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Wie werde ich gelassener in den Fahrstunden?

Hallo liebe Community,

mein Problem wird für euch sicherlich vollkommen banal klingen, aber es beschäftigt mich sehr.

Gestern hatte ich meine erste Fahrstunde und für mich war es die absolute Katastrophe,
weil ich mich total dumm angestellt habe.
Der Fahrlehrer musste (glaube ich) ganz schön viel Nerven lassen.
Ich kann von mir sagen, dass ich als Beifahrer schon total ängstlich bin und hinterm
Steuer war ich auch total ängstlich. Unsicherheit ist normal, wenn man noch nie gefahren ist,
dessen bin ich mir bewusst, aber Angst? Ich weiß ja nicht.
War den ganzen vormittag so schrecklich nervös und als ich dann im Auto saß, war es besonders
schlimm.

Am Freitag habe ich die nächste Fahrstunde und habe jetzt schon wieder totale Angst davor.
Ich muss dazu sagen, dass ich eine Perfektionistin bin und manchmal auch viel zu hohe
Ansprüche an mich selbst stelle.
Vergleiche mich auch nicht selten mit anderen.
Wir holten gestern einen anderen Fahrschüler ab und der hatte den Bogen raus, obwohl es erst
seine dritte oder vierte Doppel- Fahrstunde war.
Ich habe totale Panik davor, dass ich das nie so gut hin bekomme und mich auf Dauer bis auf die
Knochen blamiere.

Vielleicht mögt ihr mir von euren Erfahrungen in den ersten Fahrstunden berichten?
Was habt ihr gegen eure Nervosität getan?
Wie kann ich meine Angst überwinden?
Wie kann ich meine Vergleichs- Haltung ablegen und wie kann ich die Ansprüche an mich selbst
herunterschrauben?

Ich weiß, das sind viel Fragen, aber es wäre schön, wenn ich von euch einige Tipps bekommen könnte.

VlG,
Excalibur

Meine erste Fahrstunde? - Ohoh! Lange ist es her, aber die vergesse ich nie, WEIL sie eine Katastrophe war.
Ich hatte mich so darauf gefreut und sass als es soweit war, ganz zappelig im Wagen. Ich konnte kaum zuhören was der Lehrer sagte. Den Wagen sollte ich gaaanz langsam anrollen lassen und was tat ich? Ich drückte das Gaspedal mit Wucht ´runter und landete ganz knapp vor einen Strommast. Der Lehrer:"Aussteigen bitte!"
Wir holten erst einmal Luft.
Dann lies er mich erst einmal nicht wieder ans Steuer sondern ich musste das Zuhören lernen. 😱
Zuhause fragten mich meine Eltern wie´s war. 😱 Dann meine Freundin, mein Freund.... . 😱😱
Nee, nee, das war garnicht so gut.
Vor der zweiten Fahrstunde hatte ich so meine Selbstzweifel... . Ich musste dann erst hinten sitzen und zuschauen.
Dann fuhren wir auf einen grossen Platz (ohne Strommast in der Nähe) und das ganze ging von Vorne los. Lief prima!
Ich durfte dann auch bald auf der Strasse fahren. Irgendwie war ich nur in der ersten Stunde etwas "Out of Order" gewesen.
Der Fahrlehrer gab mir dann noch einen für mich damals (ich war 17) guten Hinweis: ich sollte meinen Erwartungsdruck senken, indem ich vorher keinem sage, wann ich Fahrstunde habe.
Die Prüfung machte ich dann auch, ohne dass es vorher jemand ausserhalb der Schule wusste.
So konnte mich niemand kirre machen.
Damals brauchte ich das so.

Alles Gute!

Landkaffee
 
Wow hat sich ja wieder ganz viel getan in meinem Thema.

