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Wohlstand für Alle!

Ob es für alle die wollen auch zum Wohlstand reicht kann ich nicht sagen. Was ich mit Sicherheit sagen kann ist dass solange es Menschen gibt die nicht wollen es auch nie für alle Wohlstand geben wird.
 
A

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Re: Wohlstand für Alle!
Ein sehr interessantes und auch wichtiges Thema, Danke an dieser Stelle nochmal an Andreas.

Für mich ist es aber dennoch nichts; abgesehen von persönlichen Einstellungen (Anti-Zins-Haltung) hat das hauptsächlich zwei Gründe:

1. Langfristige Anlagen (ETFs) sind mir einfach nicht interessant genug. Ja, es ist im Prinzip 'geschenktes' Geld, wenn aus meinen 10.000 in 10-15 Jahren 15.000 werden können, aber woher weiß ich denn, dass ich das Geld in dieser Zeit nicht brauchen werde? Vielleicht muss ich in 6-7 Jahren umziehen usw.
Klar, viel würde hier auch viel mehr bringen, aber das Geld muss man auch erst mal 'über' haben...

2. Einzelaktien sind viel interessanter (gerade aktuell), sind aber auch mit einem viel höheren Risiko verbunden. Außerdem kann man hier nicht kaufen und dann 'vergessen', man muss fortlaufend am Ball bleiben.
Neben dem Risiko kommt also noch ein erheblicher Arbeits- und Zeitaufwand hinzu. Hier besteht auch ein gewisser Sucht-Faktor, dem der eine oder andere leicht erliegen kann.

Trotzdem ein wie gesagt spannendes Thema!

Danke für das Lob und deine Meinung.

Ja, ich kann verstehen, dass die hier gesammelten Ideen nichts für deine Situation sind.
Geld sollte man sicher und langfristig entbehren können um in solch schwankende Märkte investieren zu können. Sieht man an der aktuellen Krise, dass man dann ohne Verluste nicht an sein Geld kommt.

Solange es diese Welt gibt, hat es nie "Wohlstand für alle" gegeben. Daher erscheint es mir eher wie ein Sechser im Lotto, wenn dies in den nächsten hundert Jahren geschähe.

Es sieht wohl eher danach aus, dass sich die Armut aufgrund von Ressourcen-Knappheit etc. global verstärken wird.

Im Übrigen gehen mir Leute, wie es sie vor allem vor gefühlten 15 bis 20 Jahren hier gab, auf die Nüsse, die behaupten, man müsse es nur wollen, dann würde einem der Erfolg zu fliegen. Das waren so FDP-Typen, die für teure Preise die Hallen füllten: Du schaffst es! Chakka!!!

Wohlstand im Sinne von "alle auf der Welt werden reich" kann es wohl nie geben. Gleichwohl könnte der Wohlstand in Deutschland wachsen und auch die Armut auf der Welt schrumpfen.

Natürlich hast du recht mit Resourcenknappheit und co, aber so what? 😀
Umgekehrt stehen wir auch einer unvergleichlichen technologischen Entwicklung gegenüber, Digitalisierung, Automatisierung uvm.

Ich will damit nur sagen, ich kenne die Zukunft nicht.
Und weil ich sie nicht kenne, wette ich nicht auf sie. Ich wette nicht auf das Ende der Welt indem ich aufhöre zu sparen und anzulegen.

In einem Punkt bin ich mir aber für die Zukunft sicher: Niemandem "fliegt Erfolg oder Wohlstand" zu. Dafür muss man was tun.
Und gesamtwirtschaftlich brauchen wir Menschen, die arbeiten und Menschen die investieren.

Nein, es gibt keine Garantie aller "Chakka du schaffst es". Aber auch ein Fussballer bestreitet selten Spiele, bei denen er vorher weiß, dass er gewinnt.
Trainiere fleißig und versuche zu gewinnen. Wenn du aber nicht zum Spiel antreten willst, beklage dich nicht darüber, dass dir kein Sieg gegönnt ist.
 
2. Einzelaktien sind viel interessanter (gerade aktuell), sind aber auch mit einem viel höheren Risiko verbunden. Außerdem kann man hier nicht kaufen und dann 'vergessen', man muss fortlaufend am Ball bleiben.
Neben dem Risiko kommt also noch ein erheblicher Arbeits- und Zeitaufwand hinzu. Hier besteht auch ein gewisser Sucht-Faktor, dem der eine oder andere leicht erliegen kann.

