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Werde ich senil ? Zurückgeblieben oder "nur" Depression?

Goth

Aktives Mitglied
Hallo
danke für eure Zeit, ich währe überglücklich wenn ihr euch diese paar Minuten Zeit nehmen würdet!! :blume:

erstmal ist "senil" der falsche Ausdruck, aber ich habe das Gefühl ich werde mit der Zeit richtig "dumm".
Das grau Geschriebene muss nicht gelesen werden, sind nur nebenbei ein paar Infos:

Ich bin w, 23, Studentin. Bin im 3. Semester, Studiere Gestaltung/Design.
Das 1. und 2. Semester fand ich ziemlich spannend, aber jetzt im 3. Semester bin ich unsicher, was das alles soll... Darauf will ich aber jetzt nicht weiter eingehen, das währe zuviel! Meine Entscheidung steht fest: ich werde mich noch ins 4. Semester einschreiben (währen insgesamt 6 Semester, Bachelor) und wenn es wirklich so schlimm wird wie dieses, werde ich abbrechen. Habe nämlich schon einen Abschluss... Aber egal, wie gesagt, das ist nicht das Thema.

In der Schule war ich eigentlich gut. Ich war die letzen Jahre vor dem Abi etwas faul, daher hätte ich eigentlich bessere Punkte haben können, aber es hat immer gereicht. Trotz der Faulheit war ich immer zielstrebig, wenn es also mal nicht gereicht hat, hab ich dann für die darauffolgenden Prüfungen viel gepaukt, dann hab ich auch meistens eine 1- bis 3+ geschafft...

Menschliche Beziehungen waren immer schwierig, ich hatte immer einige richtig gute Freunde, aber die anderen Menschen hab ich meistens nicht beachtet. In Smalltalk bin ich eine Null... In der Klasse hatte ich einmal 2 gute Freundinnen, mit den Anderen hab ich aber überhaupt nicht geredet....
Ich hatte bisher 3 richtige Beziehungen. Würde nicht behaupten, dass es mir dabei schlecht ergangen ist. Von den drein hab ich einen Mann richtig und über alles geliebt. Mit dem letzten Freund war das Verhältnis schwierig und ich habe ihn letzten März verlassen.
Familie ist so naja... Mit meinem Vater hab ich ein schwieriges Verhältnis, dazu gibt es auch hier einen Thread, wer ihn lesen mag...

Ich habe die letzten Monate das Gefühl bekommen, dass ich in irgend einer Weise mental zurückgeblieben bin. Senil wäre eben auch ein Ausdruck, obwohl ich weiß dass er medizintechnisch unkorrekt ist. Aber da ich früher mehr Denkvermögen hatte als jetzt, währe es trotzdem ein möglicher Ausdruck...

Es fängt damit an, dass ich mittlerweile sogar bei meiner Familie nicht ich selber sein kann. Ihr kennt das sicher: wenn man jemand Neues kennen lernt (besonders wenn man etwas schüchtern/zurückhaltend ist, so wie ich) hat man eine "Höflichkeitsstimme". Ich rede dann heller und leiser als zB. unter Freunden oder eben zu Hause. Die letzten Monate habe ich diese Höflichkeitsstimme auch bei meinen Verwandten. Ich fühle mich genau so unwohl, wenn ich was sagen soll, als wenn ich mit Fremden reden würde.

Früher habe ich andauernd über mein Leben nachgegrübelt, hatte immer diese Stimme im Kopf "was soll ich da und da tun?" "um wieviel Uhr muss ich weg" usw. Die einen Leute denken da halt eher mit Bildern, ich denke immer mit Worten - oder eher "dachte"!
Mittlerweile fällt mir der einfachste Gedanke schwer! Ich gehe abends ins Bett und weiß schon fast nicht mehr was ich tagsüber gemacht habe. Erst wenn ich dann lange nachdenke, kann ich mir selbst sozusagen erklären was ich fühle oder gemacht habe.
Alles zieht an mir vorbei, ich kann nicht mehr klar denken. Ich funktioniere nur noch und das, obwohl ich im Moment fast nichts für die Uni mache. Und ich schlafe fast den halben Tag, soweit mir das die Uni und meine Freizeit erlauben. Aber anstatt in meinem Zimmer TV zu gucken oder zu kritzeln, lege ich mich ins Bett und schlafe. Ich bin immer so erschöpft als wäre ich kilometerweit gelaufen, selbst wenn ich fast nichts gemacht habe. Nur meine Freunde, der Gang in die Disco, Schlittschuhlaufen usw. machen mir noch richtig Spaß.

