G
Günter
Gast
Liebe Rheinnixe
Die Lügen eines Spielers kommen dadurch zustande, dass seine Sucht nicht gerade ein hohes Ansehen in der Gesellschaft genießt und dass es als Spieler möglich ist, jahrelang nicht aufzufallen. Sei doch mal ehrlich. Hättest Du Dich auf die Beziehung eingelassen, wenn Dir Dein Freund gleich zu Beginn von seiner Sucht erzählt hätte?
Spieler leben ihre Sucht meist im Geheimen aus. Nutzen häufig Hintereingänge, oder spielen an Orten, wo sie niemandem aus dem Bekanntenkreis begegnen können. Es gibt sogar so etwas wie eine unausgesprochene Regel, dass man einen Menschen, den man vom Spielen kennt, in der Öffentlichkeit nicht einfach anspricht, oder auch nur grüßt, wenn derjenige nicht alleine ist.
Dass Du den Eindruck hast, sein Wesen habe sich in der vergangenen Zeit verändert, kann daran liegen, dass sich Dein Freund durch die Familiensituation, in die er plötzlich geraten ist, etwas überfordert fühlt. Vermutlich, ohne dass es ihm bewußt ist. Ich nehme an, er ist es nicht mehr gewohnt, in einer Familie Verantwortung zu tragen. Vielleicht ist er dadurch auch verstärkt in seine Spielerwelt ausgewichen.
Dass sich Dein Freund erst jetzt für eine Therapie entscheidet kann daran liegen, dass er zum ersten Mal seit langer Zeit ein Ziel vor Augen hat, für dass es sich lohnt, die Sucht aufzugeben. Ich bin neulich noch einmal einem anderen Spieler aus meiner Vergangenheit begegnet. Zum ersten Mal in seinem Leben spielt er seit drei Monaten konsequent nicht mehr und fängt so langsam an, die Möglichkeiten zu entdecken, die sich ihm damit bieten. Begonnen hat das mit einer Partnerschaft. Drei Monate sind allerdings nur ein erster Schritt. Ich schätze einmal, dass er in weiteren drei Monaten soviel Abstand gewonnen hat, dass er das Spielen von sich aus emotional ablehnen wird. Und in vielleicht 2 Jahren wird er sich ein eigenes neues Leben erarbeitet haben, das stabil bleiben wird.
Die Entscheidung kann Dir jetzt niemand abnehmen. Du wirst zwangsläufig in die Rolle eines Co-Abhängigen geraten. Je näher Ihr zusammenlebt, desto mehr wirst Du Dich selbst mit dem Thema befassen müssen. Alleine schon, um Dein eigenes Leben zu schützen.
Du solltest Dich wirklich selbst einmal beraten lassen, was da auf Dich zukommt und wie Du Dich als Partner eines Spielers am besten verhalten solltest.
Und nochmal: Dein Freund wird vermutlich bereits Schulden haben. Davon solltest Du Dir ein genaues Bild machen.
Günter
Die Lügen eines Spielers kommen dadurch zustande, dass seine Sucht nicht gerade ein hohes Ansehen in der Gesellschaft genießt und dass es als Spieler möglich ist, jahrelang nicht aufzufallen. Sei doch mal ehrlich. Hättest Du Dich auf die Beziehung eingelassen, wenn Dir Dein Freund gleich zu Beginn von seiner Sucht erzählt hätte?
Spieler leben ihre Sucht meist im Geheimen aus. Nutzen häufig Hintereingänge, oder spielen an Orten, wo sie niemandem aus dem Bekanntenkreis begegnen können. Es gibt sogar so etwas wie eine unausgesprochene Regel, dass man einen Menschen, den man vom Spielen kennt, in der Öffentlichkeit nicht einfach anspricht, oder auch nur grüßt, wenn derjenige nicht alleine ist.
Dass Du den Eindruck hast, sein Wesen habe sich in der vergangenen Zeit verändert, kann daran liegen, dass sich Dein Freund durch die Familiensituation, in die er plötzlich geraten ist, etwas überfordert fühlt. Vermutlich, ohne dass es ihm bewußt ist. Ich nehme an, er ist es nicht mehr gewohnt, in einer Familie Verantwortung zu tragen. Vielleicht ist er dadurch auch verstärkt in seine Spielerwelt ausgewichen.
Dass sich Dein Freund erst jetzt für eine Therapie entscheidet kann daran liegen, dass er zum ersten Mal seit langer Zeit ein Ziel vor Augen hat, für dass es sich lohnt, die Sucht aufzugeben. Ich bin neulich noch einmal einem anderen Spieler aus meiner Vergangenheit begegnet. Zum ersten Mal in seinem Leben spielt er seit drei Monaten konsequent nicht mehr und fängt so langsam an, die Möglichkeiten zu entdecken, die sich ihm damit bieten. Begonnen hat das mit einer Partnerschaft. Drei Monate sind allerdings nur ein erster Schritt. Ich schätze einmal, dass er in weiteren drei Monaten soviel Abstand gewonnen hat, dass er das Spielen von sich aus emotional ablehnen wird. Und in vielleicht 2 Jahren wird er sich ein eigenes neues Leben erarbeitet haben, das stabil bleiben wird.
Die Entscheidung kann Dir jetzt niemand abnehmen. Du wirst zwangsläufig in die Rolle eines Co-Abhängigen geraten. Je näher Ihr zusammenlebt, desto mehr wirst Du Dich selbst mit dem Thema befassen müssen. Alleine schon, um Dein eigenes Leben zu schützen.
Du solltest Dich wirklich selbst einmal beraten lassen, was da auf Dich zukommt und wie Du Dich als Partner eines Spielers am besten verhalten solltest.
Und nochmal: Dein Freund wird vermutlich bereits Schulden haben. Davon solltest Du Dir ein genaues Bild machen.
Günter