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Wie finde ich heraus, ob er Narzisst ist?

So, jetzt habe ich Angst. Habe gerade alles auf die Schnelle durchgelesen und eure Erfahrungen erschüttern mich. Ich muss zugeben, dass ich immer nur BIS zur Trennung gedacht habe, aber nie darüber hinaus. Folgendes Problem: Mein Beruf. Ich stehe in gewisser Weise in der Öffentlichkeit, mit Vorbildfunktion und notwendigerweise gehört dazu ein guter Ruf. Wie ich schon glaub ich mehrfach erwähnt habe, ist die Stadt klein. Klatsch und Tratsch verbreiten sich schnell und da ich mit Kindern arbeite könnte das kritisch werden. Was kann ich tun, wie kann ich vorbeugen? Es allen erzählen halte ich nicht für das alleinige Allheilmittel, er ist ortsansässig, ich die von "Außerhalb". Ich habe wirklich Bauchschmerzen. Läuft es besser, wenn man den (Ex-)Partner dazu bringt, Schluss zu machen? Ihr schreibt zwar, dass auch die mit neuer Partnerin danach noch präsent sind, aber vielleicht mit insgesamt milderem Verlauf?


Liebe @sg73X#
ich möchte nicht groß drum rum schreiben, denn ich kann mir vorstellen, dass du mit der ganzen Situation zu Hause sowie die Konfrontation nun auch hier im Thread genug um die Ohren hast.

Zuerst einmal einen Rat bzw eine Frage für einen Auszug :
Weißt du, wo du alle wichtigen Sachen im Haus hast ?
Mit wichtig meine ich zB:
- Wichtige Ordner / Unterlagen / Dokumente von dir und deinen Kindern
- persönliche Dinge, die dir und deinen Kindern wichtig sind und auf die du / ihr auf gar keinen Fall verzichten wollt
- ganz dem Motto : was würde ich beim Hausbrand noch retten müssen / wollen -

(Ein Auszug besonders in deiner Lage kann stressig, überrascht, chaotisch , kurzfristig, sehr emotional oder was auch immer sein / werden. Egal wie es läuft, dann hast du aber wenigstens die wichtigen Sachen zusammen und bei dir.)
( Mein Hintergedanke war damals, wenn ich zB wichtige Unterlagen meiner Kinder und von mir vergesse oder beim Auszug nicht dran denke, wie werde ich da jemals wieder ran kommen ?! )
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Als ich damals in deiner Situation war, wusste ich nicht, wo ich wie zuerst anfangen soll / kann.
Alles war und wurde mir zu viel .
Mir wurde bewusst, dass ich für mein feststehendes und vor allem gewolltes Handeln einen klugen Kopf bewahren und mich fokussieren muss, bevor gar nihcts mehr geht.
1. Ich brauchte, setzte mir ein Ziel (Was will ich wirklich )
2. Es musste ein "Plan" her, wie ich dieses, mein Ziel erreichen kann
3. Was schaffe ich alleine, wobei brauche ich Hilfe , wobei möchte ich Hilfe


Diese 3 Sätze sagte ich mir immer wieder und haben mir sehr geholfen, wenn ich merkte, dass ich irgendwo stocke, blockiere, feststecke, nicht mehr weiter weiß, nahe dem Zusammenbruch war.
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Zu deinen Bedenken / Ängsten, ich kann sie sehr gut nachvollziehen !
Vielleicht hilft dir folgender Gedankengang:
Du arbeitest mit Kindern mit Vorbildfunktion.
Die Stadt ist klein. Klatsch und Tratsch verbreiten sich schnell.

Getratscht wird so oder so, es wird immer "einen Gegner" geben und immer jemanden, dem du es nicht recht machst und der tratscht und /oder über dich urteilt.
Somit kannst du es sowieso nicht jedem recht machen , aber dir selbst, denn schließlich geht es um dich (und deine Kinder)
Du hast das Recht, das zu tun, womit du im Reinen bist, es ist dein (und deiner Kinder) Leben.
Verschwende keine Kraft es anderen recht zu machen.


