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Wie kann ich es schaffen, solche Unverschämtheit nicht an mich ranzulassen?

Marika46

Aktives Mitglied
Hallo liebe Community,

erst einmal euch Allen ein frohes neues Jahr!

Nachdem nun die Weihnachtszeit mit ihrem Lichterglanz und den Feierlichkeiten vorbei ist, überkommt mich jetzt wieder eine Gemütslage nahe einer Depression.

Mehr und mehr hinterfrage ich, ob ich in meinem Job in einem Pflegeheim überhaupt richtig bin. Privat habe ich oft eine kurze Zündschnur, aber im Beruf gehe ich immer geduldig und einfühlsam mit den Bewohnern um. Was Mitarbeiter betrifft, so bin ich freundlich und umgänglich. Nur, als ein wirklich brutaler Pfleger mich mal angeschnauzt hat, habe ich ihm laut Contra gegeben.

Leider bemerke ich aber seit ein paar Monaten, dass meine Vorgesetzte nicht mehr gut auf mich zu sprechen ist. Ihr Tonfall mir gegenüber ist nicht direkt feindselig, aber sie verhält sich sehr distanziert. Das ist der Fall, nachdem ich mich über eine Kollegin beschwert hatte, die manche Aufgaben einfach verweigert. Meine Vorgesetzte sprach mit der Kollegin, aber als sich nichts änderte, beschwerte ich mich wieder. Das Einzige, was mir die Vorgesetzte daraufhin sagte war, dass man Rücksicht nehmen müsse. Die Kollegin habe einen Migrationshintergrund und es scheitere sicherlich oft an den fehlenden Sprachkenntnissen.

Jetzt aber zu der aktuellen Entwicklung.
Durch diverse Äußerungen und Verhaltensweisen fühle ich mich niedergemacht.

Kurz vor Weihnachten kam ich zu einer Bewohnerin, die starke Erkältungssymptome hatte. Da zu der Zeit in der Einrichtung Corona im Umlauf war, fragte ich die Bewohnerin, ob sie getestet worden sei. Sie bekam sofort einen Schreck und erzählte, dass zu Beginn der Pandemie ihr Mann an Corona verstorben sei und sie wegen der Infektion wochenlang im Krankenhaus gelegen habe. Ich wusste nichts von ihrer Vorgeschichte und versuchte sie beruhigen, dass Corona-Infektionen heute meistens einen milden Verlauf haben. Eine Stunde später kam die Pflegefachkraft auf mich zu und schnauzte mich an, dass ich der Bewohnerin gesagt habe, dass sie Corona habe. Dabei stimmte das doch überhaupt nicht, was ich ihr auch sagte. Doch das interessierte die Kollegin nicht, da die alte Dame nun auf einem Test bestand und sie den in der Apotheke bestellen musste. Seitdem spricht die Pflegefachkraft nicht mehr mit mir und behandelt mich wie Luft. Der Test war übrigens positiv ausgefallen.

Vorgestern gab es eine freche Äußerung von einem Kollegen und gestern eine Unterstellung einer Kollegin.
Ich war gerade mit der Dokumentation beschäftigt und achtete nicht auf das private Gespräch im Dienstzimmer bis ein Pfleger mich ansprach. Ich verstand ihn nicht auf Anhieb, weil er einen starken Akzent hat. Daher fragte ich nach. Seine ungehaltene Antwort war: "Sprichst du kein Deutsch, oder wie"?! Dieser Pfleger ist beliebt, weil er oft lustig und unterhaltsam ist. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass er mich kaum noch grüßt.

Gestern traf ich eine Kollegin, eine Pflegefachkraft, im Aufzug. Sie fragte mich in stinkigem Tonfall, ob ich das gewesen sei, die die Bewohner in Aufregung versetzt habe. Ich habe angeblich behauptet, dass eine Bewohnerin tot aufgefunden worden sei. Ich war echt entsetzt, war gestern nicht einmal in dem Wohnbereich gewesen.

