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Gast
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Hallo ihr Lieben,
Ich weiß nicht, wie ich den Leuten, die mir Grausames angetan haben, vergeben soll. Ich versuche es, aber es gelingt nicht.
Bevor ich aber näher darauf eingehe, muss ich einen kleinen Zeitsprung zurück in meine Vergangenheit machen:
Von der 6 bis zur 10. Klasse wurde ich sehr übel gemobbt. Das ist gerade für ein Mädchen keine einfache Zeit und durch häusliche Probleme hatte ich damals leider auch keinen Rückhalt oder Boden unter den Füßen, der mich hätte in meinem mentalen Zustand festigen können.
Ich sah damals komisch aus. Hatte eine komische Nase, undefiniertes Gesicht und sehr große Brüste für mein eher zartes Alter.
Schüchternheit, Distanz und ein Kopf in den Wolken haben mich nach außen hin definiert.
Ich weiß bis heute nicht was es war, das die Leute so provozierte, auf mich ihre Aggressionen und Komplexe abzielen ließ.
Es waren 9 Leute, die mich jeden Tag fertig gemacht haben, beleidigt, Zinkenfresse, Tittenmonster, Gesichtselfmeter, Bohnenstange etc.. Manchmal wurde ich mitten im Unterricht mit Sachen beschmissen, gekniffen und beleidigt, die Lehrer hat es nicht interessiert, sie wollten "ungestört weiter ihren Unterricht verrichten", oder haben sich selber über meine Zurückhaltung beschwert und Sprüche losgelassen. So ging es ewig, in den Pausen, im Internet, Tag für Tag, Monat für Monat. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das ausgehalten habe und ich möchte auch auf die Torturen nicht weiter eingehen, weil es mir das Herz zerbricht, mich daran zu erinnern und mich diese Worte, Taten und Reduzierungen heute noch verfolgen, wenn ich nachts im Bett liege und ich manchmal dazu neige, ihnen immernoch Glauben und Macht über mich zu schenken.
Heute, 4 Jahre nach meinem Abschluss an dieser Schule, ist alles EIGENTLICH anders. Ich sehe anders aus, verhalte mich anders, bin offener, mache mein Abitur und habe Freunde kennengelernt, die mir helfen, ich kriege Komplimente, Angebote von Männern in meinem Alter, meine familiäre Situation hat sich gebessert etc. eigentlich ein ganz normales Leben, wie es sich jedes Durchschnittsmädchen wünscht.
Aber manchmal sehe ich in den Spiegel und möchte nur noch weinen, ich kann es nicht vergessen, jeden Tag denke ich daran, einmal, als man mir ein Butterbrot ins Gesicht gedrückt hat, alle haben mich ausgelacht, und auch als ich anfing zu weinen, haben sie nicht aufgehört zu lachen,- der Lehrer war lediglich sauer, weil man seinen Unterricht gestört hatte- daran erinnere ich mich jede Nacht und frage mich warum. Aber die Leute, die mir die Antwort geben könnten, die mir das angetan haben - könnte ich von ihnen allen ernstes eine Antwort erwarten, wenn ich sie fragte? Es lässt mir keine Ruhe mehr, ich kann es nicht vergessen.
Und jetzt der Burner: Einige, mehrere von ihnen, von jenen die mir damals das Leben zur Hölle gemacht haben, - sie kommen an. Sie kommen an und wollen sich mit mir unterhalten, mit mir Zeit verbringen, sich mit mir treffen, schreiben mir, wollen meine Aufmerksamkeit. Ich sehe darin keinerlei Befriedigung. Es macht mich fertig - haben sie das alles vergessen? Oder sind sie "bloß" erwachsen geworden? Aber ich bin es dann offensichtlich nicht, denn ich - ICH hänge da immernoch drin, in der Vergangenheit, es macht ihnen nichts aus, garnichts, sie reden mit mir, als wäre nichts geschehen, als wären wir beste Freunde - sie leiden nicht, nur ich. Ich versuche mir manchmal zu sagen, dass es nicht ihre Schuld ist, dass sie noch Kinder waren, und irgendwie ihre Komplexe ausleben mussten, um "zurecht zu kommen", das ist in solchem Alter, ob ihr's glaubt oder nicht, völlig normal.
Irgendwo sage ich mir, es ist kindisch, daran noch zu hängen, und dem soviel Wert zu schenken - aber ich kann ihnen nicht vergeben, ich schaff es nicht, jeden Tag zermatert es mich. Ich habe es versucht, ich kann nicht mehr nett zu ihnen sein, ich werde sie nun auch wie Dreck behandeln, sie auf jeden ihrer kleinsten Fehler reduzieren, und sie bieten viel davon, sehr viel. Meine Trauer schlägt in Wut und Frustration um, ich will, dass jeder von ihnen stirbt, ich will es ihnen heimzahlen, anders kann ich mich davon nicht befreien. Und wenn sie mir schon die Gelegenheit dazu bieten, meine Nähe aufsuchen - ich habe versucht zu vergeben, aber sie brauchen keine Vergebung sondern Geläuterung.