Hast du dich schon mal gefragt, was passiert, und wie du als Vorbildfunktion da stehst,
wenn irgendwann aus welchem Grund auch immer "heraus kommt", oder bzw später getratscht wird, was du dir und deinen Kindern zumutest, aber keine Konsequenzen gezogen hast ?
Noch kannst du handeln.

Oder vielleicht hilft aucch die Frage: was würdest du einem Elternteil eines Kindes raten, der gleiches erlebt?

Es allen zu erzählen halte ich auch für absolut keine gute Idee,
aber dich jemanden anvertrauen, egal ob Beratung, Kollege oder wen auch immer ,
sich Hilfe zu holen bedeutet Stärke zeigen !
(Ein Arzt und Therapeut aus einem ganz kleinen Dorf sagte mir damals : Wenn die alle wüßten, wer bei mir heimlich alles in Therapie ist, selbst der eigene Partner, und auf der Strasse setzen sie ihre Maske wieder auf und tun so, als wären sie der Perfektionist in Person. )


Ich hoffe ich habe dich mit meinen Worten nicht verletzt, denn das ist das letzte wdas ich wollte.

Ganz liebe Grüße Sonnenschnuppe

ach so, falls was davon schon geschreiben wurde, meine Beiträge müssen noch frei geschaltet werden
 
Hoffentlich schaut die TE nochmal vorbei, sie war ja seit Dienstag nicht mehr hier. Es wäre schade um die vielen guten Tipps und auch die Mühe, die sich so viele hier im Forum gemacht haben. Ich hoffe, es geht ihr gut. 😕

das Problem ist so und so von außen schwer zu beurteilen.. wir kennen den Mann nicht, allerdings finde ich seine Sprüche und das Verhalten sehr wohl alarmierend!
Jeder der es schafft (das ist gar nicht so einfach) schnell aus sowas rauszukommen hat meinen Respekt, vor allem sowas auch frühzeitig zu erkennen und dementsprechend zu handeln und zu gehen (auch das ist nicht immer leicht!!).. das wichtigste ist das man nicht mehr verstehen wollen sollte warum ist ein Mensch so .. dafür wird man keine zufrieden stellende Antwort erhalten!
das rumenating ist auch sehr schlecht und auch da wird man nicht logisch verstehen können (egal wie sehr und wie lange man versucht) warum ein Mensch der einen angeblich liebt einen so behandelt ….

Fakt ist man muss sich nicht alles gefallen lassen, auch wenn viel von Liebe gesprochen wird, ist vieles einfach keine Liebe sondern eher Gewohnheit, Angst vor dem Alleinsein oder einfach jemanden weiter an sich binden (Gründe unbekannt)
Seine Sprüche sein Verhalten sprechen für sich! Deswegen es ist egal welche Störung er eventuell hat, du leidest unter ihm und deswegen muss man gehen! Nicht alle Beziehung muss man retten besonders diejenigen nicht die einen in eigener Form auch zerstören seelisch, emotional, such dir etwas aus.. !!
Ich wünsche dir die Energie das zu erkennen und dementsprechend zu handeln!
 
Hoffentlich schaut die TE nochmal vorbei, sie war ja seit Dienstag nicht mehr hier. Es wäre schade um die vielen guten Tipps und auch die Mühe, die sich so viele hier im Forum gemacht haben. Ich hoffe, es geht ihr gut. 😕
Es könnte auch sein, dass der Thread sie erschlagen hat. Erschrocken war sie ja schon. Mir würde es zumindest so gehen.

Daher erst einmal abwarten und keine weiteren walls of text hier.
 
Hallo, direkt mal vorab: Ich bin jedem einzelnen von euch so dankbar! Ich bin überwältigt, mit wieviel Zeit (so eine Antwort schreibt sich ja auch nicht von alleine), Empathie und Reflexion mit hier begegnet wird! Damit hatte ich nicht gerechnet und es hilft mir wirklich sehr viel.

