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Wieso mache ich es mir so schwer?

Denkerin24

Neues Mitglied
Was ist nur mit mir los? Warum stehe ich mir selbst im Weg?


Erstmal „hallo“ an alle.
Es ist das erste mal, dass ich über mein Problem in einem Forum schreibe.
Aber seit längerem komme ich aus meinem negativen Gefühlsloch nicht mehr raus.
Angefangen hatte alles, als ich ca. 12 Jahre war und einen schlimmen Reitunfall hatte.
Mitlerweile bin ich 24.
Ich konnte 2-3 Wochen nicht in die Schule, da ich hauptsächlich wegen meinem Rücken liegen sollte.
Meine Eltern meinten es gut und meinten ich solle doch in der Zeit zu meiner Oma, weil sie damals Lehrerin war und mir bei dem Lehrstoff doch gut helfen könnte.
Sie war aber besessen davon mir so viel an Stoff wörtlich „reinzuprügeln“ von Früh bis Abend, dass auf einmal die Magenschmerzen da waren……..
Das habe ich ihr bis heute auch nicht verziehen, da es seit dem mein Leben beeinflusst.
Meine Mutter ist mit mir von Arzt zu Arzt gerannt, weil ich immer Bauchschmerzen hatte und sie mich fast täglich von der Schule abholen musste. Natürlich hat kein Arzt etwas feststellen können, da es die Psyche ist. Ich war da auch bei einer Psychologin, aber das hat nicht viel gebracht.
Ich habe dann angefangen mit dem Problem umzugehen und es hinzunehmen.
Sobald ich mir zu sehr Gedanken über etwas machte oder ähnliches schlug mir natürlich alles auf den Magen.
Dieses Problem hat sich aber dann anderweitig vertieft………. Wenn ich zu hause essen sollte und ich hatte evtl gerade wieder eine Übelkeit oder Bauchschmerzen wegen irgendwas dann habe ich das Essen einfach runtergewürgt. Ich wollte ja nicht, dass noch groß mein Problem bemerkt wurde.
So das Ende vom Lied ist ich fing an eine Phobie zu entwickeln, wenn ich mit mehreren Leuten essen muss. Eigentlich ist es doch etwas schönes?, aber für mich der Horror. Mir geht’s gut und wenn ich dann auf den Teller schaue baut sich auf einmal so eine richtige Angst auf, dass mir übel werden könnte und ich das jetzt nicht essen kann. Durch das reinsteigern passiert es natürlich und ich muss mich dann so zusammen reißen nicht aufs Klo zu rennen und mir nichts anmerken zu lassen.
Meine Füße werden eiskalt und ich merke wie mir das Adrenalin durch den Körper schießt und ich versuche mich dann irgendwie zu beruhigen.
Interessant ist aber auch, dass die Übelkeit von einer Sekunde zur anderen wieder weg sein kann, wenn die Leute lustig sind oder mir das Gefühl geben es ist alles gut. Aber mit gelösten Gefühl esse ich trotzdem nicht und auf dem Teller bleibt was übrig oder ich esse wenig.
Aber oft ist es natürlich so, wenn ich weiß es steht ein gemeinsames Essen an mit mehreren Leuten, dass ich mich da vorher schon reinsteiger und mir dann eh schon schlecht ist……..
Aber das komische ist ich weiß nicht wovor ich Angst habe?
Wieso mache ich es mir selbst so schwer?
Und komisch ist auch, dass ich mit meinem eigenen Partner zb gerne mal essen gehe und da gar keine Probleme habe……….
Ja und das ganze Thema macht mich natürlich irrest fertig.
Dazu kommt dann noch eine Depression mit Minderwertigkeitsgefühlen.
Eigentlich habe ich ein gutes Leben. Gut ich habe eine Mutter, die an Krebs gestorben ist und einen Vater, dem öfter die Hand ausgerutscht ist………….Eine einfache Kindheit hatte ich nie, aber ich habe mich dran gewöhnt, dass mein Leben eben schwieger ist, als das anderer.
Naja so habe ich das Problem mit meinem Magen und bekomme dann noch so einen richtigen Hass wieso ich mir da im Weg stehe? Ich habe schon oft versucht die Angst zu besiegen, aber es ist so schwierig und mein Problem ist wohl auch, dass ich mich einfach nicht annehmen kann- wie ich bin.
Ich will es immer allen so recht machen und verbiege mich, obwohl ich mit anderen Leuten gut zurecht komme oder wenn ich in neue Freundeskreise komme. Alle sind begeistert.
Ich weiß wie ich mich geben muss, um gut anzukommen, aber bin das eigentlich ich? Wer bin ich überhaupt? Nach außen merkt natürlich niemand wie es mir eigentlich geht. Ich wirke selbstbewusst und mit mir kann man viel Spass haben.
Aber so bald die Probleme zu viel werden sehe ich keinen Ausweg und mir wird alles zu viel.
Ich kann mir nie selbst auf die Schulter klopfen und sehe immer nur die Dinge, die nicht passen.
So oft brauche ich Hilfestellung von Freunden, die mir gut zu reden oder ähnliches, dann komme ich wieder auf den richtigen Weg, aber irgendwann kommt wieder alles von neuem.
Ich frage mich auch oft, was ich mit meinem Leben machen soll. So einen richtigen Sinn sehe ich da nicht drin. Ich denke mir ok du lebst und solltest etwas aus dem Leben machen, mehr aber auch nicht.
Ich denke zu wenig an mich, immer an andere und mir geht’s gut, wenn es anderen gut geht oder ich wieder eine sehr gute Zuhörerin für jemanden war oder jemand anderen helfen konnte, aber ich kann mir selbst nur schwer helfen.
Dabei weiß ich ganz genau, dass ich selbst schuld bin, wenn ich es mir so schwer mache und das Leben eigentlich schön sein könnte…………
Welche Tipps könnt ihr mir geben?
Wie kann ich meine negativen Gedanken einfach mal los lassen?
 
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