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Wie verarbeite ich einen Seitensprung....

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Gast

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Ich hoffe, dass ich hier ein paar Antworten und Tipps bekomme. Ich bin derzeit in einer ziemlich angespannten Lebenssituation.
Wir sind seit über 10 Jahren verheiratet. Seit mehr als zwei Jahren besteht bei uns der innige Wunsch nach Nachwuchs. Leider habe innerhalb dieser Zeit mehrere Fehlgeburten erlitten. Im Januar diesen Jahres ist es dann meinerseits zu einem Seitensprung gekommen. Zu sagen, es ist einfach passiert, wäre wohl zu einfach. Und so ist es leider nicht. Ich denke, ich hätte weniger Probleme damit, wenn es ein unbekannter Mann gewesen wäre. Zu allem Übel ist es unser bester Freund gewesen, mit dem ich diesen Betrug begangen habe.
Wir haben uns vorher gut verstanden und es hat sich auch jetzt nichts an dieser Beziehung geändert. Mit diesem Ehepaar pflegen wir eine sehr intensive Bekanntschaft. Ich liebe meinen Mann nach wie vor und ich wünsche mir nichts mehr, als endlich eine Familie mit ihm zu gründen. Wir verstehen uns prächtig. In Bezug auf unsere Swxualität mag ich sogar behaupten, dass der Seitensprung gutgetan hat.
Durch die Fehlgeburten war ich im letzten Jahr sehr angespannt. Man hat mir dann geratenn vorläufig wieder zu verhüten. Derzeit nehme ich also noch die Pille. Insofern hat auch der Seitensprung nicht unverhütet stattgefunden.
Ich würde die Pille lieber heute als morgen absetzen. Ich möchte endlich schwanger werden. Auf der anderen Seite habe ich jetzt aber rabenschwarze Gedanken, was eine eventuell eintretende Schwangerschaft betrifft. Ich weiß, dass ich derzeit nicht schwanger bin. Ich weiß, dass ich durch den Seitensprung nicht schwanger geworden bin. Seit Januar habe ich regelmäßig Sex mit meinem Mann. Ich nehme die Pille gewissenhaft. Bekomme regelmäßig meine Tage. Alles ganz normal. Denke ich aber an das Entstehen einer Schwangerschaft, male ich mir Monsterspermien meines Seitensprungs aus, die übrig beblieben sind. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Ich hoffe es klingt nicht zu verwirrt. Ich habe einfach Angst, dass das Kind dann vom Seitensprung ist und ich mir dann 9 Monate lang wahnsinnge Gedanken mache. Was für ein Stress und eigentlich völlig überflüssig, weil einfach nichts ist. Ich nehme jetzt sogar aus lauter Vorsicht die Pille einen Monat länger. Habe sogar mit unserem Freund vereinbart, dass ich ihn darüber informiere, dass alles i. O. ist, weil ich auch Angst über seine Reaktion habe, wenn er erfährt, dass ich schwanger bin. Ich möchte halt kein Risiko eingehen, ich möchte keine weiteren Fehler machen. Der Seitensprung war der größte Fehler meines Lebens. Ich kann ihn aber nicht rückgängig machen. Ich kann nur weitere Fehler vermeiden. Aber wie kriege ich diese Gedanken aus meinem Kopf. Ich muss das irgendwie verarbeiten, muss es schaffen mir selbst zu verzeihen und ich muss lernen meinem Wissen wieder zu vertrauen.

Bitte verurteilt mich mich!
 
