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Wie sollte man sich als liebevoller Mensch verhalten?

Man sollte sich nicht verbiegen.Wenn Du von Natur aus eben nicht so wahnsinnig fürsorglich,freundlich,hilfsbereit,tugendhaft,aufopfernd,umsorgend,gütig und mitleidig bist, solltest Du auch nicht heucheln,es zu sein.
Das klappt auf Dauer auch nicht.
Man sollte so geliebt werden,wie man auch ist.
Liebe geben heißt nicht,sich selbst aufzugeben.

Gut gesagt, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass "Liebe" nur dann funktioniert, wenn man sich selbst oder andere verbiegt.
 
Okay, jetzt wird es interessant.

Ist es eine Frage des Zufalls, dass oder ob ich irgendwann mal ein liebervoller Mensch sein werde? Oder kann ich gezielt daran arbeiten?

Wenn du gezielt daran arbeitest, dann überlässt du es nicht einem Zufall, der vielleicht - und nicht selten aus bestimmten Gründen auch eher unwahrscheinlich - nie auftritt.

Wobei, daran arbeiten bedeutet nicht, dass der Erfolg garantiert ist; es kommt entscheidend auf die Ausgangsposition an, d.h. wo steht man gerade und wie ist das Umfeld "gestrickt" (sofern man überhaupt eines hat).

Es ist ja auch ein sehr bekanntes "Phänomen": Wer wirklich liebevoll ist, zieht andere Menschen an, lernt immer mehr liebevolle Menschen kennen, macht praktisch täglich positive Erfahrungen, erfährt viel Zustimmung für seine Art etc.. Das Gegenteil eines Teufelskreises..
Und anders herum, hat man mehr oder weniger (schwerwiegende) psychische Probleme, ist depressiv, leidet (massiv) unter Ängsten, ist voller (versteckter) Aggressionen etc., der hat es nicht leicht, positive Erfahrungen zu machen.. Der Teufelskreis läuft und läuft - oft Jahrzehnte lang.. ein Leben lang.. Auch hier kann der Zufall helfen - aber eher seltener.

Und es gibt leider auch Situationen, wo man gar nicht erst in der Lage ist, an sich zu arbeiten - gar nicht so selten, wie man - vielleicht - geneigt wäre, anzunehmen.
Traurig, sehr sehr traurig, dass das oft so ist.
Man wird dann abgelehnt, gemieden, belächelt, niedergemacht.... Jahre der Isolation.. Verzweiflung..



Gut gesagt, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass "Liebe" nur dann funktioniert, wenn man sich selbst oder andere verbiegt.

Wie meinst du das? "Liebe" eben, in Anführungszeichen, kann so "funktionieren", aber doch nicht Liebe.

"Liebe" ist ein Verpackungsmaterial.. Alles mögliche wird damit verpackt und soll dann glänzen.
 
Wenn du gezielt daran arbeitest, dann überlässt du es nicht einem Zufall, der vielleicht - und nicht selten aus bestimmten Gründen auch eher unwahrscheinlich - nie auftritt.

Wobei, daran arbeiten bedeutet nicht, dass der Erfolg garantiert ist; es kommt entscheidend auf die Ausgangsposition an, d.h. wo steht man gerade und wie ist das Umfeld "gestrickt" (sofern man überhaupt eines hat).

Es ist ja auch ein sehr bekanntes "Phänomen": Wer wirklich liebevoll ist, zieht andere Menschen an, lernt immer mehr liebevolle Menschen kennen, macht praktisch täglich positive Erfahrungen, erfährt viel Zustimmung für seine Art etc.. Das Gegenteil eines Teufelskreises..
Und anders herum, hat man mehr oder weniger (schwerwiegende) psychische Probleme, ist depressiv, leidet (massiv) unter Ängsten, ist voller (versteckter) Aggressionen etc., der hat es nicht leicht, positive Erfahrungen zu machen.. Der Teufelskreis läuft und läuft - oft Jahrzehnte lang.. ein Leben lang.. Auch hier kann der Zufall helfen - aber eher seltener.

Und es gibt leider auch Situationen, wo man gar nicht erst in der Lage ist, an sich zu arbeiten - gar nicht so selten, wie man - vielleicht - geneigt wäre, anzunehmen.
Traurig, sehr sehr traurig, dass das oft so ist.
Man wird dann abgelehnt, gemieden, belächelt, niedergemacht.... Jahre der Isolation.. Verzweiflung..





