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Wohnungshaltung von Katzen-Quälerrei oder das einzig richtige?

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Aktives Mitglied
Hallo, ich frage mich das schon die ganze Zeit.

Ich liebe ja Katzen und hatte auch schon 2 Stück, die beide auch Freigänger waren und ich auch immer der Meinung war, dass es die richtige Haltung wäre, was es ja auch eigentlich ist.

Wenn man sich allerdings mal damit beschäftigt, dass sie der heimischen Tierwelt extrem schaden, so bin ich der Meinung, dass nur eine Wohnungshaltung richtig sein, was für Katzen aber Meinung nach auch Quälerrei ist.

Wie seht Ihr das?
 
Menschen werden immer Gründe finden um Ihre Interessen und somit Ihre Meinung dbzgl. verteidigen zu können.

Persönlich finde ich es nicht gut, wenn Katzen nur drinnen sind. Steht mir aber auch nicht zu zu urteilen wie andere es handhaben. Leben und Leben lassen.
Schräg wirds, wenn man selber Tiere einsperrt, und sich aber über Zoos beschwert... Oder ganz groß für die Tierrechte kämpft, das man Hunde nichtmal anleinen darf etc., aber zum Abendessen oder Frühstück dann Sachen von Tieren vertilgt die ein ganz armseliges Leben hatten.
 
Wir haben unseren gesamten Garten ausbruchssicher eingezäunt, da kommt keiner der sieben Kater raus (und fremde Katzen nicht rein). Der Garten ist tags und nachts über eine Katzenklappe erreichbar, sodass jedes Tier entscheiden kann, wann es zu welcher Uhrzeit raus gehen. Die heimischen Vögel werden ganzjährig außerhalb des Gartens gefüttert, so dass es bislang in 6 Jahren nur zu einem Vogeltod kam. Schwalben nisten gerade in höherer Anzahl unter unserem Dachüberstand. Da wir aber in einem alten sehr hohen Haus wohnen, ist auch dieses für alle Kater unerreichbar. Das alles empfinde ich als artgerecht.
 
Draussen ist es schöner, aber gefährlicher.

Es gibt viele Katzen, welche vergiftet werden, welche geklaut werden, in der Regentonne ertrinken, vom Auto tot gefahren werden, vom Hund tot gebissen werden, usw.

Vögel und Mäuse werden draussen von Katzen tot gebissen.
 
Das kommt wohl immer auf die einzelne Katze an. Wir haben z.B. zwei reine Wohnungskatzen. Die Ältere der Beiden, Nala, wurde als kleines Kitten mit knapp sechs Wochen mitten im Winter ausgesetzt. Sie war ganz allein, halb verhungert und halb erfroren. Hätte ich sie nicht zufällig gesehen, würde sie heute definitiv nicht mehr leben. Für sie bedeutet Draußensein nichts als Angst, Hunger, Kälte und Einsamkeit. Sie will nicht raus. Nimmt man sie am Geschirr mit raus, sträubt sie ihr Fell, fällt einfach um, zittert am ganzen Leib und bewegt sich nicht einen Zentimeter mehr. Es wäre Tierquälerei, sie nach draußen zu zwingen (freiwillig würde sie nie ein Pfote vor die Tür setzen!).
Unsere jüngere Katze, Bibi, wurde ebenfalls im Winter ausgesetzt, war allerdings schon ca. acht Wochen alt. Sie sollte eigentlich ins Tierheim, war dort aber so ängstlich, dass sie als Wildling galt und wieder zurückgebracht wurde (dank Zuwendung und viel Geduld war sie aber schon nach kurzer Zeit eine äußerst zahme Schmusebacke). Sie lebte die ersten zwei Jahre draußen, wollte aber immer rein. Bei jeder Gelegenheit sauste sie uns durch die Beine und rein ins Haus. Als wir letzten Herbst zusammengezogen sind, nahmen wir sie mit und seitdem lebt sie bei uns als reine Wohnungskatze. Sie könnte hier zwar raus, bleibt aber lieber drinnen bei Nala. Unsere beiden Miezen sind drinnen sehr zufrieden und wollen nicht raus, obwohl sie es könnten. Wir beschäftigen uns aber auch viel mit ihnen. Regelmäßige Spielstunden mit Laserpointer, Federangel und Fellball finden jeden Tag statt.

Bei anderen Katzen kann das aber ganz anders sein. So hat der Kater meiner Schwester mal eine Fliegengittertür zerlegt, weil sie ihn aus Versehen eingesperrt hatte und er unbedingt raus wollte. Er hat danach nie wieder eine Pfote ins Haus gesetzt.

Übrigens sind die Katzen bei uns seltsamerweise keine so großen Vogelkiller, wie immer wieder behauptet wird (ich rede jetzt von der Situation hier in Deutschland; auf kleinen Inseln mit womöglich flugunfähigen Vögel und nur wenigen Mäusen sind Katzen ein verdammt großes Problem). Im Garten meines alten Zuhause liefen täglich mehrere Katzen (zeitweise waren es fünf Stück) rum, aber wir hatten immer jede Menge Vögel und anderes Getier im Garten. Nur sehr selten mal hat eine Katze einen unerfahrenen Jungvogel, einen unachtsamen oder kranken Altvogel gefangen und hätte die Katze es nicht getan, hätten es früher oder später Falke, Wiesel und Co. getan. Ihr Interesse galt fast ausschließlich den Mäusen und bei einer Katze auch den Ratten (die hat sie im naheliegenden Maisfeld gefangen). In unserem neuen Zuhause scheint es ähnlich zu sein. Drei Nachbarskatzen laufen täglich im Garten rum, aber trotzdem gibt es viele Vögel und anderes Getier. Ich vermute mal, wenn der Garten vogel- und tierfrei bleibt, sind nicht unbedingt die Katzen schuld. Vermutlich liegt es daran, dass der Garten dann einfach nicht tierfreundlich genug ist.
 
Seit drei Jahren habe ich zwei neue 🐈🐈‍⬛. Sie kamen im Alter von geschätzten anderthalb Jahren zu mir. Zwar habe ich ihnen versprochen, dass sie in ein, zwei Jahren Freigänger werden, jetzt leben sie jedoch noch in Wohnungshaltung mit Balkon.

Ich habe nicht den Eindruck, dass ihnen etwas fehlt.
Anju sitzt super gerne auf dem Balkon und beobachtet die 🐦 🐦‍⬛, kommt zwischendurch jedoch immer wieder aufgeregt angelaufen und lässt sich streicheln. Mein Eindruck ist, dass sie vor meiner Zeit nicht viel von der Welt gesehen hat. Insofern sind die Eindrücke vom Balkon erst einmal ausreichend, würde ich sagen. Ich bin gespannt, wie sie mit Freigang klar kommen wird.

Und Fina war super ängstlich, als sie zu mir kam. Der Umstand, dass sie mir hier in der Wohnung immer wieder begegnet ist, wird ihr beim Vertrauensaufbau geholfen haben, so denke ich.

So hat die Wohnung, nach meiner Einschätzung, für beide bislang auch Vorteile.
 

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