Hallo Gast,
als Frau kann ich dir nur sagen: ein Seitensprung ist nach über zehn Jahren Ehe ein Zeichen, das etwas nicht stimmt zwischen den Partnern.
Du solltest also nicht sofort schwanger werden, sondern zuerst mit dir ins Reine und zur Ruhe kommen. Fehlgeburten sind psychisch immer schwierig zu verkraften und gerade da kann das Unverständnis des Partners seltsame Blüten treiben. Verständnis bei jemand anderem suchen: ja.
Aber das bedeutet *nicht* sexuelle Befriedigung, so sorry!
Schön, das mit den Fehlgeburten mag schon ein Grund sein zu verhüten. Aber ein bisschen drängt sich mir der Verdacht auf, dass du diese Situation gnadenlos ausgenutzt hast. Es kann ja sowieso nichts passieren.
Wie gehst du denn eigentlich jetzt mit dem besten Freund um? Fällt der anderen Frau oder deinem Mann nichts auf, dass sich euer Umgang verändert hat in den letzten Wochen? Das mag ich nicht recht glauben. Es gibt ja Beziehungen, in denen das ganz gut läuft mit dem Partnertausch zwischen zwei Paaren...
Und jetzt die Geschichte mit den Altspermien. Mit Verlaub, du weißt vermutlich selbst, dass es nicht um das Erbgut des anderen geht. Wenn das im Januar gewesen sein soll, ist das schon bis zu zwei Pillenzyklen her. Das hält das stärkste Spermium nicht aus. Und daran kann der beste Freund ja hoffentlich auch nicht zweifeln.
Es geht vielmehr darum, dass dein Seitensprung auffliegen könnte und dein Mann dahinterkommt. Oder wäre er so liberal, deine "Fortbildung" gut zu finden?
Zwei Szenarien:
Du kannst entweder reinen Tisch machen, was erhebliche Konsequenzen haben kann. Das sollte aber nicht passieren, wenn du die Familienvergrößerung gerade in Arbeit hast...
oder: du hütest das Geheimnis und tust so als ob nichts gewesen wäre.
Letzteres halte ich aber für schwierig, wenn ihr wirklich so engen Kontakt habt mit dem anderen Paar.

Also: nimm die Pille ruhig noch weiter, bis du die Sache klarer siehst. Aber meines Erachtens solltest du nicht über Altspermien, sondern über deine Ehe und die Ehrlichkeit, die in ihr herrscht, nachdenken. Und erst wenn dir selbst klar ist, warum du bei einem anderen schwach geworden bist, solltest du wieder über die Familiengründung nachdenken.

Nachdenkliche Grüße, Biggi
 
Hallo Biggi,

vielen Dank, für deine rascheAntwort. Ich weiß warum es zu dem Seitensprung kam und es hat, und dass kann ich versichern, nichts mit Ausnutzen zu tun. Ich bin also nicht darauf aus gewesen einen Seitensprung zu begehen. An diesem besagten Abend ist einfach alles zusammengekommen. Was mir heute klar ist. Die Gespräche, die ich mit dem anderen Mann geführt habe, die hätte ich ebenso mit meinem Mann führen können. Mir ist der Kiwu über den Kopf gewachsen. Unser Leben war zwei Jahre darauf ausgerichtet. Immer wieder ein kurzer Moment des Glücks, dann der tiefe Fall. Ich als Frau verarbeite die Situation anders als mein Mann. Mit der Verhütung habe ich wieder begonnen, um mir und meinem Körper eine gewisse Ruhe zu gönnen. Ich habe kein Land mehr gesehen, hatte Panik vor einer erneuten Schwangerschaft, weil die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt einfach zu groß war. Ich habe mich immer mehr in mich zurückgezogen, habe es nicht mehr ertragen können, dass er es immer wieder geschafft hat, positiv nach vorn zu blicken. Wenn ich rabenschwarz gesehen habe, hat er versucht mir zu helfen, in dem er immer wieder betont hat, dass alles gut werden wird und dass wir irgendwann wirklich unser Baby im Arm halten dürfen. Tja und dann war da jemand der viel sensibler an die ganze Problematik herangegangen ist. Ein Mensch, der immer für mich da ist. An unserem Verhältnis hat sich nichts geändert und daran wird sich auch nichts ändern. Wir wissen, dass wir eine Grenze überschritten haben und dass das nicht wieder vorkommen wird. Ich liebe meinem Mann und er seine Frau. Ich wünsche mir nichts mehr, als mit meinem Mann eine Familie zu gründen.
Was mich droht aufzufressen, ist das schlechte Gewissen gegenüber meinem Mann und der Frau. Ich hoffe, dass ich lerne diesen Fehler anzunehmen. Denn er gehört fortan zu meinem Leben. Aber ich hoffe auch, dass ich es schaffe mir diesen Fehler zu verzeihen. Sind Menschen nicht da um Fehler zu machen? Ich leibe meinen Mann von ganzem Herzen und möchte ihn nicht verlieren. Und wenn ich sage, dass der Seitensprung auch sein Gutes hatte, dann beziehe ich das nicht auf die sexuelle Ebene, sondern auf der Kommunikationsebene. ich bringe mich wieder mehr ein. Ich höre ihm wieder zu und verstehe, auch wenn er es nicht auszudrücken vermag, dass er mir doch nur helfen möchte.
Er drängt mich nicht, er lässt mir die Zeit, die ich brauche und versucht mich jeden Tag ein Stückchen mehr aus meinem Loch hervor zu holen.
Und ich merke auch, dass meine Kraft zurückkommt und ich allmählich auch wieder den Wunsch verspüre einen erneuten Versuch zu wagen.
Was bleibt ist das schlechte Gewissen. Den größten Fehler meines Lebens habe ich gemacht. Ich möchte keine weiteren machen. Ich möchte frei sein für eine neue Schwangerschaft. Möchte mich darauf freuen dürfen und möchte eine wunderschöne Zeit gemeinsam mit meinem Mann erleben dürfen.