Diese Entwicklung macht mir Angst, vor allem, weil ich auch das Gefühl habe, dass meine Vorgesetzte nicht mehr hinter mir steht. Ich habe Angst vor Mobbing.

Wenn ihr das lest, denkt ihr bestimmt, warum ich mir nicht einfach einen anderen Arbeitsplatz suche. Doch ich habe regelrecht Panik vor einer Veränderung. Wer weiß, was mich anderswo erwartet. Außerdem muss ich mich ja weiterhin um eine andere Wohnung bemühen. Ich traue mir nicht zu, beides zu schaffen.

Könnt ihr mir einen Rat geben?
Oder habt ihr den Eindruck, ich steigere mich da in etwas hinein?

Es grüßt euch

Marika
 
Kann ich Dir nicht sagen, ob Du Dich reinsteigerst, aber ich an Deiner Stelle, würde alles dokumentieren, so ne Art Arbeitstagebuch führen. Wo alles genau drin steht mit Namen und Uhrzeiten und Begebenheiten , die so vorfallen.
Denn wenn das sich zu einem Mobbing ausartet, weil irgendwer versucht Dir den Arbeitsplatz madig zu machen, so ist das immer sehr gut, wenn derartiges dokumentiert ist.

Denn wenn das dokumentiert ist und es sollte zu einem Prozess kommen , vor Gericht, kannst Du verlangen, das das Bestandteil der Alte wird. Deshalb solltest Du da auch wirklich ganz ehrlich bei der Wahrheit bleiben, dann hast Du Dir nix vorzuwerfen.

Ich an Deiner Stelle würde das Gespräch mit der Vorgesetzen suchen, weil die letztendlich dem Chef Rede und Antwort steht, wenn Du da aber merkst , die verhält sich nicht entsprechend, sondern wird persönlich abfällig o.ä. dann ab zum Chef und das gleichzeitig schriftlich damit das dokumentiert ist.

So lange Du Deinen Job korrekt machst, bist Du ja nicht gezwungen mit den Arbeitskollegen Freundschaft zu schließen, die dürfen Dir unsympathisch sein, hat aber ja nichts mit der Qualität Deiner Arbeit zu tun , hoffe ich.

Das Arbeitsklima wird Dir aber sicherlich wichtig sein, das ist aber ja nicht das rechtliche, da würde ich Dir raten den Mittelweg zu gehen , so lange dokumentiert ist , das Du den Test angestrengt hast und die Person tatsächlich positiv ist - alles gut -
wenn die andere dokumentiert , die macht mir unnötige Arbeit - selbst schuld ....soweit klar ?

Die persönliche Umgehensweise kannst Du gestalten wie Du willst , ob Du Dich eher von den anderen zurückziehst und bspw. Deine Pause alleine machst , sagst , hol Dir Deinen Kaffee bitte selbst, nutze bitte meine Milch/ Zucker nicht , ist Deine Sache ....
da solltest Du so entscheiden, das es für Dich weder Ängstlichsein, noch Fragezeichen / Zweifel verursacht, sondern Dir Sicherheit ( Dokumentation ) und Rückhalt ( Gespräch mit der oder dem nächsthöheren Vorgesetzen , Betriebsrat ,etc. ) gibt.
 
Kann ich Dir nicht sagen, ob Du Dich reinsteigerst, aber ich an Deiner Stelle, würde alles dokumentieren, so ne Art Arbeitstagebuch führen. Wo alles genau drin steht mit Namen und Uhrzeiten und Begebenheiten , die so vorfallen.
Denn wenn das sich zu einem Mobbing ausartet, weil irgendwer versucht Dir den Arbeitsplatz madig zu machen, so ist das immer sehr gut, wenn derartiges dokumentiert ist.

Denn wenn das dokumentiert ist und es sollte zu einem Prozess kommen , vor Gericht, kannst Du verlangen, das das Bestandteil der Alte wird. Deshalb solltest Du da auch wirklich ganz ehrlich bei der Wahrheit bleiben, dann hast Du Dir nix vorzuwerfen.

