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Wieso Selbstmord???

Hinderungsgrund

Ein wichtiger Hinderungsgrund, Hilfe anzunehmen, ist der Stolz. Er wird entwickelt, aus einer Not heraus und ist von Kindheit an eine Art Schutzmauer. Ich bin z.B. von einer Mutter erzogen worden, die uns Kindern sagte, das Wichtigste im Leben wäre, seinen Stolz nicht zu verlieren. Beinahe wäre ich daran zugrunde gegangen. Doch ich habe den Stolz mit einem Hilfeschrei zu Gott überwunden. Er hat mir meine Lebenslügen aufgezeigt und mich frei gemacht. Habe nun Liebe und Kraft, mich für die Schwachen einzusetzen um ihnen den Weg zum Freudequell zu zeigen... es vergeht kein Tag an dem mir Gott nicht Arbeit gibt 🙂
 
@ blake

Hilfe gibt man, auch wenn man nicht darum gebeten wird

jaaaaaaaaaaa blake, genau das ist es, worüber in diesem forum seit wochen diskutiert, ja nahezu gestritten wird.

das ist genau das, was inge angekreidet wird. zu helfen, ohne gebeten worden zu sein, ohne zu wissen, ob der andere diese hilfe überhaupt will!

kennst du die geschichte von dr. usui?

nachdem ihm die erkenntnis der reiki-kraft zuteil geworden war, zog er ins bettlerviertel von kyoto, um dort gutes zu tun. er wollte die bettler heilen, sie dann in den tempel schicken, dass sie einen neuen namen bekämen und wieder in die gesellschaft eingegliedert werden könnten.

er machte sich an die arbeit und heilte jung und alt ohne unterschied. die ergebnisse konnten sich sehen lassen. viele menschen wurden völlig wiederhergestellt. nach etwa sieben jahren traf dr. usui jedoch manches ihm bekannte gesicht. und er fragte: "kenne ich dich etwa?" einer der bettler antwortete "ja, natürlich, ich war einer der ersten, die du geheilt hast. ich bekam einen neuen namen, arbeit und heiratete sogar. aber ich kam mit der verantwortung nicht zurecht!"

dr. usui wurde klar, dass er damit, dass er seine hilfe ungebeten gegeben hatte, das gegenteil von dem bewirkt hatte, was er bewirken wollte. er hatte die bettlermentalität verstärkt, statt sie zu beseitigen.

nun ja, so denkt die joerd eben drüber.
und so dachte offenensichtlich auch dr. usui.
und so ähnlich scheint auch inge zu denken.
und bluekite auch! *smile*
ach ja, und natürlich auch the_look!

hilfe ist eben längst nicht immer das, was wir für hilfe halten, da wir immer nur von unseren eigenen bedürfnissen und vorstellungen aus gehen. wir wissen nicht, was der andere braucht, um seine lernschritte vollziehen zu können.

liebe grüsse

joerd
 
Es gibt aber auch Menschen, die offensichtlich hilfsbedürftig sind, angebotene Hilfe jedoch nicht annehmen wollen, weil sie in dieser Hilfsbedürftigkeit verharren wollen.

Was würdest Du dann machen, wenn Deine Hilfe abgewiesen würde?
Wie kann man Menschen, die sich dermaßen verschlossen haben, wieder dem Leben öffnen?
 
Das bedeutet, dass diese Menschen aufgegeben werden müssen, damit sie noch eine Chance haben. Kann sehr hilfreich sein, denn manchmal will man erst wieder aufstehen, wenn man unten ist.

Aber was ist mit Selbstmördern?
Da gibt es einen moral-ethischen Unterschied, weil es um den Erhalt der Lebensfunktionen geht. OK, sie bleiben am Leben, aber werden sie sich dann dem Leben öffnen können?

Da werden, gegen den Willen des Menschen, Therapien in Gang gesetzt. Wie hoch ist die Rückfallquote?

Mir scheint, dass nicht jeder Helfer in der Lage ist, die Identität des Hilfsbedürftigen zu erkennen und dass nicht jedes Hilfsmittel zu jedem Zeitpunkt für jeden das richtige ist.
 
Hilfeschrei

Es gibt schon lange vorher in Kindesjahren Hilfeschreie. Doch weil sie nicht gehört werden, verstummt die Seele und vegetiert nur noch dahin, man entwickelt eine Art Unverletzbarkeit, die sich Stolz nennt. Der eigentliche Selbstmord findet erst viel später statt, weil man hinter diesen verschlossenen Mauern (Stolz) nicht mehr leben kann. Ich weiß wovon ich rede... Die Menschen hatten mich nur verletzt und enttäuscht. Ich habe auch Therapeuten nicht getraut, denn sie leben von der psychischen Not der andern und sie konnten mir auch nicht helfen. Erst als ich zu Gott schrie in meiner Seelennot und das war mit 46 Jahren, veränderte sich mein Leben von Grund auf. Natürlich kamen da Menschen hinzu, die Gott mir plötzlich über den Weg schickte aber nur, weil ich um Hilfe geschrien habe, davon bin ich überzeugt.
Wisst ihr, die biblische Seelsorge ist eine wunderbare Sache. Es gibt soviele Beispiele in der Bibel wie Gott mit den Menschen handelte, die krank waren - auch im alten Testament. Doch im Neuen Testament fragt Jesus immer zuerst - "Willst du gesund werden?" - das ist der Einstieg in die Befreiung vom Leid, heraus aus dem Teufelskreis, der nicht umsonst so heißt. Satan hat kein Recht mehr auf meine Seele. Selbstmord hat immer mit dämonischen Energien zu tun - die Beschäftigung mit Magie, gibt Satan Anteil an meiner Seele. Die Welt ist voll von Magie. Das Kind, das mit der Phantasiewelt noch stark verbunden ist wird durch entsprechende Geschichten in diese Welt entführt und bekommt die ersten Alpträume (Kindergartenzeit). Da ich Erzieherin im Kindergarten war, weiß ich, dass die Märchen und Phantasiegeschichten immer mit weißer und schwarzer Magie (unerklrärliche Phänomene - Zauberei) zu tun haben. Das Brauchtum (animistischen Urreligion) hat Zugang zur okkulten Welt (Berchten-Halloween-Allerheiligen usw.) Es gibt keine Neutralität im geistlichen Bereich - *oh jetzt bin ich aber abgeschwiffen*
 
