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Wie wichtig ist in einer Beziehung die finanzielle Augenhöhe

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Da könnte was dran sein. Hab da auch so meine Erfahrungen. Die Frage ist, kann/muss man im Leben alles kalkulieren? Muss man eine Strichliste führen und alle Eigenschaften die man sich wünscht dann abhaken, und wenn ein Punkt nicht passt wars das von vornherein? Kann man den Partner des TE dazu verurteilen was er ist oder was er macht - nach dem Motto es passt ja echt gut zwischen uns, aber warum hast du nicht studiert?

Alles kalkulieren kann man mit Sicherheit nicht, vieles lernt man auch erst kennen, wenn man z.b. zusammen wohnt. Aber wenn man doch von vornherein weiß, dass man einen Partner möchte, der auch das Geld ausgeben kann, wie ers möchte, dann finde ich, muss man nicht erst eine Beziehung eingehen, mit jemandem, der weniger verdient, wenn man nicht bereit ist, sein Geld zu teilen.

Wenn man mit einem Partner sein Leben verbingen möchte, sollte man👎 auch bereit sein, sein HABEN zu teilen. Ich verdiene weniger wie mein Partner und lade ihn dennoch auch mal zum Essen ein.

und @flo12 sicherlich klärt man nicht alles ab, aber wenn ich meinen Lebensstandard behalten möchte und mir das wichtig ist, dann frage ich die Person schon, was sie gelernt hat oder eben in welchem Beruf sie arbeitet. Das interessiert einen doch beim Kennenlernen.
Klar ist das oberflächlich, aber wer ist das denn heutzutage nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne auch einen Fall. Sie Tochter einer Arztfamilie, er KFZ-Mechaniker aus relativ sozial schwachen Verhältnissen. Die Eltern hatten ihn nie für vollwertig empfunden und akzeptiert. Sie erwarteten dass die Tochter promoviert und auch diverse Auslandsaufenthalte absolviert. Da konnte natürlich der Standardfreund nicht mithalten. Es ist aber wohl schwierig da eine Grenze zum Überheblichen zu ziehen. Es geht meiner Meinung nach auch nicht nur um Ehrgeiz oder nicht, sondern auch um diverse Lebensumstände, Glück oder Pech. Jemanden deswegen abzuwerten weil er keine Bilderbuchkarriere hingelegt hat, finde ich nicht angebracht. Vielleicht ist ja auch der eine mit weniger zufrieden und der andere eben nicht.

Manche Aussagen hier wirken irgendwie so, als dürften nur Menschen 1. Klasse, sprich Akademiker zusammenkommen, und die 2. Klasse besteht dann aus den Schwachen und Ungebildeten. Wenn es knallt und man sich in jemand verguckt sollte dann wirklich das Kriterium für eine Beziehung die finanzielle Seite sein? Ich glaube kaum dass jeder der einen Menschen kennenlernt gleich diverse Faktoren abklärt und dann eiskalt entscheidet.

Ja so ähnlich wie in Deinem Fall kenne ich das auch von Bekannten her. Es geht auch nicht darum, dass Akademiker nur Akademiker heiraten dürfen etc.- nur scheint es ja immer wieder zu Differenzen aufgrund dieser Unterschiede zu kommen- wenn das alles nicht so wichtig wäre, dann würde jede Beziehung perfekt harmonieren...Menschen , die eine bessere Bildung und meistens daher auch mehr Gehalt beziehen, können durchaus überheblich reagieren- es heisst dann immer, sie können es sich ja leisten....

Ich weiss nicht, es ist sicher einiges nicht ganz richtig, z. B. nur auf die materielle Schiene zu gucken, aber ob man immer glücklich ist, wenn das Geld nie reicht oder dank Bildungsunterschiede kein Gesprächsthema vorhanden ist ( das prägt auch die Erziehung der Kinder, die auch damit aufwachsen ) ?????

Das erste Kriterium ist die finanzielle Seite vielleicht nicht, wenn man wahlweise jung / blauäugig / verliebt ist, aber es kann durchaus zum Kriterium werden ...

Und was ich gar nicht mag : Diese Gutmenschenschiene - man hat zwar keine Bildung, kein Geld, keinen guten Beruf, aaaaaber - man ist ja ein ganz toller und netter Mensch.
Ja toll,und ??? Die alle einen gescheiten Beruf haben, sind Ar....er ??? Das ist dann der Freibrief für genau diese Menschen, die " nur " einfache Berufe haben und das wars dann :mad:

LG Janina
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja so ähnlich wie in Deinem Fall kenne ich das auch von Bekannten her. Es geht auch nicht darum, dass Akademiker nur Akademiker heiraten dürfen etc.- nur scheint es ja immer wieder zu Differenzen aufgrund dieser Unterschiede zu kommen- wenn das alles nicht so wichtig wäre, dann würde jede Beziehung perfekt harmonieren...Menschen , die eine bessere Bildung und meistens daher auch mehr Gehalt beziehen, können durchaus überheblich reagieren- es heisst dann immer, sie können es sich ja leisten....

Ich weiss nicht, es ist sicher einiges nicht ganz richtig, z. B. nur auf die materielle Schiene zu gucken, aber ob man immer glücklich ist, wenn das Geld nie reicht oder dank Bildungsunterschiede kein Gesprächsthema vorhanden ist ( das prägt auch die Erziehung der Kinder, die auch damit aufwachsen ) ?????

