G
Gast
Gast
hallo
natürliche achte ich darauf. geht gar nicht anders, wenn man so ein scheiss abitur gemacht hat. und danach noch was studiert, das mit ökologie zu tun hat, ausserdem "aufgeklärt" wird, durch zeitung, fernsehen, etc.
eine zeit lang hat das dazu geführt, dass ich nichts einkaufen konnte. ich stand im laden und betrachtete die ausgestellte ware. erstens, was gibt es einzukaufen, zweitens, wie wird es angeboten. wenn ich dann im kopf, den filter gebrauche, den ich in all den jahren aufgebaut habe (was ist gut, was nicht), dann bleibt nicht viel übrig, was man sinnvollerweise einkaufen könnte. einmal bin ich echt ohne nichts wieder raus. total zermürbt. noch zermürbender sind dann die menschen, die meinen, "ach, wenn kümmerts schon? hauptsache es macht spass, nicht?".
wenn ich dann vor den bio-bohnen aus tansania oder so stehe, versuche ich eine ökobilanz im kopf herzustellen. also eigentlich eine sozio-bio-polito-bilanz. man will ja erwachsen sein, nicht dazu beitragen, dass die welt schlechter wird, sondern besser! man will eigenverantwortlich handeln.
aber mittlerweile ist es auf dem globus so komplex geworden und die berichterstattung zum teil so auf panikmache, dass ich nur noch blockiert dahocke.
was bringt es, wenn ich einen bio-apfel vom nahen bauern kaufe. immer mit dem fahrrad rumfahre. mich nicht schminke. allen illusionen zu trotzen versuche. mir überlege, worum es auf der welt geht. meine abhängigkeiten bewusst mache, daran arbeite. und was weiss ich noch? wenn dann wieder so monster-wms oder em geplant und durchgeführt werden? wenn alles mit easy-jet fliegt, wenn man mit offroadern mitten im sommer im flachland rumcruist? wenn man gegen menschenhandel etc ist, aber die einen fleissig mit menschen handeln und es vielen am A**** vorbeizieht?
gesamtheitlich gesehen abolut nichts.
aber ich gehe dennoch meinen bio-apfel kaufen und fahre auf meinem fahrrad und versuche mein leben so zu entwerfen, wie ich es für sinnvoll finde. und wenn ich im autogetöse untergehe, und wenn mich alle als extrem bezeichnen. wobei ich diese menschen, die all das negieren auch als extrem bezeichne. extrem egoistisch, extrem ignorant. extrem unfähig. extrem ungewillt zu hinterfragen.
dabei bin ich noch nicht mal bei greenpeace. oder schmeiss irgendwelche fackeln durch irgendwelche fenster. ich versuchs mit dialog. mit hinterfragen. mit reden.
aber natürlich macht es sinn, sich zu überlegen, wie man eigentlich lebt.
was man sich einverleibt. wie man drauf ist. wer man ist. wie man denkt. ganz bestimmt.
nur ist es echt nicht einfach abzuschätzen, wie das eigene verhalten in der gesamtheit wirkt. aber ich glaube, damit muss ich zu leben lernen. sonst könnt ich nichts mehr konsumieren, ich meine einkaufen. ich meine, meinen bedürfnissen nachkommen, essen, trinken, schlafen.
aber schon im namen der freiheit und eigenverantwortung, mache ich mir gedanken darüber, was woher wieso kommt. und es ist gar nicht so einfach an infos heranzukommen. vieles wird aus dem zusammenhang gerissen und verzerrt wiedergegeben. es ist immer so ein schüren. egal welcher ideale. ob das gute oder böse.
manchmal denk ich da auch, was nützt es, wenn zehn liebe bürger voll auf öko tun, den rest der welt aus den augen verliert und die gesamtheit aber auf fliegen und fahren steht? nichts. absolut nichts.
ethische werte. aufklärung. es ist aber nicht einfach. man wird, ohne extrem zu sein, als extremist abgestempelt. wenn die norm ist, dass sich die frauen alles abrasieren, dass man autofährt, dann ist man sehr schnell ein nonkonformist, ein extremist, wenn man sich die haare wachsen lässt, und nicht auf autofahren steht. ohne mir grüne haare anzumalen.
ich habe vorallem auch noch mit mir zu kämpfen. bezüglich süchte. diese chips zum beispiel. oder cola, oder was es sonst noch an völligem unsinn gibt. obwohl man ja völlig frei ist, geht und kauft man so zeugs ein. es ist vielleicht wie ein gruppendruck, aber nur unter erwachsenen. oder wie wenn erwachsene drogen nehmen und es heisst, ach geh, ist doch nicht so schlimm und bla bla bla. ist vielleicht echt nicht. soll sich jeder reinziehen, was er wie er möchte.
mögen sich die einen drum kümmern und die anderen darum, ob der lack ihres autos noch ganz ist und ob die eigene tussi oder der eigene lover das richtige parfum hat.
