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Wieso verliebt man sich immer in die Falschen?

Ich würde ihm übrigens nicht sagen, dass bei den Ex- Freunden - anders als bei ihm - direkt Schmetterlinge da waren, sonder eher, dass du ihn gerne langsam besser kennenlernen würdest. Wenn du konkreter werden möchtest oder wenn es sich aus dem Gesprächsverlauf anbietet, dann auch noch, dass du ihm nichts versprechen möchtest, da er dir schon jetzt als Freund wichtig wäre, du aber nicht wüsstest, ob sich daraus mehr entwickeln kann. Das ist sanft und er weiß gleich, woran er ist.
An dieser Stelle würde ich als Mann sofort die Reißleine ziehen. Warum sollte ich mir so etwas antun? Das ist quasi Herzschmerz mit Ansage. Schon prophylaktisch in die Friendzone geschoben zu werden, um dann mit der Aussicht auf "mehr" warmgehalten zu werden. Ich weiß, gewisse Frauen machen das gerne, aber sorry, wenn ich deutlich werde, das ist eine miese Tour und mehr als unfair.
 
Das ist relativ einfach. Wir suchen uns die Menschen, bzw. den Typ Beziehung, bei dem wir eine Vertrautheit erleben. Wenn du früher erlebt hast, dass du um Liebe kämpfen, betteln und am Ende verlieren wirst, wirst du dir vermutlich wieder den Typ Mann suchen, bei dem du kämpfen, betteln und verlieren wirst.

Oft ist das auch eine mentale Sperre, die es verhindert, sich auf den "Richtigen", also bei dem es einfach läuft, einzulassen. Weil man dann dort Gründe, sei es charakterlich oder optisch sucht, die einem nicht passen, denn alles andere wäre zu "einfach". Wenn du diese einfache struktur, dass man sich findet, sich jemand für dich interessiert, etc. früher so nie als gesund funktionierende Beziehung kennengelernt hast, wird sich das für dich subjektiv auch nicht "gut" anfühlen.

Subjektiv fühlt es sich für viele "gut" an, wenn etwas eigentlich kompliziert beginnt, mit viel Kraftaufwand zu laufen scheint und hinterher scheitert.

ich glaube je jünger die Generationen, desto mehr werden wir dieses Muster erleben, auch Beziehungsunfähigkeit genannt, weil diese jungen Leute bei wiederum ihren Eltern Scheidungskämpfe und Co. als "normal" in der Erziehung erlebt haben und dieses Muster oft wieder verfolgen.

Um aus dem Muster auszubrechen, muss man sich auf Dinge einlassen, bei denen man Fehler sucht und sie einfach nicht da sind und sich von Dingen frei löst, bei denen man sich wieder in diesem "nicht funktionierenden" Muster wiederfindet. Ist aber leichter gesagt als getan, weil man sich oft in diesen Mustern befindet, optisch zb jemanden nur dann anziehend zu finden, wenn er einen ablehnt, wenn man eben genau das so "gelernt" hat.
 
An dieser Stelle würde ich als Mann sofort die Reißleine ziehen. Warum sollte ich mir so etwas antun? Das ist quasi Herzschmerz mit Ansage. Schon prophylaktisch in die Friendzone geschoben zu werden, um dann mit der Aussicht auf "mehr" warmgehalten zu werden. Ich weiß, gewisse Frauen machen das gerne, aber sorry, wenn ich deutlich werde, das ist eine miese Tour und mehr als unfair.
Ich finde deine Sicht interessant und hätte damit tatsächlich nicht gerechnet.
Für mich sind das offene Karten, um nicht unnötig Hoffnung zu machen - aus dem Beitrag der TE geht ja hervor, dass sie sich nicht sicher ist, ob sich nicht doch noch etwas entwickelt. Mies beinhaltet für mich Vorsatz - und der ist hier nicht gegeben.
 
An dieser Stelle würde ich als Mann sofort die Reißleine ziehen. Warum sollte ich mir so etwas antun? Das ist quasi Herzschmerz mit Ansage. Schon prophylaktisch in die Friendzone geschoben zu werden, um dann mit der Aussicht auf "mehr" warmgehalten zu werden. Ich weiß, gewisse Frauen machen das gerne, aber sorry, wenn ich deutlich werde, das ist eine miese Tour und mehr als unfair.