Wie meinst du das? "Liebe" eben, in Anführungszeichen, kann so "funktionieren", aber doch nicht Liebe.

"Liebe" ist ein Verpackungsmaterial.. Alles mögliche wird damit verpackt und soll dann glänzen.

Ich denke, dass Liebe eine lebenslange Selbstfindungsreise ist, die gar nicht so viel mit anderen, sondern viel mehr mit sich selbst zu tun hat.

Die eine und wichtigste Liebe besteht meines Erachtens darin, sich selbst zu lieben, so hardcore das auch klingen mag

Die andere Liebe wiederum scheint mir diese populäre Liebe zu sein, wo Liebe bedeutet, dass man persönliche Mängel bzw. Löcher in Abhängigkeit von anderen Personen versucht, aufzufüllen.
 
Da hast Du wohl recht!



Hat was! Aber ich glaube kaum, dass man eine andere Person nicht lieben kann nur wenn man sich selbst liebt!
Da gäbe es sehr wenige Liebespaare! 😉



Das ist sicher keine Liebe!

Liebe hat was mit Selbstlosigkeit und keinen Erwartungen zu tun.
Dabei darf man sich nicht selbst vergessen. Sonst ist die Liebe bald dahin.
Jemanden zu lieben bedeutet auch seine Fehler zu lieben. Einfach die Akzeptanz der geliebten Person.

Zur Threadfrage:
Wie kann ich liebevollen Umgang mit meinen Mitmenschen lernen?
  1. Es wollen!
  2. Sich selbst nicht so wichtig nehmen.
  3. Auf Mitmenschen eingehen.
  4. Toleranz
  5. Höflichkeit
  6. Dankbarkeit
Das heißt aber nicht, dass ich zu allen Menschen liebevoll bin.
Man muss auch authentisch sein. Sonst werden die Menschen schnell bemerken, dass es nur eine Maske ist!

Liebe Grüße
Bandit 🙂

PS.: Hier im Forum gibt es sehr viele liebevolle Menschen!

Im Grunde und verstandesmäßig stimme ich dir in allen Punkten zu.

Gehakt hat es bei mir hier:

Aber ich glaube kaum, dass man eine andere Person nicht lieben kann nur wenn man sich selbst liebt!

Kannst du das vielleicht anders erläutern? Ich verstehe unter diesem Satz nämlich nur Bahnhof. Ich liebe mich selbst, aber kann andere nicht lieben? Ich liebe andere, aber kann mich selbst nicht lieben?
 
Liebe verbiegt nicht und lässt sich auch nicht verbiegen. Liebe ist wenn man den anderen so schätzt wie er IST, mit all den kleinen Alltagsmacken, man ihn aber trotzdem respektiert und schätzt, zu ihm steht und weis dass er all das auch tut.
Und wer sich selbst nicht liebt, der kann in der Regel auch nicht zulassen dass andere ihn lieben (obwohl die meisten das versuchen und meinen dann würde es besser, klappt nur nicht wirklich).
Aber Liebe und liebevoll ist für mich nicht das gleiche. Liebevoll ist einfach für andere da zu sein, Sachen zu tun für die man nichts erwartet, anderen zuzuhören, jemandem die Hand zu reichen wenn er es allein nicht schafft, der alten Dame im Supermarkt ungefragt zu helfen die Erdbeeren in die blöde zusammengepappte Tüte zu tun und sie dabei anzulächeln, anderen nen Witz zu erzählen damit sie sich freuen und kein Trübsal mehr blasen, zu sehen wenn jemandem was fehlt und von sich aus zu fragen ob man helfen kann, fremde Menschen anzulächeln und einfach mal was nettes zu sagen weil das heute niemand mehr gewöhnt ist, mit anderen Erfahrungen zu teilen die man selbst schon gemacht hat damit sie 's vielleicht nicht so schwer haben, gewisse moralische Grundvoraussetzungen zu vertreten, nicht still zu sein wenn jemand unter einem andern leidet... all das gute was man sich selbst wünscht an andere zu geben und dabei freundlich zu sein und keine Gegenleistung zu erwarten, das ist für mich liebevoll.
Um sich nicht ausnutzen zu lassen muss man natürlich seine eigenen Grenzen kennen und sie einhalten, denn liebevoll hat auch nichts mit sich ausnutzen lassen zu sein. Liebevoll zu sein ist immer etwas freiwilliges, nichts was andere erwarten können, deswegen ist es ja umso schöner.
:blume:
 
