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Weshalb?

  • Starter*in Starter*in Beavis
  • Datum Start Datum Start
B

Beavis

Gast
Eine Frage beschäftigt mich, seitdem ich in dieses Forum schlitterte ..

Wieso wollt Ihr von der Welt gehen?

Irgendwie verletzt mich das tierisch wenn man das liest !
Wenn man immer um fremde Leben kämpft, mit Leuten die Ihr Leben NICHT aufgeben wollen, aber wahrscheinlich müssen, dann trifft es mich tief, wenn andere die leben könnten es nicht tun und einfach alles wegwerfen.
Es gibt totkranke Menschen, die Ihr Leben (je nach Restdauer) lang um jede Sekunde kämpfen- solche haben einen Lebenswillen- manche davon kaum noch schöne Momente, aber sie KÄMPFEN für das Leben. Andere wiederrum sind gesund und schmeissen alles hin...
Vielleicht muss die Welt so sein, I don´t know..
Habt Ihr ne Antwort?
 

Hallo Beavis,

schau mal hier: Weshalb?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Antwort

Weisst du das Leben ist für jeden Menschen anders einige sind richtig happy jeden tag unterwegs andere stehen Mittags auf und wissen einfach nix mit ihrem Leben anzufangen das ist halt der Lauf des Lebens.
einige müssen net Krank sein in dem sinne um ihr Leben an den Nagel zu hängen du weisst doch bestimmt selbst das das Leben vieles mit einem Machen kann und das passiert nicht immer im Positiven Sinne deswegen gibt es auch einige die eben net mehr wissen was sie in diesem leben machen sollen aber ich finde zum glück gibet hia ja so ein Forum wo man sich bissel austauschen kann.

lieben gruss von Max
 
Hallo Beavis

Warum wir helfen wollen?
Weil wir doch auch gerne leben und um Situationen und Momente wissen, die andere nicht erleben oder nicht erkennen oder bewusst erleben können oder nicht wollen.

Ich kenne Menschen die nur Pessimisten sind, für die alles schei..e ist, die ihr ganzes Leben nur kämpfen mussten und es nie leicht hatten. Teilweise machten sie sich selbst das Leben schwer und andere wurden durch vielen kleine Probleme immer negativer zum Leben eingestellt?

Ist das alles, was das Leben ausmacht? Warum immer ich? Es gibt keinen Gott, sonst würde er mir helfen. usw.

Bei einem Todkranken Menschen ist es anderes. Die meisten von ihnen, haben das Leben von einer ganz anderen Seite betrachtet.
Menschen die die Diagnose bekommen, sie haben nur noch ein paar Tage/Wochen/Monate leben intensiver, bewußter!
Sie erfreuen sich an Kleinigkeiten, die unser eins für selbstverständlich hält.
Sie können sich langsam und bewußt vom Leben verabschieden und wenn der Lebenswillen so ausgeprägt ist wie bei manchen, kommten sie vom Gedanken des sterbens wieder zurück, aber auch diese Menschen, erleben das Leben bewußt mit jedem Atemzug!

Menschen mit Todessehnsucht, brauchen deswegen Hilfe. Um ihnen wieder bewußt zu machen, wie viel das Leben Wert ist.
Wie vielfältig und wie wunderebar das Leben sein kann.

Darum ein Hilfeforum. Sicher es tut manchmal weh solche Geschichten zu hören, aber du wirst mit jedem Hilfeschrei stärker.

Mir zumindest hilft es dabei in mein Leben zublicken und zu erkennen, das ich es geschafft habe, an das Leben zu glauben, warum sollen es andere dann nicht gelingen?
Und es ist doch so einfach um Hilfe zu bitten. Wir Menschen haben das nur vergessen, das wir zusammenhalten sollten und nicht solche Sachen als Schwäche ansehen.

lg

Lipizaner
 
Warum Todessehnsucht . . . .

Weil ...

es auch Menschen gibt, die Gefühle besonders intensiv empfinden - "Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt" - Menschen, die sich über besonders geformte Wolken, oder das satte Grün eines Blätterdachs mehr freuen können, als andere

. . . aber eben auch durch Rückschläge, Verletzungen, Enttäuschungen, Vertrauensbrüche, Lieblosigkeit, Unverständnis. . stärker zu Boden geschmettert werden - und dann mehr Kraft brauchen als andere um sich wieder auf zu rappeln. Und manche bleiben wohl auch liegen.

