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Wie "normal" werden psychische Krankheiten ?

eine ganz normale adaptive Reaktion auf krankmachende Umstände und Entwicklungen in unserer modernen Gesellschaft sein könnten.
Was kann das alles sein?

Nachdem ich schwere depressive Phasen am eigenen Leib erlebt und erfahren habe, ebenso wirklich kritische Ausnahmezustände, will ich behaupten, diese Krisen lehren uns etwas.
Ich konnte lernen, dass ich selber dazu beitragen kann, wie es mir geht. Da kann ich eingreifen und mich bewahren vor solchen Zuständen, wie ich mich auch davor bewahren kann, einen Tobsuchtsanfall zu bekommen und oder krankmachenden Umständen ein Ende zu setzen.
 
Was kann das alles sein?
Mir fällt dazu gleich ein, die extreme Digitalisierung, teils monotone Arbeitswelt, ggf. Mobbing am Arbeitsplatz, Konkurrenzdruck, beengte Wohnverhältnisse , Lärm, (zu viele Menschen wohnen auf einem Haufen) etc.

Ich würde auch sagen auf dem Land sind tendenziell weniger Menschen psychisch krank oder als solches eingeschrieben als in der Stadt.
 
Ich denke grade nur "Gut , dass es mal jemandem auffällt."

Der Mensch entfernt sich zusehends von seiner Natur , erhebt sich über diese und denkt er könne sie sich gefügig machen, aber auch diesmal vertut der Mensch sich , die Natur hat noch ganz viel, das nicht erforscht ist , sie zu kennen und sich anzumaßen, sie so formen zu können, dass es einen Sinn macht und nicht zerstörerisch wirkt, ist ein Trugschluß.

Wir ( alle Menschen ) zerstören die Lebensgrundlage für Mitlebewesen .
Wir formen die Erde zu einer Müllkippe, warum sollte es mit den Köpfen und den Herzen anders aussehen ?
 
Mir fällt dazu gleich ein, die extreme Digitalisierung, teils monotone Arbeitswelt, ggf. Mobbing am Arbeitsplatz, Konkurrenzdruck, beengte Wohnverhältnisse , Lärm, (zu viele Menschen wohnen auf einem Haufen) etc.

Ich würde auch sagen auf dem Land sind tendenziell weniger Menschen psychisch krank oder als solches eingeschrieben als in der Stadt.

Es gab einmal eine Studie, die glücklichsten Erdbewohner kommen aus den Regionen, wo es keine Schulbildung gibt, je primitiver und Erdverbundener, je schlichter und einfacher, umso weniger Stress.

Klar wird das auch mit dazu beitragen, das "Erziehen und Fortbilden" kann gleichbedeutend sein mit Verfälschung, Verfremden, sich wo wiederfinden, wo man von sich selber total getrennt wird. In ein Schema gepresst, umerzogen und dann irre sein vor Verstörung.
So ungefähr empfinde ich mein Enkerl, das vom ersten Schultag weg das Gefühl hatte, es läuft alles quer. Später diagnostizierte man Autismus und ADHS. Jetzt ist sie fünfzehn, freigestellt, muss derzeit nichts schaffen, das kann bedeuten, dass sie sich wieder erholen kann von diesen meiner Meinung nach "Umfärbeversuchen" und "aus einem Apfel eine Birne machen wollen".

Also quer gegen seiner Grundnatur haben, das ist sicher mit ein Grund, der psychisch krank macht und leiden lässt und vor allem Panik macht.
 
Was kann das alles sein?

Schneller, höher, weiter, verfügbarer, digitaler, vereinzelter - auf allen Ebenen.

Mangel an allem - Bewegung, nahrhafte Nahrung, nahrhafte soziale Beziehungen und Kommunikation, Bezug zur Natur und den eigenen menschlichen Wurzeln…

Fehlende Aufmerksamkeit für sich selbst und seine Umgebung - schaut euch mal an einem ganz normalen Schultag morgens eine Bushaltestelle an: wie leblose Zombies stehen die Schüler da und starren jeder einzelnen für sich in ihre Handys - das gleiche Bild überall im öffentlichen Raum...
DAS ist ein Symptom.
Die Menschen schauen sich nicht mehr an, reden nicht mehr miteinander und verlieren die Verbindung zueinander und ihr Bewusstsein füreinander.

Wenn ich früher meine Bestie sehen wollte, ging ich nach den Hausaufgaben rüber zu ihrem Haus, klingelte sie raus und wir quatschen, bis unsere Mütter uns zum Abendessen wieder reinholten.

Heute bleibt man auf der Couch und es wird geskyped bis Hirn und Handy glühen...

Hier sehe ich den Ursprung...

