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Wie überlebt man die Arbeitswelt?

Lily Jane

Neues Mitglied
Nachdem ich mich viele Monate lang über das schikanöse und ungerechte Verhalten meiner Chefin und meine erfolglose Gegenwehr schwarz geärgert habe, bekam ich vor einer Woche einen nervlichen Kollaps und kündige den Job im Affekt.


Ich will nicht alle Streitpunkte aufzählen, was das Fass zum Überlaufen gebracht hat, war die Unterschlagung meiner Überstunden. Immer wenn ich meine Chefin darauf anspreche, dass Stunden nicht erfasst worden sind, dreht sie es so, als hätte ich zuwenige notiert, was aber nicht stimmt. Als ich sie darauf hinwies, dass mir die vollständige Erfassung meiner Überstunden wichtig ist und sie in Zukunft mehr Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit darauf verwenden soll, erwiderte sie, dass sie meine Haltung nicht gut findet. Da ist mir wirklich der Kragen geplatzt über ihre ausbeuterische Unanständigkeit. Sie erwartet, das ich es mit den Überstunden nicht so genau nehme und dankbar sein soll, überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben. Meine Arbeitskraft gibt’s aber nicht zum Nulltarif. Ich will kein Sklave sein.


Wenn jemand gegen schlechte Arbeitsbedingungen protestiert oder mit einer Regelung oder Dienstanweisung nicht einverstanden ist, geht die Chefin auf den Mitarbeiter los wie eine Schlange, zischt einen böse an, als würde man Gold und Diamanten fordern. Es wird vollkommene Unterordnung und absoluter Gehorsam bis zur Autoritätshörigkeit gefordert, auch wenn klare Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte vorliegen.


Schlimmer als die finanzielle Sanktion ist für mich, dass ich in diesen Zeiten der Dominanz neoliberalen Gedankenguts kaum hoffen kann, dass ich beim nächsten Job mit mehr Gerechtigkeit, Anstand und Respekt behandelt werde.
Für mich sind die überbordende Arroganz, Überheblichkeit, Entrechtung, Schikane, Willkür und Unterdrückung, welche sich die Arbeitgeber anmaßen, eine unerträgliche Zumutung. Ich will das nicht mitmachen.


In meinem sozialen Umfeld finde ich kaum Verständnis für meine Gefühle und Einstellung. Alle rackern sich ab und lassen sich treten, halten die Klappe aus Angst vor dem sozialen Abstieg in Hartz. Sie passen sich an, verleugnen sich selbst, betäuben ihren Frust abends mit nem Bierchen vorm Fernseher.

Ich kann so nicht leben. Gibt es hier Gleichgesinnte?
 
Andauernder Stress im Job kann zu posttraumatischen Belastungsreaktionen führen. Du solltest beim Arbeitsamt, wenn du dich arbeitslos meldest, darauf dringen, dass das auch so gesehen wird, sonst kürzen sie dir die Bezüge...
 
Ich sehe deinen Bericht als einen traurigen Ausschnitt aus der Arbeitswelt an. Es betrifft nicht wie so oft gemeint, nur die unteren Klassen wie zB

  • Discounter Mitarbeiter
  • Sicherheitskräfte
  • Angestellte

auch die oberen Etagen spüren den Druck und gewisse Einschränkungen.
DRUCK, Gesundheitliche Schäden wie Herzinfarkt durch Stress, sehr wenig
Freizeit, weil Arbeit das Leben ist, die Befriedigung, der Lebensinhalt.

Es wurde ja auch ein gesundes Klima des Misstrauen erschaffen, entschuldige das Paradoxon, somit dürfen die Menschen sich ruhig alle gegenseitig misstrauen, dass gut für die Herrschenden.
Sowie jede Menge ANGST verbreitet in unserem Wirtschaftssystem. Dafür sind die Medien geradezu prädestiniert. WIRTSCHAFTSKRISE, KÜRZUNGEN, ENTLASSUNGEN das sind mal die Schlagworte.

Täglich schließen Betriebe und gehen ins Monopol( hallo Kartellamt wer steckt eigentlich hinter den Holdings und GmbH?) über oder es entsteht ein neuer Betrieb.
Gerade am Anfang muss man den Geldern gut haushalten, dass AKTIVA und PASSIVA ausgeglichen sind. Wenn du einen guten Chef erwischst, wird er deine Arbeitskraft zu schätzen wissen und dich auch nicht ausbeuten. Allerdings gibt es zu viele schlecht bezahlte Jobs im unteren Segment, da passiert es häufiger, dass die Stunden oder Zuschläge falsch ausbezahlt werden, bewusst oder Absicht, das ist eben die Frage.

