Schön, dass das Thema noch diskutiert wird.
Zu zwei diskutierten Aspekten möchte ich etwas sagen:
A)
Ich denke auch, dass gerade arme Familien es nicht leicht haben, sich gesund zu ernähren. Eine einigermaßen solide Ernährung ist nach meiner Schätzung etwa 50 % teurer als Lidl und Co. Und für jemanden, der sich ohnehin am Existenzminum befindet, zählt jede Eurone.
Dennoch denke ich, dass ich auch als armer Mensch mein Gewissen belasten würde, wenn ich Wiesenhof-Nahrung meinen Kindern geben würde. Diesem Produzenten traue ich zu, dass seine Nahrung sogar gesundheitsschädlich ist (man schaue sich z. B. den Link über die Fäkalien an, den ich kürzlich gepostet hatte!). Ich frage mich wirklich, ob sich Herr Wesjohann seine eigenen Produkte zuführt. Für mich wäre das schon eine gewisse Mutprobe!
Ich kann OldCats Argumentation schon nachvollziehen. Armut bedeutet eine Einschränkung von Möglichkeiten. Aber ich denke auch, dass man mit etwas Phantasie dennoch solche Hürden umschiffen kann. Wenn man z. B. bedenkt, dass Hartz4-Kinder oft übergewichtig sind etc...
B)
Ich spreche mich auch für eine möglichst fleischfreie Nahrung aus. Meine eigene Ernährung habe ich seit dem letzten Dioxin-Skandal vor ca. einem guten halben Jahr dementsprechend eingerichtet. Hinsichtlich der Ernährung von Kindern wäre ich allerdings auch vorsichtig. Leider ist mir immer noch keine in meinen Augen zuverlässige Studie zum Thema fleischlose Ernährung von Kindern bekannt.
Vermutlich würde ich also bei meinem jetzigen Kenntnisstand meine Kinder ab und zu (aber nicht zu oft) mit Fleisch ernähren. Hier würde ich einfach abwägen und die Gesundheit meiner Kinder würde die Oberhand haben. Ich kann aber auch nicht ausschliessen, dass Kinder vielleicht wirklich kein Fleisch brauchen. Ich weiß es nicht und würde ihnen daher sicherheitshalber auch in moderatem Maße Fleisch zuführen.