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Wie Schüchternheit überwinden?

Kann ich einem Mann auch vor einem Date schon sagen dass ich schüchtern bin? Ich weiß nicht, ob mir das Gespräch zu schwer fallen würde.
 
Hallo.
Ich merke bei mir immer, Sobald ich jemanden sympathisch finde, werde ich total zurückhaltend. Ich möchte nichts falsch machen. Eigentlich möchte ich mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, aber es steht mir häufig im Weg, wenn ich für mich interessante Männer kennenlerne.

Mein Ex hat ja das ganze nun leider nur noch extrem unterstützt, da ich ja nie perfekt genug war hab ich mich auch gar nicht mehr getraut selbst etwas zu entscheiden. Und bin so unsicher geworden.

Das möchte ich in Zukunft absolut nicht mehr. Ich wünsche mir jemanden, der auch möchte, dass ich zu mir stehe und nicht alles hinterfrage und Pfeffer im hintern hab.

Habt ihr tips wie ich das umsetzen kann?

So richtig erschließt sich mir dein problem nicht. Ist es so, das du derart zurückhaltend wirst, daß männer dann irgendwann das interesse verlieren oder gehts darum überhaupt einen anfang zu finden.

Schüchternheit grundsätzlich kann ja eine sehr liebenswerte eigenschaft sein. Hat aber auch den nachteil, daß du damit unter umständen genau den typ mann anziehst, den du am wenigsten willst. Nämlich einen, der gezielt nach einer frau sucht, die er leicht unterbuttern kann. So einer scheint dein ex ja auch gewesen zu sein.

Die frage sollte also weniger lauten wie du den typ mann findest, den du suchst, sondern wie du dir den vom hals hälst, den du nicht suchst. Kennen lernen tust du beide auf die gleiche art. Deinen ex mußt du ja auch irgendwie kennen gelernt haben.
 
Bei meinem Ex war ich auch sehr schüchtern. Ich habe ihm dann aber deutlich gemacht, dass es kein desInteresse ist.

Ich glaube schon dass viele das Interesse verlieren
 
Kann ich einem Mann auch vor einem Date schon sagen dass ich schüchtern bin? Ich weiß nicht, ob mir das Gespräch zu schwer fallen würde.

Klar kannst du das. Hatte ich auch mehr als einmal. Aber ich bin A. nicht schüchtern und B. kann eine ziemliche plaudertasche sein wenn ich will. Ich hab dann 5 minuten quasi einen monolog gehalten und über irgendwas erzählt und während du zuhörst vergisst du deine schüchternheit. Fragst mal dieses, mal jenes, ich antworte und schon gibts ne flüssige unterhaltung.

Das man weis, das du schüchtern bist, gibt einem die gelegenheit ein gespräch am anfang ganz anders zu führen, so das du schnell rein kommst. Weis man das nicht und stellt dir am anfang gleich fragen, wird das ganze viel schwieriger für dich.

Wenn du mich fragst, fährst du mit offenheit am besten.
 
Hallo Cinne , ich denke ein ganz wichtiger Punkt ist es die Kommunikation nicht als Ausdruck des Charakters zu betrachten, sondern als Mittel zum Zweck.
In dem Moment, wo Du Dir darüber Gedanken machst, ob es symphatisch wirkt oder nicht, hast Du nämlich im grunde schon verloren, denn Du wirst immer zu dem Schluß kommen, nicht zu genügen.
Das aber nicht weil Du schüchtern bist , sondern weil Du Dich als schüchtern einstufst.
Schüchternheit ist etwas relatives , was sich nicht messen läßt, sondern individuelles, subjektives Selbstbild ist.
Es gibt sicherlich Menschen, die halten Dich für forsch, obwohl Du Dich für schüchtern hälst und es gibt sicherlich Menschen, die halten Dich für schüchtern , obwohl Du wie schon gesagt für andere nicht schüchtern bist.

Das Problem ist das Du aber empfindest schüchtern zu sein und dieses Empfinden möchtest Du loswerden , wenn ich Dich richtig verstanden habe.
Nun resultiert für mich Dein schüchternes Selbstbild aus jahrelanger Abwertung und Unterdrückung seitens anderer Menschen.

Nun soll die Zukunft anders aussehen, Du möchtest nämlich diese Abwertung durch andere oder dieses unterstellte Desinteresse nicht mehr erfahren.

Du hast das Bedürfnis Dich mitzuteilen, was Dir natürlich schwer fällt , weil Du nicht sicher bist darin , Dich mitzuteilen, das heißt daruin sicherer zu werden ist das Ziel, so das Du rückwirkend für Dich sagen kannst, da habe ich mich nicht unterdrücken lassen und genau gesagt , was ich auch meinte , kommst Du nun zu dem Schluß das der andere das nicht verstanden hat , ist das Problem ja nicht mehr bei Dir , sondern bei dem anderen und dessen Unverständnis.

Also ist es erforderlich reins achlich betrachtet , daß zu kommunizieren, was Du empfindest und was Du denkst , also von der Sachlage her , der Ratio, Deines Verstandes betreffend und nicht Deiner Emotion geschuldet.