Ich setze bei den Aktien die mich interessieren auch Limits. Das macht es teils einfacher. Im Urlaub schaue ich beispielsweise kaum in mein Depot. Da wird die Order dann automatisch vom System gemacht. Da hast Du keinen Aufwand.

Wobei ich das nicht mit allen Aktien mache. Manche will ich halt "immer" halten, andere sind zum "Zocken". Die werden halt verkauft wenn Sie beispielsweise 30% über dem Einstiegskurs sind....
 
Solange es diese Welt gibt, hat es nie "Wohlstand für alle" gegeben. Daher erscheint es mir eher wie ein Sechser im Lotto, wenn dies in den nächsten hundert Jahren geschähe.

Es sieht wohl eher danach aus, dass sich die Armut aufgrund von Ressourcen-Knappheit etc. global verstärken wird.

Im Übrigen gehen mir Leute, wie es sie vor allem vor gefühlten 15 bis 20 Jahren hier gab, auf die Nüsse, die behaupten, man müsse es nur wollen, dann würde einem der Erfolg zu fliegen. Das waren so FDP-Typen, die für teure Preise die Hallen füllten: Du schaffst es! Chakka!!!

Nein, denn Menschen wie Du oder Deine Danke-Sager wollen wohl auch keinen Wohlstand.

Am Anfang des Threads hätte mich noch die Motivation dahinter interessiert. Aber eigentlich ist es mir doch egal.

Von daher hast Du schon Recht, Wohlstand für Alle gibt es nur für die, die Chancen nutzen.
 
Einzelaktien sind ein Thema für sich. Sie erfordern mehr Zeit, mehr Strategie und es lohnt sich oft nicht. Ich gebe zu, dass Einzelaktien für mich auch Spass sind. Es ist aber generell eine gute Strategie mit Spass, also positiv an das Investment zu gehen. Da sind wir wieder beim Mindset. Wer panische Angst vor Verlusten hat und bei 10% Kursverlust schon nervös wird, der sollte keine Aktien kaufen.

Das sind bei mir auch Bauchentscheidungen. Oder ich sehe diese Themen im Alltag. Ich kaufe diese nicht nur aufgrund von wirtschaftlichen Daten.

Man kann sich ja selbst fragen im Alltag, welche Firmen werden zukünftig Geld verdienen?

Es gibt eine Aktie von einem veganen Fleischproduzent. Natürlich wächst das Geschäft. Onlinehandel. Bezahlsysteme. Lieferdienste. Die Welt wandelt sich permanent und bringt neue Gewinner hervor. Dafür muss man nicht mal einen Ratgeber lesen, sondern einfach seine Umwelt beobachten.....
 
Ich setze bei den Aktien die mich interessieren auch Limits. Das macht es teils einfacher. Im Urlaub schaue ich beispielsweise kaum in mein Depot. Da wird die Order dann automatisch vom System gemacht. Da hast Du keinen Aufwand.

Wobei ich das nicht mit allen Aktien mache. Manche will ich halt "immer" halten, andere sind zum "Zocken". Die werden halt verkauft wenn Sie beispielsweise 30% über dem Einstiegskurs sind....

Ich finde deine Aussage sehr interessant, weil sie verdeutlicht, dass man verschieden am Kapitalmarkt agieren kann.

Leider wird in den Medien meist nur das Bild des Zockers präsentiert, der auf kurzfristige hohe Gewinne aus ist und teils auch auf Pump auf steigende und fallende Kurse wettet. Im Volksmund gelten Aktien daher oft als Zockerei oder als Glücksspiel. In Umfragen bezeichnet fast jeder Zweite (46%) die Aktie als reines "Spekulationsobjekt".

Und ja, in den Medien ist der Aktienmarkt auch eher wenn es crasht. Vermutlich haben viele Nicht-Aktionäre in den letzten Wochen mehr über die Börse gehört als in den letzten Jahren! Und jetzt stößt Finanzminister Scholz vor und will Aktien mit einer Transaktionssteuer belasten, weil er nach eigener Aussage gegen Zocker vorgehen will.

Was kann man als Politiker falscher machen? Die echten Zocker (die täglich auf Pump auf Kurse wetten) werden von der Finanztransaktionssteuer ausgenommen und die normalen Anleger müssen Steuern zahlen.

Einfach mal nachdenken! Es ist in Deutschland politisch gewollt, dass Menschen sich vom Kapitalmarkt fernhalten. Es soll durch Politik und Medien aktiv verhindert werden, dass man sich am fetten Schinken der Unternehmen beteiligt.

