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Wie oft darf das Jobcenter Arbeitslose in Maßnahmen stecken?

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das ist aber ihr Gottverdammter Job die Leute zielgerichtet und kompetent zu fördern, so dass diese in eine sinnvolle (!) Beschäftigung kommen. Sie sind Fachkräfte und der Arbeitslose ein Laie. Woher soll der Laie wissen was für Maßnamen es gäbe, die für ihn evtl sinnvoll wären??? Das wäre so als müsste man mit einer Diagnose und einer anzusetzenden Therapie zum Arzt kommen und sie ihm vorschlagen.
Die vom Jobcenter sollen ihren Job machen, unzwar richtig, und nicht alle nur in die gleichen sinnlosen Maßnahmen stecken

Der Job des Jobcenters ist der, der in dem Vertrag zwischen Kunden und Dienstleister ( genannt Eingliederungsvereinbarung ) vereinbart wurde.

In Bezug auf die Persönlichkeit des Kunden sind die Mitarbeiter des Jobcenters auch Laien - und es liegt im Wesentlichen beim Kunden und in dessen Interesse, den Sachbearbeitern den Förderauftrag so genau wie möglich zu beschreiben, damit der jeweilige Sachbearbeiter dann auch gezielt aktiv werden kann.

Und auch wenn der Kunde ein Laie ist, so muss von ihm erwartet werden dürfen, dass er sich für seine persönlichen Bedürfnisse und Ansprüche interessiert und engagiert seinen Möglichkeiten entsprechend recherchiert.
Und wenn diese Möglichkeiten sehr begrenzt sind, dann ist das schon mal eine gute Grundlage für die Auswahl einer sinnvollen Bildungsmaßnahme die ein Arbeitsuchender vom Jobcenter fordern könnte.

Der Sachbearbeiter wird dann sicher gerne seinerseits recherchieren, ob es irgendein adäquates Angebot im Bildungsnetz gibt und welche Möglichkeiten zur Teilnahme bestehen.
 
und es liegt im Wesentlichen beim Kunden und in dessen Interesse, den Sachbearbeitern den Förderauftrag so genau wie möglich zu beschreiben, damit der jeweilige Sachbearbeiter dann auch gezielt aktiv werden kann.

und wenn dann ein hoch studierter Ingeneur in einer Maßnahme sitzt, in der er Dinge wie "pünktliches erscheinen" erlernen soll und Briefchen faltet, würde ich sagen "Förderauftrag verfehlt" ?
 
und wenn dann ein hoch studierter Ingeneur in einer Maßnahme sitzt, in der er Dinge wie "pünktliches erscheinen" erlernen soll und Briefchen faltet, würde ich sagen "Förderauftrag verfehlt" 

Was nutzt unserer Gesellschaft ein hoch studierter Mensch, wenn dieser bezüglich seines Profils auf dem Arbeitsmarkt nicht nachgefragt ist?
Wenn adäquate und vom Amt finanzierbare Fördermaßnahmen die Chancen auf die Aufnahme einer Erwerbsarbeit für den Ingenieur verbessern könnten, würde das Jobcenter diese wahrscheinlich genehmigen.

Darüber hinaus denke ich, dass es für jeden Menschen immer wieder mal einen Punkt in seinem Leben gibt, wo er sich neu strukturieren sollte und wo die Umstände ihn zwingen sich neu zu orientieren.

Ob das Falten von Briefen und das Antrainieren von Pünktlichkeit in diesem Fall die passende Therapie ist, das kann ich genau so wenig beurteilen wie die Frage danach, ob der Ingenieur hinsichtlich seiner beruflichen Absichten und der Aufwertung seiner beruflichen Qualifikation flexibel und innovativ genug ist, um eine passende Lücke auf dem Arbeitsmarkt auszufüllen.

Na, und wenn Pünktlichkeit nicht sein Problem ist und er das Kleben von Briefen schon beherrscht, dann kann er ja den anderen Teilnehmern der Bildungsmaßnahme unter die Arme greifen und anschließend dem Jobcenter seine Honorarrechnung vorlegen.
 
Ja, der Ingeneur hat sicherlich keinerlei Probleme damit vom Jobcebter in eine solche Bildungsmaßnahme vermittelt zu werden, und dann später in eine unterbezahlte hilfstätigkeit... Er hat sicher keinen Lebensstandart den er beibehalten will.
sicher, werdet ihr jetzt sagen, er kann sich selbst nach besseren Dingen orientieren, was er wahrscheinlich auch tun wird... Dann meine Frage: WOZU werden dann die geehrten Jobvermittler eingestellt, wenn diese nichts gewinnbringendes an Land ziehen?!? Wenn man sich am besten selbst orientieren soll?!? Ich meine, für die meisten ist es selbstverständlich sich selber Arbeit zu suchen, warum lässt man diese dann nicht in ruhe, und unterstützt diejenigen, die nicht selbstständig suchen / suchen können???

und wenn man da ist um anderen unter die arme zu greifen und etwas beizubringen, bitte, für ein Dozentengehalt Spiel ich auch Dozent, Amsonsten drehe ich Däumchen, wenn es für mich nichts mehr zu lernen gibt
 
Der Job des Jobcenters ist der, der in dem Vertrag zwischen Kunden und Dienstleister ( genannt Eingliederungsvereinbarung ) vereinbart wurde.