Letztens hatte ich insgesamt 3 Mal eine Panik Attacke - jedenfalls glaube ich das. Ich war wieder in der Uni, musste mit diesen extrovertierten Menschen aus meiner Gruppe aus dem Hauptfach, die mich manchmal nicht zu Wort kommen lassen, selbst wenn ich 3 Mal einen Satz neu anfange, ein Treffen gehabt. Als ich wieder in meiner Wohnung war, fühlte ich wie die Last von mir fiel, nun begann mein Herz zu rasen, ich musste schnell atmen, irgendwann hielt ich die Luft an um nicht zu hyperventilieren und dann schossen mir die Tränen die Wangen runter, ich konnte 5 Minuten lang nicht aufhören zu schluchzen...

Aber Depressionen, oder eben Verstimmungen, sind das Eine, aber warum fällt es mir so schwer überhaupt zu denken?
Auch über alltägliche Dinge kann ich nicht mehr reden. Es nervt mich, wenn meine Familie über das redet was gerade in der Welt passiert, es interessiert mich einfach nur mäßig! Sobald ich den Mund aufmache, reden die Anderen auch wieder. Ich werde nicht gesehen... Und ich schaue immer alles und jeden an, hab das Gefühl dass ich alles um mich herum genau analysiere, beispielsweise die Deko oder den Raum, aber die Gespräche gehen mir auf die Nerven. Also flüchte ich mich wieder in meine Traumwelten, in meine Lieblingsfilme, in Planungen, zB das nächste Treffen mit Freunden, in Erinnerungen (.....) hinein.
Was passiert da mit mir? Hab das Gefühl ich entwickle mich zum Autisten, ich werde verrückt, und gehöre nicht mehr in diese Welt.
Das um mich herum läuft nur noch ab wie so ein Film. Ich bin nicht drin, ich beobachte alles nur. Auch in meinem Kopf bin ich seit ca. letztem Juli nicht mehr richtig "drin". Es ist ein Gefühl, als würde ich alles wie durch einen Tunnel sehen, alles ist so furchtbar unecht und weit entfernt. Ich spüre zwar meinen Körper, aber er scheint kein Teil von mir zu sein. Ich habe lange nach einem passenden Wort dafür gesucht, ich glaube "sich langsam auflösen" passt ganz gut.

Ein Beispiel:
vor einiger Zeit bin ich sehr weit gereist um meine Lieblingsband live zu sehen. Ich habe mich monatelang darauf gefreut. Als ich dann da war, und in der 2. Reihe saß, die Bühne anstarrte, die Menschen um mich herum beobachtete, die Lichter ausgingen und die Band die Bühne betrat, musste ich mir immer wieder im Kopf sagen "Du bist jetzt wirklich hier, ja du erlebst das jetzt wirklich". Denn ich hätte in dem Moment genauso gut auch im Bett liegen und das nur träumen können. Obwohl ich so aufgeregt war, spürte ich mich selber in dem Augenblick nicht als währe ich in meiner eigenen Haut. Erst nach langer Konzentration, lautem Gejubel und nachdem ich mich am Handgelenk gekratzt habe bis es ein bisschen wehgetan hat (das soll anscheinend helfen) konnte ich es halbwegs genießen...

Vielleicht bin ich auch schon immer etwas zurückgeblieben und keiner wollte es mir je sagen.... ?

Was soll das in meinem Kopf? Ich liebe im Moment nichts, und hasse nichts, ich bin wie in einem Film, und wenn ich dann meine Lieblingsserien schaue, oder eben bei meinen guten Freunden bin, bin ich kurz in einem anderen Film. Ich bin verzweifelt, denn ich fühle mich auch im wachen Zustand als würde ich schlafen. Und nein, medizinisch gesehen fehlt mir nichts, denn ich wurde vom Arzt schon mehrere Male untersucht. Er hat gemeint, es sei der Stress, doch merkwürdigerweise, hat es in den letzten Sommerferien angefangen, und da hatte ich 2 Monate lang frei.

Nun, die Uni ist sicher ein Teil davon. Immerhin bin ich die Woche über alleine in meiner Wohnung, habe in der Uni-Stadt keine Freunde. Meine Freunde wohnen alle in der Stadt wo mein Familienhaus ist. Ich mag die Leute in der Uni nicht. Sicher liegt es auch daran. Aber wieso schalte ich so ab? Und das schon seit Monaten?

