Hallo liebe Community,
erst einmal euch Allen ein frohes neues Jahr!
Nachdem nun die Weihnachtszeit mit ihrem Lichterglanz und den Feierlichkeiten vorbei ist, überkommt mich jetzt wieder eine Gemütslage nahe einer Depression.
Mehr und mehr hinterfrage ich, ob ich in meinem Job in einem Pflegeheim überhaupt richtig bin. Privat habe ich oft eine kurze Zündschnur, aber im Beruf gehe ich immer geduldig und einfühlsam mit den Bewohnern um. Was Mitarbeiter betrifft, so bin ich freundlich und umgänglich. Nur, als ein wirklich brutaler Pfleger mich mal angeschnauzt hat, habe ich ihm laut Contra gegeben.
Leider bemerke ich aber seit ein paar Monaten, dass meine Vorgesetzte nicht mehr gut auf mich zu sprechen ist. Ihr Tonfall mir gegenüber ist nicht direkt feindselig, aber sie verhält sich sehr distanziert. Das ist der Fall, nachdem ich mich über eine Kollegin beschwert hatte, die manche Aufgaben einfach verweigert. Meine Vorgesetzte sprach mit der Kollegin, aber als sich nichts änderte, beschwerte ich mich wieder. Das Einzige, was mir die Vorgesetzte daraufhin sagte war, dass man Rücksicht nehmen müsse. Die Kollegin habe einen Migrationshintergrund und es scheitere sicherlich oft an den fehlenden Sprachkenntnissen.
Jetzt aber zu der aktuellen Entwicklung.
Durch diverse Äußerungen und Verhaltensweisen fühle ich mich niedergemacht.
Kurz vor Weihnachten kam ich zu einer Bewohnerin, die starke Erkältungssymptome hatte. Da zu der Zeit in der Einrichtung Corona im Umlauf war, fragte ich die Bewohnerin, ob sie getestet worden sei. Sie bekam sofort einen Schreck und erzählte, dass zu Beginn der Pandemie ihr Mann an Corona verstorben sei und sie wegen der Infektion wochenlang im Krankenhaus gelegen habe. Ich wusste nichts von ihrer Vorgeschichte und versuchte sie beruhigen, dass Corona-Infektionen heute meistens einen milden Verlauf haben. Eine Stunde später kam die Pflegefachkraft auf mich zu und schnauzte mich an, dass ich der Bewohnerin gesagt habe, dass sie Corona habe. Dabei stimmte das doch überhaupt nicht, was ich ihr auch sagte. Doch das interessierte die Kollegin nicht, da die alte Dame nun auf einem Test bestand und sie den in der Apotheke bestellen musste. Seitdem spricht die Pflegefachkraft nicht mehr mit mir und behandelt mich wie Luft. Der Test war übrigens positiv ausgefallen.
Vorgestern gab es eine freche Äußerung von einem Kollegen und gestern eine Unterstellung einer Kollegin.
Ich war gerade mit der Dokumentation beschäftigt und achtete nicht auf das private Gespräch im Dienstzimmer bis ein Pfleger mich ansprach. Ich verstand ihn nicht auf Anhieb, weil er einen starken Akzent hat. Daher fragte ich nach. Seine ungehaltene Antwort war: "Sprichst du kein Deutsch, oder wie"?! Dieser Pfleger ist beliebt, weil er oft lustig und unterhaltsam ist. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass er mich kaum noch grüßt.
Gestern traf ich eine Kollegin, eine Pflegefachkraft, im Aufzug. Sie fragte mich in stinkigem Tonfall, ob ich das gewesen sei, die die Bewohner in Aufregung versetzt habe. Ich habe angeblich behauptet, dass eine Bewohnerin tot aufgefunden worden sei. Ich war echt entsetzt, war gestern nicht einmal in dem Wohnbereich gewesen.
Diese Entwicklung macht mir Angst, vor allem, weil ich auch das Gefühl habe, dass meine Vorgesetzte nicht mehr hinter mir steht. Ich habe Angst vor Mobbing.
Wenn ihr das lest, denkt ihr bestimmt, warum ich mir nicht einfach einen anderen Arbeitsplatz suche. Doch ich habe regelrecht Panik vor einer Veränderung. Wer weiß, was mich anderswo erwartet. Außerdem muss ich mich ja weiterhin um eine andere Wohnung bemühen. Ich traue mir nicht zu, beides zu schaffen.
Könnt ihr mir einen Rat geben?
Oder habt ihr den Eindruck, ich steigere mich da in etwas hinein?
