Hallo,shy!
Zumindest kannst Du sie schnappen und zu den Selbsthilfegruppen der Angehörigen Suchtkranker gehen mit ihr.Links stehen hier schon irgendwo massenhaft im Forum...such mal die threads durch!
Vielleicht glaubt sie Fachleuten/Betroffenen,daß NUR die radikale Trennung eine Lösung ist.
Sie hat genug mitgelitten.Einen nichttrockenwerdenwollenden Alkoholkranken heilt man nicht...solange der nicht selbst einen Leidensdruck hat( vielleicht wäre eine Trennung ein letztmöglicher heilsamer Schock?)---schon gar nicht durch Vorträge,Vorwürfe,Bitten...ES IST EINE KRANKHEIT!!!
Die "Sauferei" kann man leider ab einer bestimmten Manifestierung NICHT MEHR LASSEN! Ist bitter,aber ein Fakt.
Du kannst nur ihr Hilfe geben für ein Leben ohne ihn,den Mut zur Trennung.Vielleicht auch einfach Fakten schaffen(Wohnungen raussuchen,Liste der nötigen Ämterwege erstelllen...).
Vielleicht braucht sie erst ein Schlüsselerlebnis---einen richtigen SCHOCK,ehe sie es begreift?
Sie ist ÜBERHAUPT nicht schuld,wenn sie sich trennt und er dann sich was antut...denn:
Was soll schlimmer werden--ER IST SCHON TOT !!
Das ist schon lange nur noch Vegitieren...nicht LEBEN !!! Er will es so!
Entweder,sie geht dort raus (mit sofortiger kompletter Änderung ihres Lebens--spürbar ab dem Zufallen der Tür ihrer eigenen Wohnung !!)---
oder: sie kann sich hiermit als ebenso aufgegeben betrachten.
Kannst Du sie so richtig mal vor Fremden mit ihrer Situation konfrontieren? (Blamieren...Drastisch demaskieren?).
"Ich versteh ja auch nicht,wie unsere sonst so lebenstüchtige Freundin sich so gehen lassen kann und durch ihr Bleiben dort die Krankheit des Mannes noch unterstützt---sie sieht ja nun schon selbst wie der letzte Husten aus und verschlampt körperlich und seelisch völlig...hätte ihr wesentlich mehr Mumm zugetraut,als so blind zu sein..."
Meine Erfahrung: Rücksichtnahme ist da oft ganz falsch...ein MEGASCHOCK...und dann aber konkrete Hilfe(ist oft ziemlich überschaubar...zwei Monate Einsatz und sie ist wie neu!!!)...ruft oft die ÜBERLEBENSGEISTER wach. Mach ihr klar,daß sie ihre eigene Würde verliert...aber eine reale Chance hat,dort rauszukommen!
Sie muß nicht so tief sinken wie der Mann es bei sich zuläßt..sie ist NOCH nicht alkoholkrank!
Sie kann weder was für den Krankheitsausbruch beim Mann(zu oft geben sich Angehörige eine Mitschuld wg.Streß/Streit)----noch kann sie was für sein Nichtgeheiltwerdenwollen!
Sie kann aber was für ihre eigene Erstarrung...wenn sie es nicht selbst raus schafft,zeigt ihr KONKRETE Wege---nehmt sie an die Hand!Irgendwann macht sie auch mit!
Vielleicht hilft auch der Gedanke: sie gibt mit einer Trennung ihrem Mann die EINZIGE LETZTE CHANCE zur Umkehr (lies mal bei Luiserl...sie schrieb darüber einiges!!). Das ist das,was sie tun kann!
Gruß von der
Micky