Ich war am Dienstag tatsächlich wie erschlagen und da ich normalerweise unendlich Energie habe, war das etwas, womit ich nicht gut umgehen konnte. Der Zustand hielt sogar an bis Donnerstag, mit vielen emotionalen Rückzügen in mich selbst und noch mehr Gedankenkreiseln. Dann gings wieder bergauf. Ich habe seitdem schon einiges in die Wege geleitet und bin ein wenig stolz auf mich, auch wenn ich leider noch keine Rückmeldung erhalten habe. Aber immerhin habe ich etwas getan, einen Schritt in diese Richtung unternommen. Oder zwei, drei. Mein Plan ist jetzt allerdings auch nicht unbedingt extrem kurzfristig angelegt, ich habe schon immer die Dinge nur im größten Notfall schnell vom Zaun gebrochen, lieber gehe ich das ganze geordnet und strukturiert an. Leider kann ich deshalb auch mit "sofort weg" nicht viel anfangen, ich bin nicht der Typ Mensch, der jetzt überstürzt in eine Zwischenlösung flüchten könnte, sofern es nicht absolut unabdingbar ist. Also bspw. die erstbeste Wohnung nehmen... könnte ich nicht. Ich würde mich dann in der neuen Situation auch nur wieder so unwohl fühlen, dass ich alles bereue (vom Regen in die Traufe) und/oder vermutlich noch einknicken könnte, das will ich vermeiden. Was ich mache braucht Hand und Fuß. Und ich möchte hier gerne einmal meinen Partner verteidigen: Ich bin mir wirklich sehr sicher, dass er körperlich niemals übergriffig werden würde/wird.

Ich möchte mich bei allen entschuldigen, deren Antworten ich nicht im Einzelnen aufgreife, aber ich habe jede einzelne gelesen und beziehe sie in meine Überlegungen mit ein und danke euch dafür! Auf ein paar Beiträge wollte ich aber noch gezielt eingehen:

@Soul-Sister Ich habe tatsächlich bereits versucht, mit ihm darüber zu sprechen. Wenn ich erwähne, dass es mir nicht gut geht, geht das nach hinten los. Ebenso geht es nach hinten los, wenn er MERKT, dass es mir nicht gut geht, ich musste mir dazu bereits anhören, dass er es unerträglich findet in meiner Gegenwart wenn ich so schlecht drauf bin, ich möge mich doch zusammenreißen, das halte man ja nicht aus. Und sowieso wäre bei mir ständig irgendwas, was denn überhaupt mein Problem sei, es gehe mir doch gut, ich hätte doch alles, was ich brauche. Das betrifft allerdings nicht nur sein eigenes Verhalten, ich hatte mal beruflich eine stressige Phase und war sehr platt davon, das hielt er auch nicht aus. Er möchte, dass ich gut drauf bin, allerdings nicht unbedingt weil er will, dass es mir gut geht, sondern weil er sich nicht mit Problemen auseinandersetzen möchte. Jeder Versuch, ein "Problem" zu besprechen folgt folgendem Prinzip: Ich spreche es an -> er wird wütend und teilt mir mit, dass das kein Problem sei und ich mir ohnehin alles nur einbilde -> ich erkläre, dass es für mich aber schon ein Problem ist -> er "rastet aus" (verbal, also á la "Deinen Sch*#@ muss ich mir nicht anhören!") und geht. Dann wird für Tage geschwiegen, eben so lange bis er mal gut genug gelaunt ist, eine Entschuldigung von mir in Empfang zu nehmen für mein Verhalten. Es gab in allen den Jahren wirklich noch kein einziges Gespräch, das zu etwas geführt hätte. Ich bin mir übrigens tatsächlich recht sicher, dass er unter sich selbst leidet, unter seinem ohnehin recht geringen Selbstwertgefühl, dem zeitweisen Gefühl der Ohnmacht, dem Gefühl, sich nicht verständlich machen zu können, manchmal gibt er gegenüber den Kindern auch zum Besten, dass "ein Mann" keinen gefühlsduseligen Quatsch rede - auch das stelle ich mir ausgesprochen belastend für ihn selbst vor, so er denn dies so sehr verinnerlicht hat, wie ich befürchte. Denn er ist überhaupt DER MANN, ganz und gar der Macher, der am liebsten wie in den 50ern ein Hausweibchen hätte und keine gleichwertige Parnerin. Sein Nachteil: In Puncto Intelligenz, Kommunikations- und Sozialkompetenz bin ich ihm überlegen und das dürfte sehr schwer für ihn sein. Ganz zu Anfang hat er sowas auch mal durchblicken lassen aber dann kam die Härte, insofern bin ich möglicherweise auch einfach sein Trigger. Ich bin nur traurig, dass er unser beider Stärken vereint nicht als Vorteil sieht, uns als unschlagbares Team betrachtet, sondern dass er denkt, der Weg sei, mich klein zu machen und sich über mich zu stellen. Ich habe schon so viele Tage des ignoriert-werdens dafür eingefahren, das angesprochen zu haben, dass ich es inzwischen aufgegeben habe. Aber das ist eben ein Dreh- und Angelpunkt: Ich bin davon überzeugt, dass er ein Opfer seiner selbst ist und nicht einfach nur schrecklich. Und ich war ganz lange arrogant genug, zu denken, ich könnte ihn heilen/reparieren. Ich reflektiere ihn seit Jahren mehr als mich selbst aber er will davon nichts wissen. Er hat keine Probleme. Er ist der Mann im Haus.