Ich weiß nicht, wie ich den Leuten, die mir Grausames angetan haben, vergeben soll. Ich versuche es, aber es gelingt nicht.
Bevor ich aber näher darauf eingehe, muss ich einen kleinen Zeitsprung zurück in meine Vergangenheit machen:
Von der 6 bis zur 10. Klasse wurde ich sehr übel gemobbt. Das ist gerade für ein Mädchen keine einfache Zeit und durch häusliche Probleme hatte ich damals leider auch keinen Rückhalt oder Boden unter den Füßen, der mich hätte in meinem mentalen Zustand festigen können.
Ich sah damals komisch aus. Hatte eine komische Nase, undefiniertes Gesicht und sehr große Brüste für mein eher zartes Alter.
Schüchternheit, Distanz und ein Kopf in den Wolken haben mich nach außen hin definiert.
Ich weiß bis heute nicht was es war, das die Leute so provozierte, auf mich ihre Aggressionen und Komplexe abzielen ließ.
Es waren 9 Leute, die mich jeden Tag fertig gemacht haben, beleidigt, Zinkenfresse, Tittenmonster, Gesichtselfmeter, Bohnenstange etc.. Manchmal wurde ich mitten im Unterricht mit Sachen beschmissen, gekniffen und beleidigt, die Lehrer hat es nicht interessiert, sie wollten "ungestört weiter ihren Unterricht verrichten", oder haben sich selber über meine Zurückhaltung beschwert und Sprüche losgelassen. So ging es ewig, in den Pausen, im Internet, Tag für Tag, Monat für Monat. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das ausgehalten habe und ich möchte auch auf die Torturen nicht weiter eingehen, weil es mir das Herz zerbricht, mich daran zu erinnern und mich diese Worte, Taten und Reduzierungen heute noch verfolgen, wenn ich nachts im Bett liege und ich manchmal dazu neige, ihnen immernoch Glauben und Macht über mich zu schenken.
Heute, 4 Jahre nach meinem Abschluss an dieser Schule, ist alles EIGENTLICH anders. Ich sehe anders aus, verhalte mich anders, bin offener, mache mein Abitur und habe Freunde kennengelernt, die mir helfen, ich kriege Komplimente, Angebote von Männern in meinem Alter, meine familiäre Situation hat sich gebessert etc. eigentlich ein ganz normales Leben, wie es sich jedes Durchschnittsmädchen wünscht.
Aber manchmal sehe ich in den Spiegel und möchte nur noch weinen, ich kann es nicht vergessen, jeden Tag denke ich daran, einmal, als man mir ein Butterbrot ins Gesicht gedrückt hat, alle haben mich ausgelacht, und auch als ich anfing zu weinen, haben sie nicht aufgehört zu lachen,- der Lehrer war lediglich sauer, weil man seinen Unterricht gestört hatte- daran erinnere ich mich jede Nacht und frage mich warum. Aber die Leute, die mir die Antwort geben könnten, die mir das angetan haben - könnte ich von ihnen allen ernstes eine Antwort erwarten, wenn ich sie fragte? Es lässt mir keine Ruhe mehr, ich kann es nicht vergessen.
Und jetzt der Burner: Einige, mehrere von ihnen, von jenen die mir damals das Leben zur Hölle gemacht haben, - sie kommen an. Sie kommen an und wollen sich mit mir unterhalten, mit mir Zeit verbringen, sich mit mir treffen, schreiben mir, wollen meine Aufmerksamkeit. Ich sehe darin keinerlei Befriedigung. Es macht mich fertig - haben sie das alles vergessen? Oder sind sie "bloß" erwachsen geworden? Aber ich bin es dann offensichtlich nicht, denn ich - ICH hänge da immernoch drin, in der Vergangenheit, es macht ihnen nichts aus, garnichts, sie reden mit mir, als wäre nichts geschehen, als wären wir beste Freunde - sie leiden nicht, nur ich. Ich versuche mir manchmal zu sagen, dass es nicht ihre Schuld ist, dass sie noch Kinder waren, und irgendwie ihre Komplexe ausleben mussten, um "zurecht zu kommen", das ist in solchem Alter, ob ihr's glaubt oder nicht, völlig normal.
Irgendwo sage ich mir, es ist kindisch, daran noch zu hängen, und dem soviel Wert zu schenken - aber ich kann ihnen nicht vergeben, ich schaff es nicht, jeden Tag zermatert es mich. Ich habe es versucht, ich kann nicht mehr nett zu ihnen sein, ich werde sie nun auch wie Dreck behandeln, sie auf jeden ihrer kleinsten Fehler reduzieren, und sie bieten viel davon, sehr viel. Meine Trauer schlägt in Wut und Frustration um, ich will, dass jeder von ihnen stirbt, ich will es ihnen heimzahlen, anders kann ich mich davon nicht befreien. Und wenn sie mir schon die Gelegenheit dazu bieten, meine Nähe aufsuchen - ich habe versucht zu vergeben, aber sie brauchen keine Vergebung sondern Geläuterung.