Ich habe auch mal einen Job angenommen, weil ich dachte, ich möchte nicht als faul gelten, möchte Leistung bringen, möchte unabhängig sein, mein Geld verdienen und wurde wirklich ausgebeutet.
Zwischenzeitlich habe ich dazu eine andere Meinung bekommen, ich würde mich nie mehr für so einen Job hergeben. Weil erstens, solche Jobs dann gefördert werden und zweitens mir heute egal ist was der Rest der Gesellschaft (Hans und Kunz) über mich denkt. Denn - ich bin nicht faul, ich arbeite seit mehr als fünfzehn Jahren komme momentan auf 180 Std in Spitzenzeiten waren es auch 220 Std.

Ich lasse mir von Niemandem mehr einreden, nur weil ich einen unwürdigen Job ablehne- Du bist faul!
Ich lasse mir von Niemandem mehr einreden, nur weil ich keine akkurate Karriere hingelegt habe, es nicht besser verdient zu haben. NEIN. Punkt aus BASTA.

Tja und nun dies:

Es gibt aber auch eine andere Seite der Medaille.
Leider kenne ich auch sehr unmotivierte Mitarbeiter, die immer nur die halbe Leistung bringen, sich mit den geringsten Leistungen zufrieden geben und schleimend beim Chef einen Vorteil erlangen. Die haufenweise Fehler begehen und die Schuld immer bei Anderen suchen, bevor sie bei sich selbst anfangen. Diese Lästermäuler eben, die gibt es überall. Damit kann man einen Betrieb voll gegen die Wand fahren. So Leute gehören schon gekündigt. Aber jemand dem man anmerkt, dass er motiviert ist, an seinen Fehlern arbeitet und auch Leistung bringt, so jemand ist meiner Ansicht zu Schade um ausgebeutet zu werden.

Mir tun die heutigen Studenten leid, jene mit geringem Vitamin B, die werden oft so richtig benutzt um Kosten einzusparen.

Arbeit bestimmt den Zugang zur Gesellschaft, zur Freizeit und zum Wohlbefinden, wenn man ihm dieses nimmt, ist es als ob man ihn ausschließt. Das ist das schreckliche an Arbeitslosigkeit.

Dennoch sollte man sich bemühen, an seinen Schwächen zu arbeiten, sich fortzubilden, Sport zu machen (um der Denkspirale keine Nahrung zu geben, sowie Depressionen nicht entstehen zu lassen).

Natur, Bücherei kosten nicht viel und helfen den Zeitraum zu überbrücken bis es wieder losgehen kann mit der Arbeit. Man hat ja wie schon erwähnt weniger Geld, aber man hat einen Verstand den man schärfen kann. Damit meine ich nicht endlose Besuche in irgendwelchen Verschwörungsräumen, sondern bewusste Arbeit an seinen Talenten und Fähigkeiten, damit man beim nächsten Job besser dasteht.
 
Klingt sehr nach Zeitklitsche. Es war völlig richtig, das du auf dein gutes Recht bestanden hast! Leider sind die meisten so eingeschüchtert, das sie die Ausbeutung stillschweigend hinnehmen, was natürlich definitiv falsch ist! Tatsache ist, das prekäre, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse die Arbeitnehmer krank machen und das sich die Menschen hiergegen endlich zur Wehr setzen sollten. Ausbeute im Namen der kapitalistischen Raffgier ist menschenverachtend und verletzt die Grundrechte eines jeden Arbeitnehmers zutiefst. Gleiches gilt natürlich für das Selektierungsprogramm Hartz-IV, Menschen werden systematisch unter Druck gesetzt, um sie für die totale Ausbeute gefügig zu machen, das ist nun mal die Realität! Wer für einen Arbeitgeber seine Lebenszeit einsetzt und verschwendet hat verdammt nochmal gerecht entlohnt und geachtet zu werden. Das kapitalistische, raffgierige Verhalten einiger ist zum Kotzen und spaltet die Gesellschaft immer mehr! Was ist denn so schwer daran, gerecht zu teilen und jedem ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, ich versteh das irgendwie nicht! Die einen raffen, raffen und raffen (Die leben auch nur 1 mal), während die, die den Luxus der Ausbeuter erst ermöglichen, fast am Hungertuch nagen! So kann es doch nicht weitergehen! Ein Drittel der Arbeitnehmer hat psyschiche Erschöpfungssysmtome, Zukunftsängste, u.s.w. Alles im Namen des tollen Ausbeuter-Kapitalismus. Menschen werden wie Ware behandelt, damit muss endlich Schluss sein!
 