Ich bin auf der Suche nach einem Weg, meinen Geist ein wenig zu reinigen und das schlechte Gewissen zu verarbeiten, um auch ein wenig positiv in die Zukunft zu blicken.

Ich hoffe, du meldest dich vielleicht noch einmal.

Danke
 
Hallo nochmal,
wie du sicher schon gesehen hast, hat sich Mattes1969 gerade mit seinem thread zurückgemeldet. Er hat ausführlich von der "anderen" Seite berichtet. Diese Seiten würde ich dir ans Herz legen, um zu verstehen, was du deinem Mann antust, wenn er dahinterkommt oder sich so etwas wiederholen sollte. Sei dir bewusst, dass er leiden wird wie ein Hund, weil er bis dato dachte, er ist dein Vertrauter.

Wie schreibst du das? Du musst deine Gedanken reinigen. Vielleicht sollte dir auch mal jemand den Kopf waschen... Sei nicht ganz so überzeugt, dass es bei dem Spiel nur um dich und deine Kraft und dein Gewissen geht!
Mir steht es nicht an, über dein Verhalten zu urteilen, aber:
Ein Abend mit dem besten Freund führte zu einem guten Gespräch. Solche Gespräche zwischen Menschen sind nichts Ungewöhnliches. Zwischen Mann und Frau sind tränenreiche Unterhaltungen allerdings grundsätzlich schwierig, zumal wenn sich die beiden Beteiligten gut kennen.
Trost suchen heißt nicht miteinander schlafen. Zu einem Seitensprung gehören zwei. Du wolltest getröstet werden und der andere hat das ausgenutzt/missverstanden/übertrieben. Am Charakter des besten Freundes darf gezweifelt werden (an deinem zweifelst du ja momentan schon selbst). Führ dir vor Augen, dass er keine Hemmungen hatte, seinen besten Freund, also deinen Mann zu hintergehen, indem er mit dir geschlafen hat. Aber auch DU hattest keine Hemmungen, deinen Mann mit seinem besten Freund zu betrügen. So ist der Sachverhalt. Mit diesem Mann möchtest und kannst du weiter zu tun haben? Für mich unverständlich...