Ich an Deiner Stelle würde das Gespräch mit der Vorgesetzen suchen, weil die letztendlich dem Chef Rede und Antwort steht, wenn Du da aber merkst , die verhält sich nicht entsprechend, sondern wird persönlich abfällig o.ä. dann ab zum Chef und das gleichzeitig schriftlich damit das dokumentiert ist.

So lange Du Deinen Job korrekt machst, bist Du ja nicht gezwungen mit den Arbeitskollegen Freundschaft zu schließen, die dürfen Dir unsympathisch sein, hat aber ja nichts mit der Qualität Deiner Arbeit zu tun , hoffe ich.

Das Arbeitsklima wird Dir aber sicherlich wichtig sein, das ist aber ja nicht das rechtliche, da würde ich Dir raten den Mittelweg zu gehen , so lange dokumentiert ist , das Du den Test angestrengt hast und die Person tatsächlich positiv ist - alles gut -
wenn die andere dokumentiert , die macht mir unnötige Arbeit - selbst schuld ....soweit klar ?

Die persönliche Umgehensweise kannst Du gestalten wie Du willst , ob Du Dich eher von den anderen zurückziehst und bspw. Deine Pause alleine machst , sagst , hol Dir Deinen Kaffee bitte selbst, nutze bitte meine Milch/ Zucker nicht , ist Deine Sache ....
da solltest Du so entscheiden, das es für Dich weder Ängstlichsein, noch Fragezeichen / Zweifel verursacht, sondern Dir Sicherheit ( Dokumentation ) und Rückhalt ( Gespräch mit der oder dem nächsthöheren Vorgesetzen , Betriebsrat ,etc. ) gibt.
Sehr gut!

Gesund ist, wer nicht infiziert ist.
Heisst: Jede Infektion muss zur Erhaltung der Gesundheit prinzipiell vermieden werden, wenngleich man - wenn man infiziert ist - immer noch das Immunsystem bemühen kann.

Das sagt folgendes aus:

Mobbing oder Ansätze von Mobbing hat die Geschäftsleitung zu unterbinden. Denn dies ist ungesund für betroffene Kollegen. Empfindet man Mobbing, so kann man zunächst eigene Widerstandskraft bemühen, danach Regulation durch Vorgesetzte.
Unterbleibt beides, so versagt " das Immunsystem" - und man erkrankt.

Das oben geschriebene hat aber auch einen Umkehrschluss, den man - bitte - nicht unbeachtet lassen möge.

Wer sich nämlich rotzfrech( ??) auf seine Position zurück zieht, den erreicht kein Mobbing: er ist unangreifbar.

Drum kann es tatsächlich manchmal zielführend sein, wenn man - als Betroffener - so ziemlich alle eigenen Prinzipien über Bord wirft und in dem Moment des Angriffs noch asozialer, frecher dem Gegenüber entgegen tritt.

Dem anderen Subjekt wird dazu unter Anwendung seiner Sprachwahl die Rechtswidrigkeit des Mobbing vor Auge geführt.
So erfolgt die unmittelbare Einsicht - bei Restintelligenz. Problem ist natürlich, dass man zwar Restintelligenz erhofft, aber deren Vorhandensein durch aktives Mobbing widerlegt ist.

Ohne Einsicht dort muss der sofortige Absturz eingeleitet werden.
Dies ist notwendig, damit auf der Gegenseite der Denkprozess eingeleitet wird, warum man versagt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Marika,

dir auch frohes, neues Jahr.

Ich kann verstehen, dass die Sprüche und die Lügen über dich, dich belasten, vor allem da es ja nicht nur eine Person ist, sondern anscheinend mehrere.
Ist das früher auch schon mehrmals vorgekommen oder ist das erst seit kurzem, dass man zu dir so unfreundlich ist?
Wenn es erst seit kurzem so ist, könnte es sein, dass da eine Person, die dich nicht mag, gegen dich Stimmung macht und andere das dann leider glauben - muss aber auch nicht so sein, nur ein Gedanke.