@OutsideKID

Hallo Süsse! 🙂

Das kenn ich eigentlich auch ganz gut, wie die sogenannten Freunde sind, nicht gerade Easy.
Alles was man tut, macht man am besten so wie sie es Dir sagen, dann bist Du die Dumme und wenn nicht bist Du auch die Dumme und wenn sich zwei von ihnen streiten und Du sie zusammenbringst an einen tisch, damit sie sich ausreden und des Kriegsbeil begraben, bist Du zwei Tage später die Dumme und beide streiten mit Dir. Das Komische dabei ist, man regt sich voll darüber auf, aber trotzdem zieht es einen immer dort hin, weil man ja sonst ganz alleine wäre.
Diese Einsamkeit, von der Du sprichst, kenn ich auch ganz gut.
Ich war in der Schule, eine der Aussenseiterinen, gehörte nicht dazu. Da ich auf eine Sportschule ging, hatte ich jeden Tag 15 km in die Schule und demenstsprechend keine Freunde zu Hause, die alle in der normalen Hauptschule (Pflichtschule sozusagen 5-8 Klasse) waren.
Wartete jeden zweiten Tag 3 Std. auf den Bus der nach Haus ging und konnte um 18:00 Uhr schön brav Hausübung machen, zum kotzen, sorry.
Dieses Gefühl, hat mich aber noch länger verfolgt.
Ich bin draufgekommen, dass alles seine Zeit braucht und mit einwenig Geduld kommen sie auf Dich zu, die Freunde.
Jetzt kann ich sagen, kenne ich sehr viele Menschen, von denen mir jeden Tag einige unterkommen, man läßt mich plötzlich teilhaben, lädt mich sogar ein. Manchmal muss ich darüber sehr staunen, da ich doch eigentlich immer ein ungewollter Einzelgänger war.

Es kommt auch auf Dich zu, zuerst einer, dann zwei und plötzlich, wirst Du nicht mehr wissen, wen Du jetzt zu Deiner Feier einladen sollst und wen nicht *gG*

Ich hoffe, dass es Dir ansonsten gut geht!

lg

Lipizaner
 
Jetzt hab ich noch eine Geschichte gefunden, die ich vor einigen Monaten mal per e-mail bekommen hab, die ist ganz gut und wird Dir sicher auch gefallen:

Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der High School,
sah ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen.
Sein Name war Kyle. Es sah so aus, als wurde er alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dachte mir:
"Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause?
Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein." Mein Wochenende hatte ich schon verplant (Partys und ein Fußballspiel mit
meinen Freunden morgen Nachmittag), also zuckte ich mit den Schultern und ging weiter. Als ich weiter ging, sah ich eine Gruppe Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten
ihn so dass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihn im Gras landete. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen. Mein Herz wurde weich.
Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille, und ich sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich: "Diese Typen sind Blödmänner.
Er schaute zu mir auf und sagte: "Danke!"
Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirkliche Dankbarkeit zeigten. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und fragte ihn wo er wohnt. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nahe wohnt, also fragte ich ihn,
warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging. Ich hatte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns; und ich trug seine Bücher.
Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl. Ich fragte ihn, ob er Lust hatte mit mir und meinen Freunden am Samstag
Fußball zu spielen. Er sagte zu.
Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen, und je mehr ich Kyle kennen lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn. Es begann der Montag Morgen, und auch Kyle mit dem riesigen Bücherstapel
war wieder da. Ich stoppte ihn und sagte: "Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen". Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher.
Wahrend der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich richtig gute Freunde. Als wir alter wurden, dachten wir übers College nach.
Kyle entschied sich für Georgetown, und ich mich für Duke.
Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden, und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden.
Er wollte Arzt werden und ich hatte vor eine Fußballer-Karriere zu machen. Kyle war Abschiedsredner unserer Klasse.
Ich neckte ihn die ganze Zeit, indem ich sagte, er sei ein Dummkopf. Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste.
Am Abschlusstag, ich sah Kyle. Er sah großartig aus.
Er war einer von denen, die wahrend der High School zu sich selber finden und ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn.
Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte: "Hey, großer Junge, du wirst großartig sein!" Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. "Danke," sagte er. Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an. "Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken,
die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, Deinen Lehrern, Deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer... aber am meisten Deinen Freunden. Ich sage euch,
das beste Geschenk, dass ihr jemandem geben könnt, ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen".
Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte, an dem wir uns das erste mal trafen.
Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen.
Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es später nicht tun musste, und trug sein Zeug nach Hause. Er schaute mich an und lächelte. "Gott sei Dank, ich wurde gerettet. Mein Freund hat mich von dieser unsäglichen Sache bewahrt. "Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser gutaussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte.
Ich bemerkte wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau das selbe, dankbare Lächeln. Niemals zuvor spurte ich solch eine tiefe Verbundenheit.

Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns.
Durch eine kleine Geste kannst du das Leben einer Person andern. Zum Guten oder zum Bösen. Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des anderen, um uns gegenseitig zu beeinflussen, auf jede Art und Weise. Sieh' das Gute in anderen.
 

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