Einige flüchten sich ins Delirium - Alkohol, Drogen, Selbstverletzung . . .

Und gerade junge Menschen, die ihren Platz im Leben noch nicht gefunden haben - oder den 'inneren Fels in der Brandung' - für die ist der Gedanke an Tod wohl manchmal tröstlicher als der Gedanke daran, im Leben zu versagen.
So seh ich das.

LG
Brigitte
 
hmm

Hallöchen,

dazu mag ich auch mal was sagen,

also ich bin ebenfalls "jung" GRINS und habe meinen Platz in der Welt auch noch nicht wirklich gefunden, trotzdem würde ich niemals auf den Gedanken kommen alles aufzugeben- andererseits verstehe ich aber andere, denen in manchen Situationen der Halt fehlt- den ich in meinen "Phasen ganz unten" aber habe.

Andererseits könnte ich zuschlagen, wenn jemand der eigentlich nix zu mosern hat mit Selbstmordgedanken daherrennt.

Ich habe meinen Vater 8 Jahre lang auf seinem Weg in den Tod begleiten müssen (Krebs)- wir haben offen drüber reden können und uns auch beide drauf vorbereitet- so dass es nach so einer Auseinandersetzung nicht mehr soooooooo schlimm ist... aber trotzdem hätte er gerne noch erlebt, wie ich mich entwickele- seine Enkelkinder gesehen und ich hätte gerne meinen Paps als Opa gesehen, der mit den Enkeln genau denselben Mist macht wie mit mir 😱)

Nun, das blieb uns leider versagt- jemand der noch "gebraucht wurde" wurde aus dem Leben gerissen- ein Teil von mir wurde aus mir gerissen, vielleicht der wichtigste Teil von mir .. deshalb verstehe ich beaves sehr gut.. die, die leben wollen dürfen nicht und die, die es dürfen wollen nicht... das schmerzt!!
 
Danke

.. also ich danke für die Antworten..

Lieber aber hätte ich welche von denjenigen gehabt, die die Todessehnsucht spüren, denn was Lipizaner und Brigitte schrieben ist mir ja auch klar..

..mich interessiert beispielweise, wie diese Personen dazu stehen, wenn andere sterben MÜSSEN. Vielleicht ist diese Anregung ja etwas, was Ihre Todessehnsucht mindern könnte..
Zu sehen, dass andere (beispielsweise durch Unfall ans Bett gefesselte) Menschen- die eigentlich jeden Grund hätten aufzugeben- trotzdem weiterkämpfen.

Ich glaube meine Art zu denken ist hier nicht ganz verständlich 🙂
Ich versuche "hintenrum" Anregungen zu geben- Denkanstöße ..

LG Beavis
 
Stimmt, hast recht, ist sogar ein guter Denkanstoss!!

Ich habe zwar bis jetzt nie jemanden durch lange Krankheit in jungen Jahren verloren (ausser meine Großeltern) doch trotzdemgibt es für meinen Teil, zwei Menschen, die ich für ihren Optimismus und für ihren weiteren Lebenswillen sehr bewundere!

Zum einen mein Vater. Er fuhr viel Enduro-Rennen in den 80er Jahren und war mitunter einer der besten in Österreich, bis er eines Tages stürtzte. Der Hintermann sah es nicht und fuhr ihm übers Kreuz und er schleuderte durch die Luft. Ich kann mich erinnern, ich war 8 Jahre alt und sah mit entsetzten zu.
Jeder meinte, das es jetzt vorbei ist Tod.
Er war sehr schwer verletzt. Man gab jedliche Hoffnung auf.
Er lag 160 Tage im Krankenhaus und war später auf Reha. Er brach sich das Kreuz einige Rippen und auch am Kopf hatte er einiges abgekriegt. Man sagte ihm, das er wahrscheinlich niemehr laufen kann und wenn, ist es sicher, das Skifahren und Enduro für immer gestrichen sind.

