Hi Muerte...hm, ich bin mir nicht sicher, ob das Zitat so gemeint ist. Das Wort "gemeint" kann man ja dafür stellen, dass es einen bestimmten "Plan" für diesen Menschen gibt, oder? Er wird geboren ohne Argwohn, mit viel Neugier, reiner Liebe im Herzen und einem grenzenlosen Vertrauen. Dazu kommen noch Talente und Veranlagungen, Neigungen...sozusagen als Rüstzeug, um den "Plan" zu erfüllen. (Sofern es ihn gibt, aber ich gehe jetzt mal davon aus)
Dann betritt das Menschlein seinen Lebensweg und sammelt Erfahrungen, die "gut" sein können, so dass sein liebendes Wesen bewahrt bleibt oder sie sind "schlecht", so dass im Laufe der Zeit das Vertrauen, die Liebesfähigkeit usw. verloren gehen. So können sich zwei völlig verschiedenen Lebenswege ergeben, wo man nach vielleicht 30 jahren entweder einem optimistischen und lebensfrohen Menschen gegenüber steht oder aber einem verbitterten Pessimisten.
Ist das Zitat nicht so gemeint, dass man in dem Pessimisten nicht nur die Verbitterung sieht, sondern auch den lebensfrohen Optimisten, der er hätte werden können? Und der sicher in ihm auch leben will? Und heißt Liebe nicht, dies zu erkennen und dem Pessimisten zu helfen, seine Verbitterung abzulegen? Also die "Nicht-gemeinten" Eigenschaften? Das hat nichts mit Ablehnung zu tun und sollte vorallem nicht an die Bedingung geknüpft sein, ihn erst dann lieben zu können, wenn er bestimmte Eigenschaften nicht mehr hat. Man kann einen Menschen sowieso nur da abholen, wo er steht. Und er selber muß es natürlich auch wollen.
Ja, das sind so meine Gedanken
April
Mh klar kann man es so deuten, allerdings kann man dann nicht danach leben. Schließlich kann man ja nie wissen welches die Nicht-gemeinten Eigenschaften sind.
Wenn dus so deutest, dann hieße es doch das ich einen Menschen so lieben muss wie er ist, und so lieben muss wie er sich verändern wird innerhalb der Beziehung. Weil wenn seine Nicht-gemeinten Eigenschaften zum Vorschein kommen, muss ich diese genauso lieben wie die gemeinten.