...Tränen laufen mir übers Gesicht.
Tränen, die ich nicht hier lassen sollte,
denn was sind meine Tränen schon gegen so manch anderer hier.
Und doch lassen sich die Tränen nicht zurück halten. Sie sind stark, so verdammt stark, verwandeln sich in schmerzhaften Empfindungen.
Wie gerne hätte ich jetzt eine Flasche Wein hier, um meine Wut, meine Trauer, meine Sehnsucht oder meinen Hass runter zu spülen? Am liebsten alles. Nein, meine Trauer, denn die tut am meisten weh. "Doch an der Nüchternheit, dass du am Ende doch allein bist, läßt selbst der Wein nihct zweifeln."(einer meiner weisheiten von mir...)
Stattdessen stopfte ich mich mit Schokoladenkekse voll, so schnell...
Gehe ich ins Bad? Mir die Seele aus dem Leib kotzen? Wofür? Viel zu oft habe ich es schon versucht, leider ohne Erfolg. Das einzige, was dann wieder siegen wird ist die wahrnehmend fühlende Ohnmacht, dass die bevorstehende Zeit wieder mein Herz zu zerreien droht..
so, wie ich es schon zu oft erfahren musste,
so, wie ich es schon immer akzeptieren musste?
So, wie ich es schon immer gehasst habe,
so, wie ich es schon viel zu oft verdrängt habe?
So, wie es mich schon viel zu oft verletzte,
so, wie es mich schon so viele Stunden in Ohnmacht versetzte?
So, wie es mich zur tragenden Maske werden ließ,
so, wie es mich notgedrungen vor Schwäche stark werden ließ?
So, - genau so!
Was ist, wenn ich mich entscheide, dass ich keinen mehr so nah an mich ran lassen will, kann, keinen mehr, der mir je wieder so wehtun wird, nie wieder,--------- der aber auch dann nie für mich da sein kann. Was ist dann?
Es ist nichts falsch und nichts richtig. Alles hat seine Schattenseiten.
Wie gerne würde ich jetzt einen Atemzug nehmen, versuchen, es bei Seite zu tun. Wie gern.
Jeder Schritt, den ich mache, könnte ein großer Fehler sein. Er könnte biegen oder brechen. Schon wieder ein Risiko, welches ich eingehen muss…
Wieder bin ich allein mit dieser Last auf meinem Herzen. Und es macht keine Anstalten, weg zu gehen. In meinen Gedanken schaue ich zurück, zurück zum Anfang und ich frage mich was das war, was mich so verändert, so verletzt hat.
Na ja, ich hab’s versucht.
Ich hätte einen Schlussstrich ziehen sollen, müssen. Und in meinem Kopf wirbelt noch immer diese Frage…Was wäre wenn…
Wenn ich doch bloß nur die Zeit zurück drehen könnte.
Viele Wege sind zu gehen. Einige mit Freuden, einige mit Leiden. Jeder kann vom Weg abkommen und wenn ich sage, ich wünschte, ich könnte es zurück drehen, ganz zurück zum Anfang, würde ich wirklich die Chance nutzen und alles ändern?
Wenn ich doch nur die Hände von der Zeit lassen könnte. Wenn ich was zurück nehmen könnte, was wäre dann?
Weil ich es probiert habe. Ich muss einen Schlussstrich unter Abschied ziehen. Und in meinem Kopf wirbeln mal wieder diese Unmengen an Fragen…
Nur weil ich am verlieren bin, bedeutet es doch nicht, dass ich verloren bin, oder?
Nur weil ich mich verletze, bedeutet es nicht, dass ich mir wehtue, dass sie mit wehtun dürfen, bedeutet es nicht, dass ich nicht das zu bekommen habe, was mir zusteht! Nichts Schlechteres, nichts Besseres.
Ich ging nur verloren.
So viele Flüsse, die ich versucht habe zu überqueren, die Türen, die ich versucht habe, waren abgesperrt.
So warte ich nun schmerzlich, bis der Brand vergeht, um zu sehen, wie viel das Feuer bei mir angerichtet, vernichtet hat.
Werden sie sich umschauen? Sehen, wie ich das Feuer zu bekämpfen versuche? Wer wird sich umschauen?! Wer wird meine alten und auch neuen Brandwunden als wieder heilend betrachten? Wer nimmt sich das Recht, wer?
Was heilt und was als tiefe Brandnarbe bleibt entscheide verdammt noch mal ich...
Die Lichter gehen aus.
Gezeiten, gegen die ich versucht habe zu schwimmen, haben mich in die Knie gezwungen.
Verwirrung, die nicht stoppt, schließende Wände und tickende Uhren.
Muss zurückkommen und mich nach Hause bringen, aus meinen Meeren voller Tränen heraus.
Verfluchte, verpasste Gelegenheiten.
Bin ich ein Teil von einem Heilmittel oder von einer Krankheit?...