... aber nachdenken find ich sicher gut.. und sich die freiheit nehmen, die man ja hat! so rein theoretisch. eigentlich.
das ist ja das schönste: wir sind eigentlich frei. niemand zwingt uns zu nichts. wir gestalten unsere welt. unseren alltag. unsere interaktionen.
zumindest in einer weise sind wir frei. es gibt nichts schöneres von dieser freiheit gebrauch zu machen. man ist genug an dinge gebunden.
lieben gruss
gast
natürliche achte ich darauf. geht gar nicht anders, wenn man so ein scheiss abitur gemacht hat. und danach noch was studiert, das mit ökologie zu tun hat, ausserdem "aufgeklärt" wird, durch zeitung, fernsehen, etc.
eine zeit lang hat das dazu geführt, dass ich nichts einkaufen konnte. ich stand im laden und betrachtete die ausgestellte ware. erstens, was gibt es einzukaufen, zweitens, wie wird es angeboten. wenn ich dann im kopf, den filter gebrauche, den ich in all den jahren aufgebaut habe (was ist gut, was nicht), dann bleibt nicht viel übrig, was man sinnvollerweise einkaufen könnte. einmal bin ich echt ohne nichts wieder raus. total zermürbt. noch zermürbender sind dann die menschen, die meinen, "ach, wenn kümmerts schon? hauptsache es macht spass, nicht?".
wenn ich dann vor den bio-bohnen aus tansania oder so stehe, versuche ich eine ökobilanz im kopf herzustellen. also eigentlich eine sozio-bio-polito-bilanz. man will ja erwachsen sein, nicht dazu beitragen, dass die welt schlechter wird, sondern besser! man will eigenverantwortlich handeln.
aber mittlerweile ist es auf dem globus so komplex geworden und die berichterstattung zum teil so auf panikmache, dass ich nur noch blockiert dahocke.
was bringt es, wenn ich einen bio-apfel vom nahen bauern kaufe. immer mit dem fahrrad rumfahre. mich nicht schminke. allen illusionen zu trotzen versuche. mir überlege, worum es auf der welt geht. meine abhängigkeiten bewusst mache, daran arbeite. und was weiss ich noch? wenn dann wieder so monster-wms oder em geplant und durchgeführt werden? wenn alles mit easy-jet fliegt, wenn man mit offroadern mitten im sommer im flachland rumcruist? wenn man gegen menschenhandel etc ist, aber die einen fleissig mit menschen handeln und es vielen am A**** vorbeizieht?
gesamtheitlich gesehen abolut nichts.
aber ich gehe dennoch meinen bio-apfel kaufen und fahre auf meinem fahrrad und versuche mein leben so zu entwerfen, wie ich es für sinnvoll finde. und wenn ich im autogetöse untergehe, und wenn mich alle als extrem bezeichnen. wobei ich diese menschen, die all das negieren auch als extrem bezeichne. extrem egoistisch, extrem ignorant. extrem unfähig. extrem ungewillt zu hinterfragen.
dabei bin ich noch nicht mal bei greenpeace. oder schmeiss irgendwelche fackeln durch irgendwelche fenster. ich versuchs mit dialog. mit hinterfragen. mit reden.
aber natürlich macht es sinn, sich zu überlegen, wie man eigentlich lebt.
was man sich einverleibt. wie man drauf ist. wer man ist. wie man denkt. ganz bestimmt.
nur ist es echt nicht einfach abzuschätzen, wie das eigene verhalten in der gesamtheit wirkt. aber ich glaube, damit muss ich zu leben lernen. sonst könnt ich nichts mehr konsumieren, ich meine einkaufen. ich meine, meinen bedürfnissen nachkommen, essen, trinken, schlafen.
aber schon im namen der freiheit und eigenverantwortung, mache ich mir gedanken darüber, was woher wieso kommt. und es ist gar nicht so einfach an infos heranzukommen. vieles wird aus dem zusammenhang gerissen und verzerrt wiedergegeben. es ist immer so ein schüren. egal welcher ideale. ob das gute oder böse.
manchmal denk ich da auch, was nützt es, wenn zehn liebe bürger voll auf öko tun, den rest der welt aus den augen verliert und die gesamtheit aber auf fliegen und fahren steht? nichts. absolut nichts.
ethische werte. aufklärung. es ist aber nicht einfach. man wird, ohne extrem zu sein, als extremist abgestempelt. wenn die norm ist, dass sich die frauen alles abrasieren, dass man autofährt, dann ist man sehr schnell ein nonkonformist, ein extremist, wenn man sich die haare wachsen lässt, und nicht auf autofahren steht. ohne mir grüne haare anzumalen.
ich habe vorallem auch noch mit mir zu kämpfen. bezüglich süchte. diese chips zum beispiel. oder cola, oder was es sonst noch an völligem unsinn gibt. obwohl man ja völlig frei ist, geht und kauft man so zeugs ein. es ist vielleicht wie ein gruppendruck, aber nur unter erwachsenen. oder wie wenn erwachsene drogen nehmen und es heisst, ach geh, ist doch nicht so schlimm und bla bla bla. ist vielleicht echt nicht. soll sich jeder reinziehen, was er wie er möchte.
mögen sich die einen drum kümmern und die anderen darum, ob der lack ihres autos noch ganz ist und ob die eigene tussi oder der eigene lover das richtige parfum hat.
... aber nachdenken find ich sicher gut.. und sich die freiheit nehmen, die man ja hat! so rein theoretisch. eigentlich.
das ist ja das schönste: wir sind eigentlich frei. niemand zwingt uns zu nichts. wir gestalten unsere welt. unseren alltag. unsere interaktionen.
zumindest in einer weise sind wir frei. es gibt nichts schöneres von dieser freiheit gebrauch zu machen. man ist genug an dinge gebunden.
lieben gruss
gast