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Wie findet man seinen Weg?

tornapart

Neues Mitglied
Guten Abend..

Ich habe aus wirklich dummen Gründen wirklich dumme Entscheidungen in meinem Leben getroffen. Ich hab die 10 wiederholt um die Qualifikation für die 11 zu erhalten und habe dann in der 12 die Schule geschmissen. Kurz, ich hab fast 13 Jahre Schule gemacht und hab nur die 10er Fachholschulreife.
Dann kam ein großes Nichts, dann der Zivildienst, dann wieder ein großes Nichts und dann meine Ausbildung. Die hab ich aber im dritten Jahr, das war letzten Oktober, abgebrochen. Im September werde ich schon 25 und hab absolut keine Ahnung, was ich jetzt tun soll.

Dazu muss ich erwähnen, dass ich seit 10 Jahren von einer ständigen Antrieblosigkeit, Trägheit und Faulheit befallen bin. In der 7. und 8. Klasse war ich mit einer der besten im Jahrgang, und in der 9 fing das dann alles an, sodass ich dann nur knapp in die 10 versetzt wurde. In der 11 fing ich dann an zu schwänzen, obwohl ich einen 50m Schulweg hatte. Und generell bin ich unzuverlässig und unpünktlich. Im Zivildienst und in der Ausbildung gings dann, aber in der Berufsschule ging das schwänzen und nicht-lernen weiter.
Ich bin mir sicher, dass ich eine mittelschwere bis schwere Depression hab, denke aber, dass ich ein recht intelligenter Mensch bin, der die Auswirkungen sieht und selbst dagegen angehen kann. Das Problem ist weiterin, diese allgegenwärtige Trägheit und Antrieblosigkeit.
Momentan bin ich wiedermal seit November in diesem großen Nichts. Bin arbeitslos, aber es war mir zu anstrengend, die Anträge für ALG1 auszufüllen, sodass ich weder Bezüge kriege, noch krankenversichert bin.
Das Problem ist aber, auch wenn all diese Sachen nicht wären, hätte ich keine Ahnung, was ich beruflich machen will. Ich habe in der Ausbildung jedoch bemerkt, dass ich auf keinen Fall am PC arbeiten möchte. Ich habe Interesse entwickelt an Sachen wie Rettungsassistent, jedoch wird das mies bezahlt und man hat nach spätestens 10 Jahren einen kaputten Rücken.
Ich habe meiner Familie eigentlich gesagt, dass ich ab Februar zur Abendschule gehen möchte, um mein Abi nachzumachen. Ich habs dann aber doch nicht gemacht weil ich nicht überzeugt bin, dass das so gut ist, weil ich dann mit Ende 27 Abiturient bin, was halt auch nicht beeindruckend ist. Villeicht müsste ich dann studieren, damit das Sinn macht, aber das traue ich mir überhaupt nicht zu. Ich befürchte, dass ich eh wieder nur schwänze und in meiner 0 Bock Schiene lande.
Es regt mich auf, wenn ich darüber nachdenke, wieviel Energie andere Leute haben und frage mich, warum das nicht bei mir auch so ist.

Was haltet ihr von der Sache mit der Abendschule? Was würdet ihr empfehlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Momentan bin ich wiedermal seit November in diesem großen Nichts. Bin arbeitslos, aber es war mir zu anstrengend, die Anträge für ALG1 auszufüllen, sodass ich weder Bezüge kriege, noch krankenversichert bin.

Bitte dringend nachholen. In Deutschland ist jeder verpflichtet, krankenversichert zu sein (selbst ein Millionär, der alle Behandlungen aus eigener Tasche bezahlen könnte). Wenn Du momentan nicht krankenversichert bist (z.B. über die Familie), wirst Du bei Wiedereintreten in die Krankenkenversicherung die fehlenden Monate rückwirkend nachzahlen müssen. Und diese Beiträge zahlt das Amt nicht immer.
 
Ja ich werd versuchen, das so schnell wie möglich nachzuholen. Ohne die KK wäre eine Therapie ja eh nicht möglich. Nur meine Bedenken sind, dass ich statt eine langwierige Therapie zu machen, langsam mal was produktives für meinen Lebenslauf tun sollte.
Ich mein, die Zeit läuft und ein paar meiner Freunde machen schon ihren Master und waren in coolen Ländern für ein Auslandsemester. Und ich hab absolut nichts vorzuweisen, das ist frustrierend. :mad:
 
Ich bin mir nur nicht sicher, ob mich Gespräche mit einem Therapeuten weiterbringen.

Ich bin relativ klar im Kopf, hab keine Selbstmordgedanken, ich denke nicht, dass meine Situation ausweglos ist, ich isoliere mich nicht, ich hab eigentlich gar keine despressiven Gedanken. Es ist nur diese Müdigkeit und Trägheit, die mich am Boden hält. Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach 😉

Deswegen denke ich, dass ich nur irgendwelche Medikamente bräuchte, um mal aus den Puschen zu kommen.
 

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