Ganz vielen, lieben Dank für eure tollen Beiträge, es ist schon spät und ich denke, dass ich mich morgen dran begebe näher auf eure Beiträge einzugehen... 😉

@ Landkaffee:

Das ist ja eine Geschichte... oh Mann, wäre ich an deiner Stelle gewesen, wäre ich ganz tief im Erdboden versunken... ich hatte zwar keine ähnliche Situation, aber es gab da auch ein Szene bei der ich rot angelaufen bin. 😱
Ich sollte in geschlossener Ortschaft wenden indem ich um einen Baum herumfahren sollte. Das Wenden hat toll geklappt, aber auf der Straße fand ich mich leider nicht in meinem Fahrstreifen wieder, sondern in dem vom Gegenverkehr (war eine 30er Zone) und das entgegenkommende Auto fuhr nur ganz gemächlich auf uns zu.
Ist alles gut gegangen. Aber für mich war es eine absolute Peinlichkeit. Übrigens hätte ich meinem Fahrlehrer beinahe die Hand verstaucht. Wie und warum, das lassen wir lieber...😱
Oh je, oh je, fürchterlich das Ganze.
Ich hoffe die nächste Fahrstunde wird weniger Action geladen sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wow hat sich ja wieder ganz viel getan in meinem Thema.

Ganz vielen, lieben Dank für eure tollen Beiträge, es ist schon spät und ich denke, dass ich mich morgen dran begebe näher auf eure Beiträge einzugehen... 😉

@ Landkaffee:

Das ist ja eine Geschichte... oh Mann, wäre ich an deiner Stelle gewesen, wäre ich ganz tief im Erdboden versunken... ich hatte zwar keine ähnliche Situation, aber es gab da auch ein Szene bei der ich rot angelaufen bin. 😱
Ich sollte in geschlossener Ortschaft wenden indem ich um einen Baum herumfahren sollte. Das Wenden hat toll geklappt, aber auf der Straße fand ich mich leider nicht in meinem Fahrstreifen wieder, sondern in dem vom Gegenverkehr (war eine 30er Zone) und das entgegenkommende Auto fuhr nur ganz gemächlich auf uns zu.
Ist alles gut gegangen. Aber für mich war es eine absolute Peinlichkeit. Übrigens hätte ich meinem Fahrlehrer beinahe die Hand verstaucht. Wie und warum, das lassen wir lieber...😱
Oh je, oh je, fürchterlich das Ganze.
Ich hoffe die nächste Fahrstunde wird weniger Action geladen sein...

Hihi, was meinst Du weshalb das Fahrschule heisst?

Peinlich ist anderes.... . Oder? 😉

Gute besonnene Fahrt! 🙂


LG
Landkaffee

Und nach der Übungsstunde: Action anders.... .
 
Warum bist du (auch als Beifahrerin) ängstlich?

Vor allem der Gedanke, die Situation nicht im Griff zu haben macht mich ängstlich.
Damit stehe ich mir womöglich auch während der Fahrstunden im Weg.
Hach, das ist echt zum Mäuse melken. 🙄

Du kannst nicht in einer Sache perfekt sein, die du noch nie gemacht hast.

Und das ist für mich immer der größte Haken. Mein Freund redet sich oft genug den Mund fusselig, um mir das deutlich zu machen. Bewusst ist mir das ja schon, aber ich will trotzdem alles gut machen und so wenig Fehler wie nur eben möglich.
Dann lastet dementsprechend auch immer ein großer Druck auf meinen Schultern, den ich mir ja eigentlich immer selbst mache.
Das Wissen ist da. Es wäre schön, wenn ich danach handeln könnte/ würde.

Ich hätte bestimmt in dem Alter schon fahren können, aber richtig gefahren bin ich erst bei meiner ersten Fahrstunde. Mein Fahrlehrer wollte mir nicht glauben, dass ich nicht schonmal irgendwo heimlich auf einem Feldweg o.ä. geübt habe. (In der Tat habe ich nur ein paar Mal den Wagen meines Vaters aus der Einfahrt vor die Einfahrt (noch auf unserem Grund) gefahren.)

Manchmal wünschte ich mir, dass ich auch diese Erfahrungen vorweisen könnte, denn als Kind lernt man wesentlich schneller.
Ist ja grundsätzlich bei allen Dingen so.
Im Erwachsenenalter ist sowas einfach mühselig und schwierig.
Ich habe zum Beispiel auch das Gitarre spielen erst jetzt angefangen, ist nicht so einfach. Ich habe einen Kumpel, der spielt seit 33 Jahren. Klar, dass da ein Unterschied besteht.

