Warum sollte denn das Thema nicht wert sein angesprochen zu werden? Auch wenn ich jetzt nicht direkt betroffen wäre?
Man sieht doch oft dass Menschen aus bestimmten sozialen Schichten mit ihresgleichen zusammen sind. Ich habe noch nie gehört, dass ein Anwalt oder Arzt eine Partnerin hat die nur Hauptschule hat.
Es geht ja auch nicht darum den Partner hier zu diflammieren. Aber ich bin doch ein ganzes Stück weit so wie ich bin. Wenn ich mich für Themen abseits des Alltagsgeschehen interessiere, immer informiert bin was als Beispiel auf der Krim gerade passiert, dann will ich doch auch einen Partner haben mit dem ich mal darüber diskutieren kann. Nur wenn der sich dafür schon gar nicht interessiert wird das halt schwierig. Ich habe im Freundeskreis viele Menschen die eigentlich immer mitreden können wenn man auf irgendein Thema kommt das grade Schlagzeilen macht. Der eigene Partner sitzt dann oft da und hat halt keine Ahnung worum es geht. Auf menschlicher Ebene ist es wunderbar, vom Background her sind wir aber verschieden. Ich behaupte auch mal dass es einen Unterschied macht ob jemand nach der Hauptschule fertig war oder jemand noch Gymnasium + Studium hinter sich hat. Man denkt da einfach anders. Ich denke z.B. viel logischer und analytischer.
Sicher, wenn solche Dinge nicht im Raum stehen versteht man sich bestens. Am Anfang hatte ich jetzt auch nicht den Eindruck dass da Defizite vorhanden wären, man hat auch eher über andere Dinge gesprochen. Von daher hat sich das halt erst später herauskristallisiert. Deswegen hab ich ja extra formuliert dass ich mich hier nicht als was Besseres darstellen will. Man kann doch sachlich darüber reden oder nicht?
Wenn sich jemand beschwert dass sein Sex zu langweilig ist wird er ja auch nicht gleich mit Polemik überschüttet. Ist alles menschlich finde ich.
Weil eben viele Leute denken, dass die materielle Seite nie eine Rolle spielt- obwohl es auch gerade aufgrund von Bildungsunterschieden und finanziellen Unterschieden oft zu Diskussionen in der Beziehung kommt.
Ich bin in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem es finanziell immer gut lief, mein Partner in einem Elternhaus, das knapp an Sozialhilfe lief- natürlich ging es bei uns mit der Ehe schief:
Ich kann nicht verstehen, dass es für manche Leute lebenswert ist , immer von der Hand im Mund zu leben und nichts zu haben. Ich hätte wohl eher einen Partner gebraucht, der zumindest ein gutes Einkommen und etwas Bildung ( er war auch Hauptschüler ! ) hat, Beamter oder Polizist etc.
Dafür brauche ich keine Eltern, die mir nur Mist vorleben - leider sind Menschen aus diesen Schichten oft fürs Leben geschädigt, da sie nur dieses Elend kennen.
Es muss ja keiner hochwissenschaftlich gebildet sein, aber nur Glotze bis zum Umfallen ? Einfachster Beruf ohne dass man einer Familie von dem Gehalt etwas bieten kann ? Die Frau MUSS immer mitmalochen ????
Mal ganz ehrlich : Dann kann ich doch auch alleine leben, oder ?
Ich verstehe die Differenzen sehr gut, anfangs überwiegt dann die Liebe noch, später wenn die Routine u.U. eingekehrt ist, kommen dann noch die finanziellen Probleme hinzu. Ehrlichgesagt weiss ich nicht, ob die menschliche Seite das alles aufwiegen kann, wie gesagt : ich hab das auch durch - meiner Meinung nach läuft das nicht auf Dauer gut.
Wie Du schon schreibst : Es ist höchst selten, dass ein Arzt mal eine Raumpflegerin heiratet oder so ....
LG