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Wie vergisst man jemanden?

  • Starter*in Starter*in DasWiesel
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D

DasWiesel

Gast
Hallo!
Als erstes muss ich sagen, dass ich bis jetzt die Tipps und Ratschläge super finde, die ich für meine Anliegen hier bekommen haben! Es ist so toll hier um Rat zu fragen zu können, wenn man niemanden in Wahrheit kennt, der einen helfen will.

So, jetzt zu meinen jetzigen Anliegen, da ich vorkurzem eine sehr bittere Abfuhr von einen Mann erhalten habe, in den ich wirklich sehr verliebt bin/war, wollte ich fragen, wie man jemanden vergessen kann ohne verbittert und frustriert zu werden? Abstand gewinnen reicht in meinen Fall einfach nicht.

Habt ihr gute Vorschläge?
Zudem, wie bzw. Wo lernt man eigentlich neue Menschen kennen? Ich bin etwas schüchtern muss ich sagen und es fällt mir schwer. Ich bin keine Club gängerin, da Alkohol, tanzen und so weiter nichts für mich ist. Vereine klappen aus Zeit Gründen leider auch nicht.
 
A

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Re: Wie vergisst man jemanden?
Ich konnte auch mal zu einer Person recht lang keinen Abstand aufbauen und dachte, ohne diese Person werde ich im Leben nicht mehr glücklich. Dann hat mir mal jemand das Buch "Und Nietzsche weinte" empfohlen. Darin hat der fiktive Friedrich Nietzsche in ähnliches Problem, es wird aber klar, das man weniger an der Person hängt, sondern an dem (Lebens-)Gefühl, das man mit der Person verbindet. Vielleicht fühlt man sich mit der Person besondern frei oder besonders gut verstanden. Mir hat es damals jedenfalls sehr geholfen, meine Empfindungen von der Person zu trennen und mal genau zu schauen, warum ich mich ohne die Person nicht so gut fühle. Vielleicht hilft dir die Betrachtungsweise ja auch?

Mir geht es beim Kennenlernen ähnlich wie dir und meist versuch ich dann den Weg über das Internet, um dort Leute kennenzulernen. Es gibt im Internet auch verschiedene Seiten, wo man sich zu Freizeitaktivitäten verabreden kann oder eben auch auf Seiten wie dieser gibt es Möglichkeiten, Leute aus seiner Nähe kennenzulernen.
 
Phantomias, war es für dich denn möglich, die Empfindung von der Person zu trennen? Ich tue mir da schwer; normalerweise verbindet man das ja.
 
Hallo DasWiesel,

zu 1. gar nicht. Vergessen wirst Du ihn vmtl. nie. Nur die Gefühle werden verblassen und vlt. auch irgendwann die Erinnerung. Versprechen kann ich Dir das aber nicht. Z. B. kann ich mich noch sehr lebhaft an meine erste große Liebe erinnern und auch wenn es sehr lange her ist, so erinnert mich doch jedes junge Mädchen, das ihr ähnlich sieht, wieder an sie.

zu 2. da kam hier schon ein guter Tipp - das Internet. Mit uns schreibst Du ja auch ganz und gar nicht schüchtern. Wenn Dir eine Internetbekanntschaft nicht zusagt, er vlt. nicht paßt, nicht gefällt oder Dich ängstigt, dann mußt Du Dich ja nicht mit ihm treffen. An Deiner Schüchternheit kannst Du aber auch arbeiten. Es kostet anfangs viel Überwindung, aber wenn das Eis erstmal gebrochen ist, wirst Du Dich selbst wundern und fragen, wovor Du eigentlich Angst hattest.

Viele Grüße
 
Hallo!
Als erstes muss ich sagen, dass ich bis jetzt die Tipps und Ratschläge super finde, die ich für meine Anliegen hier bekommen haben! Es ist so toll hier um Rat zu fragen zu können, wenn man niemanden in Wahrheit kennt, der einen helfen will.

So, jetzt zu meinen jetzigen Anliegen, da ich vorkurzem eine sehr bittere Abfuhr von einen Mann erhalten habe, in den ich wirklich sehr verliebt bin/war, wollte ich fragen, wie man jemanden vergessen kann ohne verbittert und frustriert zu werden? Abstand gewinnen reicht in meinen Fall einfach nicht.

Habt ihr gute Vorschläge?
Zudem, wie bzw. Wo lernt man eigentlich neue Menschen kennen? Ich bin etwas schüchtern muss ich sagen und es fällt mir schwer. Ich bin keine Club gängerin, da Alkohol, tanzen und so weiter nichts für mich ist. Vereine klappen aus Zeit Gründen leider auch nicht.