@unbeleidigte Leberwurst bei deinem Beitrag musste ich tatsächlich sehr lachen. Er geht niemals zum Arzt, es sei denn, er hätte ein Körperteil verloren und die Blutung ließe sich nicht stoppen. Er hat seit 1,5 Jahren ein schwerwiegendes gesundheitliches Problem, das sich auch nicht von selbst löst und ihn stark einschränkt. Er geht auf keinen Fall zum Arzt. Aber ich glaube, dass dein Beitrag eher ironisch zu verstehen war und das nicht als Indiz zu werten ist.

@Sonnenschnuppe vielen Dank für deine unheimlich einfühlsame Antwort! Zuerst mal: ja, ich weiß wo alles ist, ich bin wirklich Perfektionistin und zwar nicht von der Sorte "in der oberen Schublade", sondern von der Sorte "in der oberen Schublade, ganz hinten links, unter der XYZ". Ich könnte von jetzt auf gleich im Notfall mit allem Wichtigen innerhalb von wenigen Minuten im Auto sitzen. Aber ich weiß, dass das wirklich nur für den Notfall ist, es mir damit nicht gut gehen würde und verbrannte Erde nicht meine Art ist. Ich möchte das ganze sauber hinter mich bringen und möglichst ohne Totalschaden. Aber dein Beitrag hat mir wieder gezeigt, dass es gut ist, dass ich könnte, wenn es sein müsste. Ich werde ihn mir als Leitfaden noch oft in Erinnerung rufen, denn er beinhaltet viele wichtige Punkte und Gedankenanstöße!
 
Er möchte, dass ich gut drauf bin, allerdings nicht unbedingt weil er will, dass es mir gut geht, sondern weil er sich nicht mit Problemen auseinandersetzen möchte. Jeder Versuch, ein "Problem" zu besprechen folgt folgendem Prinzip: Ich spreche es an -> er wird wütend und teilt mir mit, dass das kein Problem sei und ich mir ohnehin alles nur einbilde -> ich erkläre, dass es für mich aber schon ein Problem ist -> er "rastet aus" (verbal, also á la "Deinen Sch*#@ muss ich mir nicht anhören!") und geht

Das ist so traurig und schrecklich und unerträglich zu lesen.
Ich hoffe, du schaffst es, von ihm wegzukommen.
 