An deiner Stelle würde ich alle Vorfälle dokumentieren und die dabei auch für dich selber (mit etwas zeitlichem Abstand zu der Situation) bewerten, als wie gravierend du die Vorfälle einschätzt und wie sehr man dich mit einer Aussage wirklich persönlich treffen wollte.
Es gibt ja so Sprüche, die sind nicht ganz empathisch/höflich, aber böse und persönlich gemeint sind sie auch nicht.
Bei der Bewertung würde ich schauen:
Redet derjenige mit ALLEN Leuten so oder nur mit dir?
Redet er immer so mit dir oder redet er auch mal nett und höflich zu dir? Bei 2. war er vielleicht gerade im Stress, dass es darum nur ein verbaler Ausrutscher war?

Wenn Unwahrheiten über dich erzählt werden, würde ich höflich nachfragen "Wer hat das behauptet?".
Wenn dann immer der selbe Name fällt , liegt der Verdacht nahe, dass da tatsächlich jemand oder eine kleine Gruppe Stimmung gegen dich macht
Wenn es unterschiedliche Namen sind, ist es vielleicht einfach eher Zufall und ein Missverständnis. Ältere (eventuell leicht tüttelige oder schwerhörige) Heimbewohner oder auch Pfleger mit schlechten Deutschkenntnissen könnten gut mal was missverstehen.

Also ich würde erst mal beobachten, dokumentieren und für dich selber bewerten und einordnen.
Vielleicht kommst du dann zum Schluss , dass es nicht so wild ist, wie du anfangs befürchtest hast und du es mit "ins eine Ohr rein, ins andere raus" ganz gut lösen kannst.

Hast du den Verdacht, dass es wirklich Richtung Mobbing geht, würde ich deine Dokus mal einer Vertrauensperson zeigen und die fragen, was sie dazu meint.
Und dann schauen, willst du da gegenan gehen oder ist es dann vielleicht doch besser sich mal nach einem anderen Job umzuschauen, entweder in ner anderen Firma oder auch in einem ganz anderen Arbeitsbereich. Bei dem , was ich so von dir gelesen habe, finde ich aber nicht dass du an sich falsch in der Pflege bist, eher so als würdest du dir zu viel zu Herzen nehmen und das Problem würde dich sicher auch in anderen Arbeitsbereichen begleiten.
 
Der Titel bezieht sich auf "Unverschämtheiten".
Das würde ich mir mal genauer anschauen, weil ganz so eindeutig ist das hier irgendwie nicht.

Da zu der Zeit in der Einrichtung Corona im Umlauf war, fragte ich die Bewohnerin, ob sie getestet worden sei. Sie bekam sofort einen Schreck und erzählte, dass zu Beginn der Pandemie ihr Mann an Corona verstorben sei und sie wegen der Infektion wochenlang im Krankenhaus gelegen habe. Ich wusste nichts von ihrer Vorgeschichte und versuchte sie beruhigen, dass Corona-Infektionen heute meistens einen milden Verlauf haben. Eine Stunde später kam die Pflegefachkraft auf mich zu und schnauzte mich an, dass ich der Bewohnerin gesagt habe, dass sie Corona habe. Dabei stimmte das doch überhaupt nicht, was ich ihr auch sagte. Doch das interessierte die Kollegin nicht, da die alte Dame nun auf einem Test bestand und sie den in der Apotheke bestellen musste.

Welchen Unterschied hätte es gemacht, ob es nun eine starke Erkältung oder Corona war? Zumal du direkt dann relativiertest und dich auf einen "meistens" milden Verlauf bezogen hast.
Dass die Bewohnerin ihren Mann durch Corona verloren hat, konntest du natürlich nicht wissen, aber bisschen "ungeschickt" ist es schon, direkt mit dem Wort Corona um sich zu werfen.
Damit hast du die Bewohnerin stark verunsichert bzw. ihr sogar Angst eingejagt.