Moin@DasWiesel,
zu deiner Frage, ob man jemanden vergessen kann ohne verbittert und frustriert zu sein.
Vergessen ist meist nicht die richtige Option, vergessen, was einst mal wichtig war. warum?
Doch damit leben und es nicht mehr als großen Schmerz empfinden, dass ein jemand, der einst wichtig war, jetzt nicht mehr das Leben mit einem teilt, ja das ist möglich.

Es ist jedoch nicht nur einfach durch Ersatz möglich, sondern nur dadurch sich der Trennung, dem Verlust zu stellen. Natürlich ist es gut das entstandene Loch mit etwas Positivem zu füllen, doch um das Loch zu füllen, muss es erst einmal wirklich da sein. Denn solange Schmerz und Wehmut das Loch füllen ist es auch nicht da, um anderes hinein zulassen.

Doch nun wie geht es erst einmal ein freies Loch zu bekommen, ein Loch, das darauf wartet mit Positivem im Leben gefüllt zu werden?
Erst einmal ist wichtig herauszufinden was es ist, was fehlt und warum es fehlt. Oft ist es mehr was fehlt, als das was es offensichtlich zu sein scheint. Wenn ein Mensch aus dem Leben eines anderen scheidet, auch wenn es "nur " eine Trennung ist, dann wachen oft noch andere Situationen auf in denen Mensch alleine war und das macht es oft noch schmerzvoller, als es eh schon ist.
Es muss dabei noch nicht einmal sein, dass der andere Mensch einen verlässt, diese Reaktion, dieses Loch entsteht oft auch dann, wenn Mensch selbst einen anderen verlässt.

Doch wie schon angedeutet, es ist gut daran zu tun, um den Verlust zu trauern, so dass auch wirklich ein Loch entstehen kann, was dann erst mit Neuem gefüllt werden mag. Denn solange Groll, Verbitterung, Frustration oder auch Trauer das Loch noch füllt ist kaum Platz für Freude und Glück. Natürlich kann ein anderer Mensch, der einen begleitet, helfen, sich frei zu machen, doch die Bereitschaft, sich von dem anderen ganz zu trennen, den Abstand zu suchen, die muss schon da sein, wenigstens vom Kopf her.

Verbitterung und Frust aber sind oft da, wo noch nicht die Freiheit zu finden ist, das Leben für sich zu leben.

Glaub grad etwas chaotisch, mal sehen, ob es besser gelingt, wenn es mit einem Beispiel aus meinem Leben versucht wird zu erklären.

Einst lebte ich mit jemanden zusammen, einige Jahre. Doch Zweifel gab es ab und an und doch blieben wir zusammen. Ein Schicksalsschlag, ein Freund verstarb, trotz Partner, das Gefühl allein zu sein. Tag für Tag ging es schlechter, dann wurde es lebensgefährlich, nicht weil der Partner was tat, im Gegenteil, er tat nichts, verstand auch nicht was grad in mir so los war. Doch das eigene Leben hing am seidenen Faden, so wurde sich vom Partner getrennt. Nun sollte man glauben, die Entscheidung hast du doch selbst gefällt, du bist doch der Mensch, der den anderen verlassen hatte, wieso sollte es dir etwas ausmachen. Weil es wohl doch nicht immer so einfach ist einen Menschen mit dem viele Jahre des Lebens geteilt wurden, so einfach aus dem Leben zu streichen. Weil es wohl doch notwendig ist, wenn sowas wie L**b* im spiel war, spielt es keine Rolle warum, wieso weshalb es zur Trennung, zum Verlust des anderen Menschen im eigenen Leben kommt, es gehört wohl auch dann die Trauer dazu, denn es ist etwas wichtiges aus dem Leben verschwunden, was einst einen großen Raum in diesem hatte.

Was hatte geholfen, um diesen Verlust nach und nach zu verarbeiten ist. Wichtig war darüber zu sprechen. Sich selbst einzugestehen, ja es fehlt, aber es wird auch ohne ihn gehen. Die positiven Dinge, wie auch die negativen, die das gemeinsame Leben ausmachten, als eine Erfahrung des eigenen Lebens wahrnehmen und anerkennen.