Ich bin verzweifelt... ich will endlich wieder richtig erleben, denken, also quasi wieder "aufwachen" :wein: Was soll ich nur tun?
 

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G

Gast

Gast
hi!

bin zwar kein spezialist, dachte mir aber, dass ich es genauso wie "zufall" sehe, daste einfach mal `ne auszeit brauchst.
klingt danach das du gestresst bist.
wir funktionieren halt nicht immer gleich.
päppel dich wieder auf!
spür´ wonach dir ist...worauf du lust hast und so...

lg
 

Goth

Aktives Mitglied
Erstmal danke für eure Antworten,
aber ich hatte ja wie gesagt 2 Monate lang Semesterferien, da hab ich wirklich quasi nur gemacht wonach mir ist, hat trotzdem nichts gebracht. Es ist als währe alles um mich herum der falsche Film, egal was ich tue und egal wie sehr ich etwas genießen will...
 

Wandel

Aktives Mitglied
Hmm, schwierig. Frage:

Bist du während dieses "Traumblicks" eher nervös, schweissüberströmt und weisst nicht wohin schauen, bist ungeschickt,..

oder ist es eher eine sehr entspannte Phase, in der dir eigentlich das meiste egal ist, du einfach existierst, du dich zwingen musst, engagiert zu sprechen und nicht absolut relaxt?

Von deiner Beschreibung her ist es eher das zweite. Das kenne ich auch, aber nur, wenn ich lange und gut geschlafen habe und keinerlei Müdigkeit zu verspüren ist + keine Gefahr von ausserhalb. Vielleicht solltest du dich irgendwie aktivieren und ein bisschen Adrenalin durch deine Blutbahnen jagen.. Mach etwas unter Zeitdruck und brumm dir ne Bestrafung auf wenn dus nicht schaffst, z.B. joggen im Regen. Oder geh klettern. Ist auch wichtig, dass du am morgen beim ersten mal wenn der Wecker klingelt aufstehst :rolleyes:
 

Goth

Aktives Mitglied
Hi Wandel,
danke für deine Antwort!
Ja, es ist eher das Zweite. Nach Außen wirke ich glaub ich nicht so schlimm wie ich mich fühle. Also im Spiegel sehe ich eher normal aus als nervös oder so. Aber es gibt auch Momente wo ich dann kurz "aufwache" und mich irgendwie sozusagen erschrecke doch dann wieder denke "pff ist doch eh egal"... Auch wenn ich dann was mache, ist es mir trotzdem irgendwie egal. Ich muss mir dann selber immer wieder selber sagen wie wichtig das gerade ist!

Na aktiv bin ich schon - manchmal jedenfalls. aber es ändert nichts. Selbst wild tanzen in der Disco (ich trinke auch fast nie Alkohol), Yoga, Schlittschuhlaufen, usw. bringt überhaupt nichts. Selbst Schmerz ist irgendwie "weit weg". Manchmal wenn ich nach einem Traum aufwache weiß ich nicht mal ob ich wirklich wach bin :( Es kann so nicht weitergehen...
 

Wandel

Aktives Mitglied
Ich denke viele hier im Forum würden dich um diese Gelassenheit beneiden, normalerweise ist ja eher das Gegenteil das Problem ;). Trotzdem kann das ganz schön lästig sein, wie gesagt, ich kenne das auch.. Aber vielleicht habe ich auch die Antwort für dich:

Du musst deinen Willen anwenden. Wenn du Leben willst, musst du deinen Willen knechten. Vollbringe einen Willensakt, wann und wo ist nicht entscheidend, was wichtig ist, ist dass es DEIN Wille ist der zum Ausdruck kommt. Es scheint nämlich so als ob du von deinem Körper durch das Leben gesteuert wirst, während DU, der Kapitän deines Körpers ein Nickerchen hält! Das kannst du als Kapitän natürlich nicht so hinnehmen! Manchmal ist es wichtig, dass du, wie im Militär, eine recht unnötige Entscheidung triffst und diese dann einfach durchziehst! Und das nur zum zeigen, wer in deinem Körper das Sagen hat. Also stell dir den Wecker unnötig früh, werfe deinen Körper aus der Bahn und übernehme selbst das Steuer! Das musst du halt sooft wiederholen bis dein innerer Kapitän etwas weniger faul ist!
 

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