Und zum Thema Test:
Das ist doch die logische Konsequenz aus deinen Worten.
Du wirfst das Wort Corona in den Raum, natürlich will die Bewohnerin dann einen entsprechenden Test.

Ob es nun überhaupt wichtig gewesen wäre, zu erfahren, ob es sich um eine starke Erkältung oder um Corona handelt, sei mal dahingestellt. Die Maßnahmen, die ihr ergriffen hättet, wären doch ohnehin identisch gewesen, vermute ich...

Was ich allgemein komisch finde ist, dass gleich mehrere Personen, so "stark" auf dich reagieren sollen.
Du listest, die Vorgesetzte, 2 weibliche Kolleginnen und einen männlichen Pfleger auf, die dir entweder unrecht tun, dich blöd anmachen oder dich nicht genug "sehen".

Wenn ihr das lest, denkt ihr bestimmt, warum ich mir nicht einfach einen anderen Arbeitsplatz suche. Doch ich habe regelrecht Panik vor einer Veränderung. Wer weiß, was mich anderswo erwartet.

Naja wenn du dich im aktuellen Job von gleich 4 Leuten so "gemobbt" fühlst, was soll dann woanders noch groß schlimmer sein?
 
Leider bemerke ich aber seit ein paar Monaten, dass meine Vorgesetzte nicht mehr gut auf mich zu sprechen ist. Ihr Tonfall mir gegenüber ist nicht direkt feindselig, aber sie verhält sich sehr distanziert. Das ist der Fall, nachdem ich mich über eine Kollegin beschwert hatte, die manche Aufgaben einfach verweigert. Meine Vorgesetzte sprach mit der Kollegin, aber als sich nichts änderte, beschwerte ich mich wieder. Das Einzige, was mir die Vorgesetzte daraufhin sagte war, dass man Rücksicht nehmen müsse. Die Kollegin habe einen Migrationshintergrund und es scheitere sicherlich oft an den fehlenden Sprachkenntnissen.
Ist die Kollegin dir weisungsgebunden oder "nur" eine Kollegin? Was passiert, wenn sie Aufgaben nicht erledigt? Sind andere (du) dann verpflichtet einzuspringen und die Aufgaben zu übernehmen oder könntest du (je nach Aufgabe) einfach dokumentieren (und an die PDL und so) geben "XY hat sich geweigert Aufgabe Z zu erledigen". Was sind das für Aufgaben, die sie verweigert? Hauptsächlich unangenehme aufgaben? fehlendeSprachkenntnisse sind auf jeden Fall keine Begründung dafür, seine Arbeit nicht zu erledigen!
Frag deine Vorgesetzte mal, ob Rücksicht ihrer Meinung nach heißt, dass einer das gleiche Geld dafür bekommt, indem er Aufgaben teilweise liegenlässt, die dann andere machen müssen? So wie TEAM=Toll, ein anderer machts!
Haben deine Kollegen auch Probleme mit dieser Mitarbeiterin?

Eine Stunde später kam die Pflegefachkraft auf mich zu und schnauzte mich an, dass ich der Bewohnerin gesagt habe, dass sie Corona habe. Dabei stimmte das doch überhaupt nicht, was ich ihr auch sagte. Doch das interessierte die Kollegin nicht, da die alte Dame nun auf einem Test bestand und sie den in der Apotheke bestellen musste. Seitdem spricht die Pflegefachkraft nicht mehr mit mir und behandelt mich wie Luft. Der Test war übrigens positiv ausgefallen.
Den unangemessenen Tonfall von wem auch immer in Zukunft sofort verbitten!
Und dass die Pflegeheimbewohnerin hier eventuell was missverstanden hat, wäre ja auch so abwegig.

