Verstehe ich das richtig, dir ist nichts passiert (von außen), sondern es ist etwas passiert in deinem Inneren?
Ich habe dieses Thread eher schnell, als genau verfasst. Am besten starte ich von ganz vorn:
Mir fällt es schon seit meinem Kindesalter sehr schwer mit Menschen in Kontakt zu treten. Das hat sich zwar durch den Berufseintritt deutlich verbessert, aber eher weil ich das gezwungenermaßen machen musste. Schwer fällt es mir nach wie vor. Außerdem hasse ich es im Mittelpunkt zu stehen, Vorträge in der Schule sind eine echte Qual für mich.
Ich war bis letzer Woche davon überzeugt, dass diese Probleme mit zunehmenden Alter von selbst verschwinden, da man sich persönlich ja weiterentwickelt. Allerdings habe ich mich letzten Freitag mit dem Krankheitsbild: Sozialer Phobie beschäftigt. Ich bin davon überzeugt, das ich an einer Sozialen Phobie leide.
Freunde hatte ich noch nie viele, daher war ich schon immer sehr traurig, dass es mir auch nicht leicht fällt neue zu finden. Mit der Erkenntnis das ich an dieser Phobie leide ist für mich die Welt zusammen gebrochen. Ich habe wieder angefangen Drogen zu nehmen und bin in einem Trauerloch wie zum Anfang des Jahres versunken. Mir ging immer wieder der Gedankengang durch den Kopf: "Ich möchte ja neue Freunde finden, aber ich bin nicht in der Lage dazu. Und solange ich mir von keinem Psychologen helfen lasse wird sich daran auch nichts ändern."
Zusätzlich habe ich Angst vor unbekannten Situationen, dass bedeutet zu einem Psychologen zu gehen versetzt mich jetzt schon in Angstzustände.
Am besten ist, du nimmst ein Blatt Papier und schreibst dir mal all deine Fragen auf. Vielleicht schreibst du auch auf was war bevor "etwas mit dir passiert ist" und diesen Zettel nimmst du dann mit zum Arzt. Das könnte einiges erleichtern beim Erstgespräch.
Das werde ich in einer ruhigen Minute tun.
Geh zu deinem Hausarzt und bitte ihn für dich möglichst schnell einen Termin bei einem Psychiater zu besorgen. Wenn ein Arzt einen anderen wegen einem Termin kontaktiert geht das oft schneller als wenn man als Patient sich alleine darum kümmert, so jedenfalls meine Erfahrung.
Seit ich 18 geworden bin war ich nicht wieder bei einem Arzt. Davor bin ich zu einer Kinderärztin gegangen. Was ist denn genau mein Hausarzt, nachdem ich 18 bin?
Wenn deine Suizidgedanken sehr konkret sind und du befüchten musst sie in die Tat umzusetzen solltest du dich notfallmäßig in die Psychiatrie vor Ort begeben.
Falls sie noch nicht so konkret sind könntest du auch bei der Telefonseelsorg anrufen. So ein Gespräch kann erst einmal Druck rausnehmen und auch die haben Adressen an die du dich wenden könntest.
https://www.telefonseelsorge.de/
Gib nicht auf. Du bist noch so jung und ich bin mir recht sicher, dass dir geholfen werden kann.
An dem letzten Freitag hätte ich mich wirklich fast vor den Zug geworfen. Inzwischen lenke ich mich durch meine Arbeit und den Drogenkonsum davon ab.
Danke für die Rückmeldung. Das hat mich zu tränen gerührt
🙂