Wie überlebt man die Arbeitswelt: Ich glaube langsam, das nur Charakterschweine eine Chance haben, diese kapitalistische Ausbeuterarbeitswelt zu überstehen! Wer ehrlich mit seinen Händen arbeitet, wird nur ausgebeutet und abgezockt und alles geht sowieso zu langsam! Immer mehr Menschen ist sowieso alles egal (zu Recht natürlich), weil es ja heutzutage keinen Zweck hat, sich für diese kapitalistischen Raffgeier und die verkommene Gesellschaft einzusetzen, weil man so oder so nur als Ware "Human Capital" angesehen wird, ausgebeutet wird und dann wieder gehen muss! Also was interessiert es jemand, ob's den Ausbeutern gut geht, uns fragt ja auch keiner! Menschlichkeit, soziale Gerechtigkeit, Achtung, Wertschätzung, ein einfaches Lob: Sind nur noch wertlose Wörter, die mal ein menschenwürdiges Dasein beschrieben! Die Arbeitswelt ist extrem unmenschlich und ausbeuterisch geworden, jeder kleine Arbeitnehmer der mal seine Meinung ausspricht wird erpresst, weil 10 andere auf die eine Stelle warten und so diese Erpressung (Wenn Ihnen was nicht passt ... blablabla) erst möglich machen. Und einer der 10 wartenden, wird dann zu wieder weniger Lohn eingestellt, u.s.w. - eine Art kapitalistisch-ausbeuterisches Schneeballsystem - kriminell und Menschenverachtend!
 
Hallo Gast,

ich finde, deine Worte bringen den menschenverachtenden kapitalistischen Terror genau auf den Punkt.

Ich denke, als Arbeitnehmer hält man die Arbeitswelt nur aus, wenn man ein seelisch gebrochener Mensch ist, keinen Zugang mehr zu dem gesunden Gefühl der Wut über die Ungerechtigkeit und Entwürdigung hat, welches jeder vernünftige Mensch fühlen müsste, der so behandelt wird. Jeder gesunde Mensch, der sich seiner Würde bewusst ist, der sich des Wertes seiner Arbeitskraft bewusst ist, müsste sich empört zur Wehr setzen. Menschen, die sich diese Ausbeutung gefallen lassen, haben kein Selbstwertgefühl, sind sich nicht dessen bewusst, dass der Unternehmer mit Hilfe ihrer Arbeitskraft einen Gewinn erziehlt, von dem der Arbeitnehmer in Form seines Lohnes nur einen kleinen Bruchteil abbekommt. Die meisten Arbeitnehmer sind sich des extremen Betruges, der Entrechung, Entwürdigung und Verklavung gar nicht bewusst, oder wollen sich das gar nicht bewusst machen, verharmlosen, verdrängen es, suchen vielleicht Zuflucht in der leeren Welt des Konsums oder der ebenso unterdrückerischen Manipulationen der Religionen ab.

Ich bin wieder zurückgegangen, werde vom Arbeitgeber betrogen, beraubt, soll unerfüllbare Vorgaben akzeptieren, bei der kleinsten Gegenwehr wird mir im Kasernenton der Mund verboten, ich erfahre soziale Ächtung, Einschüchterung, Verspottung, Ignoranz, Entmündigung, Verachtung, Hass, seelische Gewalt in allen möglichen Varianten.

Das halte ich momentan nur mit Hilfe von Psychopharmaka aus, zur Zeit bin ich ruhiggestellt, weil ich ohne die Pillen völlig die Besinnung verlieren würde. Ich will aber keine pflegeleichte angepasste konforme Maschine von der Stange sein, das ist doch kein Leben.

Gast, möchtest du noch mehr über dich schreiben, wie du für dich mit den ungerechten ausbeuterischen äußeren Forderungen umgehst. Ich spüre bei dir eine große Entrüstung, inwiefern bist du am Arbeitsplatz auch davon betroffen und kämpfst du dagegen an?
 