Das erste Kriterium ist die finanzielle Seite vielleicht nicht, wenn man wahlweise jung / blauäugig / verliebt ist, aber es kann durchaus zum Kriterium werden ...

LG Janina

Ich denke auch so, das ist eigentlich ganz normal. Aber dann sollte man so fair sein und auch von vornherein drauf achten, man unterhält sich ja bei Dates auch. Ich finde es nicht so schön, wenn man erst nach 4 Monaten dann feststellt, dass man doch nicht zusammenpasst, weil mein mehr Leben will... Das finde ich unfair.
 
Ich gehe mal davon aus dass der TE noch getrennt vom Partner wohnt.

Anhand der Schilderung werfe ich jetzt mal eine Zahl in den Raum.
Sagen wir er verdient 2500 netto und sie 1300 netto.
Sieht da jemand rein finanziell einen Grund warum das nicht funkionieren sollte?

Man kann zu zweit sicher gut leben. Das was mit Audi etc. aufgezählt wird ist im Endeffekt Luxus den sich der TE leisten kann. So wie ich das verstehe hat er also Ansprüche denen die Partnerin mit eigenen finanziellen Mitteln nicht gerecht werden kann, und das stört ihn. Er beschreibt sich als strebsam, heißt er hat einiges getan weil er diesen Status wollte. Möglicherweise denkt die Partnerin nicht so und ist mit einfacherem zufrieden. Er will sie aber im Prinzip anders haben, sie soll sich für mehr interessieren und erfolgreicher im Beruf sein.

Nur überwiegt das wirklich über die menschliche Komponente, bzw. dass der Menschentyp ansich gut zu einem passt? Beendet er die Beziehung kann es sein dass er zwar genügend gebildetere Damen findet, die aber charakterlich nicht so passen wie die jetzige. Das kann eine gefährliche Suche sein nach dem immer vermeindlich noch Besseren.
 
Aber ihn scheint es ja wirklich zu stören, und dann sollte er auch die Konsequenz draus ziehen.

Klar, es kann funktionieren, aber er will nicht für sie mitzahlen. Er hat andere Ansprüche. Seine Freundin kann er nicht ändern! Ich finde seiner Freundin zu liebe, sollte er es beenden. Es passt einfach nicht.
 
Ich zitiere mal was allgemein unter Augenhöhe oft verstanden wird:

Man muss sich mit seinem Partner so intensiv, anspruchsvoll und umfassend unterhalten, diskutieren und philosophieren können, dass es einfach Spaß bringt und weder der Gedanke aufkommt, "ich bin ihm nicht gewachsen / wovon redet er bloß / schade dass ich da nicht mithalten kann", aber auch nicht der Gedanke "Oh Gott, wie kann man das nicht wissen / davon nicht gehört haben / das nicht begreifen / so dämlich argumentieren". Beides wäre extrem unschön und würde eine Partnerschaft destabilisieren. Man merkt dabei aber auch, dass es nicht auf genau gleiche Bildung oder Intelligenz ankommt. Natürlich kann man seinem Partner auch etwas erklären oder umgekehrt von ihm lernen, solange man prinzipiell eben auf Augenhöhe ist. Manchmal kann einer durch gesunden Menschenverstand, Pfiffigkeit und Praxisnähe kompensieren, was der andere an schierem Wissen oder reiner Intelligenz zu bieten hat. Genau deswegen klappen oft auch Verhältnisse wie Arzt-Krankenschwester, aber eben auch nicht immer. Wenn das Intelligenz- und Bildungsfefälle eben nicht durch Menschenverstand, Aufnahmefähigkeit oder Pfiffigkeit kompensiert wird, dann werden Diskussionen und Streitgespräche oft einseitig. Das bringt keinem von beiden Spaß und führt zu einem Ungleichgewicht in der Partnerschaft. Genau deswegen ist Augenhöhe so wichtig.

Man wählt oft einen Partner, der einem ähnlich ist: Das intellektuelle Niveau, die Interessen. Diese Ähnlichkeit macht es einfacher zu kommunizieren. Man muss sich nicht über alle Dinge neu verständigen, sondern kann auf geteilte Vorverständnisse zurückgreifen. Das reduziert natürlich die Anzahl der Überraschungen und Konflikte. Und der Austausch zwischen den Paaren ist insgesamt weniger kostenträchtig und einfacher."


Fragt sich nur ob das beim TE in der Form oft vorkommt. Er scheint sich ja selber nicht sicher zu sein. Er zweifelt zwar, weiß aber andererseits nicht ob seine Zweifel überhaupt richtig sind.
 
Nur mal so am Rand erwähnt, weil es mich wundert:

Warum gehen die meisten Antworter hier eigentlich davon aus, daß TE männlich ist und Partner weiblich?

Ist das so selbstverständlich, daß der männliche Partner in einer Beziehung der besserverdienende ist?

Entweder habe ich es überlesen oder TE hat mit keinem Wort das Geschlecht erwähnt.
 
Nur mal so am Rand erwähnt, weil es mich wundert:

Warum gehen die meisten Antworter hier eigentlich davon aus, daß TE männlich ist und Partner weiblich?

Ist das so selbstverständlich, daß der männliche Partner in einer Beziehung der besserverdienende ist?

Entweder habe ich es überlesen oder TE hat mit keinem Wort das Geschlecht erwähnt.

Mag sein, aber eine Frau würde sicherlich nicht erwähnen, welches Auto sie fährt und dass ihr das wichtig ist.
 

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