Frag dich ehrlich: Wie konnte es soweit kommen, dass du denkst, der beste Freund ist IMMER da, wenn du ihn brauchst? Das sollte dein EHEMANN für dich sein. Und wenn er auf dem Holzweg war mit seiner Art dich zu trösten, dann hast du ihm das mitzuteilen! (Der Weg, den der beste Freund eingeschlagen hat, war auch nicht hilfreich.). Du belügst dich selbst, wenn du dir einredest, dein Schwangerschaftspanikproblem hat sich durch ein Schäferstündchen mit dem anderen in Luft auflösen lassen.
Verständnis für die Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Fehlgeburten (egal, ob ein Fehlversuch oder in einem fortgeschrittenem Schwangerschaftsstadium mit allen medizinischen Maßnahmen) hast du, sobald du mit Frauen Kontakt aufnimmst, die ähnliches mitgemacht haben. Das wäre ein Weg gewesen, sensible und verständnisvolle Menschen zu finden. Du hast mit Sicherheit nicht das erfahren, was du zur Verarbeitung gebraucht hättest. Im Gegenteil, du hast dir ein neues, viel tiefer gehendes Problem, den – wie du sagst – größten Fehler deines Lebens auch noch ans Bein geschraubt.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wirst du deinem Mann gegenüber schweigen. Er wird deine momentane Verschlossenheit auf den Kinderwunsch und nicht auf deinen Fehltritt zurückführen. Sozusagen Glück gehabt, sonst wäre er dir schon auf die Schliche gekommen (zumindest hätte er dich gefragt, was eigentlich mit dir los ist). Mit dieser Unehrlichkeit musst du leben.
Weil du für dich schon abgewägt hast, dass du deinen Mann möglicherweise verlieren würdest, wenn du es ihm beichtest. Wie gesagt: Vorsicht nur mit der Tatsache, dass es da einen zweiten Beteiligten gab. Der ist möglicherweise eine tickende Bombe, wenn er mal in ausgelassener Partylaune eine Bemerkung fallen lässt... oder dich doch mal zu liebevoll anschaut oder ein bisschen zu lang umarmt. Und dann fragt dein Mann nach. An deiner Stelle würde ich mich von diesem "besten" Freund zurückziehen. Zurückgestoßen a la Glenn Close wird sich der andere ja nicht vorkommen, und er wird wohl begreifen, dass du Abstand von ihm für richtig hältst.

Bin gespannt auf deine Meinung über meine Meinung.
Grüße, Biggi
 
@ kitetsu

Vielen Dank für diesen konstruktiven Beitrag!

@ Biggi

Vielen Dank, dass du umgehend antwortest. Auch wenn es vielleicht wieder egoistisch anhört. Mir tut es gut, dass ich es überhaupt mal nach außen lassen kann. Mir geht es dadurch besser.

Ich habe die Betreige von Matthes zum Teil gelesen. Ich nehme natürlich auch die Rolle des Betrügenden ein, aber irgendwo definiere ich meine Position anders. Für mich stand ja nach diesem Fehltritt irgendwie sofort fest, dass ich einen nichtwiedergutzumachenden Fehler begangen habe. Ich will mich auch nicht rausreden und das auch nicht als Ausrede benutzen. Ich hoffe, du verstehst das nicht falsch.
Es war der größte Vetrauensbruch überhaupt. Und widerspricht meiner tiefsten Grundeinstellung. Trotzdem habe ich den Fehler gemacht. Aber muss man nicht auch solche Fehler machen. Ohne jetzt nur einen Seitensprung zu meinen. Aber macht man nicht schwerwiegende Fehler in seinem Leben? Tut man nicht Dinge, die man anschließend sofort wieder bereut?? In diesem Fall ist schwerwiegender weil eben andere Menschen davon betroffen sind. Menschen, die mir sehr nah stehen und auf die ich auch in der Zukunft nicht verzichten möchte. Da ist ja nicht nur mein Mann den ich betrogen habe, ich habe ja auch die Frau betrogen.

Ich will auch keine Opferrolle einnehmen. Opfer bin ich nicht, dass weiß ich und ich bin mir meines Vergehens durchaus bewusst und weiß, dass so etwas nicht wieder vorkommen wird. Es war ein einmaliges Vergehen. Ein schwerwiegendes Vergehen.
Dessen sind wir uns aber beide bewusst. Ich kann nur versuchen, aus diesem Fehler zu lernen. Wie man auch aus anderen Fehlern lernt.
Und es mag auch auf Unverständnis stoßen, wenn ich sage, dass unsere Beziehung seither viel fester und inniger ist. Ich tue keine Buße, ich überspiele damit nicht mein schlechtes Gewissen. Ich bringe mich mehr ein, weil mir einfach wieder bewusst ist, was ich an meinem Mann habe, wie sehr ich ihn liebe und dass ich ihn nicht verlieren möchte.