Vorgestern gab es eine freche Äußerung von einem Kollegen und gestern eine Unterstellung einer Kollegin.
Genauer bitte?
Ich war gerade mit der Dokumentation beschäftigt und achtete nicht auf das private Gespräch im Dienstzimmer bis ein Pfleger mich ansprach. Ich verstand ihn nicht auf Anhieb, weil er einen starken Akzent hat. Daher fragte ich nach. Seine ungehaltene Antwort war: "Sprichst du kein Deutsch, oder wie"?! Dieser Pfleger ist beliebt, weil er oft lustig und unterhaltsam ist. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass er mich kaum noch grüßt.
Nächstes mal konterst du einfach, dass du dein Hörgerät heute zuhause vergessen hast.

Gestern traf ich eine Kollegin, eine Pflegefachkraft, im Aufzug. Sie fragte mich in stinkigem Tonfall, ob ich das gewesen sei, die die Bewohner in Aufregung versetzt habe. Ich habe angeblich behauptet, dass eine Bewohnerin tot aufgefunden worden sei. Ich war echt entsetzt, war gestern nicht einmal in dem Wohnbereich gewesen.
Antwort von dir "Was soll dieser Tonfall? Und nein, hab ich nicht, wer behauptet sowas"

Diese Entwicklung macht mir Angst, vor allem, weil ich auch das Gefühl habe, dass meine Vorgesetzte nicht mehr hinter mir steht. Ich habe Angst vor Mobbing.
Tagebuch führen, wer was wann in welcher Situation gesagt hat. Wer dabei war. Wenn z.B. die Corona-Bewohnerin nicht dement ist, dann könnte sie sicher bestätigen, dass du ihr nicht gesagt hast, dass sie Corona hat.
Wenn ihr das lest, denkt ihr bestimmt, warum ich mir nicht einfach einen anderen Arbeitsplatz suche. Doch ich habe regelrecht Panik vor einer Veränderung. Wer weiß, was mich anderswo erwartet. Außerdem muss ich mich ja weiterhin um eine andere Wohnung bemühen. Ich traue mir nicht zu, beides zu schaffen.

Könnt ihr mir einen Rat geben?
Oder habt ihr den Eindruck, ich steigere mich da in etwas hinein?

Es grüßt euch

Marika
Ich konnte das jetzt nicht genau herauslesen, bist du auch Pflegekraft? Dann wäre die Jobsuche auf jeden Fall kein Problem für dich, Pflegekräfte werden immer gesucht. Und dann musst du doch nicht zwingend umziehen, oder gibt es in deiner Umgebung nur diese eine Einrichtung?

Ich würde wohl:
-Stellenanzeigen sichten, Stellennewsletter der Umgebung aktivieren, Bewerbungsunterlagen aktualisieren
- dieses Tagebuch führen und jeden Vorfall reinschreiben
-ggf. zur Pflegedienstleitung gehen und sagen, dass du ein Problem mit dem Arbeitsklima hast
-testweise Bewerbungen schreiben

Intern (in der Einrichtung) in einen anderen Wohnbereich wechseln geht wohl nicht? Kommt natürlich auf die Größe der Einrichtung an.

Ich wünsch dir alles Liebe🍀🍀🍀🍀
 
Hallo,

danke für eure Antworten.

Ich bin froh, dass einige Verständnis zeigen, dass mich das Verhalten der Kollegen teilweise sehr verletzt. Ich finde, dass ich das nicht verdient habe, weil ich zu jedem freundlich bin. Vielleicht wird gerade das von einigen als Schwäche ausgelegt.

Ich werde euren Rat beherzigen und ab jetzt alle Vorkommnisse, die in die Richtung "Unverschämtheit und Respektlosigkeit" gehen, dokumentieren. In dem Unternehmen gibt es eine Arbeitnehmervertretung. Dort kann ich ggf. alle gesammelten Vorkommnisse zur Sprache bringen und versuchen, mit deren Hilfe eine Lösung zu finden.