Sorry, aber das ist Wunschdenken.

Die Eingliederungsvereinbarung ist kein Vertrag, dort wird einem vorgeschrieben, was man zu akzeptieren hat und was nicht. Tut man es nicht wird per Verwaltungsakt die Eingliederungsvereinbarung in Kraft gesetzt und sich bei überforderten Sozialgerichten zu wehren ist schlicht ein Kampf gegen Windmühlen, denn man muss die alle 6 Monate "erneuern" und wenn diese ebenfalls dann erneut per Verwaltungsakt in Kraft gesetzt wird, darf man nochmals eine Klage einreichen usw usw usw.

Im Übrigen, bei Millionen Sanktionen jährlich, die Existenzminum beschneiden, vom Verfassungsgericht seit 2010 als verfassungswidrig beurteilt, wirst du dir wohl oder übel weiterhin gefallen lassen müssen, dass man über verfassungswidrige Sanktionen redet.

Wenn du schon damit kommst, solltest du auch erwähnen, wie viel % der Hartz IV Bezieher das sind. Bei einer Diskussion im Bundestag zu den Sanktionen wurde mitgeteilt, dass es sich gerade mal um 3% der Bezieher handelt, die sanktioniert werden. Macht es zwar nicht besser, aber das wird irgendwo unter den Tisch fallen gelassen, damit man dem Steuerzahler verkaufen kann, dass alle "Arbeitslose" faule, alkoholsüchtige und kriminelle Schmarotzer sind

Deutscher Bundestag - Arbeit und Soziales: Streit um Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen

Das bedeutet, auch wenn es vielen nicht gefällt, die meisten wollen etwas an Ihrer Situation verändern, aber aufgrund der fehlenden offenen Stellen ist schlicht und ergreifend nichts drin.
 
Ich wohne in Berlin, somit gibt es hier viele Träger. Ich kann mir vorstellen, dass die Region eine wichtige Rolle spielt. Wenn man nur schlechte Angebote hat, aber merkt, jemand muss in eine Maßnahme, dann passiert halt das gleiche wie bei dem alten Mann.

Mittlerweile merke ich, dass ich RIESENGLÜCK hatte. Mir gab man das Geld ohne großes Nachfragen, mein Sachbearbeiter ist tatsächlich nett und interessiert sich für mich (nimmt sich sogar Zeit) und ich darf mir noch aussuchen, was ich machen möchte. Der Hintergrund ist, dass ich einen schwierigen Abschluss habe und psychisch etwas labil bin. Allerdings kam bisher kaum eine richtige Aufforderung oder Drohung. Es ist schon entlastend, weil ich wirklich Angst vor dem Amt hatte und mich monatelang weigerte, dorthin zu gehen. Andererseits kann ich allein aber so nicht voran kommen. Ich brauche schone etwas Input und Druck, aber es kommt nichts. So kann es halt auch aussehen.
 
Ich kenne die Arbeit von Mitarbeitern der Jobcenter sowohl aus der Arbeitgebersicht als auch aus der Sicht eines Arbeit Suchenden. Ich kann sagen, dass das Entgegenkommen, das Bemühen, extrem unterschiedlich ist. Als Arbeitgeber wird Dir signalisiert "wie kann ich Ihnen helfen?" und als Arbeit Suchender kommt ein schablonenhaftes Verhalten, ein Programm, egal ob es passt oder nicht. Effizient wäre es für Arbeit Suchende, wenn die Mitarbeiter eines Jobcenters ihre Kontakte zu Unternehmen nutzen, um zu vermitteln. Tatsächlich soll es Mitarbeiter (bei uns) geben, die in so einer speziellen Task Force in ausgesuchten Fällen tätig sind. Kontakt aufnehmen zu ihnen wurde mir nicht gestattet. Warum fand ich nicht heraus. Zum Glück fruchtete eigenes Bemühen. Man kann auf die Job Center (oft) zu Recht schimpfen, aber es nutzt wenig. Wichtiger wäre im Einzelfall herauszufinden, wie das Spiel heisst und wie man es am Besten spielt.
 
Es geht noch kurioser : mit der Zahlung einer Abfindung bis zum Rentenalter auf monatlicher Basis bekomme ich überhaupt keine Leistungen von der Agentur (Aussnahme : melden von Zeiten für den Rententräger, weil im Aufhebungsvertrag steht : MUSS arbeitslos gemeldet sein) .. Jetzt bin ich bei der 2. Maßnahme über 9 (!!) Monate ..
-- der Engländer würde sagen : i have my nose painted full / (Ich habe die Nase gestrichen voll) --

-- wer hat schon mit 61 was anderes zu tun als ein Bewerbungstraining und endlose Tage am PC auf JOB-Recherche --
 

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