Ich hoffe, dass dieser Fehltritt mit der Zeit verblasst und einfach in meinem Kopf eine untergeortnete Rolle einnehmen wird. Ich werde ihn nicht vergessen können, aber ich möchte erreichen, dass ich damit leben kann. So wie andere mit anderen Fehlern leben müssen.
Ans Tageslicht wird es nicht mehr kommen. Dessen bin ich mir völlig sicher. Diese Seite an diesem Fehltritt ist die, die ich gar nicht erst betrachten muss. Das mag komisch und überheblich klingen, aber dass ist wirklich etwas, worüber ich mir überhaupt keine Sorgen machen brauche. Dazu möchte ich aber nichts weiter sagen. Das Verhältnis zwischen uns ist klar definiert.

Ich hoffe, dass ist jetzt nicht ganz so wirr....

Wäre schön weiterhin von dir zu hören....


Ganz liebe Grüße und vielen vielen Dank für´s Zuhören
 
Hallo Kitetsu,

jetzt bin ich auch bereit auf deinen Beitrag zu antworten. Vielen Dank, dass du mir gegenüber einen anderen Ton anschlägst.

Ich glaube nach wie vor, dass du nicht ganz verstanden hast, warum es überhaupt zu diesem Fehltritt gekommen ist. Nach dem, was du schreibst, kannst du zum Thema Schwangerschaft nicht im Geringsten nachvollziehen, wie es da in mir aussieht.
Du kannst nicht im Geringsten nachvollziehen, was zwei Jahre Kinderwunsch mit allen Höhen und Tiefen bedeudet. Darüber brauchst du mir nichts zu sagen, ich habe das durch.

Dann mache ich diesen Fehler! Einen schwerwiegenden Fehler! Aus einer dieser Tiefen heraus. Und genau dieser Fehler war es, der mich wieder nach oben gebracht hat.

Soll ich meinen Mann wirklich dazu benutzen "mein" schlechtes Gewissen zu erleichtern? Warum? Damit solche Leute wie du sagen, schön, dass du bei der Wahrheit geblieben bist.
Wer frei von Fehlern ist, der werfe den ersten Stein und ich hoffe von Herzen, dass du niemals in eine ähnliche Situation gerätst.
Definier es nicht mit einem Seitensprung. Es gibt andere ähnliche Situationen. Ich hoffe dann, dass du den mir hier vorgeschlagenen Weg einhälst. Schaun wir mal....

Ich würde mein schlechtes Gewissen erleichtern und würde ein Feld von Trümmern verbreiten. Es geht hier nicht nur um zwei Beteiligte.
Ich denke, um den Schaden so gering wie möglich zu halten, bleibt mir nur die Möglichkeit des Schweigens und ich denke, dass ist eine viel größere Last, als mich der Wahrheit zu entledigen.

Nichts desto trotz bleibt der gemeinsame Wunsch nach einem Kind. An diesem Wunsch hat sich ja nichts geändert. An meiner Einstellung gegenüber meinem Mann hat sich ja nichts geändert. Ich liebe ihn von ganzem Herzen und daran wird sich auch nichts ändern.

