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wieder Unglücklich/ Jobwechsel/Branchenwechsel

Balbus92

Neues Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich bin aktuell sehr verunsichert in meiner jetzigen neuen Arbeit. Ich fühle mich nicht wohl mit Aufgaben und im Team. Natürlich bin ich da noch neu und am Anfang, weis aber jetzt schon, dass ich dort nicht lange bleiben möchte/kann.
Eventuell noch etwas zu mir:
gelernter Erzieher, danach Studium soziale Arbeit, das bedeutet ich bin nun gelernter Sozialarbeiter/Sozialpädagoge

2015-2021 Wohngruppenarbeit
2021-2023 Jugendamt
2023-2024 Leitung Integration
seid 2024 amb. Präventionsprogramm.

Habe somit tatsächlich in kurzer Zeit viele Jobs gehabt. In denen ich mich bei allen mehr oder weniger nicht gut gefühlt habe aus den verschiedensten Gründen. Also viel ausprobiert. Ich möchte jedoch auch irgendwann mit 32 ankommen.

Aktuell fühle ich mich mit den Aufgaben nicht wohl, ich komme nicht rein, fühle mich im Team unwohl. Normalerweise bin ich ein Mensch der sich gut eingliedern kann. Das habe ich in den vorherigen Stellen auch immer getan und jede Arbeitsstelle war auch glücklich und zufrieden mit meinen Leistungen.

Jedoch überlege ich auch ob soziale Arbeit überhaupt das richtige für mich ist. Habe jedoch keinerlei Ahnung in welche Branche ich so aktuell wechseln kann. Das klappt nicht ohne auf ein Festgehalt zu verzichten( also komplett neue Ausbildung). Ich bin leider echt ratlos und weis nicht wohin mit mir. Jedoch weis ich das es in der aktuellen Stellen nicht auf ewig klappen wird. Es macht mir jedoch auch Sorgen wie es in meinem Lebenslauf aussieht so viel "probiert" zu haben.
 
Kannst Du konkreter beschreiben, was Dich an der aktuellen Stelle stört? Was Du damit meinst, daß Du Dich mit den Aufgaben nicht wohl fühlst?
Und vielleicht auch, was Dich inhaltlich an den Aufgaben der vorherigen Stellen gestört hat?
Und was Du stattdessen besonders gern machst oder gemacht hast?

Schwierigkeiten im Kontakt mit dem Team, wären für mich jetzt kein Grund, komplett die Branche in Frage zu stellen. Da würde ich eher der Situation noch etwas Zeit geben (Du bist ja noch nicht so lange dabei). Und auch darauf vertrauen, daß teams sich durch Personalfluktuation, neue Gesichter etc. häufig ändern. Schwierigkeiten im team wären höchstens ein Grund, das team/den Arbeitgeber nicht aber die Ausrichtung komplett zu ändern.

Daher würde ich mich aktuell vor allem auf die Klärung der Grundsatzfrage konzentrieren, ist die aktuelle Berufssparte oder sogar der gesamte Bereich soziale Arbeit überhaupt die richtige Wahl für Dich. Dazu bedarf es der Analyse, welche Aufgaben sagen Dir zu und welche nicht. Was gelingt Dir gut und was nicht. Welche Rahmenbedingungen sind gut, akzeptabel oder ein no-go für Dich.
 
Sry hat etwas lange gebraucht um zu Antworten. Tatsächlich fühle ich mich in der Rolle in der ich mich aktuell befinde nicht gut. Ich fühle mich oft "ahnungslos " wie ich handeln soll und komischerweise als nicht qualifiziert genug. Obwohl ich bereits mehrere Jahre in dem Bereich arbeite. In der Sozialen Arbeit ist es ja auch in vielen Fällen so, dass du dich den ganzen Tag mit Problemen/Problemlagen und Krisen von anderen Menschen/Personengruppen beschäftigst. Und ich merke immer mehr, dass ich dies nicht bis zu meinen dann doch noch langen Weg zur Rente machen kann und möchte. Nun kommt es aktuell hinzu, dass ich mich hier in dieser neune Arbeit in 2 Arbeitsfelder einarbeiten. Da die eine Präventionsstelle nur zu 24 Stunden reicht. Es war von vornerein abgesprochen und ich wusste auf was ich mich einlasse. Ich merke aber nach nun 5 Monaten, dass dies so kaum möglich ist.

Die ganze Sache ist, ich weis leider nicht welcher Bereich mir tatsächlich außerhalb der sozialen Arbeit liegt. Und ich kann es mir finanziell ebenso nicht erlauben mit 32 Jahren nochmal eine neue Ausbildung anzufangen. Ich bin da schon auf ein Vollzeitgehalt angewiesen.
 
Es gibt ja heutzutage zig Möglichkeiten der berufsbegleitenden Weiterbildung. Heißt also, man behält seinen Job und kann weiterhin seine Brötchen verdienen, bedeutet aber andererseits, dass man nach Arbeitsschluss und gegebenenfalls auch an den Wochenenden bereit sein muss, auf Party zu verzichten und stattdessen zu lernen. Das kann ein Studium sein oder auch eine berufliche Weiterqualifikation. Um hier weiterhelfen zu können müsstest du aber wenigstens eine ungefähre Richtung kennen, in die du laufen willst. Also ob du dich innerhalb deines Berufsfeldes weiterbilden oder etwas ganz anderes machen möchtest. Diese Entscheidung wird dir niemand abnehmen können.

Bei deinen Überlegungen solltest du dir auch nicht nur überlegen, was dir liegt, sondern vor allem, was dir Freude bereitet. Daran scheint es ja aktuell zu mangeln, also dass du keine Erfüllung fühlst.

Natürlich ist dies auch anderweitig möglich, z. B. indem du dich ergänzend zum Job ehrenamtlich engagierst. Ich habe kürzlich ein Video gesehen, in dem Ärzte portraitiert wurden, die regelmäßig einen Großteil ihres Urlaubs auf denPhilippinen opfern, indem sie spendenfinanzierte Operationen an missgebildeten Menschen durchführen. Sie werden von Pflegern und anderen Helfern unterschiedlichster beruflicher Hintergründe begleitet. Das war unglaublich beeindruckend. Vielleicht wäre so etwas ja auch etwas für dich mit deinem sozialen Hintergrund.
 

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