Lol, vielleicht sollte ich das Auto mit einer Gitarre vergleichen. 😀
Das Lenken, Schalten und Blinken sind die Akkorde, die ich "blind" spielen können muss.
Ich schaue dummerweise aufs Lenkrad wenn ich abbiege.😀
Aber wenn ich Gitarre spiele schaue ich nicht meine Gitarre, sondern mein Publikum an, im Falle des Autos, alles was auf der Straße so vor sich geht. 🙂

Aber wie gesagt, Autos und deren Technik und Autofahren hat mich interessiert, seit ich denken kann.

Mich eigentlich nicht im Geringsten.
Autos sind für mich nur entweder schön oder hässlich.
Technik? Bleib mir damit weg. 😀
Ich habe solche Dinge immer gehasst.
Wenn die Typen sich über Autos unterhalten haben, war ich immer genervt.
Ich denke mir: "Hauptsache es fährt... wie das Technische funktioniert ist mir relativ egal (auch wenn ich es schon verfolge im Theorieunterricht)"

natürlich kann beim Autofahren viel passieren. Du kannst Fehler machen. Andere können Fehler machen. Wenn mir auf dem Weg zur Arbeit ein Sattelzug auf der Landstrasse entgegenkommt und dem platzt im falschen Moment der linke Vorderreifen, dann wars das höchstwahrscheinlich (für mich). Ich könnte noch viel mehr Beispiele bringen. Auf der anderen Seite kannst du auch beim Fensterputzen vom Hocker fallen und dir das Genick brechen.

In vielen Fällen kommt nicht gerade ein geringer Teil an Menschen um, aufgrund des Unvermögens anderer.
Ich kann jetzt die Geisterfahrer aufgreifen, die die Autobahnen unsicher machen.
So einem will ich nicht begegnen, denn die reißen gerne auch andere Menschen mit in den Tod, die nicht die geringste Chance haben zu handeln.

Wie oft ich schon gesehen habe, wie einer einem anderen die Vorfahrt nimmt oder einer wie ein Rennfahrer an unübersichtlichen Stellen wie ein Irrer in die Kurve rast.
Und da soll einem nicht Angst und Bange werden? 🙁

Du solltest dich meiner Meinung nach dringend mehr mit dem Auto und Autofahren auseinandersetzen. Und mit deinem Freund üben gehen (bzw. fahren) auf einem entsprechenden Platz. Jetzt. Nicht erst später. Denn wenn du mit dem Auto (generell) und fahren einigermassen vertraut bist, wird sich auch die Nervosität legen.

Das Problem ist einfach, dass mein Freund keine Pedalerie auf der Beifahrerseite hat hat. Ich bin ja nicht die einzige Person auf einem Übungsplatz. Ich kann nicht einmal vernünftig mit der Lenkung umgehen.
So lange werde ich auch den Teufel tun, meinen Freund dazu zu überreden eher mit mir üben zu fahren.
Denn dazu ist er selbst auch nicht bereit. Kann ich verstehen. Wenn die Karre schrott ist, hat niemand was davon. Ein neues Auto kann er sich nicht leisten.

So mehr kann ich jetzt erstmal nicht beantworten, weil ich sonst zu spät zur Theorie komme.

Bis dann
 
Nochmal um dir Sicherheit zu geben : Ich habe schon viel eghört..und bei manchen Fahrlehreren fahren die direkt über rot oder fahren seitenspiegel ab...oder würgen den Wagen 10 mal hintereinander ab. Ein fahrlehrer erlebt viel ;D denk nciht dass du die Spitze bist 😀
Außerdem : Beim fahrschulauto besitzt der Fahrlehrer ebenfalls gas,Kupplung und Bremse...und kann dir ins Lenkrad greifen. DAZU IST ER DA! ER VERDIENT GELD DADURCH, DASS ER DEINE FEHLER FINDET UND VERBESSERT!
Du bezahlst im später so viel...er soll mal nicht über deine Fehler lachen sondern seinen Job machen 😉

Lol... 🙂 es gibt tatsächlich Leute die die Außenspiegel abfahren... oh je, hoffentlich passiert mir das nicht. Obwohl, die werden wohl gut versichert sein. 😀
Dass ein Fahrlehrer viel verdient kann ich mir schon vorstellen, ich habe auch Respekt vor Leuten, die so einen anstrengenden Job machen, weil einfach wird das mit Sicherheit nicht sein.