LGCg8HQ8
 
Hallo!
In Bezug auf unsere Sexualität mag ich sogar behaupten,
dass der Seitensprung gutgetan hat.
Wie soll ich das verstehen?
Entschuldigung, aber war der Sex in dem Moment dann Lehrreich?
Wenn ja wie und was?
Und wenn ich sage, dass der Seitensprung auch sein Gutes hatte,
dann beziehe ich das nicht auf die sexuelle Ebene,
sondern auf der Kommunikationsebene.
Ja wie denn jetzt?
Interessant.
Hat Dir der Freund in dem Moment im Bett
genau das ,ich sag jetzt mal "gegeben" um Dir die Augen zu öffnen,
dahingehend deinen Mann besser zu lieben und zu verstehen,
sodass es jetzt zu dieser Sinneswandlung kommt
das du mehr zu deinem Mann jetzt stehst ?
Sehr interessante Frage!!!
Deswegen:
Ich bringe mich mehr ein, weil mir einfach wieder bewusst ist,
was ich an meinem Mann habe,
wie sehr ich ihn liebe und dass ich ihn nicht verlieren möchte.
Und, oder mehr bewusst weil Dir die Angst im Nacken steckt?
Ans Tageslicht wird es nicht mehr kommen. Dessen bin ich mir völlig sicher.
Da wäre ich mir nicht so sicher, denn:
Wie gesagt: Vorsicht nur mit der Tatsache,
dass es da einen zweiten Beteiligten gab.
Der ist möglicherweise eine tickende Bombe,
wenn er mal in ausgelassener Partylaune eine Bemerkung fallen lässt...
oder dich doch mal zu liebevoll anschaut oder ein bisschen zu lang umarmt.
Und dann fragt dein Mann nach.
Im wahrsten Sinne des Wortes "eine tickende Bombe"
So wie Du den besten Freund beschreibst, sehe ich den eher als Egoist ,
der diese Situation ausgenutzt hat.
Sexualtrieb an sich ,das ist jetzt
die andere seite liegt in der Evolution des Menschen
Das kann man jetzt sehen wie mans will.
So gesehen ist dein bekannter nur ein bekannter für einen gewissen zeitraum
,aber ein lebenlang wohl kaum.
Denn dafür ist dein Mann da.
Denn:
Soll ich meinen Mann wirklich dazu benutzen "mein" schlechtes Gewissen
zu erleichtern? Warum? Damit solche Leute wie du sagen, schön,
dass du bei der Wahrheit geblieben bist.
Wer frei von Fehlern ist, der werfe den ersten Stein
und ich hoffe von Herzen, dass du niemals in eine ähnliche Situation gerätst.
Definier es nicht mit einem Seitensprung.
Es gibt andere ähnliche Situationen. Ich hoffe dann, dass du den mir
hier vorgeschlagenen Weg einhälst. Schaun wir mal....
Ich würde mein schlechtes Gewissen erleichtern und würde ein Feld von
Trümmern verbreiten. Es geht hier nicht nur um zwei Beteiligte.
Ich denke, um den Schaden so gering wie möglich zu halten, bleibt mir
nur die Möglichkeit des Schweigens und ich denke, dass ist eine viel
größere Last, als mich der Wahrheit zu entledigen.
Nichts desto trotz bleibt der gemeinsame Wunsch nach einem Kind.
An diesem Wunsch hat sich ja nichts geändert.
stimmt würde ich sagen.
Fazit:
Versuch daraus zu lernen.
Die Zeit heilt alle Wunden.
Halte Dich von dem "Freund" fern.
Liebe deinen Mann immer.
Du kannst das was passiert ist nicht wieder rückgägnig machen.
noch viel schlimmer wäre es ,wenn Du und er es weiter heimlich machen würden.
Dann wäre das was anderes.
Der freund steckt ja auch in einer Misere seiner Frau gegenüber.
Du bist nur ein Mensch und deswegen kochst auch nur mit Wasser.
Hört sich jetzt blöd an.
Euer leben in der Familie muss ja weiter gehen.
Wenn Du Dir sicher bist das Du draus 100% gelernt hast wie Du sagst ,es nie wieder vorkommt wie Du sagst und es Deiner Beziehung gut tut. Und der Sex mit Deinem Mann und die Beziehung zu Beinem Mann jetzt auch besser ist.
Na dann.
Ich wünsche Dir und deinem Mann viel Kraft.
Viel Erfolg in Deiner Ehe und beim Nachwuchs.
Gruß
Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Mensch, nun seid mal nicht so hart. Ich hab manchmal den Eindruck, hier wimmelt es vor Heiligen, denen nie ein Fehler passieren kann. Euch sage ich: ihr wisst nichts vom Leben!

Zunächst mal kann ein Seitensprung auch vorkommen, wenn man Probleme mit sich selber hat...wie das hier ja wohl aufgrund des nicht erfüllten Kinderwunsches der Fall ist/war.