Das ist ein sehr interessantes Thema TE 🙂

Wie viele schon geschrieben haben gibt es einen Unterschied darin ob man lieb sein möchte oder ob man es tatsächlich ist

Beim ersten wirkt man meist nicht authentisch
Das hat man heute wieder gewaltig bei meiner Mum gesehen....sie versucht stets eine überfreundliche Maske aufrecht zu erhalten an Weihnachten aber sie ist so wirklich nicht....auch kann man das auf andere Bereiche ummünzen

Wie kann man so werden?
Indem du in allem was du tust keine Gegenleistung verlangst, wenn es dir z. b. einfach eine Freude bereitet dich um deine Mitmenschen zu kümmern die du gerne hast, es für dich selbstverständlich ist, du es nicht sehen kannst wen es anderen schlecht geht.

Vll auch aus der Motivation heraus weil man selbst einmal eine schwierige Zeit durchlebt hat und man sich dann in denen anderen hineinfühlen kann.

Wenn man etwas z. b. tut weil man sich dann erhofft das der andere dich dann mag oder man etwas tut um Anerkennung zu bekommen, bewirkt man das Gegenteil, weil man aus einer selbstnutzigen Motivation heraus handelt, vll um seiner Angst zu entfliegen? Das spüren die anderen

und dann wird man entweder gemieden oder ausgenutzt.

Ich habe auch jahrelang den Fehler gemacht, als ich sehr sehr sehr unsicher mit mir war und mir dachte, dass das was die anderen machen richtig und gut ist, habe ich mir sehr auf der Nase herumtanzen lassen.
Ich war der Geldherleiher, Kummerkasten etc. und das schlimme: ich habe es mit mir machen lassen, weil ich dachte sie mögen mich dann

und aus diesen Gedanken dann heraus zu handeln, erzeugt immer das Gegenteil

Ja du hast recht, den Mittelweg zu finden ist schwer vor allem was jetzt berufliches und privates betrifft.
Ich bin der Meinung das man im privaten Bereich einfach so sein sollte wie man ist, zu sich stehen, denn dann wird es Menschen geben die dich einfach so mögen wie du bist, mit all deinen Ecken und Kanten, denn das sind dann nämlich die wahren Freunde

Beruflich ist da etwas anders...hier werden Richtlinien vorgegeben, wie sich ein AN z. b. zu verhalten hat, welche Fähigkeiten derjenige mitbringt, welches Erscheinungsbild er mitbringt
Ein Bankkaufmann wird z. B. niemals mit Schnürboots oder einen Irokesenschnitt auftauchen, er würde dann wahrscheinlich hochkantig hinausgeworfen werden...ja das ist leider etwas schade...aber so ist das leider nunmal....als Bankkaufmann z. b repräsentiert man etwas, dass muss auch durch die Art mit Kunden, durch das Erscheinungsbild zum Ausdruck gebracht werden. Sie könnten noch so große Verbrecher sein aber wenn sie das mitbringen ist das völlig egal und man entspricht dann den vorgegebenen Richtlinien.

Man muss im Berufsleben ein gewisses Maß an Anpassung mitbringen, sonst geht man unter.....d. h. wenn man z. b. in einem Betrieb arbeitet indem ein sehr schroffer Umgangston herrscht....gibt es nur ein paar Möglichkeiten: entweder die Sache akzeptieren wie sie ist oder sie nicht akzeptieren
und da wir in einer Leistungsgesellschaft leben, arbeiten viele vor allem im Beruf mit harten Ellenbogen, immer so tun als ob, sich anpassen, sich gut verkaufen

die ehrlichen und authentischen AN, die so sein möchten wie sie sind, haben keine Chance, du musst dich den Richtlinien des AG anpassen, so hab ich den Eindruck.

Man kann sich sehr wohl auch in die Richtung verändern wie man es gerne möchte aber die Motivation daraus sollte niemals sein: ich möchte anderen Menschen gefallen

Sondern immer: Ich möchte mich verändern weil ich denke, dass es mir dann besser geht, weil ich denke, dass das mein Leben bereichert.

So denke ich darüber 🙂
Vll hat es dir etwas helfen können. Frohe Weihnachten =)

LG
 
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