Ja, stimmt schon, er verdient Geld damit und nicht gerade wenig. 🙂

Danke dir, für deine Antwort.
 
Vor allem der Gedanke, die Situation nicht im Griff zu haben macht mich ängstlich.

Du kannst nicht alles immer im Griff haben.

Damit stehe ich mir womöglich auch während der Fahrstunden im Weg.

Ja, das ist sicherlich so.

Und das ist für mich immer der größte Haken. Mein Freund redet sich oft genug den Mund fusselig, um mir das deutlich zu machen. Bewusst ist mir das ja schon, aber ich will trotzdem alles gut machen und so wenig Fehler wie nur eben möglich.

Das ist ja auch löblich. Aber du solltest dir einfach klar machen, dass du (jedenfalls gehe ich mal davon aus) ein Mensch bist. 😉 Und Menschen machen Fehler. Natürlich sollte man dies nicht als Ausrede benutzen, gedankenlos und nachlässig zu sein. Aber meiner bescheidenen Meinung nach sollte man auch akzeptieren können, dass Fehler passieren.

Dann lastet dementsprechend auch immer ein großer Druck auf meinen Schultern, den ich mir ja eigentlich immer selbst mache.
Das Wissen ist da. Es wäre schön, wenn ich danach handeln könnte/ würde.

Hör einfach auf deinen Freund und werd da etwas lockerer. Wie gesagt, nicht zu locker ... 🙄 Aber ich denke wirklich, dass du dich da zu sehr unter Druck setzt ...

Manchmal wünschte ich mir, dass ich auch diese Erfahrungen vorweisen könnte, denn als Kind lernt man wesentlich schneller.
Ist ja grundsätzlich bei allen Dingen so.
Im Erwachsenenalter ist sowas einfach mühselig und schwierig.
Ich habe zum Beispiel auch das Gitarre spielen erst jetzt angefangen, ist nicht so einfach. Ich habe einen Kumpel, der spielt seit 33 Jahren. Klar, dass da ein Unterschied besteht.

Ja, klar. Aber ich denke, du bist auch noch kein "alter Hund", der "keine Tricks mehr lernt", oder? 😉

Lol, vielleicht sollte ich das Auto mit einer Gitarre vergleichen. 😀
Das Lenken, Schalten und Blinken sind die Akkorde, die ich "blind" spielen können muss.

Ja, das ist vielleicht ein guter Vergleich. Bei mir ist das natürlich so, wie bei allen anderen Autofahrer/innen auch, die ein wenig Praxis haben. Und bei dir wird es durch Routine bald auch so sein, da bin ich mir sicher.

Ich schaue dummerweise aufs Lenkrad wenn ich abbiege.😀

Eine ernstgemeinte Frage: wie kommst du auf sowas?

Aber wenn ich Gitarre spiele schaue ich nicht meine Gitarre, sondern mein Publikum an, im Falle des Autos, alles was auf der Straße so vor sich geht.

Eben.

Mal abgesehen von Kontrollblicken (Schulterblick, Kontrolle der Geschwindigkeit, ggf. Drehzahl und anderer Instrumente) schaust du dahin, wo du hinfahren willst. Wenn du also eine Kurve fährst, dann schaust du natürlich nicht auf das Lenkrad und auch nicht irgendwohin nach vorne, du schaust immer dahin, wo du hinwillst, also immer auf den inneren Fahrbahnrand der Strasse. Also in einer Rechtskurve auf den rechten Fahrbahnrand und in einer Linkskurve orientierst du dich an der Fahrbahnmitte.

Ich darf mal zitieren:
"
Das heißt, Du schaust nach vorne auf die Straße und Deine Hände drehen so am Lenkrad, dass Du auf der Straße bleibst. Das ist unglaublich - aber wahr! Was passiert denn da? Offensichtlich Folgendes: Das Lenken folgt den Blicken, oder die Hände folgen den Augen. Wir haben es weiter oben schon einmal festgestellt und wiederholen es hier noch einmal, da es von eminenter Bedeutung ist: wo Du hinschaust, fährst Du hin.
Wir halten das für den wichtigsten Schlüssel für den perfekten Fahrstil: Das A und O des Lenkens und des Fahrens insbesondere um Kurven ist die Blickführung. Der Schwerpunkt unserer Blicke ist das Ziel, und das Ziel wechselt mit dem Verlauf der Kurve.