Dass es mit dem Freund geschah machts besonders schwierig, aber offenbar habt ihr eine Vereinbarung getroffen, die Sache auf sich beruhen zu lassen, was ich okay finde.

Denn ihr beide habt ja erkannt, dass ihr eure jeweiligen Partner liebt....also lasst es dabei. Tut mir leid, Offenheit um jeden Preis kann auch grausam sein. Und sie kann egoistisch sein, denn man will sich dann auf Kosten des Anderen entlasten. Was würde das den Partnern bringen ausser Leid und Trauer?

Wie gesagt, lasst es dabei. Dein schlechtes Gewissen wird dich sicher davor bewahren, noch mal in so eine Situation zu rutschen.

Das Problem, das du unbedingt angehen musst, ist dein starker Kinderwunsch. Da bist du ja auch dabei...
Überleg mal, wie dein Leben weiter gehen kann, wie du es gestalten willst, wenn du keine Kinder bekommen kannst. Käme für euch eine Adoption in Frage? Es gibt so viele Kinder, die dringend ein gutes Zuhause brauchen. Wenn euere Herzen dafür offen sind...wunderbar! Ich habe neben meinem Sohn einen weiteren Sohn angenommen und empfinde das als totale Bereicherung. Vielleicht klappts aber auch mit dem Kinderwunsch, wenn du nicht mehr so sehr daran klammerst.

Und eine Bitte: lerne aus deinem Fehler aber sei nicht zu streng mit dir! Vergib dir deinen Fehltritt und machs in Zukunft besser. Was hat Jesus zu der Ehebrecherin gesagt, die er vor der Steinigung gerettet hat:
Gehe hin und sündige fortan nicht mehr. Der war also gnädiger als mancher hier im Forum.

Ich drücke dich ganz lieb! Gruss Luisa
 
Hallo,

ich verstehe diejenigen von euch, die das Ganze aus Sicht des Betrogenen sehen. Ich teile diesbezüglich sogar eure Sichtweise. Die stimmt ja auch mit meiner Grundeinstellung überein. Auch wenn das nach dem Fehltritt sicherlich für keinen von euch nachvollziehbar ist. Ich bin aber eben doch schwach geworden und bin ein Stück des Weges abgekommen. Nichts desto trotz möchte ich versuchen, auf den Weg zurückzukommen. Ich habe meinen Fehltritt sofort bemerkt und bin umgekehrt. Mehr kann ich leider nicht tun. Mit diesem Fehler bin "ich" zu euch gekommen und habe auf Hilfe gebeten um "so schnell" wie möglich wieder auf den Weg zu kommen. Ich wollte keine Diskussion über Gut und Böse entfachen. Der Unterschied ist mir sehr wohl bewusst. "Ich" habe um Hilfe gebeten.

Ich beglückwünsche wirklich jeden, der immer geradeaus geht und nie vom Pfad der Tugend abkommt. Aber ich bin fest davon überzeugt, das jeder einmal ein eine Situation kommt, in der er sich entscheiden muss und hinterher erkennt, dass er die falsche Abzweigung genommen hat.

Aber ich hoffe, dass es dann nie zu spät sein wird umzukehren und es dann besser zu machen.



LG
 
Hallo!
Die Diskussion über gut und böse bzw. aus der sicht des betroffenen bzw. die sichtweise des betrogenen entsteht ja auch irgendwo automatisch. Mehr oder weniger.
Bleiben aber trotz allem noch einige Fragen offen.
Wäre nett wenn Du Dich dann hier mal öfter melden würdest.
Jeder kocht mit Wasser und sag niemals nie.
Denn perfekt ist keiner,auch Du nicht.
Ich bin aber eben doch schwach geworden und bin ein Stück des Weges abgekommen.
Wer hat denn den Anfang gemacht?
Glaubst Du das er die situation für sich ausgenutzt hat?
Glaubst Du das ihm seine Ehe egal ist?
Würde gerne hier noch weiter diskutieren.

Gruß
Frank
 

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