@ Florena:
So wie du das beschreibst, achtet er dich nicht einmal ansatzweise mehr, wie er es eigentlich sollte. Scherze sind schön und gut, nur geht das, was du da aufzählst, eindeutig zu weit.
Ich denke, dass das, was die ganze Sache so kompliziert für dich macht, eure (?) Kinder sind, die natürlich sprichwörtlich zwischen den Stühlen sitzen... und in einer ähnlichen Situation scheinst du mir auch zu sein... zwischen den Stühlen, weil du auf der einen Seite deinen Kindern nicht den Vater (?) nehmen und den Kontakt nicht unterbinden möchtest, aber auf der anderen Seite mit dir quasi den Hampelmann... ähm... die Hampelfrau machen lässt - anfangs vielleicht noch unbewusst, nur wird dir das so langsam klar, deiner Schilderung nach.
Ich seh in der ganzen Sache zwei Dinge, wegen derer ich dir an sich nur raten könnte, den Kontakt nicht mehr zu ihm zu suchen:
- Du leidest immens unter seinem Verhalten dir gegenüber
- Deine kleinste leidet immens darunter, dass du und dein "Ex" sich nicht verstehen
Letzteres kann besonders schwer werden (wenn es das nicht schon ist, kenne die Situation der Kleinen nicht), wenn es keine für die Kleine klaren Verhältnisse gibt.
Dass du mit deinem Ex irgendwie doch noch quasi zusammen bist aber irgendwie doch nicht macht es für die Kleinste schwer, WAS ihr zwei denn nun eigentlich seid. Klar, du bist die Mama. Klar, er ist der Vater (?). Aber was seid IHR BEIDE zusammen? Die Kleinste merkt sicher, dass da was nicht stimmt und weiß nicht, was sie damit anfangen soll, ist überfordert damit und leidet daher... immens, wie du beschreibst... und genau das Gleiche, nur ein wenig abgewandelt, scheint bei dir selbst auch der Fall zu sein.
Allein der Kleinsten wegen würde ich an deiner Stelle keinen weiteren Kontakt mehr mit ihm suchen. Er weiß es ja ohnehin nicht zu schätzen, dass du ihn trotz der Trennung weiterhin an deinem Leben und dem der Kinder teilhaben lässt, sonst würde er zum Einen dich ganz anders behandeln (nämlich so, wie du es verdient hast!) und sehen, wie sehr v.a. die Kleinste unter der Gesamtsituation leidet und diesen ganzen Quark sein lassen und an sich arbeiten. Ich meine... welcher Vater, der seine Kinder liebt, lässt sie leiden?
Auch wenn es für außenstehende wie mich (zudem... bin ich auch noch ein Kerl) einfach klingt... damit du und deine Kleinste nicht noch mehr leiden müsst als ohnehin schon und sich das Ganze vielleicht einmal legen kann, musst du eine klare Linie ziehen: Nämlich eine "Echte" Trennung.
Mir scheint, als würdest nur du den Kontakt zu ihm suchen und von ihm nichts kommen. Versuch, hart zu bleiben und keinen weiteren Kontakt zu suchen. DU musst lernen, die Regeln aufzustellen und nicht ihn dem Pascha spielen lassen, der sich alles rausnehmen kann, wie es ihm gerade in den Kram passt... weil es ja keine Konsequenzen gibt.
Sicher kannst du nicht damit drohen, ihm die Kinder vorzuenthalten, nur... du kannst ihn ja deiner Wohnung bzw. deines Hauses (je nach dem, was du bewohnst) verweisen, wenn er dir wieder dumm kommt. Einfach nicht auf Diskussionen einlassen, wenn er dir ohnehin nicht zuhört. Verschwendete Energie von dir.
Das Schwierigste allerdings wird dabei sein, zum Einen die Ruhe zu bewahren (gerade weil dieser Wechsel von deiner Gesinnung - die im Grunde lieb... eigentlich "zu lieb" ist - verdammt schwierig ist) und die Kinder nicht zum Spielball für ihn werden zu lassen. Denn... unter der Trennung von Vater und Mutter leiden die Kinder am allermeisten und allein deiner Kinder wegen müssen klare Strukturen einfach sein. Sonst verlieren die Kinder jegliche Orientierung, wenn die Verhältnisse nicht klar sind.
Falls dir das zu ungenau oder unklar sein sollte... wir sind da.
Werde dir auch darüber klar, wer du bist. Du bist Mutter. Mutter von 2 (?) Kindern, die zu ihrer Mutter aufschauen, die täglich mit ihrer Mutter Kontakt haben, die ihre Mutter lieben, die auf ihre Mutter bauen. Lass das von deinem Ex nicht kaputt machen, indem er dich kaputt macht.
Grüße
Sylvain
PS:
Ich hoffe, ich trete dir damit nicht zu nah...