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Wie mit extrem schüchternen Arbeitskollegen umgehen ?

Ja. Aber ich finde es unnormal, wenn man den ganzen Tag zusammen arbeitet und so gut wie nichts sagt.
Ich kann gut meine Arbeit erledigen und mich trotzdem dabei unterhalten.
Früher war ich die Schüchternheit in Person. Was nicht automatisch bedeutet, dass man nicht reden will. Wenn es etwas zu sagen gab, dann tat ich das. Kurz und aussagekräftig genug. Kein Smalltalk. Wozu, wenn man bei der Arbeit ist?
Außerdem ist Schüchternheit keine Schwäche, sondern eine Persönlichkeitseigenschaft! Für Dich bedeute das, seine kleinen Gesten sind sehr viel! Die Körpersprache ist doch auch noch da!
Und bitte bleib bei "Ich"-Botschaften! Denn "Du" Botschaften können sehr schnell als Vorwurf ausgelegt werden.
Ich wurde auch immer rot, egal wer mich ansah.
Wenn Du nur rumlabern möchtest, dann such Dir schlicht und ergreifend jemanden der das auch kann und will.
 
Also du bist in deinem FSJ in einer Küche eines Seniorenheims.
Dort arbeitest du mit einem Kollegen zusammen, der kaum was spricht. Ist er denn auch FSJler oder z.B. Koch/Küchenpersonal und geht dort ganz normal seinem 9 to 5 Job nach? Vielleicht hat er einfach keine Lust auf ein Gespräch mit Jemandem anzufangen von dem er weiß, dass er in einigen Monaten ohnehin wieder weg ist.

Zwei Dinge fallen mir zudem auf:
1. Du meinst, du brauchst das Gespräch mit den Kollegen, weil du sonst nicht klarkommst mit der negativen/schlechten/traurigen Stimmung der du ausgeliefert bist in einem Seniorenheim. Das ist ok.

Allerdings arbeitest du ja jetzt "nur" in der Küche dort. Eigentlich kriegst du daher doch viel weniger mit als z.B. das Pflegepersonal das tagtäglich mit den Patienten/Bewohnern auch umgehen muss.
Geh vielleicht mal zu solchen Kollegen und frage sie, wie sie es meistern mit der drückenden Stimmung über Jahre ihrer Arbeit besser klar zu kommen.

Ich würde daher versuchen, das nicht so sehr an dich ran zu lassen. Die Küche hat sicher Türen, die man schließen kann, so dass man automatisch weniger mitbekommt. Oder es ist vielleicht einfach doch nicht die richtige Berufswelt für dich?!?

2. "Ruhig und Küche" das ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Wer mal in einer Küche / oder generell im Gastrobereich gearbeitet hat, der weiß, dort geht es eigentlich nicht ruhig zu. Der Chefkoch gibt seine Anweisungen klar und deutlich und eigentlich meist auch in einer Art Befehlston seinen Beiköchen/Küchenpersonal weiter.
Ich kann mir daher noch keinen Reim darauf machen, warum das in dieser Küche so ruhig zugeht.
Oder ist wirklich nur dieser eine Kollege so ruhig? (Vielleicht ist er vom Küchenchef dermaßen eingeschüchtert, dass er sich nicht mehr traut, irgendetwas zu sagen?)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist nicht seine Aufgabe. Wenn du ohne Zuspruch des schüchterenen Mannes dort an deine Grenzen stößt, wechsel den Ort, geh in einen Kindergarten o.ä. Wobei es mich erstaunt, dass man gerade in der Küche so hart mit der Realität konfrontiert wird.
Meine Aufgabe ist es auch, möglichst mit den Menschen zu sprechen, wenn in der Küche nichts zu tun ist. Das ist nicht gerade einfach, aber die mit denen ich geredet habe, waren bisher immer dankbar dafür, dass ich mit ihnen geredet habe. Deshalb würde ich gern ab und zu auch mal ein unbelastetes Gespräch mit jemand in meinem Alter führen, gerade wenn der direkt neben mir arbeitet. So schwer zu verstehen ? Ich will auch nicht in nem Kindergarten arbeiten und ich glaube auch nicht, dass ich in dem Hospiz für irgendwen eine Belastung bin.
 
Wenn du so unter Druck stehst, obwohl deine Tätigkeit als FSJlerin vornehmlich in der Küche stattfindet, könntest du auch beim Träger mal nachfragen, ob du nicht die Einrichtung wechseln kannst hin in eine, bei der du dich nicht so belastet fühlst. Ich hatte angenommen, das du die Thematik/Dramatik schwieriger Schicksale nach dem Schnuppern nicht so schwergenommen und größere Distanz angenommen hattest. Das entpuppt sich jetzt offensichtlich als Fehleinschätzung.
Nein. Mir war vorher klar, dass das nicht leicht wird und ich bin niemand, der sofort aufgibt, wenn es mal schwierig wird, schon gar nicht, wenn ich finde, dass etwas was ich mache sehr sinnvoll ist.
 
Ich verfolge deine diversen Beiträge ja auch immer wieder mal. Sie erwecken den Anschein, dass du immer etwas Außergewöhnliches tun willst. Das ist okay, solange du anderen keine Probleme bereitest und nicht erwartest, dass sich alles um deine Befindlichkeit dreht. Ich kann dir nur empfehlen, dich ein bisschen zurückzunehmen. Ich empfinde das als sehr unangenehm.
Ich will im Leben was erleben, vielleicht auch Dinge, die nicht 0815 sind. Was ist daran schlecht ? Ich bereite in dem Hospiz niemand Probleme und es dreht sich da so gut wie nichts um mich, was ich auch gar nicht wollte, weil ich nur sehr ungern im Mittelpunkt stehe.
 
Nein. Mir war vorher klar, dass das nicht leicht wird und ich bin niemand, der sofort aufgibt, wenn es mal schwierig wird, schon gar nicht, wenn ich finde, dass etwas was ich mache sehr sinnvoll ist.
Na dann... Bei schüchternen Menschen ist es von Vorteil, wenn man erstmal die "Klappe" hält, um dann
l a n g s a m mit Ihnen ins Gespräch kommen zu können. 😉
 

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