Beispiel , Du hast das Interesse zu erfahren, was der neue Partner beruflich macht , Du fargst aber nicht , also stehst Du Dir selbst im Weg - klar ?

Wenn Du Dir rationell im Klaren darüber bist, das Du ein Recht ahst , das zu erfahren, so solltest Du danach ja auch fragen können, betrachte also die Kommunikation als das , was sie ist , nämlich als Austauschsmöglichkeit Informatioenen weiterzugeben und zu erhalten.

Wenn dieser Informationsfluß stimmig ist, dann ist auch das Ergebnis stimmig und Dir wird nacher nicht vorgeworfen, das hättest Du ja mal vorher sagen können...
Dir wird nachher nicht gesagt, das hättest Du besser mal eher gesagt,
Dir wird nicht gesagt Du hast einen Fehler gemacht, weil Du mich nicht darüber in Kenntnis gesetzt hast,
kannst Du sicher nachvollziehen.

Schwer ist es für Dich , so denke ich , wenn die Emotion da mit reinspielt und aus der Unsicherheit die Du empfindest, der Frosch in Hals sitzt , Du weißt was Du sagen willst , aber kannst nicht.

Die Unsicherheit kommt aber aus einer nicht rationell begründeten Sichtweise, sondern aus der in der Vergangenheit erlebten Erfahrung, die vergangenheit betrachtest Du aber rationell als etwas negatives, weil sie Dir , wie Du selbst weißt nciht gut getan hat, sonst würdest Du sie ja nicht ändern wollen.

Die Änderung besteht also darin zu üben , die Dinge so zu formulieren, das Du nicht mißverstanden wirst und die Dinge so zu formulieren, das sie auch nicht im falschen Moment den falschen Ton machen.

Beispiel , der schwer herkranken Oma zu sagen, " Deine Katze brauchste nicht suchen, die hab ich grade überfahren" ist das vielleicht forsch und sicher nicht schüchtern , aber sicher auch nicht das , was Du willst.

Alöso keine Schüchternheit bedeutet praktisch im Umkehrschluß emphatielos, die falschen Töne anzuschlagen, das kann es also auch nicht sein.

Auch dann nicht , wenn es sachlich völlig richtig ist .

Also ist die Schüchternheit irgendwo gepaart mit der Höflichkeit , mit der Rücksichtnahme, wenn es eine gesunde Schüchternheit ist , sie wird erst dann schadend, wenn Du nicht in der Lage bist , die Bresche zu schlagen, zwischen der Information, die Du vermitteln willst oder erfahren willst und dem richtigen Tonfall, der dem Gegenüber ja nicht schaden soll.

Denk mal über den Satz in Ruhe nach und dann versuche eben genau das zu üben , nämlich mit einer gesunden Sachlichkeit die Dinge zu beschreiben unmißverständlich und gleichzeitig den richtigen Tonfall zu finden, nämlich die Höflichkeit und die Rücksichtnahme nicht zu vergessen, andererseits kommt es ja auch auf das Gegenüber an.

Ist es nicht die Schwer herzkranke Oma die die Katze sucht, sondern der Dir verhasste Nachbar der sich laustark gröhlend mit seinen Kumpels im Garten besäuft, Dir aber ständig Probleme macht, weil angeblich Deine Kinder im Garten zu laut sind , der dann hinfällt und sich im Suff den Arm bricht, dann kannst Du auch mal was forscher sagen, " Das geschieht Ihnen recht , selbst schuld. "😀

Aber letztendlich besteht die beste Variante darin die Informationsbasis wichtiger zu nehmen, eine Exfreundin, die auch eher schüchtern gewesen ist und es mit dem Reden nicht so hatte, dafür aber sehr gut schriftlich ausformulieren konnte, was sie eigentlich sagen will, die hat mir öfters mal Briefe geschrieben und ich war ihr dafür sehr dankbar, weil sich dann daraus eine gesund Unterhaltung ergeben hat, die wiederum dazu führte , das sie das mit dem Reden, bezogen auf das schon von ihr Geschriebene besser konnte , als hätte es nicht da gestanden und ich es garnicht gewußt.

😉
 
Lieber Zebaothling ,

danke für deine Antwort. Ich beschäftige mich schon ziemlich viel mit dem Thema. In meinem gewohnten Umfeld oder wenn ich jemanden rein freundschaftlich kennenlerne, bin ich alles andere als schüchtern, dann kann ich auch einen Spruch nach dem anderen raushauen^^. Ich denke auch das ich mich nur so fühle... weil es mir z.b. schwer fällt meinen "Körper" so zu akzeptieren wie er ist. Das muss ich definitiv üben.

Schreiben kann ich auch ganz gut. Ich weiß, dass es nicht richtig ist, sich Gedanken zu machen, war das nun richtig oder falsch. Wenn jemand keine zeit hat zu schreiben etc. dann wird er mir das schon sagen 🙂

So über normale Themen zu reden, wie beruf etc. fällt mir nicht schwer... Eher komplimente zu machen, oder auch die Initiative zu ergreifen... da muss ich wohl noch lockerer werden.