Ich habe gestern ein Podcast von Markus Krall gesehen. Das ist der Untergangsprophet, der aufgrund von systemischen Risiken, Schuldenblase und co einen großen Systemcrash vorhersagt. Er sagt "es wird noch schlimmer als heute". Aber selbst dieser Pessimist sagt gleichzeitig "in zwei Jahren werden wir und fragen: War was?"

Ich kann Menschen verstehen, die Angst haben und nicht in solch schwankende Dinge investieren wollen. Bitte tut es nicht! Bitte investiert nicht, wenn ihr Angst habt! Das betone ich ausdrücklich! Aber seid euch bewusst wieso manche Menschen Erfolg haben und andere nicht. Ein Grund für Erfolg ist bereit zu sein ein Risiko zu tragen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass ein Risiko mit möglichem Erfolg verknüpft ist, sonst würde es niemand eingehen. Egal ob ihr euch selbstständig macht, ein Unternehmen gründet oder in eines investiert, es ist ein Risiko. Aber es ist auch ein Risiko welches unsere Gesellschaft braucht. Was wären wir wenn niemand mehr Unternehmen gründen oder in welche investieren wollte?
 
Andreas900 meinte:
Ein Grund für Erfolg ist bereit zu sein ein Risiko zu tragen.

Entschuldige, aber solche Sprüche erinnern mich unter anderem an Erfolgs-Guru Jürgen Höller:

Höller gründete mit 19 Jahren seine ersten Unternehmen und durchlebte mehrere Pleiten, bis er schließlich ein Fitnessstudio aufbaute und in den Beratungsmarkt einstieg. Seit 1988 war Höller auch als Redner, Trainer und Autor tätig.[SUP][1][/SUP] Seit den frühen 1990er Jahren veranstaltet er Motivationsseminare, in denen er eine Mischung verschiedener, vorgeblich das Unterbewusstsein positiv beeinflussender Techniken, namentlich Positives Denken, NLP, Hypnose und Mentaltraining anbietet.
Einem breiteren Publikum wurde Höller bekannt, indem er 1999 als nach Eigenangaben „erster Mentaltrainer der Fußball-Bundesliga“ die Fußball-Bundesligamannschaft Bayer 04 Leverkusen unter der Ägide des Trainers Christoph Daum barfuß über Glasscherben laufen ließ.
2001 wollte Höller mit der von ihm gegründeten Weiterbildungsfirma Inline AG an den Neuen Markt und mit den Börsengeldern zum „weltweit größten Konzern im Bereich Weiterbildung“ werden. Der geplante Börsengang fiel jedoch aus und Inline musste am 21. Dezember 2001 Insolvenz anmelden.
2003 wurde Höller vom Landgericht Würzburg wegen Untreue und vorsätzlichen Bankrotts zu drei Jahren Haft verurteilt.[SUP][2][/SUP] Wegen guter Führung wurde er nach teilweiser Verbüßung der Haftstrafe im Mai 2004 entlassen und begründete sein Unternehmen Jürgen Höller KG, mit dem er zwischen 2011 und 2015 ein starkes Wachstum erzielte.[SUP][3][/SUP][SUP][4][/SUP]
https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Höller

Ich bin eher der Ansicht, dass ich es bedauern würde, wenn ich ein Mensch wäre, der Risiken eingeht. Risiken geht man guten Grundes eigentlich nur ein, wenn man keine andere Wahl hat, zB unter Druck. Deshalb könnte man es auch bedauerlich finden, dass einige Menschen wohl keine andere Wahl haben, als an dem Zokker-Verein Börse mitzumachen.

Übrigens bin ich auch seit dem letzten Jahrtausend an der Börse investiert. Seit der Finanzkrise bin ich deutlich vorsichtiger geworden.

Mein Eindruck: solange der Gott Kapitalismus noch das Sagen hat, kann man dort überleben. Weil die Reichen daran interessiert sind, dieses System des (auch ausbeuterischen) Kapitalismus am Laufen zu halten. Man sollte sich vielleicht klar machen, dass es auch unschuldige Verlierer des Systems Kapitalismus (und Börse) gibt.

Nach meiner Erfahrung sind Erfolg und Misserfolg ziemlich unabhängig von eigenen Taten. Der sogenannte Macher oder Erfolgsmensch stützt sich auf Ursachen, die nicht in seiner Hand sind wie Elternhaus, Gesundheit etc. Das kann man sich nur bedingt abgucken. Und Bedingungen hat man wiederum nicht in der Hand (entweder hat man sie oder nicht).
 
