
Mir kommen diese Gedanken vor als wenn man Sie sich denkt um zu wissen man "könnte" auch etwas besonderes sein, Ich meine es jetzt auch ehrlich...Ich hatte gewiss auch schon so Gedanken
Aber das ist nun schon einige Jahre lang her und war immer wenn Ich vorallem traurig war als Kind oder wütend oder sauer oder sonst sowas...
Heute denke Ich nicht mehr "SO" darüber nach, Ich habe mich zwar mit ein paar Befindlichkeiten abgefunden aber wenn Ich wissen will ob Ich so lebe wie Ich es definiere , leben.
Dann kann man(Ich) mir auf den Arm hauen oder Sport machen und danach geschafft Umfallen!😎

Ryuzaki meinte:
Woher wisst ihr eigentlich, dass ihr existiert, wenn ihr denn wirklich existiert?
Für mich existiere Ich hier und jetzt, was auch immer das hier und jetzt ist für mich ist es das was Ich beigebracht bekommen habe und gelernt habe.
Ich existiere hier in dieser Welt auf dieser Ebene egal was es da noch gibt gab oder geben wird oder nicht.

MfG Alex
 
Existenz ist Wahrnehmung des Lebens, die bewusste Erfahrung von Glückseligkeit.

Diese Bewusstseinsqualität können sich die meisten Menschen jedoch noch nicht einmal vorstellen.

Ihre eigenen Erfahrungen sind dumpf, schwer, gefühllos, dunkel und ähneln dem Schlaf und der Unbewusstheit - und sie sind sich dessen noch nicht einmal bewusst. Ihr Bewusstsein verliert sich in den Angelegenheiten des täglichen Lebens, sie überleben, vegetieren dahin und lenken sich von sich selbst und der Erfahrung des Lebens ab. Sie vernachlässigen das Wesentlichste.

Sie erkennen nicht wie dickhäutig sie sind, wie primitiv, unterentwickelt und grob ihr Nervensystem ist und können überhaupt nicht verstehen wie fein, subtil, köstlich, frisch und rein das Leben ist, so wunderbar und erfrischend, als würde aus jedem Atom des eigenen Körpers ständig Glückseligkeit explodieren.

Und weil sie es nicht kennen, es sich nicht vorstellen können, negieren und ignorieren sie diese Qualitäten des Lebens. Sie spüren nicht, dass sie existieren. Sie wissen es nicht und wollen es auch gar nicht wissen. Apathisch und faul lenken sie sich mit der oberflächlichen Flachheit des Lebens von ihrem wahren Wesen und dem wahren Wesen des Lebens ab.

Sie wollen gar nicht aus ihrem negativen Traum erwachen, sie wollen gar nicht existieren. Existenz wäre ja die Verwirklichung dessen, was sie als ihr wahres Wesen hätten erkennen können und das wäre aus ihrer Sicht mit Arbeit und Anstrengungen verbunden. Dabei übersehen sie, dass Arbeit, die Spaß macht, keine Arbeit mehr ist. Sie ist pures Vergnügen, Lebenslust und Lebensqualität. Ein Sprühen von Energien. Aber daran wollen sie noch nicht einmal im Traum denken und ziehen sich lieber wieder zurück in ihr Schattendasein. Das Gewohnte gibt ihnen ein Gefühl von Sicherheit.

So entgeht ihnen die kostbarste und wundervollste Erfahrung des Universums - die glückseligmachende Schönheit der Liebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
was auch immer das hier und jetzt ist für mich ist es das was Ich beigebracht bekommen habe und gelernt habe.

Was könnte das Hier und Jetzt denn noch sein, jenseits von dem, was dir beigebracht worden ist, was du gelernt und von anderen übernommen hast?

Das Hier und Jetzt ist weitaus mehr als unsere Vorstellung davon. Wir können es nicht mit dem Verstand erfassen, aber wir können es erfahren. Es geht weit über den begrenzten Menschenverstand hinaus. Liebe lässt sich nicht logisch erklären oder begrenzen. Sie ist bedingungslos und grenzenlos frei.