Ich weiß dass ich nichts zu verlieren habe, mir geht es ja gut und ich brauche auch nicht direkt die nächste Beziehung, wenn sich nichts ergibt, ist das absolut nicht schlimm für mich.

Ich muss das nun irgendwie üben, lockerer zu werden und auch einfach mal mit zu flirten 🙂
 
Flirten ist ja auch so ne Sache , geht eigentlich ganz einfach,
guck ma ...:blume::herz::bauchkribbeln:.

Sogar mit Schüchternheit ggg....,

letztendlich ist aber das Selbstbild entscheidend , die Selbsteinschätzung , das Damoklesschwert der Vergangenheit , des Du machst Fehler, Du machst was falsch, Du bist schuld weil Du nicht richtig bist ....

Dein Körper nicht richtig ist , deine Stimme , Dein Gewicht, Deine Frisur, der gesellschaftliche Stand nicht richtig ist , keine Kohle oder zuviel oder oder oder - aber letztendlich immer das :kopfgegenwand: Selbstbild.

Aber um da den Dreh zu finden ist die Überlegung die Kommunikation mal als das zu betrachten was sie ist, also aus rationeller Sicht klar zu überlegen, erst wenn ich was sage / vermittel, teile ich mit ....
uind aus interessengeschulderter Sicht , erst wenn ich was höre / mitkriege ,erfahre ich was ....

und dann dieses Thema mal analytisch zu hinterfragen , denn Kommunikation als solche , findet auf vielen Ebenen statt ( auch Körpersprache etc.), ist aber am unmißverständlichsten auf der klaren Aussage der Sprache oder des geschriebenen Wortes zu erfahren und zu vermitteln.

Ergo man sagt was man denkt, weil man es denkt, so wie bei guten Freunden auch und wenn das nicht geht , vermittelt man es ....

dann erst nach ner langen Pause kommt die Reaktion des Gegenübers, ein Betrüger und Bankräuber wird Dir sicherlch was vorlügen , wenn Du den fragst, na , wie verdienst Du Deinen Lebensunterhalt.....aber ein ehrlicher mensch in ähnlicher Situation, der auch ne ehrliche Partnerin sucht, der zeigt Dir genausogerne die Gehaltsabrechnung , wie Du Deine zeigst , weil es eine Grundlage ist sich nicht zu belügen, wenn man etwas sicheres ehrliches reales und gutes schaffen will.

Das ungewohnte dünne Eis und die damit verbundene Verspannung / Hemmung oder Unsicherheit ist besser als Schutzfunktion zu nutzen, als sich das als Kommunikationsstörung anzueigenen, diese Verhatensweise, das man das tut und die verpannung empfindet kann nur daher kommen, daß man die Erfahrung gemacht hat das es falsch war zu kommunizieren oder den Versuch zu starten.
Jemand der bei Narzisten aufgewachsen ist oder bei sehr dominanten Menschen manipulativer Art, der hat ja garnicht die Chance das für sich als positiv zu erfahren, wenn er sagt was er denkt,
ich habe aber damit kein Problem , weil meiner Meinung anch kommen zb für mich 90 % eh nicht in die engere Wahl, von den 10 % die übrig bleiben passen 5 nicht und von den restlichen fünf sind 4 auf ner ganz anderen Welle, na und bei der einen, wo das alles stimmt, da bin ich dann meist so froh, nem ehrlichen menschen gegenüberzusitzen, das das Gespräch eher ao ist wie auf einem Level, weil mich die Freude darüber das ich nen ehrlichen Menschen treffe so vereinhamt, das ich garnicht drüber nachdenke wie ich was sagen soll, sondern es sage , weil das ja viel wichtiger ist - informationstechnisch ...

Also eher Selbstakzeptanz als Selbstbildgedanken und Respekt erfahren und geben, gesunde Mischung .....dann klappt das auch meist mit ...:verliebt:
 
In solchen Momenten muss ich echt denken, scheiss drauf, ich hab nichts zu verlieren und dass ich gut so bin, wie ich bin. Muss ich verinnerlichen
 
Das möchte ich in Zukunft absolut nicht mehr. Ich wünsche mir jemanden, der auch möchte, dass ich zu mir stehe und nicht alles hinterfrage und Pfeffer im hintern hab.

Habt ihr tips wie ich das umsetzen kann?

Sofern Schüchternheit ein Wesenszug von Dir ist, solltest Du das erst mal akzeptieren.
Es ist gut möglich, durch Training anders aufzutreten (eigene Komfortzone mal verlassen etc.), aber das ändert eher das Verhalten - weniger den Charakter.

Viele Menschen, die nach außen hin offen sind, sind innerlich vielleicht anders drauf.
Wie Kinder, die im dunklen Wald singen, weil sie Angst haben. 😉
Das muss nichts Schlechtes sein, und auch keinesfalls in der Absicht geschehen, andere zu täuschen.

Mir kommt da ein etwas überspitztes Lied in den Sinn. Der Protagonist hadert mit seiner Schüchternheit - und wäre gern ganz anders...
https://www.youtube.com/watch?v=QtvCrXQbEzg
(Knorkator: Schüchtern)
 

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