Um genau diesen Aspekt "ich falle immer auf den gleichen Typ Frau/Mann rein" zu vermeiden, habe ich exakt das gelernt:

- vergebene, verheiratete Frauen sind grundsätzlich tabu und uninteressant. Wird man von denen als Mann angegraben: Klare Ansage und Desinteresse kommunizieren
- wenn ich an einer Frau interessiert bin, die es offensichtlich nicht an mir ist auf Beziehungsebene: Loslassen und Kontakt abbrechen.

Tut man das nicht, verliert man am Ende und zwar massiv auch an Selbstwert und wenns noch blöder läuft, verinnertlicht man dieses Muster und empfindet es wohlmöglich noch als normal irgendwann.

Fatale Situation und die kann man einfach vermeiden, indem man los lässt.
 
@Josilein, ich sehe bei dir nicht, dass du dich immer in die falschen verliebst. Du hattest zwei langjährige Beziehungen. Wenn du 13 Jahre mit jemandem zusammen warst, wird es doch auch viele gute Zeiten gegeben haben. Ihr hättet kaum so eine lange Zeit geschafft, wenn da nicht viel gepasst hätte. Also hast du doch ein gutes Gespür gehabt. Garantien gibt es natürlich nie und es kann in Beziehungen immer irgendetwas schief laufen. Aber grundsätzlich hast du einen guten Kompass und bist beziehungsfähig. Das ist doch schon einmal super.
Hör auf dein Gefühl und sei fair zu dem Mann, den du jetzt datest. Das wäre mein Rat.
 
So ein Muster hab ich gott sei dank nicht und ich hatte auch schon zwei sehr lange Beziehungen, wo viele Jahre alles super war. Es geht mehr so in die Richtung, dass ich es einfach traurig finde, dass ich ihn nicht besser finden kann. Das klingt so blöd, aber ich war noch nie in so einer Situation. Es war immer das große Feuerwerk der Gefühle und teilweise habe ich mich in Menschen verliebt, wo ich das niemals gedacht hätte.

Und jetzt ist da ein Mensch der mir echt ähnlich ist, wir haben viele gleiche Hobbies und uns wirklich viel zu erzählen. Er ist halt auch wirklich sehr sehr schüchtern, vielleicht hat es auch ein bisschen damit zu tun. Er ist dermaßen zurückhaltend, dass ich automatisch ein freundschaftliches Gefühl bekomme. Wenn er mich nicht ständig fragen würde wann wir uns wiedersehen und wie froh er ist, dass wir uns kennengelernt haben, würde ich wahrscheinlich gar nicht merken dass er überhaupt auf mich steht. Ich hab selbst mit meiner besten Freundin mehr Körperkontakt 🙈
Wie wichtig ist es für dich eigentlich, dass der Mann aktiv und dominant ist, damit du dich überhaupt zu ihm hingezogen fühlst? Wenn es für dich von entscheidender Bedeutung ist, dann ist dieser Mann vielleicht nicht der Richtige für dich. Wenn nicht, könntest du immer den ersten Schritt machen ...
 
Ich hatte bisher zwei Beziehungen in meinem Leben. Eine ging 6 und die andere fast 13 Jahre. Bei dem Ex mit den 13 war ich von Minute 1 an verliebt. Es war wie man es in Filmen sieht. Das Ende war allerdings hart und die Beziehung sehr aufreibend für mich.

Ich hatte aber auch schon große Verliebtheit wo wirklich schlimmste toxische Dinge raus entstanden sind.

Ich hab so angst jemand zu verletzen, dass ich mich frage ob ich das jetzt einfach noch eine Weile laufen lasse und gucke wie es sich entwickelt oder ob das gemein ist. Auch wenn er ein sensibler Mensch ist, muss er ja damit rechnen dass eine Kennenlernphase nicht immer in einer Beziehung endet.

Und ja, ich fühle mich irgendwie sehr geerdet wenn ich mit ihm was mache. Aber er verhält sich manchmal auch sehr wie ein Kumpel, vielleicht kann ich es mir deswegen nicht so richtig vorstellen


An dieser Stelle möchte ich mal meine Erfahrungen einbringen. Ich hatte mich mal über Wochen mit einer Frau gedated, die mir überhaupt keine Signale gegeben hat, was das Richtige oder Falsche ist. Und wenn dein Date keinerlei Signale von dir empfängt, woher soll er wissen, was zu tun ist?

