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Wie kann ich meine Eltern vor drogenabhängigen Bruder schützen ?

Angehoerige

Neues Mitglied
Wie gehe ich jetzt am Besten vor?
Mein Bruder (26) hat mehrere, jahrelange Gefängnisaufenthalte hinter sich und lebt derzeit zu Hause bei meinen Eltern. Ich bin gerade aus dem Ausland zu Besuch fuer fast zwei Wochen und erlebe jetzt in den letzten paar Tagen, die mir mit meiner Familie hier geblieben sind, wie schlimm es mal wieder um meinen Bruder steht - oder eher um meine Eltern, die von ihm ausgenutzt, beleidigt, und bedroht werden, wenn sie ihm Geld verweigern.

Seinen letzten Gefängnisaugenthalt hat er auf Bewährung vorzeitig beenden können. Man hat ihm eine mehr als großzügige Chance gegeben. Man hat darüber hinweggesehen dass mein Bruder seine Bewährungsauflagen (u.A. Entzugstherapie) NICHT erfüllt hat bzw erfüllen konnte, da er z.B. aus einer Einrichtung rausgeschmissen wurde, und eine andere ihm nicht “gefallen” hat.
Es war und ist ihm trotz all unserer Unterstützung nicht möglich sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Das monatlichr Geld vom Amt 1000+ Euro) ist immer SOFORT weg nachdem er es bekommt, zahlt NICHTS an meine Eltern die selbst mit Minijob und Geld von Amt auskommen.
Es ist mehr als offensichtlich, dass er Drogen nimmt. Nur wissen wir nicht welche. Seit Anfang diesen Monats hat er zudem einen Job (wieder eine riesen Chance), zu dem er kutschiert und von dem er abgeholt werden muss von meiner armen Mutter, die dazwischen zur eigenen Arbeit fährt. Natürlich muss Mama auch sein Essen machen, putzen und ihm obendrein Geld geben.
Seine Lügen werden immer kreativer und seine Wutausbrüche unberechenbarer. Ich habe Angst um die Sicherheit meiner Eltern. Es ist nichts Neues. Immer dassebe seit Jahren. Rein, raus, Drogen, Eltern verzweifeln, wieder rein.

Sobald er sein Geld auf die Hand hat verschwindet er fuer 5-10 Minuten, kommt heim, schliesst sich ein ins Zimmer und ist dann quasi “weg”. Es sind die gleichen elendigen Kiosks in der Nachbarschaft wo er sich sein Zeug beschafft bzw die Dealer die er seit immer kennt. Er haengt mit den gleichen Leuten ab wie damals. Polizei macht nichts obwohl diese Gegend bekannt ist fuer derlei Geschäfte.

Ich werde heute mit seiner Bewährungshilfe Kontakt aufnehmen aber wohl keinen Termin kriegen.. Ich habe Angst dass er meinen Eltern etwas antut sobald ich weg bin, wenn er erfährt dass wir da waren. Polizei rufen bringt wohl nix (?) weil keine handfesten Beweise da sind sondern nur unsere Aussagen als Zeugen von seinen Wutausbrüchen. Meine Eltern (meine Mutter) kicken ihn nicht vor dir Tür weil er sonst richtig am Rad dreht und die Nachbarn terrorisiert usw. und weil er ja eine Job hat, zu den er die letzten Tage aber sowieso nicht hingeht und bald wohl eh gefeurt wird.

Was kann die Bewährungshilfe machen? Drogentests? Kann ich da anonym einen Hinweis geben oder dann doch besser die Polizei?

Er nimmt was er nimmt und is dann sofort “sediert” soweit ich das mitkriege von meiner Mutter und auch sein Zimmer ist meistens still. Er isst sehr unregelmäßig was und geht nur selten aufs Klo. Rastet oft aus, hat extreme Stimmungsschwankungen, ständig am Lügen, damit er Geld kriegt. Er hat Diabetes, womit er meine Mutter, die ihm seinen Konsum ermöglicht, immer wieder um den Finger wickelt.

Meine armen Eltern. Der Junge muss hier weg, nur wie stelle ich das so an, dass meine Eltern sicher sind dabei?

Kennt ihr vielleicht weitere Stellen an die ich mich wenden kann? Wir sind in NRW.

Danke im voraus an alle
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Meine armen Eltern.
Die Frage ist doch zunächst, was deine
Eltern wollen – womöglich profitieren sie
in einer dir unverständlichen Weise von
dieser Situation?

Ich denke, du musst hier nicht für deine
Eltern die Verantwortung übernehmen,
sie sind ja selber groß. Anders wäre die
Lage, wenn sie dich aktiv um Unterstüt-
zung bitten oder wenn dein Bruder das
täte.

Dann macht Einmischung Sinn, aber so?
Du kannst nur auf dich selbst aufpassen
und ansonsten schauen, ob jemand dich
um Hilfe bittet.

Und nur soviel: Einer meiner Brüder war
auch mal auf Drogen. Aus der Familie
konnte ihm niemand helfen, dazu brauchte
es jemand von außen, dem er vertraute.

Alles Gute!
Werner
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Mehr als an den Bewährungshelfer wenden und mit den Eltern sprechen, wie lange sie sich das gefallen lassen wollen und ob sie das Risiko, irgendwann von ihm verletzt zu werden, eingehen wollen, kannst Du nicht tun. Außer Du bist bereit und fähig, wenn es zum Ernstfall kommt, Deine Eltern körperlich zu verteidigen. (Und das ist hochgradig gefährlich bei einem chronisch aggressiven Süchtigen.)
Die Polizei wird leider auch immer nur tätig, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen und eine Gewalttat geschehen ist.

Vielleicht würde ein Anruf bei dem Richter, der über die Bewährung entschieden hat, helfen - nicht von unten über den Bewährungshelfer, sondern gleich von oben über den "Chef" gehen und dort die Sachlage darlegen.
 

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