Und jetzt stößt Finanzminister Scholz vor und will Aktien mit einer Transaktionssteuer belasten, weil er nach eigener Aussage gegen Zocker vorgehen will.

Was kann man als Politiker falscher machen? Die echten Zocker (die täglich auf Pump auf Kurse wetten) werden von der Finanztransaktionssteuer ausgenommen und die normalen Anleger müssen Steuern zahlen.

Es ist eher eine Populismussteuer. Schaut mal her, liebe Neider in Deutschland, wir nehmen den "Reichen" jetzt mal richtig das Geld weg. Die zocken ja nur!

Dass es im wesentlichen den Kleinanleger trifft der mühsam auf die Rente spart, das interessiert nicht.

Nachdem man das Sparen auf dem Sparbuch oder als Tagesgeld eh schon lang vergessen kann dank der Zinspolitik, macht man nun die Aktien eine kleine Ecke unattraktiver.

Es ist halt nicht gewollt Andreas, wie Du schon geschrieben hast.
 
Nach meiner Erfahrung sind Erfolg und Misserfolg ziemlich unabhängig von eigenen Taten. Der sogenannte Macher oder Erfolgsmensch stützt sich auf Ursachen, die nicht in seiner Hand sind wie Elternhaus, Gesundheit etc. Das kann man sich nur bedingt abgucken. Und Bedingungen hat man wiederum nicht in der Hand (entweder hat man sie oder nicht).

Für mich genau DIE AUSREDE SCHLECHTHIN für das eigene Unvermögen.

Ich konnte ja nicht weil...Elternhaus, kein Erbe, das Kaninchen war ständig krank und ich konnte nicht lernen und und und....

Es ist übrigens sehr interessant, wieviel vermögende Menschen heutzutage nach wie vor aus sehr einfachen und sehr schwierigen Verhältnissen kommen. Es scheint ja doch zu klappen 😉

Es ist so ziemlich alles abhängig von eigenen Taten.
 
Für mich genau DIE AUSREDE SCHLECHTHIN für das eigene Unvermögen.

Ich konnte ja nicht weil...Elternhaus, kein Erbe, das Kaninchen war ständig krank und ich konnte nicht lernen und und und....

Es ist übrigens sehr interessant, wieviel vermögende Menschen heutzutage nach wie vor aus sehr einfachen und sehr schwierigen Verhältnissen kommen. Es scheint ja doch zu klappen 😉

Es ist so ziemlich alles abhängig von eigenen Taten.

Ja stimmt. Was Jusehr schreibt....

Nach meiner Erfahrung sind Erfolg und Misserfolg ziemlich unabhängig von eigenen Taten. Der sogenannte Macher oder Erfolgsmensch stützt sich auf Ursachen, die nicht in seiner Hand sind wie Elternhaus, Gesundheit etc. Das kann man sich nur bedingt abgucken. Und Bedingungen hat man wiederum nicht in der Hand (entweder hat man sie oder nicht).

... ist natürlich ein Kerngedanke wenn ich von Mindset spreche.

Der Erfolgreiche denkt "Ich bin so erfolgreich weil ich was richtig mache"
Der Erfolglose denkt "Ich bin so erfolglos, weil das Glück ja garnicht in meiner eigenen Hand liegt"

Beides ist verständlich. Natürlich liegt es nahe, sich Erfolg auf die eigene Fahne zu schreiben und Misserfolg nicht. Das ist menschlich.

Aber wozu führt das?
Der Erfolglose wird weiterhin nichts tun, nichts versuchen, nichts riskieren, weil er nicht glaubt, dass er selber was ändern kann.
Der Erfolgreiche wird weiter Dinge versuchen und irgendwann wahrscheinlich Erfolg haben.

Wie kann man aber z.B. Geld erlangen ohne eigenes Tun und Risiko?
Risiko begleitet uns ständig wenn wir Erfolg wollen. Wir gehen zu Vorstellungsgesprächen obwohl das Risiko besteht, den Job nicht zu kriegen. Wir arbeiten obwohl das Risiko besteht, dass wir was falsch machen. Wir legen auch Geld an, obwohl das Risiko besteht, dass wir was dabei verlieren. Wenn wir einer Frau unsere Liebe gestehen, dann mit dem hohen Risiko der Ablehnung.

Ist Risiko deswegen schlecht?

Wenn man kein Risiko eingehen möchte, ist das ok! Jeder sollte für sich selbst entscheiden wie viel Risiko er eingehen will. Aber bitte keine Ausreden, dass man vollkommen fremdbestimmt ist und nichts für die eigenen Entscheidungen kann.
 

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