@Soul-Sister Ich habe tatsächlich bereits versucht, mit ihm darüber zu sprechen. Wenn ich erwähne, dass es mir nicht gut geht, geht das nach hinten los. Ebenso geht es nach hinten los, wenn er MERKT, dass es mir nicht gut geht, ich musste mir dazu bereits anhören, dass er es unerträglich findet in meiner Gegenwart wenn ich so schlecht drauf bin, ich möge mich doch zusammenreißen, das halte man ja nicht aus. Und sowieso wäre bei mir ständig irgendwas, was denn überhaupt mein Problem sei, es gehe mir doch gut, ich hätte doch alles, was ich brauche. Das betrifft allerdings nicht nur sein eigenes Verhalten, ich hatte mal beruflich eine stressige Phase und war sehr platt davon, das hielt er auch nicht aus. Er möchte, dass ich gut drauf bin, allerdings nicht unbedingt weil er will, dass es mir gut geht, sondern weil er sich nicht mit Problemen auseinandersetzen möchte. Jeder Versuch, ein "Problem" zu besprechen folgt folgendem Prinzip: Ich spreche es an -> er wird wütend und teilt mir mit, dass das kein Problem sei und ich mir ohnehin alles nur einbilde -> ich erkläre, dass es für mich aber schon ein Problem ist -> er "rastet aus" (verbal, also á la "Deinen Sch*#@ muss ich mir nicht anhören!") und geht. Dann wird für Tage geschwiegen, eben so lange bis er mal gut genug gelaunt ist, eine Entschuldigung von mir in Empfang zu nehmen für mein Verhalten. Es gab in allen den Jahren wirklich noch kein einziges Gespräch, das zu etwas geführt hätte. Ich bin mir übrigens tatsächlich recht sicher, dass er unter sich selbst leidet, unter seinem ohnehin recht geringen Selbstwertgefühl, dem zeitweisen Gefühl der Ohnmacht, dem Gefühl, sich nicht verständlich machen zu können, manchmal gibt er gegenüber den Kindern auch zum Besten, dass "ein Mann" keinen gefühlsduseligen Quatsch rede - auch das stelle ich mir ausgesprochen belastend für ihn selbst vor, so er denn dies so sehr verinnerlicht hat, wie ich befürchte. Denn er ist überhaupt DER MANN, ganz und gar der Macher, der am liebsten wie in den 50ern ein Hausweibchen hätte und keine gleichwertige Parnerin. Sein Nachteil: In Puncto Intelligenz, Kommunikations- und Sozialkompetenz bin ich ihm überlegen und das dürfte sehr schwer für ihn sein. Ganz zu Anfang hat er sowas auch mal durchblicken lassen aber dann kam die Härte, insofern bin ich möglicherweise auch einfach sein Trigger. Ich bin nur traurig, dass er unser beider Stärken vereint nicht als Vorteil sieht, uns als unschlagbares Team betrachtet, sondern dass er denkt, der Weg sei, mich klein zu machen und sich über mich zu stellen. Ich habe schon so viele Tage des ignoriert-werdens dafür eingefahren, das angesprochen zu haben, dass ich es inzwischen aufgegeben habe. Aber das ist eben ein Dreh- und Angelpunkt: Ich bin davon überzeugt, dass er ein Opfer seiner selbst ist und nicht einfach nur schrecklich. Und ich war ganz lange arrogant genug, zu denken, ich könnte ihn heilen/reparieren. Ich reflektiere ihn seit Jahren mehr als mich selbst aber er will davon nichts wissen. Er hat keine Probleme. Er ist der Mann im Haus.
Liebe @sg73X#
ach je, ja so ähnlich hatte ich mir das vorgestellt. Du reflektierst das doch ganz gut. Es ist ein Beziehungsproblem. Er ist dir unterlegen, möchte das aber eigentlich nicht sein, sondern das Gegenteil, er möchte dir überlegen sein. Deswegen steuert er dagegen. Kein Wunder, dass er unzufrieden ist.