Es grüßt euch
Marika
erst einmal euch Allen ein frohes neues Jahr!
Nachdem nun die Weihnachtszeit mit ihrem Lichterglanz und den Feierlichkeiten vorbei ist, überkommt mich jetzt wieder eine Gemütslage nahe einer Depression.
Mehr und mehr hinterfrage ich, ob ich in meinem Job in einem Pflegeheim überhaupt richtig bin. Privat habe ich oft eine kurze Zündschnur, aber im Beruf gehe ich immer geduldig und einfühlsam mit den Bewohnern um. Was Mitarbeiter betrifft, so bin ich freundlich und umgänglich. Nur, als ein wirklich brutaler Pfleger mich mal angeschnauzt hat, habe ich ihm laut Contra gegeben.
Leider bemerke ich aber seit ein paar Monaten, dass meine Vorgesetzte nicht mehr gut auf mich zu sprechen ist. Ihr Tonfall mir gegenüber ist nicht direkt feindselig, aber sie verhält sich sehr distanziert. Das ist der Fall, nachdem ich mich über eine Kollegin beschwert hatte, die manche Aufgaben einfach verweigert. Meine Vorgesetzte sprach mit der Kollegin, aber als sich nichts änderte, beschwerte ich mich wieder. Das Einzige, was mir die Vorgesetzte daraufhin sagte war, dass man Rücksicht nehmen müsse. Die Kollegin habe einen Migrationshintergrund und es scheitere sicherlich oft an den fehlenden Sprachkenntnissen.
Jetzt aber zu der aktuellen Entwicklung.
Durch diverse Äußerungen und Verhaltensweisen fühle ich mich niedergemacht.
Kurz vor Weihnachten kam ich zu einer Bewohnerin, die starke Erkältungssymptome hatte. Da zu der Zeit in der Einrichtung Corona im Umlauf war, fragte ich die Bewohnerin, ob sie getestet worden sei. Sie bekam sofort einen Schreck und erzählte, dass zu Beginn der Pandemie ihr Mann an Corona verstorben sei und sie wegen der Infektion wochenlang im Krankenhaus gelegen habe. Ich wusste nichts von ihrer Vorgeschichte und versuchte sie beruhigen, dass Corona-Infektionen heute meistens einen milden Verlauf haben. Eine Stunde später kam die Pflegefachkraft auf mich zu und schnauzte mich an, dass ich der Bewohnerin gesagt habe, dass sie Corona habe. Dabei stimmte das doch überhaupt nicht, was ich ihr auch sagte. Doch das interessierte die Kollegin nicht, da die alte Dame nun auf einem Test bestand und sie den in der Apotheke bestellen musste. Seitdem spricht die Pflegefachkraft nicht mehr mit mir und behandelt mich wie Luft. Der Test war übrigens positiv ausgefallen.
Vorgestern gab es eine freche Äußerung von einem Kollegen und gestern eine Unterstellung einer Kollegin.
Ich war gerade mit der Dokumentation beschäftigt und achtete nicht auf das private Gespräch im Dienstzimmer bis ein Pfleger mich ansprach. Ich verstand ihn nicht auf Anhieb, weil er einen starken Akzent hat. Daher fragte ich nach. Seine ungehaltene Antwort war: "Sprichst du kein Deutsch, oder wie"?! Dieser Pfleger ist beliebt, weil er oft lustig und unterhaltsam ist. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass er mich kaum noch grüßt.
Gestern traf ich eine Kollegin, eine Pflegefachkraft, im Aufzug. Sie fragte mich in stinkigem Tonfall, ob ich das gewesen sei, die die Bewohner in Aufregung versetzt habe. Ich habe angeblich behauptet, dass eine Bewohnerin tot aufgefunden worden sei. Ich war echt entsetzt, war gestern nicht einmal in dem Wohnbereich gewesen.
Diese Entwicklung macht mir Angst, vor allem, weil ich auch das Gefühl habe, dass meine Vorgesetzte nicht mehr hinter mir steht. Ich habe Angst vor Mobbing.
Wenn ihr das lest, denkt ihr bestimmt, warum ich mir nicht einfach einen anderen Arbeitsplatz suche. Doch ich habe regelrecht Panik vor einer Veränderung. Wer weiß, was mich anderswo erwartet. Außerdem muss ich mich ja weiterhin um eine andere Wohnung bemühen. Ich traue mir nicht zu, beides zu schaffen.
Könnt ihr mir einen Rat geben?
Oder habt ihr den Eindruck, ich steigere mich da in etwas hinein?
Es grüßt euch
Marika