"
aus: Sportlich und sicher Autofahren mit Walter Röhrl [1]

Mich eigentlich nicht im Geringsten.
Autos sind für mich nur entweder schön oder hässlich.

Das liegt im Auge des Betrachters, klar.

Technik? Bleib mir damit weg. 😀

Ist für dich auch erstmal nicht wichtig. Du musst jetzt nicht Bremsbeläge wechseln können, um gut Auto zu fahren oder im Detail wissen, wie ein Getriebe funktioniert.

Wenn die Typen sich über Autos unterhalten haben, war ich immer genervt.

Wahrscheinlich so genervt wie ich, wenn sich die Mädels über Mode unterhalten. 😀

Ich denke mir: "Hauptsache es fährt... wie das Technische funktioniert ist mir relativ egal (auch wenn ich es schon verfolge im Theorieunterricht)"

Das ist so auch erstmal okay.

In vielen Fällen kommt nicht gerade ein geringer Teil an Menschen um, aufgrund des Unvermögens anderer.

Ich denke, Unvermögen ist nur selten ein Grund. Ich denke, die Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle sind Selbstüberschätzung, Alkohol und/oder Drogen am Steuer und Ablenkung.

Ich kann jetzt die Geisterfahrer aufgreifen, die die Autobahnen unsicher machen.

Ja, ist gerade wieder in den Medien und der Unfall letztens war schon sehr schlimm. Aber wieviele (schwere Unfälle) gibt es in Deutschland pro Monat oder pro Jahr? Und wieviele werden von Geisterfahrern verursacht? Da wird mal wieder eine mediale Sau durchs Dorf getrieben, meiner Meinung nach.

Es scheint ja auch so zu sein (laut Medienberichterstattung), dass da nicht Unvermögen sondern Alkohol im Spiel war ...

Wie oft ich schon gesehen habe, wie einer einem anderen die Vorfahrt nimmt

Wie gesagt, Menschen machen Fehler.

oder einer wie ein Rennfahrer an unübersichtlichen Stellen wie ein Irrer in die Kurve rast.

Ja, sowas kommt vor.

Und da soll einem nicht Angst und Bange werden? 🙁

Das Leben ist voller Gefahren. Ich seh das wie schon gesagt eher pragmatisch. Es könnte auch sein, dass ich gerade an einer Pommesbude eine leckere Currywurst verspeise und dabei totgefahren werde. Es könnte auch sein, dass ich im Wartezimmer einer Arztpraxis sitze und von einem Auto an die Wand gequetscht werde und nur mit Glück überlebe. (Das hab ich mir nicht ausgedacht, das ist wirklich vor ein paar Tagen passiert).

Das Problem ist einfach, dass mein Freund keine Pedalerie auf der Beifahrerseite hat hat. Ich bin ja nicht die einzige Person auf einem Übungsplatz. Ich kann nicht einmal vernünftig mit der Lenkung umgehen.

Du sollst ja auch nicht mit 120 über den Platz jagen, sondern vielleicht eher erstmal mit 30-40. Da braucht dein Freund keine Pedale, im Notfall stellt er einfach den Motor ab ...

So lange werde ich auch den Teufel tun, meinen Freund dazu zu überreden eher mit mir üben zu fahren.
Denn dazu ist er selbst auch nicht bereit. Kann ich verstehen. Wenn die Karre schrott ist, hat niemand was davon. Ein neues Auto kann er sich nicht leisten.

Ja, kann ich verstehen. Aber bei langsamen und einfachen Fahrübungen sollte das kein Problem sein. Wie gesagt, ihr sollt ja da nicht rumheizen, sondern einfach mit aller Zeit der Welt und ohne Druck einfach mal üben. Und wenns nur Anfahren, erster, zweiter Gang, um ein paar Kurven (vielleicht mit Hütchen abgesteckt) fahren ist. Da kannst du sein Auto nicht kaputt machen.