Als Mann zu früh zu handeln (dominant oder zu dominant) kann zum aprupten Ende führen oder als Mann zu spät zu handeln (zu passiv) kann zur Friendzone führen, also du siehst, es ist nicht einfach. Aus dem Grunde ist es meiner Erfahrung nach auch an der Frau, die Signale zu senden, die dem Mann Sicherheit geben. Wenn er es ernst meint und keine Signale bekommt, wird er kaum einen Schritt nach vorne gehen, weil er am Ende nur verlieren kann.

Viele Frauen möchten zwar dominante Männer, aber eigentlich auch wiederum nicht, weil die bittere Pille dessen nämlich häufig auch ist, dass dominante Männer nicht nur beim Dating und den ersten Schritten diejenigen sind, die dominieren, sondern auch hinterher und gern mal die Ansichten der Frau übergehen und ihr Ding durchziehen. Also ich würde aus meiner heutigen Sicht keine dominante Frau (mehr) haben wollen, hatte ich zuletzt auch.
 
Hey,

bei meinem freund und mir war es so, dass wir uns erst einige Monate trafen und sich dann langsam Gefühle eingestellt haben. Ich glaube schon, dass das möglich ist, dass die Gefühle erst kommen, wenn man den anderen richtig gut kennt, viele Dinge richtig toll findet, man ein besonderes gemeinsames Erlebnis hatte etc. Das Forum ist ja voll mit Geschichten von Menschen, die sich nach Jahren plötzlich in gute Freund*innen verliebt haben. Eine Garantie gibt es natürlich nicht.

Mir selbst hat damals geholfen, mit ihm darüber zu sprechen, davor hatte ich permanent einen Druck gespürt, dass er mehr will. Ich meinte zu ihm, dass ich Zeit brauche, erstmal schauen mag und sollte bei mir mehr Interesse entstehen, werde ich aktiv werden. Er meinte, dass er das gut findet, einfach mal zu schauen. Das hat mir den Druck genommen und irgendwann kam dann die Anziehung dazu, nachdem wir ein paar schöne Abende mit viel Musik, Bier und Gesprächen hatten.
 
Hey,

bei meinem freund und mir war es so, dass wir uns erst einige Monate trafen und sich dann langsam Gefühle eingestellt haben. Ich glaube schon, dass das möglich ist, dass die Gefühle erst kommen, wenn man den anderen richtig gut kennt, viele Dinge richtig toll findet, man ein besonderes gemeinsames Erlebnis hatte etc. Das Forum ist ja voll mit Geschichten von Menschen, die sich nach Jahren plötzlich in gute Freund*innen verliebt haben. Eine Garantie gibt es natürlich nicht.

Mir selbst hat damals geholfen, mit ihm darüber zu sprechen, davor hatte ich permanent einen Druck gespürt, dass er mehr will. Ich meinte zu ihm, dass ich Zeit brauche, erstmal schauen mag und sollte bei mir mehr Interesse entstehen, werde ich aktiv werden. Er meinte, dass er das gut findet, einfach mal zu schauen. Das hat mir den Druck genommen und irgendwann kam dann die Anziehung dazu, nachdem wir ein paar schöne Abende mit viel Musik, Bier und Gesprächen hatten.

Sofern der Mann das mit macht, ist es perfekt.
Ich sags ehrlich, mein Ding wäre es nicht. Ich würde das knallhart als Zeitverschwendung verbuchen, wenn ich ernsthaftes Interesse hätte und mich verabschieden. Wenn ich kein ernsthaftes Interesse hätte und es ohnehin nur kumpelhaft meine, würde ich es laufen lassen, aber dann bleibt es ohnehin kumpelhaft und das vorgelagerte Gespräch wäre nicht erforderlich gewesen. Als Mann kann man sich nämlich mit so einer Ansage sehr schnell auf die Warmhalteplatte versetzt fühlen (als Frau natürlich umgekehrt genauso).
 
Oder es haut chemisch halt nicht hin. Es gibt einfach diesen Unterschied zwischen Freund und Sexualpartner.

Was fühlst Du, wenn Du Dir Küssen und körperliche Nähe vorstellst?
Ich kanns mir schon irgendwie vorstellen aber auch irgendwie nicht. Tolle Aussage ne 😄😄 dadurch dass er dermaßen zurückhaltend ist hat mein Hirn ihn jetzt schon unter Freundschaft verbucht und ich tue mich echt schwer mir irgendwas vorzustellen. Ich hab beim vorletzten date echt meine volle flirt Power ausgepackt, aber er hat einfach auf nichts reagiert. Ich hatte irgendwie das Bedürfnis ihn einfach mal zu küssen um zu schauen wie es sich anfühlt.
 

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