Wenn man die Existenz zu verstehen beginnt, könnte man irre an ihr werden, so überwältigend ist diese Erkenntnis.

Es gibt aber auch viele, die wollen das alles gar nicht wissen. Sie begnügen sich mit dem, was auch ihre Mitmenschen erfahren, erleben und erkennen - so begrenzt das auch sei. Lieber zünden sie ein weiteres Streichholz in ihrer kalten Höhle an, als sich der lebendigen Wärme des Tageslichts auszusetzen. Ängstlich hocken sie in ihren Höhlen, klagen, jammern und frieren, anstatt mal vor die Tür zu gehen, sich die Äuglein zu reiben und dem Leben zu vertrauen.

Wir haben immer die Wahl so oder so zu leben...dieses oder jenes zu erfahren...Angst zu haben oder zu vertrauen...zu hassen oder zu lieben...
 
Existenz ist Wahrnehmung des Lebens, die bewusste Erfahrung von Glückseligkeit.
Hi Naramundi,
genau das hat der TE in Frage gestellt. Er hat die These aufgestellt, dass unsere Wahrnehmung einer Illusion unterliegt.

Sie spüren nicht, dass sie existieren. Sie wissen es nicht und wollen es auch gar nicht wissen.
Vor diesem Hintergrund weiß ich es wirklich nicht. Im übrigen spüre ich ne Menge, und zwar nicht nur Glückseligkeit, sondern auch mal Einöde und den Sumpf des Lebens quasi.
Ich wüsste nicht, warum ich mir deshalb meine Existenz absprechen lassen sollte und wie überhaupt diese Gefühle existenter sein können als jene, gibts da irgendwo sowas wie ne Liste drüber?
Die Vorstellung, dass uns jemand durch ein PC-Spiel navigiert, hätte den Nachteil, dass unser Schicksal in dem Maße fremdgesteuert ist, dass wir für unser Leben nicht verantwortlich sein können. Das werden wir aber nie herausfinden können. Von daher betrachte ich mich lieber als autark, ich will nicht fremdgesteuert oder illusioniert sein, deshalb blende ich den Gedanken aus und ignoriere ihn. Es ist mir egal.
Für mich bin ich existent und das reicht mir.

Ne lustige Frage ist auch, warum ich ich bin und nicht jemand anders. Ich konnte mich früher ganz gut da reinsteigern und mich in eine paradoxe Wahrnehmung versetzen, heute klappt das nicht mehr so gut.
Gruß Eska
 
Das Hier und Jetzt ist weitaus mehr als unsere Vorstellung davon.

Doch, es ist genau das. Eine Vorstellung davon. Ist doch auch OK so.
Wie ich die Wahrnehmung davon beeinflusse, ist ne andre Sache.
Würden wir alle das Hier und Jetzt in seiner ganzen Größe wahr nehmen, gäbe es einen riesigen Einheitsbrei.
Die Individualität würde verloren gehen, der aktuelle Zorn oder die Liebe meines Gegenübers würde untergehen in der Masse der weltlichen Glückseligkeit oder des Elends. Es ist gut und richtig, dass ich mir einen Auschnitt meines eigenen Hier und Jetzt bilde.
Gruß Eska

g* Mein Freund meinte grade, die Tatsache, dass ihr hier darüber schwafelt, ob ihr existiert, beweist doch schon, dass ihr existiert.
 
Es ist gut und richtig, dass ich mir einen Auschnitt meines eigenen Hier und Jetzt bilde.

Du sitzt an einer großen Tafel und bildest dir deinen eigenen Ausschnitt, den du sehen möchtest, alles andere ist dir egal und blendest du aus, ignorierst es...bis auf das, was du sehen möchtest und das nur ein Ausschnitt des Ganzen ist. Du wirst dann vielleicht die Weintrauben nicht sehen, die schönen Blumengestecke, den guten Wein...Individualität geht nicht verloren, sie bildet sich in ihrer vollen Schönheit aus. Den Einheitsbrei haben wir doch schon längst...eine ewig unzufriedene und nörgelnde Gesellschaft, depressiv, geistig verarmt, erkrankt...die allesamt in ihren eigenen Vorstellungen leben und alles ausblenden, was nicht zu ihrem eigenen Ausschnitt der Wahrnehmung gehört. Sie finden das okay so.

