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Wie kommt ihr eigentlich damit klar, kein Abitur machen zu können?

  • Starter*in Starter*in Kleines Seelchen
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Bevor ich studiert habe, waren Akademiker für mich auch in gewissem Maß etwas Besseres, Höheres. Dieses "Bessere" stellte sich für mich aber nicht als eine Überlegenheit in Intelligenz und Intellekt heraus, sondern als Fähigkeit Inhalte kurzfristig aufsaugen zu können und das bulimische Lernen zu perfektionieren.
 
Ich fühle mich meistens minderwertig gegenüber Abiturienten.

Weil die mehr geschafft haben als ich.

Du musst Dich wirklich nicht minderwertig fühlen. Ich z. B. habe im Grunde nur Abitur, weil ich nach der 10. Klasse nicht genau wusste, was ich beruflich wirklich machen möchte und bin auf der Schule geblieben. Ich habe mich so durchgehangelt, was ich aber nicht wirklich als unglaubliche Leistung empfinde.

Alles, worauf ich heute stolz bin, habe ich mir NACH der Schule erarbeitet. Und auch das macht keinen "besseren" Menschen aus mir. Ich möchte auch nicht als "hochwertiger" angesehen werden, nur weil ich 13 Jahre zur Schule gegangen bin. Du bist genauso viel wert wie ich. 🙂
 
Schicksal und hätte natürlich das Potenzial dazu gehabt, aber im Nachinein denke ich: Auch die Elite braucht einen Stachel im A****. 😉
 
Ich konnte 2005 mit Realschule eine kaufm Ausbildung machen... Heutzutage ist das was anderes ja!

Aber mit 36 gehörst du ja nicht in diese Zeit.

Was hast du gelernt?
 
Wie ich damit klarkomme, kein Abitur machen zu können? Kann ich - und jeder andere - doch jederzeit an der Volkshochschule nachmachen.

Nur ich will gar kein Abitur nachmachen, einfach, weil ich es nicht benötige? So vor zehn Jahren oder so wollte ich es mal aus Spaß an der Freude machen, habe mich dann aber doch dagegen entschieden, weil ich das in und für meinen Beruf nicht brauche und mir somit die Zeit zu schade war, es einfach nur so ohne tieferen Grund zu machen.

Ich lebe wunderbar ohne Abitur, zumal später, wenn man erst einen Beruf hat bzw. arbeitet kein Hahn mehr danach kräht was für einen Abschluss man hatte. Da zählen eher Arbeitszeugnisse.
 
Ich habe mein Abitur nachgemacht.
In vielen Regionen gibt es Weiterbildungskollegs wo man auf dem 2. Bildungsweg das Abitur nachmachen kann. An manchen Schulen in Vollzeit (so hab ich das durchgezogen) an manchen abends. Voraussetzung ist meist entweder eine abgeschlossene Berufsausbildung oder, wenn keine Ausbildung gemacht wurde, 3 Jahre Berufstätigkeit. Auch die nötige Qualifikation kann man in Form eines Vorkurses mit anschließender Aufnahmeprüfung nachholen.
Dort kann dann wahlweise das Fach- oder Vollabitur gemacht werden.

Ich hab das ganze in Vollzeit durchgezogen....und das Abitur bisher nicht genutzt. Ich habe es zwar, aber es bringt mir nix. Ich bin in eine Ausbildung gegangen. Vielleicht wird es mir später bei der geplanten Fachwirtin noch Nutzen bringen aber bislang benötige ich es eher nicht.

Die Älteste der Stufe war damals übrigens bereits 38 Jahre als sie anfing... Das Alter ist also nicht wirklich ein Argument.
 
@ Biddi:

das mit dem Lehramt ist aber auch ein Trugschluss, sprich dass es wenig Stress gäbe.

Das mit dem Geld und dem Beamtenstatus ist sicherlich mit der Hauptpunkt.
 
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