Mir fehlt leider die Gabe für schlagfertige Antworten, wenn mir jemand blöd kommt. Dem Kollegen mit Migrationshintergrund, der meine Deutschkenntnisse anzweifelte, hätte ich am liebsten plump gesagt, dass ER erst einmal richtig Deutsch lernen soll. Doch das wäre ungeschickt gewesen und hätte mir auch noch als rassistisch ausgelegt werden können. Die Antwort mit dem Hörgerät wäre gut gewesen. 🙂

@Kylar, du hast vermutet, dass dieser Kollege einfach im Stress war, was ich nicht annehme. Erst vor kurzem ist er mir sehr unangenehm aufgefallen. Ich versuchte, einer schwer dementen Bewohnerin Essen anzureichen, was sie aber kaum noch umsetzen kann. Entsprechend lange dauerte es bis sie den Mund öffnete. Da kam dieser Pfleger, nahm mir die Gabel aus der Hand und stopfte der Bewohnerin ruppig das Essen in den Mund mit den Worten "Ich hasse es, wenn jemand so langsam isst!"

Du hast geschrieben, dass ich mir vieles zu sehr zu Herzen nehme. Du hast sicherlich Recht, aber es fällt mir schwer, das alles an mir abprallen zu lassen. So gern ich das auch möchte.

@MisterEko

Ich habe nicht geschrieben, dass es sich um Mobbing handelt. Ich habe geschrieben, dass ich Angst habe, dass die ungute Stimmung gegen mich in Mobbing ausarten könnte!

Ich streite gar nicht ab, dass es ungeschickt von mir war, die Bewohnerin zu fragen, ob sie schon getestet worden sei. Wie gesagt, ich kannte ihre Vorgeschichte nicht und andere erkrankte Bewohner wurden ja auch getestet. Die Pflegefachkraft behandelt das Ganze aber wie einen groben Fehler von mir und behandelt mich seitdem wie Luft. Ich denke nicht, dass es ein so großer Aufwand war, bei einer Apotheke einen Corona-Test anzufordern.

@fantakuchen

Danke, du hast mir auch wertvolle Tipps gegeben.

Die Kollegin, die bestimmte Aufgaben einfach ablehnt, ist so wie ich Pflegehelferin. Was sie macht, ist Arbeitsverweigerung. Sie drückt sich vor unangenehmen Dingen, wo sie nur kann und äußerte sich respektlos über die Bewohner wie "Die stinkt" oder "Der ist eklig". Sieht nicht ein, dass sie mehr machen muss als die Bewohner zu waschen und anzuziehen. Das wird von meiner Vorgesetzten gedeckt, als wenn das ganz normal wäre. Sie steht voll auf der Seite der Kollegin, die nun mal wie sie selbst einen Migrationshintergrund hat.

Zu deinem Nickname fällt mir auch noch eine weitere unangenehme Situation ein.
Silvester war ich im Dienst und begleitete eine Fachkraft zur Silvesterfeier im Haus zwecks Tablettenausgabe. Da ich einmal an Ort und Stelle war, bat man mich, kurz bei der Verteilung von Getränken zu helfen. Mir wurde gesagt, dass es ein Mix aus Eierlikör und Fanta sei. So verteilte ich die Getränke und sagte den Bewohnern, dass es sich um Eierlikör mit Limonade handele. Da putzte mich die Leiterin der Hauswirtschaft vor den Bewohnern an ihrem Tisch runter: "Frau X, Sie können das doch nicht als Eierlikör mit Limo verkaufen! Sagen Sie einfach, das ist ein Eierlikörcocktail". Ich war sauer, weil sie es sich bequem gemacht hatte statt selbst zu verteilen. Deshalb antwortete ich, dass es manchen Bewohnern sicherlich wichtig sei zu wissen, dass es sich bei dem Getränk nicht um puren Alkohol handelt.

Ich werde das Ganze weiterhin beobachten, mir alles notieren und nebenbei nach Stellenangeboten Ausschau halten.
 
