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Wie kann ich Sohn aus "toxischer" Beziehung holen

Die psychische Krankheit und den politischen Radikalismus muss man unbedingt voneinander trennen. Ich habe auch seit 22 Jahren eine bipolare Störung, bin seit 20 Jahren stabil und führe immer noch eine ganz normale Beziehung zu meinem Freund ohne politischen Radikalismus - und das seit 31 Jahren.
 
Absolut.
An dem Punkt mit: "Machen lassen und warten, dass es sich von selbst auflöst..." bin ich nun auch schon.
Nur in meine Wohnung mitbringen verweigere ich weiterhin.
Hm, warum eigentlich? Wenn er Zuhause mit ihr ist, ist er wenigstens nicht auf komischen Veranstaltungen oder Demos mit ihr in dem Moment.

Wenn du sie bei dir erstmal willkommen heißen könntest, hättest du irgendwann vielleicht sogar ein bisschen Einfluss auf sie. Wenn sie dich nett findet, hört sie vielleicht sogar deine Erfahrungen, auch die mit dem Ausstieg aus der rechten Szene,
an.
Das Mädchen ist 17. Wer weiß, was sie Zuhause alles so erlebt. Vielleicht würde es ihr ja sogar bei euch gefallen, wenn sie mitbekommt, dass dein Sohn und du eigentlich eine gute Beziehung haben.

Vielleicht wäre es dann möglich, dass sie deine Haltung besser nachvollziehen kann und so.

Es käme auf einen Versuch an. Rechtsradikale Aktivitäten würde ich allerdings in meiner Wohnung nicht dulden. Auch nicht, dass dann vielleicht noch rechtsradikale Freunde mit in die Wohnung kommen.

Aber vielleicht wäre es wirklich hilfreich, wenn du das Mädchen erstmal kennenlernst.

Wenn du das nämlich deinem.Sohn verwehrst, kann es sein, dass er sich deswegen dir gegenüber immer mehr distanziert.

Zur Zeit scheint er ja nach deinen Angaben selbst an der Richtung zu zweifeln, in die er gerade geht.

Ist nur so eine Idee von mir. Weil, wenn er wirklich verknallt in dieses Mädchen ist, dann wird er so schnell den Kontakt nicht abbrechen, sondern möglicherweise immer mehr in ihre "politische" Richtung gehen.

Kann natürlich auch sein, dass er schnell Abstand zu der problematischen Freundin findet. Das kann ich nicht beurteilen.
 
Dein Sohn darf die Freundin nicht mit nach Hause bringen?

Finde ich ehrlich gesagt, ziemlich übergriffig von dir.

Er ist doch kein kleines Kind mehr.
Zu dem "übergriffig"-Vorwurf sag ich nur eines, sorry schonmal.
MEINE Wohnung, MEINE Regeln!

Bevor ich nicht weiß, dass es nicht nur ein Strohfeuer ist, kommt das nicht in Frage.
Da bin ich so eigen wie meine Eltern es mir mitgaben.

Auch @Basi ...
Treffen außerhalb (neutraler Boden) ist kein Problem, aber mein Zuhause ist nur engen Bekannten, Freunden und Familie vorbehalten.
Das weiß mein Sohn aber, lebt er ja immerhin schon 22 Jahre auch hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ne, nicht sorry schonmal. Das ist nicht nur dein gutes Recht, sondern das ist eine absolute Selbstverständlichkeit und müsste noch nicht mal betont werden.

Mit übergriffig hat das nichts zu tun. Übergriffig ist derjenige der das Nichteinhalten dieses Grundrechts als übergriffig bezeichnet.
Naja, der Sohn ist 22. Er sollte in sein Zuhause mitbringen können, wen er will und zwar völlig unabhängig davon, wie lange er die Person kennt.

In dem Alter sollten die Regeln gemeinsam beschlossen werden, die dann aber für beide gelten.

Dieses "so lange Du Deine Füße unter meinen Tisch stellst, ...", ist doch wirklich antiquiert und kontraproduktiv.

@Dirk
So ein Verhalten treibt Deinen Sohn aber unweigerlich von Dir weg.
Ich lese öfter mal bei Dir "so bin ich eben", "das ist mein Charakter", "das habe ich schon immer so gemacht" und jetzt "wie es mir schon meine Eltern beigebracht haben". Nichts gegen Prinzipientreue, nur wäre es hilfreich, zu schauen, ob dieses Verhalten jederzeit wirklich angebracht ist oder ob es am Ende nicht nur Sturköpfigkeit zu Lasten Deines Sohnes und Eurer Beziehung ist.
 
Und was die AntiFa und die einzelnen Grüppchen angeht, gerade solche Gruppen wie "Hammerbande" kann man getrost mit den Rechtsradikalen vergleichen.
Denn deren (Hammer) Taten waren sicher keine "politisch wichtige Arbeit".
Nur dumpfes Gewalt ausüben, in der Gruppe stark, und vermeintlich Andersdenkenden (also abseits ihrer eigenen pol. Zielsetzung stehenden) die Knochen zertrümmern, einfach weil mans kann und Spaß dran hat.
Das hat 1zu1 was mit den Rechtsextremen gemeinsam, zumindest in meinen Augen.
@_vogelfrei schrieb von der Antifa und nicht von den Personen, die von der Presse als Hammerbande bezeichnet wurden.
 
Höre auf ihm so viel Druck zu machen.

Seine Freundin, ihre und seine politischen Einstellungen gehen dich nichts an.
(Auch wenn ich die rechte Seite grausig finde.)
Es ist sein eigenes Leben.

Versuche ihm eine eigene Wohnung zu ermöglichen, lasse ihn los, er sollte selbständig werden,
denke an dein eigenes Leben und deine Partnerin ( falls vorhanden)

und stehe ihm mit Rat beiseite.
 

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