Und zum Schluss noch zwei Zitate aus dem Buch [1]:

"Vor der Fahrzeugbeherrschung kommt die Selbstbeherrschung. Lenke mit den Augen - denn wo Du hinschaust, fährst Du hin!"

Und der Driver's Prayer:


  • Ich lasse alles Belastende außerhalb des Autos
  • Ich sitze jetzt in meinem Auto
  • Alles ist richtig eingestellt, ich bin entspannt
  • Ich übernehme die Verantwortung für mich und mein Fahrzeug
  • Ich bin wach und konzentriert
  • Ich denke jetzt nur noch ans Fahren
  • Jetzt kann ich starten

Diese Ziele sind meiner Meinung nach schon Ideale, die auch ich nicht immer tagtäglich so umsetzen kann (vor allem in Bezug auf Punkt Nummer 6). Aber doch für mich eine Orientierung, wie es sein sollte.

Gruß,
Garak

[1] Sportlich und sicher Autofahren mit Walter Röhrl
Frank Lewerenz/Walter Röhrl
ISBN: 978-3-613-02839-5
Motorbuch Verlag
~ 25 €

Ist wirklich empfehlenswert. Zwar wird das meiste, was auf den 300 Seiten steht, vielleicht (wenn überhaupt) eher deinen Freund interessieren (Technik, sportliches Fahren). Du willst ja erstmal nur ganz normal Fahren lernen und trägst dich wahrscheinlich nicht mit dem Gedanken, in nächster Zeit mal die Nordschleife auszutesten. 😉
Aber in dem Buch stehen eben auch viele Tipps und Anregungen: richtige Sitzposition, optimale Handbewegungen beim Schalten, Lenken, etc. Und auch viel Theorie.

Und wenn man mal vom Meister lernen kann ... 😉 Ich jedenfalls halte Walter Röhrl für einen der begnadetsten Autofahrer unserer Zeit, auf und abseits der Rennstrecke ...
 
Hallo Garak,

vielen Dank, dass du dir soviel Zeit dafür nimmst mir zu antworten.
Ich weiß das wirklich zu schätzen.
Und vielen lieben Dank für die tollen, zitierten Textstellen.
Das hilft mir wirklich weiter.

Übrigens, ich hatte gerade meine zweite Fahrstunde.
Und ich war überrascht, dass es heute schon wesentlich besser ging als am Dienstag.
Ich bin heute auch mit weniger Erwartung herangegangen und habe versucht mir den
einen oder anderen Fehler zu verzeihen.
Das Abbiegen und lenken lief auch ganz gut ab.
Auf das Lenkrad habe ich fast gar nicht mehr geschaut.

Jetzt muss ich mir nur noch Spiegel, Blinken, Schulterblick einbläuen.
Dann wird es noch besser.

Ich muss in kleinen Schritten vorankommen, ich habe schließlich auch kleine
Füße 😀.


Es hilft mir sehr hier darüber zu schreiben.
Und ich möchte auch noch einmal einen großen Dank an alle anderen richten, die mir
hier mit Rat und Tat zur Seite stehen.

VlG,
Excalibur
 
Excalibur:

Vielleicht mögt ihr mir von euren Erfahrungen in den ersten Fahrstunden berichten?

Also ich mache zurzeit auch mein führerschein und habe schon ungefähr 12 fahrstunden absolviert. ich kann dir sagen das ich nach den 12 fahrstunden immernoch nicht perfekt bin, denn ich bin immer wieder nervös und anderer seits auch happy das die nächste fahrstunde ist.

meine 1. fahrstunde war:
wir sind erstmal dort hingefahren wo nicht soviel verkehr ist, damit mir erstmal alles gezeigt wird wie:Sitz,spiegel einstellen, wo die schalter sind fürs blinken und so sind, schulterblick, toter winkel usw. , und dann gings daran erstmal das schalten zu lernen. und danach gings auch schon ans anfahren. wir sind auch erstmal nur dort geblieben wo kaum verkehr ist.