Mein Vater kämpfte 3 Jahre, hatte Willen ohne Ende und heute steht er wieder auf Skiern und fährt mit seinem Motorrad.
Es ist erstaunlich.

Der zweite ist einer der besten Moto-Crosser der letzten Jahre: Pit Beirer.

Er sprang im Rennen über den "Tisch" (Motocross) und er fiel hart zu Boden. Diagnose Querschnittslähmung. Für viele Sportler die International Top sind, das wohl schlimmste was passieren kann, meint man.!!
Ich kenne keinen, der soviel Lebensmut hat wie er, der immer gut drauf ist, immer ein Lächeln auf den Lippen hat, freundlich ist und es den anderen Mitmenschen so einfach macht auf ihn zuzugehen. Er hat sich voll darauf eingestellt, es ist eben jetzt so und fertig. Er tut alles um es auch anderen zu ermöglichen, damit zurecht zu kommen. Er saß auch tagelang beim schwerverletzten Hannes Kinigardner im Krankenhaus, um ihm mut zu machen.
Ein toller Mensch mit sehr viel Charakter und Größe.

Vielleicht verstehe es auch deswegen nicht ganz, dass man so leicht aufgeben kann. bzw. genau deshalb versuche ich andere von diesen Gedanken wegzubringen und zu versuchen sie das Ganze (Probleme usw.)
in einem anderen Licht zu sehen.

lg

Lipizaner
 
Auf diese Frage gibt es eigentlich keine Antwort. Ich frage mich auch immer wieso ich mein Leben nicht geniessen kann. Wieso ich jeden Morgen aufs Neue hoffe dass dies mein letzter Tag auf dieser Welt sein wird.

Irgendwie glaube ich einfach, dass viele Leute es Leid sind, mit den eigenen Problemen zu leben. Wenn man sich seit 5, 6 Jahren durch das Leben quält und sich und seine Umwelt nicht so akzeptieren kann wie es nun halt mal ist.

Klar überleg ich mir auch oft, wie schlecht es anderen geht. Ich mein, ich habe ein Dach über dem Kopf, eine Arbeit, Freunde eine Familie, ich könnte der glücklichste Mensch auf der Welt sein, trotzdem bin ich es leid.

Denn die Gedanken die einen ständig begleiten, können sehr schmerzvoll sein, ich weiss leider auch nicht was man dagegen tun kann. Ich versuche nun auch schon seit einigen Jahren mein Leben wieder in den Griff zu kiregen. Ich hoffe es klappt irgendwann.

grüsse lena
 
Hm,

Vor 12 Jahren starb mein Bruder - mit 36 - an Krebs. Er hinterließ eine blinde Ehefrau und 5 Kinder (2 aus der 1. Ehe seiner Frau, die er adoptiert hatte und seine 3 eigenen Söhne).

Der Gedanke, was aus seiner Familie werde würde, muss ihn wahnsinnig gequält haben - aber ich gestehe, ich habe mir damals wenig Gedanken darüber gemacht.
Ich war damals auf dem Trip 'das Leben ist eben so, wie es ist, ändern kann ich es eh nicht, und wenn man nicht damit zurecht kommt, dann steigt man eben aus'.

Von meiner Mutter wurde ich manchmal quasi zum Mitgefühl ermahnt - gebracht hat es aber wenig. Ich war hilflos, hatte das Gefühl alles falsch zu machen und in den Augen der anderen als unfähiger, kalter Klotz da zu stehen (was mir meine Mutter auch hin und wieder gesagt hat).
2 Jahre drauf die ähnliche Situation, als mein Vater an Krebs erkrankte und schließlich starb. . .

Und diese Unfähigkeit Gefühle zu zeigen, herzlich zu sein, zu trösten oder dergleichen, einfach 'richtig' zu reagieren - die hat mir noch mehr die Gewissheit gegeben, dass ich nicht für das Leben geschaffen bin - und irgendwie hat sich dann der Gedanke eingeschlichen 'die haben es gut - die haben es schon hinter sich!'

Aber wie gesagt - das ist Jahre her . . . . .

LG
Brigitte (die zwar wohl wieder nicht gefragt war, aber sich auch was von der Seele schreiben wollte)
 

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