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Wie bewußt konsumiert ihr?

  • Starter*in Starter*in Yoko-Ono
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Y

Yoko-Ono

Gast
Worauf achtet ihr wenn ihr einkaufen geht? Ist es euch wichtig dass die Ware günstig ist oder sind euch auch andere Kriterien wichtig ,bzw. halten euch evtl. vom Kauf ab , wie:

- Woher kommt die Ware,ist sie evtl so billig,weil sie in einem Armutsland hergestellt wurde? ( z. B . bei H&M, Pimkie, KIK, ect.)

- Welche Arbeitsbedingungen herrschen in dem Geschäft , werden die Mitarbeiter ausgenutzt, unterbezahlt, schlecht behandelt ..ect ( wie z. B . bei Lidl, Schlecker,Walmart...)

-Woher kommt das Fleisch, die Milch, Milchprodukte, Eier..ect, wurden die Tiere Artgerecht gehalten oder stammen sie aus der Massentierhaltung? Werden die Bauern gerecht bezahlt?

-Wie geht das Personal untereinander miteinander um,gibt es klare Hirarchien, wird in dem Laden gemobbt..ect?

Ist euch sowas wichtig oder eher egal? Wenn es euch wichtig ist, welche Läden bevorzugt ,bzw. meidet ihr?

Mir sind all diese Fragen sehr wichtig,sie entscheiden absolut,ob ich irgendwo irgendwas kaufe! Und ich würde gerne eure Meinung dazu hören und evtl. erfahren , welche Läden oder Ware man noch meiden sollte, von denen ich vielleicht noch nichts weiß...!

Liebe Grüße

Yoko-Ono

PS. Hätte ja gerne eine Umfrage dazu gemacht...trau mich aber nicht mehr😀 !!!
 
ein soziales gewissen kann sich nur jemand leisten, der nicht auf hartz4 angewiesen ist.
deshalb entscheidet für mich ( leider ) der preis
 
Hallo Yoko-Ono!

Mir ist es wichtig, wo ich etwas unter welchen Umständen erwerbe. Einkaufen sollte keine Sache des Zufalls sein.

Der Preis ist auch für mich ein wichtiges Kritierium, da ich grundsätzlich sparsam handeln möchte. Wie der Laden geführt wird (Mobbing etc.) ist mir aber auch wichtig (ethische Kriterien). Qualität ist mir wichtig. Trotz meiner Sparsamkeit gelingt es mir glaubich noch ganz gut, mich gesund zu ernähren.

Also: wo ich kaufe, ist mir keinesfalls egal. Ich wäge ab und entscheide meistens relativ bewußt.
 
danke für den link, supernaut; er zeigt sehr gut, wie schnell man sich vertun kann, wenn man meint 'ethisch korrekt' einzukaufen. außerdem bleibt die zeit nicht stehen: unternehmen, die ein schlechtes image bekommen, bemühen sich allein aus der angst, dass ihr kundenstamm schrumpft, um verbesserungen. außerdem schwirren viele gerüchte durch die welt: so rodet McD bspw. keine urwälder für sojaanbau oder rinderfarmen - wie oft behauptet wird, da der konzern keine farmen besitzt, sondern nur kontakte zu unterschiedlichsten bäuerlichen betrieben hat (wikipedia-artikel, 'angebliche rodung des regenwaldes'). der konzern ist höchstens indirekt verantwortlich, indem er fleisch nachfragt, aber diejenigen, die roden, sind immer noch die bauern bzw. viehzüchter. natürlich steht letztendlich auch der kunde in der moralischen verantwortung, der die burger kauft..... mit dem McD-beispiel möchte ich sagen, dass, WENN man irgendwelche namen nennt, achten sollte, dass man nicht irgendwelchen gerüchten aufsitzt...... gegenbeispiel: wer garantiert denn, dass der dönermensch um die ecke KEIN soja-gefüttertes tier verwendet? dass die tiere artgerecht gehalten sind? dass er seine kollegen unter guten bedingungen arbeiten lässt? dass die tiere nicht geschächtet wurden? dass sein fleisch i.o. ist (ich sag nur: gammelfleischskandale, z.b. in hagen und gelsenkirchen). fazit: man sollte es sich nicht zu leicht machen. konzerne sind nicht automatisch die bösen - und die kleinen sind nicht automatisch die guten.... zu mir selbst: ich bin sehr verunsichert, da ich als 'normaler' verbraucher nicht weiß, welchen 'informationen' ich glauben soll..... daher betreibe ich risikostreuung - und so bekommt mal der kleine-türke-um-die-ecke geld von mir, und mal der vermeintlich 'böse' systemgastronom 😉
 
*PS: die diskussion ums schächten ist auch moralisch höchst kontrovers - wer fleisch von nicht-geschächteten tieren einkauft, hat nicht automatisch 'ethisch' eingekauft......
 
ein soziales gewissen kann sich nur jemand leisten, der nicht auf hartz4 angewiesen ist.
deshalb entscheidet für mich ( leider ) der preis
Das stimmt wohl wirklich zum teil 🙄
___
Beim einkaufen achte Ich eigentlich nicht grossartig auf die Mitarbeiter ...
und auf "Bio" oder sonst etwas bei Lebensmitteln kann Ich erst recht nicht viel drauf achten ...weil man es sich eh nicht leisten kann .
Und bei Kleidung da schau Ich eher nach dem Aussehen...macht man bei Kleidung doch eh 😕😀
Ob da jetzt Made in Bangladesh oder made in Turkey oder sonstwas drinne steht ...darum kümmere Ich mich nicht , nicht im Moment .
MfG Alex
 
