Hab kürzlich auch wieder eine ähnliche Erfahrung gemacht. Mit in die Wohnung zu gehen ist nicht das Problem, wenn die Intention des Treffens überhaupt nichts Sexuelles ist. Die Anziehung, die Frauen empfinden, sind meist anderer Natur, als die Anziehung die Männer empfinden. Und so schade es auch ist, auch wenn Menschen es nicht toll finden, dass bestimmte Gesellschaftsgruppen über einen Kamm geschert werden, Männer empfinden "Zuneigung" überwiegend anders als Frauen. Das gleiche gilt für "Liebe", "Verliebtsein" und "Spannungen". Nicht selten spürt eine Frau eher ein Gribbeln im Bauch, wenn sie einen Partner kennenlernt. Da ist es auch meist (!) eher emotionaler Natur, wobei die meisten Typen das Gribbeln... naja... eher "woanders" spüren. Bestimmte Triebe zwischen Männlein und Weiblein sind da (mit wenigen Ausnahmen in der Männerwelt) unterschiedlich ausgeprägt und die Intention des Herren häufig eine andere. Das ist sehr schade, zumal viele Männer die Naivität von Frauen bewusst ausnutzen. Der Typ mit dem ich mich getroffen hatte... Ich erlebte ihn bis dahin als tiefsinnig und sensibel. Letztendlich war er auch nur ein Opfer seiner unbändigen Lust und sprach plötzlich nur noch über das Eine, SELBST als ich ihm sagte, dass es mir schlecht geht. Plötzlich geht die Empathie flöten und man wird auch noch kritisiert, dass man "austicke", "sich widersprüchlich äußern würde", warum man plötzlich "so distanziert, humorlos und offensiv wäre". Man ist plötzlich diejenige, die sich falsch verhält, der gekränkte Stolz des Mannes, das erschütterte Ego, die Scham...
So sind die meisten Männer... Und selbst wenn die meisten es wissen sich besser zu beherrschen, das Kopfkino ist bei fast allen das Gleiche. Sich zu beherrschen ist da Pflicht des Mannes, aber grundsätzlich kann man das Gedankengut vielmehr Mutter Natur ankreiden. Das ist Biologie und Evolution. Natur ist nicht selten grausam.