Ich sehe schon, das mich hier keiner verstehen will..
Ich verstehe die Situation schon, finde aber den Lösungsweg nicht zielführend, weil er langfristig zu weit mehr Schwierigkeiten, als zur Entspannung führt.
Wenn Ihr Euch dem wachsenden Stress und den Anforderungen stellen wollt, dann ist das Eure Sache..
Kann ich, will ich und muss ich, den er ist da im Leben, so oder so und wird auch nicht weniger, wenn ich ihn nicht sehen will und den Kopf in den Sand stecke.
Dadurch werden die Probleme nicht weniger, das Leben nicht klarer. Im Gegenteil.
Und der Stress wächst ja nicht zwangsläufig, man kann ihn ja selbst in Grenzen halten.
Durch meine letzte Beschäftigung habe ich leider eine andere Meinung dazu bekommen. Viele Jahre habe ich es neben der Arbeit nicht geschafft mein Leben irgendwie zu geniessen, habe etliches vernachlässigt und das ist schade und verlorene Zeit. Viele Überstunden für 0 cent gemacht. Das will und kann ich nicht mehr.
Aber wer sagt denn, das das eine das andere ausschließt?
Man könnte sich z. B einen Job suchen, in dem nicht soviele Überstd. erforderlich sind, bzw. sich von vornherein gar nicht erst darauf einlassen.
Man kann doch selber steuern, wieviel Überstd. man macht bzw. machen will und was man mit sich machen lässt auf der Arbeit, erst Recht wenn die Überstd. nicht bezahlt werden.
Einen Haufen unbezahlte Überstd. zu schieben , ohne Gegenleistungen zu erhalten, z. B. freie Tage, und dies klaglos hinzunehmen bzw. weiterzubetreiben, steigert, nach meiner Erfahrung, mitnichten das Ansehen und den Respekt. Im Gegenteil, man ist der Dumme, der es ja eh macht, der Notnagel, mit dem man es machen kann.
Und da ist man selbst gefordert sich abzugrenzen.
Also kann man doch arbeiten UND sein Leben in den Griff kriegen. Man muss nur wissen, was man will und es durchsetzen.
Einfach nicht zu arbeiten, bewusst, nicht weil man keinen Job bekommt, sondern weil man denkt es ist der einfache Weg, erschwert den Druck langfristig im Leben und man bekommt dadurch sein Leben auch nicht geordnet.
Es ist wie wenn man vom Schwimmen müde ist und sich im Fluss treiben lässt, dann kostest der Weg zum Ufer hinterher die doppelte Kraft.