Wie man das aufbrechen könnte, das weiß ich auch nicht. Aber so wie du ihn schilderst, musst du doch keine Angst haben. Er spielt den starken Mann, aber eigentlich ist er das doch nicht. Ich denke, du könntest ihn an seiner schwachen Seite erreichen. Hast du schon einmal versucht, auf dieser Ebene mit ihm zu reden? Eventuell könntest du dir wirklich bei einem Therapeuten mal Hilfe holen. Wie geht man das an. Oder du sagst ihm doch, du würdest dich trennen wollen, aber wenn ihm die Beziehung wichtig ist, dann soll er mit in eine Paartherapie kommen. Vielleicht willigt er ein, er scheint doch an dir zu hängen. Wenn das moderiert ist, werdet ihr euch besser verstehen, der Therapeut findet meist noch andere Worte, Wege. Und im Zweifelsfall moderiert er die Trennung.

Dass er nicht mit Problemen umgehen kann, nun gut. Ich habe in meinem Leben auch die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen mit Problemen schlecht umgehen können, einfach wollen, dass man funktioniert, meine Familie, mein Partner, Freunde, Kollegen. Fällt man aus, ist man doch ein Störfaktor. Vermutlich weiß er auch gar nicht, wie er deine Probleme lösen soll, ist überfordert. Gleichzeitig muss er aber ja den starken Mann spielen. Ein Teufelskreislauf...

Ich finde das gut, dass du nicht Hals über Kopf abhaust. Das wäre mein Weg auch nicht. Klar kannst du dich schon mal erkundigen, planen für eine geordneten Rückzug, aber bei den Hau-Ruck-Aktionen kommt man doch manchmal vom Regen in die Traufe...

Sei nicht verzweifelt, hab keine Ängste, du wirkst gut rational, organisiert und so, als könntest du das stemmen. Ich verstehe, dass du nach all dem Hick-Hack geschwächt bist, gestresst, aber mach dir klar, er ist da genauso hilflos auf seiner Seite eigentlich auch. Ihr müsst euch nur auf der geeigneten Ebene finden. 🍀

Ach so, ich glaube, ein Narzisst ist er nicht, nur ein üblicher Macho, der ein bisschen darunter leidet, dass ihn nicht alle als das anerkennen, was er ist. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr müsst euch nur auf der geeigneten Ebene finden. 🍀
Es gibt einfach auch mal einen Punkt, an dem man genug gegeben hat.
Da muss man eben keine gemeinsame Ebene mehr suchen, sondern nur noch sein Ränzlein schnüren und sich ein neues Leben aufbauen mit größerer Chance auf Erfüllung.

Hast du, liebe @Soul-Sister, tatsächlich gelesen, was dieser Mann schon alles vom Stapel gelassen hat?Und das ist ja nur ein Bruchteil dessen, was über die Jahre passiert sein wird. Jede einzelne Erfahrung verletzt, richtet Schaden an, hinterlässt womöglich Narben auf der Seele - und du, liebe TE, scheinst es dir bis hierhin wirklich nicht einfach gemacht zu haben, bist sehr reflektiert unterwegs.

Ich halte es für grundrichtig, dass du das Ende planst, verstehe auch, dass du nicht überstürzt aufbrichst - ich selber hatte ja auch eine Strategie verfolgt, die Zeit in Anspruch genommen hat. Am Ende war die Entscheidung aber goldrichtig.

Meine ab dann folgende Partnerwahl verlief völlig anders, ich hatte für mich eine Korrektur meiner Werte auf Basis dieser schlechten Erfahrung vorgenommen. Damit bin ich sehr gut gefahren und habe - auch wenn auch jetzt natürlich nicht immer alls 100%-ig läuft - meinen 6-er im Lotto an meiner Seite.

Das wünsche ich dir auch. Nimm dir Zeit, aber vergeude nicht weitere mit diesem Menschen. Das Leben ist viel zu kostbar... 🌺
 

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