Würde sagen, das von dem was ich geschrieben habe, nichts verstanden wurde. Es geht nicht darum, sein Glück auf das Leid eines anderen aufzubauen, sondern darum, zu erkennen, das es einem doch ganz gut geht.
Natürlich, wenn ein Mensch grundsätzlich negativ ist (das ist krank) wird er mit sicherheit alles immer so hindrehen, das alle anderen, nur nicht er selber, für sein Leben verantwortlich ist. Da ist es der Vater, dort die brutale Mutter, da wieder die Gesellschaft in der wir leben, die die Schuld für unsere eigene Unfähigkeit haben. Es sind ständig die anderen nur nie wir selber. Ist das nicht seltsam? Aber es ist unser Kopf, unser Gefühl, unser Leid usw. Komisch, das es trotzdem immer die anderen sind, die nicht verstehen, obwohl doch wir es sind, die nichts verstehen können oder wollen. Vielleicht macht es ja auch Spaß in seinem Selbstmitleid hängen zu bleiben, eine andere Form des Masochismus. Nicht ist angenehmer als in seiner vertrauten, inneren umgebung zu verharren, die zwar einem ganz schön zu schaffen macht, aber eben doch vertraut ist. Lieber träge sein, als aktiv an sich zu arbeiten! Tja, auch hier spreche ich wieder aus erfahrung und nicht nur aus meiner, den ich kannte eine Frau, die von ihrem Vater bis zum 32 Lebensjahr sexuell misbraucht wurde und das vom 5 Lebensjahr an. sie saß vor mir und weinte sehr.
Durch unsere Gespräche verstand sie langsam, was für ein bedauernswerter Mensch ihr Vater ist. Sie sprach alles auf Kassette, die sie ihren Brüdern und der Mutter schickte.
Heute hat sie einen Sohn und auch wenn sie nicht das hundertprozendige Vertrauen zu Männer gefunden hat und mit der Angst lebt, ihr Sohn könnte auch dazu gehören, so hat sie doch begriffen, das es immer Täter und Opfer gibt und das beide schuldig und wiederum unschuldig sind.
Der Täter war auch mal Kind, und fast alle wurden in der Kindheit misshandelt und missbraucht und es ist eine Tatsache, das aus Opfern auch Täter werden.