meine 2. fahrstunde und die weiteren waren:
wir sind nochmal dort hingefahren wo niedriges verkehrsaufkommen ist und dort hatten wir alles nochmal von der letzten stunde wiederholt und nun kam das schalten beim fahren dazu, kreisverkehr (und davon gabs viele dort xD).blinken, usw.
das ging erstmal so lange bis ich sicher geworden bin beim fahren und dann hieß es:" so und nun fahren wir mal etwas weiter raus, ab in die stadt" (aber auch nur wenn ich mich bereit fühlte, und das war ich auch)

jetzt mitlerweile bin ich mit fast 12 fahrstunden immer noch nicht perfekt!! obwohl ich mir das wünsche das ich das alles mal endlich hinbekomme, aber das dauert wohl noch etwas,
also mach dir keen kopp, ich bin auch noch nicht perfekt ;P

heute hatten wir zb. eine situation das wir in ein stau geraten sind, wo ein unfall war und ich hatte den wagen fast 3 mal abgewürgt xD, aber da war ich dann auch zu sehr nervös und mein herze ging sehr dolle. das hatte ich echt schwierigkeiten an den unfall mit sehr hohen verkehrsaufkommen, vorbei zu kommen!! aber dann gings, mit hilfe des fahrlehrers, der mich immer wieder mut machte "das ich einfach ruhig bleiben soll und wir schaffen das schon", sagte er.
und es ging, aber danach als wir vorbei waren, war immernoch die nervösität in mir, das fand ich furchtbar und ich muss echt versuchen trotzdem ruhig zu bleiben obwohl das NIE SO EINFACH IST.
das war meine erste richtige ernste situation, ich hatte sonst immer verkehr mit nicht so viele autos auf einmal....da klappte alles soweit.

sag dein fahrlehrer einfach das du angst hast und erstmal im bereich fahren wo nicht voviel verkehr ist, damit du erstma dich mit dem auto vertarut machst 🙂

viel erfolgt wünsch ich dir. du packst das schon

🙂
 
Hallo Gast,

herzlichen Dank für deine Eindrücke.

sag dein fahrlehrer einfach das du angst hast und erstmal im bereich fahren wo nicht voviel verkehr ist, damit du erstma dich mit dem auto vertarut machst

Ich finde das schon ganz gut, dass wir nicht unbedingt viel in verkehrsberuhigten Bereichen fahren, denn so werde ich meines Erachtens wesentlich schneller lernen, vielleicht auch eher, wie man mit diversen ernsten Situationen umgeht.

Nervös war ich heute Gott sei Dank nur minimal.
Deshalb war das Fahren für mich auch sehr angenehm.
Ich hoffe, dass ich jetzt immer relativ ruhig in die Fahrstunden gehe, dann wird mir das Fahren sicherlich nicht mehr so schwer fallen, wie am ersten Tag.
😀

Ich freue mich schon auf meine nächste Fahrstunde, weil Autofahren eigentlich doch Spaß macht.
Bammel habe ich eher vor Autobahnfahrten, weil die dortige Geschwindigkeit etwas anderes ist, als mit 70 km/h über eine Landstraße zu fahren. Heute hatte ich 90 km/h auf einer Bundesstraße drauf.
Diese Geschwindigkeit war mir nicht sehr angenehm. Und wenn ich dann überlege mit 120 Sachen zu fahren, wird mir schon ganz anders. 🙁 Ist ein mulmiges Gefühl, weil ich Autobahnen nicht ausstehen kann.
 
hallo ich bin der gast von eben.

also bei autobahnfahrten habe ich meinem fahrlehrer gesagt, das ich diese doch erst zum schluss fahren möchte, das wäre auch kein problem, sagte er denn. 🙂 vorallem wenn denn doch passieren kann das vlt. geisterfahrer, oder welche auf der brücke stehn und was runterschmeißen, oder oder oder, ich finde autobahn echt nicht so toll. vorallem die RASER, die denken, das die die straße für sich alleine haben.......UND AUCH NICHT BLINKEN!!!
denn wenn man mit dem auto schon 70,80 fährt, ist das mit dem lenken auch schon was anderes, als wenn man nur mit 20 oder 30 fährt.

und na siehste, jetzt freuste dir schon auf deine nächste fahrstunde, ist doch supi ^^
ich freu mich eigtl. auch aber die nervösität ist immer noch da.

viel erfolg wünsch ich dir 😉
 

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