Briefe wurden geschrieben, aber niemals abgeschickt. Doch sie halfen noch die Dinge auszudrücken, die immer wieder den Kopf füllten und den Abschluss dieser Beziehung im Wege standen. Die Gefühle ausdrücken, zu ihnen stehen, einfach um diese dann zu verabschieden. Denn die Gefühle sind es die einen noch an den anderen binden. Die Träume die einst mal waren, ausdrücken und ziehen lassen, als das was sie waren Träume von einem Leben, das es so nicht geben wird, das so wie es in den schönsten Träumen ausgemahlt wurde, doch nur Träume waren und dann lieber neue ausmahlen. Was macht nun das veränderte Leben aus, wie soll es werden, wo soll es hingehen? Dann nach und nach sehen, wie geht sich selbst diese neuen Träume zu erfüllen. Was wollte ich schon immer und habe es nur noch nicht gemacht, weil...
Schauen wie ist der heutige Tag und was kann ich machen, damit dieser Tag ein glücklicher ein zufriedener Tag werden kann, auch wenn es anders ist, als gewünscht erhofft oder auch bis dahin gelebt.

Dies ist ein Weg, den wir gegangen sind und ähnlich auch für vieles anderes nutzen, um mit dingen die belasten, die schwierig sind zurechtzukommen und Abstand zu gewinnen, inneren Abstand, so das Platz für viel Gutes und Neues ist....
LG
Mittendurch
 
Vergessen kannst Du vermutlich nicht, nur eine neutrale Einstellung zu der Person bekommen, d.H. dass er Dir irgendwann egal ist.

Kontakt am wenn es irgendwie geht komplett kappen und sich auf andere Sachen fokussieren. Das verstärkt de Schmerz zwar im ersten Moment, aber irgendwann ässt es nach und Du denkst nur noch selten mit einem Schulterzucken an ihn.

Vermutlich wird es noch eine ganze Weile weh tun, dann wirst Du in eine Phase kommen, in der Du wütend auf ihn bist bis Deine gefühle irgendwann neutral werden. Jedenfalls war es bei mir mmer o und be Leuten die ich kenne, die eine harte Abfuhr/eine dramatische Trennung erlebt haben.
Geholfen hat mir z.B. ein neues Hobby aufzunehmen, berufliche Ziele zu stecken und generell neue leute kennen zu lernen.
 
........hilfreich ist in solchen Situationen das eigene Selbstwertgefühl in den Fokus zu stellen und sich selbst zu sagen - wer meinen Wert nicht erkennt, der ist meiner auch nicht Wert - Pech für ihn, Glück für Dich....Jemand zu finden der Dich zu schätzen und zu lieben weiß.
Er war nur ein Versuch, der seine Chance nicht erkannt hat.......also weg damit, weg aus dem Kopf und vorallem aus dem Herzen, denn dort war und ist kein Platz für ihn, denn dieser ist reserviert für den Richtigen.
 
Kurze Antwort auf die Fadenfrage:

Man vergisst jemanden, indem man nach vorne schaut, und nicht nach hinten.

~~~

Ein gewisse Aufarbeitung mag notwendig sein, aber dann sollte man nach vorne schauen. Obacht im Straßenverkehr.
 
Hallo!

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Habt ihr gute Vorschläge?
Zudem, wie bzw. Wo lernt man eigentlich neue Menschen kennen? Ich bin etwas schüchtern muss ich sagen und es fällt mir schwer. Ich bin keine Club gängerin, da Alkohol, tanzen und so weiter nichts für mich ist. Vereine klappen aus Zeit Gründen leider auch nicht.

Es gibt keine einfache Antwort, da Dein Gefühl von Verliebtheit auch kein einfaches Gefühl ist - zumindest aus Deiner Beschreibung heraus.

Wenn er Dir "nur" eine Abfuhr gegeben hat, könntest Du dich fragen, ob Du ihn immer noch liebst, trotz Abfuhr?

Denn eine Abfuhr heisst ja: sein Verhalten ist anders, als das Verhalten, was Du dir von ihm erhoffst, richtig?

Die Abfuhren, welche ich bekommen habe, kann ich zum Teil besser einordnen, wenn ich meinen Blickwinkel verändere.

Wenn ich die Dinge nicht mehr mit "ich wünsche mir, dass die Person so und so ist..." sehe, sondern sehe : "aha...und weil diese Person jetzt schweigt, oder eine Ablehnung ausspricht ; wie passt das zu dem, was ich vor einiger Zeit schonmal erlebt habe?"

Und es wird für mich dann im Grunde häufiger klar, dass Jemand entweder lügt, unentschlossen war oder generell mir Dinge verschweigen wollte.

Mir hilft sowas dann schon weiter Jemanden leichter vergessen zu können, denn in dem Moment wo ich sehe: " Die Person ist ja ganz anders im Verhalten, als ich mir das erwünscht habe..."

kann ich mich schon fragen : "Und will ich wirklich immer noch Kontakt zu der Person, obwohl sie sich so anders verhält?"

Denn Wunschvorstellung ist nicht immer gleich auch die Realität.
 

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