@Kylar, du hast vermutet, dass dieser Kollege einfach im Stress war, was ich nicht annehme. Erst vor kurzem ist er mir sehr unangenehm aufgefallen. Ich versuchte, einer schwer dementen Bewohnerin Essen anzureichen, was sie aber kaum noch umsetzen kann. Entsprechend lange dauerte es bis sie den Mund öffnete. Da kam dieser Pfleger, nahm mir die Gabel aus der Hand und stopfte der Bewohnerin ruppig das Essen in den Mund mit den Worten "Ich hasse es, wenn jemand so langsam isst!"

So ein Mensch ist in eurem Beruf dann aber sicher falscher aufgehoben als du.
Ich vermute mal, der ist dann auch zu ALLEN Leuten (oder zumindest zu "schwachen" Leuten, wo er meint es sich erlauben zu können) so pampig drauf, oder?

Wenn du Spaß an deinem Job hast, lasse dir von solchen Leuten dann bloß nicht die Freude daran nehmen.
 
So ein Mensch ist in eurem Beruf dann aber sicher falscher aufgehoben als du.
Ich vermute mal, der ist dann auch zu ALLEN Leuten (oder zumindest zu "schwachen" Leuten, wo er meint es sich erlauben zu können) so pampig drauf, oder?

Wenn du Spaß an deinem Job hast, lasse dir von solchen Leuten dann bloß nicht die Freude daran nehmen.

Was ich bisher so mitbekommen habe, geht er mit den meisten Mitarbeitern kollegial um. Er machte oft Scherze, aber nicht auf die bösartige Tour, also nicht auf deren Kosten. Trotzdem denke ich, dass er in dem Job an der falschen Stelle ist.

Ich werde versuchen, weiterhin gern zur Arbeit zu gehen, denn die älteren Menschen liegen mir wirklich sehr am Herzen.
 
@Kylar, du hast vermutet, dass dieser Kollege einfach im Stress war, was ich nicht annehme. Erst vor kurzem ist er mir sehr unangenehm aufgefallen. Ich versuchte, einer schwer dementen Bewohnerin Essen anzureichen, was sie aber kaum noch umsetzen kann. Entsprechend lange dauerte es bis sie den Mund öffnete. Da kam dieser Pfleger, nahm mir die Gabel aus der Hand und stopfte der Bewohnerin ruppig das Essen in den Mund mit den Worten "Ich hasse es, wenn jemand so langsam isst!"
Unmöglich. Das ganze geht schon in Richtung Strafbarkeit (Nötigung). Hat diese Bewohnerin Angehörige, denen du das mal schildern kannst? Die können alles in die Wege leiten. Du kannst dich natürlich auch selbst an die Heimaufsicht wenden, aber ich fürchte, dass du dann direkt einen anderen Arbeitsplatz in petto haben solltest.
@fantakuchen

Danke, du hast mir auch wertvolle Tipps gegeben.

Die Kollegin, die bestimmte Aufgaben einfach ablehnt, ist so wie ich Pflegehelferin. Was sie macht, ist Arbeitsverweigerung. Sie drückt sich vor unangenehmen Dingen, wo sie nur kann und äußerte sich respektlos über die Bewohner wie "Die stinkt" oder "Der ist eklig". Sieht nicht ein, dass sie mehr machen muss als die Bewohner zu waschen und anzuziehen. Das wird von meiner Vorgesetzten gedeckt, als wenn das ganz normal wäre. Sie steht voll auf der Seite der Kollegin, die nun mal wie sie selbst einen Migrationshintergrund hat.
Sowas ist echt unmöglich. Haben diese Bewohner Angehörige, die du über diese Bemerkungen informieren könntest? Wenn die Angehörigen im Heim Stunk machen, tut sich bestimmt eher was!
Und "Die Stinkt" ist ja nun nix, was man mit Migrationshintergrund erklären oder begründen könnte.
Was ist mit der Heimleitung, kannst du dort mal sowas zur Sprache bringen? Oder das Thema "Arbeitsbelastung" ansprechen. Die Arbeitsbelastung ist in der Pflege natürlich immer hoch, aber wenn dann einer noch seinen Teil nicht erledigt.
 

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