Mein Eindruck ist dass meine Freunde sich seit Ende der zwanziger Jahre vermehrt miteinander messen, vergleichen , wie auch immer. Das macht sich bei Zusammenkünften bemerkbar bei denen öfters primär Dinge im Vordergrund stehen was man wieder erreicht oder neu angeschafft hat. Auffällig ist auch dass ein Pärchen bei dem beide gut verdienen sich abgeschottet hat und fast schon etwas abgehoben wirkt. Daher wollte ich mal um Meinung fragen ob Freunschaften nur dauerhaft funktionieren können wenn man sich finanziell auf ähnlicher Ebene bewegt?
Ich denke, das Problem ist wohl weniger der soziale Unterschied an sich, sondern wie damit umgegangen wird. Ich käme beispielsweise im Leben nicht auf die Idee, einer H4lerin von all den Dingen vorzuschwärmen, die ich mir leisten kann. Wohl aber könnte ich mir vorstellen, sie einfach öfter mal zu mir oder auch auf einen Cafe einzuladen. Wenn sie mir im Gegenzug dafür (zum Beispiel) schon mal die Blumen gießt, während ich in Urlaub bin, muß sie sich dann auch nicht wie ein Parasit vorkommen, sondern kann das mit stolz erhobenem Kopf gern annehmen.
Es ist gruselig, wenn Menschen sich nur noch über ihren Besitz definieren und ich finde es auch ausgesprochen peinlich, wenn sie damit rumprotzen.
Wahr ist allerdings, daß man für das Teilen besonders teurer Hobbies logischerweise Freunde braucht, die sich das ebenfalls leisten können. Das schließt aber keineswegs aus, daß man sowohl arme als auch reiche Freunde hat.
Ganz gruselig wird es, wenn reiche "Freunde" sich von einem abwenden, weil es ihnen nicht passt, daß man neben ihnen auch noch arme Freunde hat. Genau so entsteht sozialer Druck, gepaart mit sozialer Ausgrenzung und ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich sowas verabscheue.