Ausnahmen bestätigen die Regel ...
 
Wir formen die Erde zu einer Müllkippe,

Stand Heute- morgen kann das schon halbwegs in den Griff sein, wir lernen ja aus Krisen und Fehlentscheidungen.

Wo ich aufgewachsen bin, da gabs weder eine Kanalisation, oder gar eine Müllabfuhr- am Dorfrand existierte eine "Klumpertgrube" und der Bach durch den Ort stank höllisch. Da wird doch viel investiert in unsere Misstände, die nächsten Generationen sind "verbesserter" als unsere noch. Das merkt man doch auch bei den eigenen Kindern. Die werden es besser machen, auch was das "Erziehungssystem" betrifft.
 
Wie geht jeder mit seinen Störungen um, die ihn plagen- zum Beispiel du Hajooo, was setzt du dagegen?

""Ich habe Angststörung"- was tun? ""Ich leide unter Depressionen"", was hilft dagegen...??
 
morgen kann das schon halbwegs in den Griff sein

Nein kann es nicht noch nicht mal halbwegs.



Da bräuchte es ein "außeridisches" Wunder - ich denke Dir ist bei so einem "Außspruch" die Tragweite nicht bewusst
oder Du meinst es ironisch...aber auch das wäre seltsam für mich...


Das was der Mensch als Zivilisation , als Errungenschaft feiert, bricht ihm den Hals , das auf ganzer Linie .

Da muss ein eklatantes Umdenken stattfinden - aber ich habe die Befürchtung , dass das Handysmedieninhaltegestalter weniger interessiert.
Mit Korrektheit und Gradlinigkeit ist in einer kaputten Menschheit kein Geld zu machen.
Mit Waffen und Krieg handelt man nicht friedlich.

Fiede und Liebe und Forschung an Nachhaltigkeit , Bereitstellung der Mittel weltweit anstatt Silverster zu "spielen" und das Geld shlichtweg zu verpulvern wäre ja schon mal ein Begin.

Aber auch davon sind die Menschen weit entfernt .
 
Ich formuliere es mal plakativ und provokant:
In der Nacht gibs keine Bäume, weil man sie nicht sieht.
Im Mittelalter gab es keine psychisch Kranken, denn es gab keine Psychologen, die das feststellen konnten.

Oder anders formuliert:
Wir wissen gar nicht ob psychische Erkrankungen heute häufiger auftreten oder nur häufiger diagnostiziert werden.

Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass einige Erkrankungen wie etwas posttraumatische Belastungsstörungen im Mittelalter viel häufiger waren, weil dort Krieg und Gewalt gegenwärtiger war. Aber es gab damals kein statistisches Bundesamt, welches sowas erfasst hätte. Ich weiß allerdings aus erster Hand von meinem Großvater wie ein Kriegstrauma aussieht.
Mit dem Unterschied, dass man in den 60ern nicht zu einem Psychologen ging. In den 60ern waren psychische Erkrankungen extrem scham- und tabubesetzt. Symptome wurden oft als persönliche Schwäche oder Verrücktsein abgetan.

Ich glaube nicht, dass unsere Zeit psychologische Erkrankungen mehr fördert als andere Zeiten. Ja es gibt Faktoren wie Arbeitsverdichtung und Isolation, die es früher so nicht gab. Aber dafür gab es früher wieder Faktoren, die es heute kaum gibt. Man neigt dazu die Vergangenheit zu romantisieren aber viele "Sicherheitssysteme" wie Polizei und Sozialstaat sind Erfindungen der Neuzeit. Psychologisch betrachtet möchte ich nicht vor vielleicht 1980 leben.
 
Also ich finde ja , dass viele der so genannten „psychischen Krankheiten“ - z. Bspl. Burnout, Depression, Angst- und Zwangsstörungen sowie Neurosen - eine ganz normale adaptive Reaktion auf krankmachende Umstände und Entwicklungen in unserer modernen Gesellschaft sein könnten.

Denn welche anderen Möglichkeiten hat das „System Mensch“ sonst, als sich an diese destruktiven Lebensumstände anzupassen?
Ein kllasse Beitrag, das hast du echt gut gesagt, ich denke auch so ähnlich, es ist diese kalte Leistungsgesellschaft welche die Menschen krank macht und psychische Erkrankungen auslöst. Es kommt einen auch so viel vor, weil es kein Tabu mehr ist, darüber zu reden, diese Erkrankungen stehen heute mehr im Fokus der Öffentlichkeit.

Ich denke psychische Erkrankungen werden nicht "normal" aber sie stehen mehr in der Beachtung, was helfen kann, Menschen und ihre Handlungen besser zu verstehen.
 

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