@Lily Jane, danke für deinen Beitrag. Ich finde es gut, wenn Menschen sich nicht der totalen Ausbeute unterwerfen und sich entsprechend zur Wehr setzen. Ich selbst habe einen sehr egoistischen Chef, der immer Recht haben will und der Geld mehr liebt, als alles andere auf der Welt, charakterlich gesehen ein furchtbarer Mensch. Alle reden zwar hinter'm Rücken über seine Unarten, doch keiner macht den Mund auf, wenn es darauf ankommt. Nun stehe ich aber klar zu meiner Meinung und sage auch mal, wenn etwas nicht in Ordnung ist und meine Rechte als Arbeitnehmer wieder mal unterdrückt werden sollen, weil ich Ungerechtigkeit auf den Tod nicht ausstehen und akzeptieren kann! Natürlich entstehen dann Konflikte, weil ja Chef prinzipiell immer Recht haben will und nur das richtig ist, was dieser sagt (auch wenn es 10x falsch ist). Doch wenn man immer unterwürfig klein beigibt (leider machen das viel zu viele), dann sind wir von der totalen Ausbeute nicht mehr weit entfernt! Kapitalistische Versklavung ist falsch, menschenverachtend und unwürdig! Zudem werden immer mehr Menschen davon krank (Depressionen, Burn-Out, Zukunftsängste und daraus resultierende psyschiche Folgen, u.s.w.). Leider habe ich auch Depressionen und muss ein Medikament nehmen. Manchmal macht mich das richtig aggressiv und ich erkenne mich selbst nicht wieder. Der einzige Vorteil ist, das einem vieles gleichgültig wird und das man vieles als unwichtig erachtet. Man macht sich weniger Gedanken und erträgt diese schreckliche Welt einfacher. Unsere Gesellschaft zerbricht jeden Tag ein Stück mehr, weil nur noch Neid, Gier, Profit, Macht, Egoismus, Hass, Zeitdruck u.s.w. die Menschen prägen. Soziale menschliche Eigenschaften verlieren dadurch immer mehr an Bedeutung. Als gerecht denkender Mensch empfindet man all diese Dinge als unerträglich und zerbricht irgendwann daran. Wenn man die Welt zu mehr Gerechtigkeit ändern könnte, hätten wir viele Probleme weniger. Was die totale Unterdrückung über Jahre anrichtet, sieht man ja jetzt an den sich weltweit entstehenden Konflikten (Ägypten, Lybien). Letztendlich kann dies im schlimmsten Fall zu einem 3. Weltkrieg führen und das nur weil manche nicht genug raffen können. Jeder hat nur ein Leben und es sollte selbstverständlich sein, das jeder in Würde leben kann. Es müsste keiner hungern, wenn das verzockte Geld der Spekulanten denen zu Gute kommen würde, die derzeit unter menschenunwürdigsten, ärmsten Verhältnissen hausen müssen und wenn Nahrungsmittel nicht sinnlos für kapitalistische Gewinnbereicherung zweckentfremdet würden!
 
Hey...

Eigentlich kann ich euren Worten nichts mehr beisteuern.
Ihr bringt es einfach haar genau auf den Punkt.
Zudem fehlt es mir im Moment an Konzentration und Kraft, mit meinen Worten dieses Thema zu bereichern.

Frage an den Gast:
Welches Medikament ist es, was Dich Aggressiv macht, und der Realität etwas gleichgültiger ?
Es könnte für mich eventuell auch interessant werden...

Ja, man muß wohl selbst ein Schwein sein auf dieser Welt.
Sonst geht man unter, bevor man es selbst überhaupt bemerkt hat.

Schade, daß dies immer mehr, und immer kochender
zu den Top-Themen wird unter uns Menschen.
Wir gehen langsam alle kaputt.
Entweder macht es uns alles fertig, oder wir entwickeln solche Willenskraft und Kampfgeist, daß wir die schlimmsten noch alle übertrumpfen.
Bei letzterem stellt man sich am Ende vielleicht die Frage, ob man überhaupt noch der Mensch ist, der man mal war.
Ob man nicht eines Tages genau so ist, wie die Chef's über die wir hier sprechen, nur um zu überleben,
ohne vollständig abzurutschen.

