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Wie geht es euch mit der Entscheidung keine Kinder zu wollen?

Mir geht es gut ohne Kinder. Ich wollte nie welche.

Mein Freund hat einen Sohn, der allerdings bereits erwachsen ist. Als Kind habe ich ihn nie wahrgenommen. Er war ja auch schon 17 als ich ihn kennen gelernt habe.
 
Natürlich, weil ich das andere nie erlebt habt. Ihr seid noch nie mit einem Sohn auf einen Berg gestiegen, seid nie mit der Tochter zusammen beim Lesen eingeschlafen, ihr habt keine Kindergeburtstage erlebt, die Einschulung, der erste Tag im Kindergarten…

Ihr tut mir alle sehr leid auf sowas verzichten zu wollen. ABER das ist leider der Einfluss von Funk und Fernsehen.
Dir mag sowas was geben, andere läßt sowas völlig kalt. Kindergeburtstage = Streß pur, Kindergarten = ständige Lauferei, hinbringen, abholen, Zwischenfälle. Ich habe im pubertierenden Alter (schlechtestes Alter für sowas überhaupt, wenn man genug mit sich selber zu tun hat) drei kleine Halbgeschwister mitgemacht, erst zwei Buben die kurz hintereinander zur Welt kamen und Jahre später ein Mädchen als Nachzügler, und bei mir war klar daß ich sowas nie auf eigene Kosten mitmachen will. Zumal ich damals für mich selber nichts hatte als überall nur mitgeschleiftes fünfte Rad am Wagen. Keine rosigen Zukunftsaussichten für mich selber damals, kein Geld, nichts, was wollte ich da noch mit einem lebenden Puppenersatz? (als den manche Kinder leichtsinnig sehen.) Später mit Beruf und eigener Wohnung und endlich die Möglichkeit erwünschten Hobbys nachzugehen, warum sollte ich mir das kaputt machen lassen. Ein Kind bringt nichts was mich jemals interessiert hätte.
 
Du kannst ja später eventuell ein oder zwei Waisenkinder adoptieren -,
sobald Dir doch noch der Wunsch nach Kindern auftaucht.
Darauf sollte sich niemand verlassen.
So viele Waisenkinder gibt es in Deutschland nicht mehr,
die welche zu kriegen wären sind nicht selten Problemkinder, behindert oder (besonders gefährlich) Kinder mit angeborener Suchtkrankheit, weil die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol und andere Drogen genommen hat, was zu Hirnschädigungen führte (was nicht therapierbar ist, es gab schon Fälle wo solche Adoptivkinder mit chronisch kriminellem und asozialem Verhalten die ganze Adoptivfamilie zerstört haben, die wird man dann auch nicht mehr los, weil eine Adoption nicht mehr rückgängig gemacht werden kann)
und Auslandsadoptionen sind auch kaum mehr möglich weil viele andere Länder diese unterbunden haben.
Wenn es irgendwann mal rein um eine Weitergabe von Erbe geht, kann man eine Erwachsenen-Adoption überdenken oder einfach ein entsprechendes Testament ausstellen und ggf. frühzeitige Schenkungen machen. Ansonsten kann man nur auf eine "offene" Adoption in der eigenen Umgebung hoffen, wo Verwandte, Nachbarn etc. ein Kind umständehalber abgeben müssen, ohne den Kontakt ganz aufgeben zu wollen, oder für ein paar Jahre ein Pflegekind übernehmen mit der Option auf spätere Adoption.
 
hätten deine Eltern so gedacht wie Du....
Das eigene Leben ist sowieso ein Produkt von vielen Zufällen.

Hätte beispielsweise meine Großmutter keinen Schlaganfall gehabt, dann hätte mein Großvater damals nicht drauf bestanden, dass meine Mutter zurück nach Hause kommen soll. Dann hätte meine Mutter nicht meinen Vater kennengelernt und ich wäre nicht geboren worden.

Hätten meine Eltern sich dazu entschlossen, keine Kinder zu bekommen, wäre ich auch nicht geboren worden. Aber mir wäre das nicht aufgefallen, und sonst auch niemandem.
 
Es bringt LEBEN - hätten deine Eltern so gedacht wie Du....
Leben will ich selber und für mich selber, da brauche ich kein Kind als Krücke und Klotz am Bein dazu. Wer Leben sehen will, kann sich auch eine Topfpflanze anschaffen, die macht weniger Arbeit als ein Kind. Was glaubst Du denn warum sich heute so viele einen Hund oder eine Katze als Kindersatz anschaffen, weil die immer noch weniger Arbeit und Kosten verursachen und notfalls auch loszuwerden sind, wenn man selber ins Rutschen kommt.
 
Es bringt aber in der Regel ein ganz anders Leben als man es sich erhofft und vorgestellt hatte.
Stimmt, und wenn das Kind dann ganz anders wird als die Eltern sich das erhofft haben, dann sind leider nicht alle Eltern fähig und willens, das zu akzeptieren. Manchmal wird ein Kind auch als Mittel zum Zweck, als Problemlöser, zum Kitten einer kriselnden Partnerschaft oder um irgendeinen Wunschtraum zu erfüllen in die Welt gesetzt, und wenn das dann nicht funktioniert, steht die Mutter mit ihren Phantasien dumm da, aber dann ist es leider zu spät. Ein Kind rein um des Kindes willen schaffen sich die wenigsten an, und das sind dann oft ungeplante Schwangerschaften die frau durchzieht, weil sie es sowieso irgendwie gewollt hat.
 

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