Was wäre so schlimm daran, wenn Zorn, Hass, Krieg usw. verschwinden würden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Naramundi,genau das hat der TE in Frage gestellt. Er hat die These aufgestellt, dass unsere Wahrnehmung einer Illusion unterliegt.

Wahrscheinlich tut sie das. Bis wir bereit sind uns auf die ganze Wahrheit einzulassen.


Im übrigen spüre ich ne Menge, und zwar nicht nur Glückseligkeit, sondern auch mal Einöde und den Sumpf des Lebens quasi.
Ich wüsste nicht, warum ich mir deshalb meine Existenz absprechen lassen sollte und wie überhaupt diese Gefühle existenter sein können als jene, gibts da irgendwo sowas wie ne Liste drüber?

Fühlst du dich lebendig, existent, glücklich, wenn du den Sumpf des Lebens fühlst?

warum ich ich bin und nicht jemand anders.

Weil wir alle nur der sein können, der wir sind.
 
Du sitzt an einer großen Tagel und bildest dir deinen eigenen Ausschnitt, den du sehen möchtest, alles andere ist dir egal und blendest du aus, ignorierst es...bis auf das, was du sehen möchtest und das nur ein Ausschnitt des Ganzen ist.
Selbstverständlich blende ich es aus. Ich kann mir nicht jeder Sekunde des Glücks und Elends der Welt bewusst sein, das würde meiner individuellen Existenz mitsamt meiner aktuellen Problematiken und Glückseligkeiten eher schaden, als ihrer gerecht zu werden. Zum anderen ist es mir geistig gar nicht möglich die gesamte Spannbreite des Hier und Jetzt zu erfassen.
Was wäre so schlimm daran, wenn Zorn, Hass, Krieg usw. verschwinden würden?
Über Krieg können wir streiten, aber negative Gefühle, wie Zorn, Hass und Trauer halte ich für essentiell.
Ich kenne jemanden, der an sich den Anspruch stellt, niemanden hassen oder gar nicht mögen zu dürfen. Diese Gefühle sind aber existent, es wäre vermessen sie auszublenden und in der Folge eine Löschung eines Teils unserer Existenz.
Gefühle wie Angst und Zorn z.B. sind unter anderem wichtige Schutzmechanismen, ich bin froh, dass ich auch mal wütend sein kann und darf. Sonst käme ich, wie oben erwähnter Herr, in einen ständigen nervenzerreissenden Konflikt zwischen meinen mich selbst verleugnenden Moralvorstellungen und meinen existenten Gefühlen.
Gruß Eska
 
Selbstverständlich blende ich es aus. Ich kann mir nicht jeder Sekunde des Glücks und Elends der Welt bewusst sein (...) Zum anderen ist es mir geistig gar nicht möglich die gesamte Spannbreite des Hier und Jetzt zu erfassen.

Es ist möglich sich dessen bewusst zu sein, was um einen herum geschieht.

negative Gefühle, wie Zorn, Hass und Trauer halte ich für essentiell

Es ist sehr gut möglich auch ohne Zorn, Hass usw. zu leben.

Diese Gefühle sind aber existent, es wäre vermessen sie auszublenden und in der Folge eine Löschung eines Teils unserer Existenz.

Wenn du diese Gefühle fühlst, wäre es vermessen, nicht dazu zu stehen. Es ist aber auch sehr gut möglich, diese Gefühle nicht zu fühlen.

Gefühle wie Angst und Zorn z.B. sind unter anderem wichtige Schutzmechanismen

Wovor sollen sie dich denn beschützen? Vertraust du dem Leben nicht?
 

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