Nette Grüße...
 
Frage an den Gast:
Welches Medikament ist es, was Dich Aggressiv macht, und der Realität etwas gleichgültiger ?
Es könnte für mich eventuell auch interessant werden...
Es ist Venlafaxin, ich hoffe natürlich, das ich das bald wieder absetzen kann.
Wenn du das Wort mal in die Foren-Suchleiste eingibst und dann feststellst, was für Nebenwirkungen manche erfahren mussten, ich glaube dann fängt man lieber gar nicht erst damit an. Das einzig gute ist eben, das man durch die "LMAA-Stimmung" vieles leichter verkraftet, weil eine gewisse Gleichgültigkeit durchaus enorm wichtig ist, um abschalten zu können![/QUOTE]

Ja, man muß wohl selbst ein Schwein sein auf dieser Welt.
Sonst geht man unter, bevor man es selbst überhaupt bemerkt hat.

Schade, daß dies immer mehr, und immer kochender
zu den Top-Themen wird unter uns Menschen.
Wir gehen langsam alle kaputt.
Entweder macht es uns alles fertig, oder wir entwickeln solche Willenskraft und Kampfgeist, daß wir die schlimmsten noch alle übertrumpfen.
Bei letzterem stellt man sich am Ende vielleicht die Frage, ob man überhaupt noch der Mensch ist, der man mal war.
Ob man nicht eines Tages genau so ist, wie die Chef's über die wir hier sprechen, nur um zu überleben,
ohne vollständig abzurutschen.

Nette Grüße...
Es wäre schlimm, wenn alle Menschen zu Charakterschweinen würden, dann ist das Leben nicht mehr lebenswert und unwürdig. Dann soll lieber gleich ein Meteorit auf die Erde stürzen und das ungerechte Treiben der Menschheit beenden. Ich kann mir auch kaum vorstellen, das ein sehr gerecht denkender Mensch mit guten Charakterzügen zum totalen Charakterschwein mutieren kann, wobei sich jedes Wesen über kurz oder lang an seine Umwelt anpassen muss, um überhaupt überleben zu können! Viele Menschen verhalten sich immer mehr wie Raubtiere, nur der Stärkere überlebt! Doch die Natur hat dem Mensch eine gewisse Intelligenz mitgegeben, die er auch sinnvoll einsetzen sollte. Der Mensch baut immer komplexere Maschinen und Systeme (Intelligenz wird sinnvoll genutzt), die einen Großteil der Arbeit verrichten, womit immer weniger Arbeit für den Mensch übrig bleibt! Eine Anpassung des weltweiten Systems an den technologischen Fortschritt ist daher unabdingbar (Das bringt der Mensch in seiner Raffsucht aber nicht auf die Reihe!). Auch die Menschen, deren Arbeit jetzt Maschinen verrichten, haben ein Recht auf ein würdiges Leben, man kann sie nicht systematisch ausgrenzen und kaputt machen! Und da muss der Mensch seine Intelligenz benutzen, um das kapitalistische System zu beenden und so umzustellen, das jeder Mensch dieser Welt in Würde leben kann! Das ist natürlich Wunschdenken und Utopie, weil es nie funktionieren würde, solange Einzelne immer mehr haben wollen als andere, wo wir wieder bei der Raffgier sind!
 
Ergänzend muss man noch hinzufügen, das es so oder so nie funktionieren könnte, weil der Mensch unfähig ist größere Konflikte friedlich zu lösen und Meinungen und Ansichten anderer zu akzeptieren! Einer will immer Anführer sein, um die totale Kontrolle über alles und jeden zu haben, um mächtig zu sein! Ist die Menge der Unterdrückten groß genug, entlädt sich die angestaute Spannung immer durch Gewalt und Krieg, das war fast immer so und wird sich wohl auch nie ändern! Die einen beharren auf ihre fanatische Religionsansicht, anderen ist Geld und daraus resultierende Raffgier das Wichtigste! Die wenigsten Menschen denken gerecht und das ist das Hauptproblem! Jetzt hab ich 3 Dinge aufgezählt, alle stehen im Konflikt zueinander, weil alle 3 nicht zusammenpassen, eine gerechte Welt kann also nicht funktionieren, solange jeder seine Meinung und Ansicht für richtig hält und nicht offen für die Meinung und Ansicht des anderen ist.
 

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