Hi,
bewusst konsumieren? Kaum.
Werden die Angestellten ausgenutzt oder nicht? Kann ich nicht beurteilen.
Wird die Waren nicht in Deutschland hergestellt? Klar die anderen müssen auch was essen -schlechtes Argument, aber der Geldbeutel lässt dieses Argument doch gut aussehen...
Sehen wir es doch mal so: Kinderarbeit ist NOTWENDIG, die menschen brauchen was zu essen.... Wir würden doch den armen leuten auch noch ihr Essen wegnehmen. Blödsinn, ich merke es schon beim denken. Aber so ist es einfach bequemer. Und ... ist Kinderarbeit nicht überall drinne?

Aber ganz so gemein will ich ja doch nicht sein. Es gibt einen bezugspunkt nachdem ich einkaufe: Tiere. Kein Fleisch - soviel ist klar.
Was ist mit den Eiern? Sofort denk ich an Käfighaltung, will wenigstens die mit Freilandhaltung mitnehmen, wenn ich mich schon nicht veganisch ernähren darf (leb zuhaus). Doch der Geldbeutel ruft wieder zu Läsion genauso wie meine Mutter, wir nehmen Bodenhaltung, da leben die nicht in Käfigen. Kurz flackert in unser bewusstsein; Eingeknastete Hühner in einem verdrecktem Stall. Aber - wir haben ja kein Geld. Deshalb fahren wir auch dieses große auto, bewegen fast 2 tonnen jedesmal mit. Vergeuden Sprit und Geld, aber für die Hühner haben wir nicht noch einen Groschen mehr.
Vielleicht schmuggel ich eine freilandpackung in den Wagen, vielleicht tauscht diese Packung meine Mom wieder aus, vielleicht nicht. Nächstes Regal. Wurst. Nein danke. Meine Mom schaut mich an, spöttisch, sie will zwei Packungen. Komme ich mit Tierhaltungs bzw schlachtungsargumenten kann ich nichts erreichen: "Fleisch ist schlecht für die Gesundheit für den Bluthochdruck, da ist viel Salz drinne". Sie lässt die Packungen liegen.
Ja wir sind wichtig. Die Gesundheit von uns ist wichtig.
Es geht weiter. Nehmen wir eine Wasserpistole? Wurde sicher von Kindern hergestellt, Argument siehe oben.
Nehmen wir, auch gleich einen Ball, am dem noch Kinderblut dranklebt. Gerne.
Käse und Milchabteilung. Und Gehirnwäsche: Der Mensch braucht das, Veganer sind alle krank, sie brauchen das zeug. Aha- Wir kaufen die Milch, gleich einen großen Katon. Kurz denke ich an die Kühe im Stall, nur zum Milchgeben da. Toll. Ich nehme noch Joghurt mit, und Käse, schließlich kommt in den inzwischen kein Kalbsmagen mehr rein, da gibt es inzwischen künstliche Dinge. Eine gute Tat. Nicht vll doch eine Kalbsleberwurst? Nein, da ist auch Salz drinne.
So zuletzt, noch eine Flasche Alkohol gekauft, dann können wir besser vergessen was wir da essen.
Die unterbezahlte Verkäuferin bezahlt.
Und aus dem Laden.

Das war ein Einkauf.


Was mr el sagt finde ich richtig, wer sagt, dass die kleinen Läden die "guten" sind? Wir kaufen nur im Großkonzern. Außer Essen. Mc Donald ist doch nicht gesund. Kaufen wir was anderes. Gesundheit ist wichtig. Wir sind wichtig.
 
Leider können sich die wenigsten das leisten bio einzukaufen oder sonstiges. Auch ich schau auf den preis, möglichst günstig.
Aber was kann man denn dann heutzutage noch kaufen? Wie will man denn herausfiltern wo kein "Kinderblut dranklebt"?

Ich denke wenn man wirklich sicher gehen will, baut man auf seiner Farm alles selber an, züchtet alles selber, und baut seinen Kindern dann fahrräder aus glücklichem holz von nebenan.
 
ich hab letztens einen bericht gelesen um die klamotten von esprit, die eben auch "made by childrens hand" billigst hergestellt werden.
auf nachfrage der zeitung bei diversen mode-ketten gab nur ein einziges unternehmen zu, dass es nie sicher sein kann, dass die sachen nicht durch kinderarbeit hergestellt werden ( zwischenhändler usw. ), dass sie aber alles dafür tun, um so sicher wie möglich zu sein. dieses unternehmen war H&M. das fand ich mutig und ehrlich, das zuzugeben, wo alle anderen schreien: Nein!! Bei uns niemals!! und 2 monate später tauchen wieder bilder und berichte eben jener firmen auf....
auch das " made in Germany " schildchen ist kein garant dafür, dass keine sklaverei und kinderarbeit involviert sind. reicht es doch aus, das schildchen in deutschland einzunähen ( das restliche teil wurde komplett im ausland hergestellt ) und schon ist es politisch korrekt " made in Germany "
übrigens dürfen in Indien zB kinder ab 14 ganz legal 18 stunden schichten akkord arbeiten.
 
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