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Werde ich jemals einer bezahlten Arbeit nachgehen? Ich glaube nicht…

Du hast doch hoffentlich deshalb Geographie studiert, weil dich das Thema interessiert und begeistert hat, oder?
Nicht ganz.
Mein Lebenslauf fühlt sich schrecklich an, obwohl er es wahrscheinlich nicht ist: ich habe 2022 Abi gemacht (in einer sozialwissenschaftlichen Richtung)
Ich bin von Wirtschaftswissenschaften zu Sozialwissenschaften gewechselt, weil mir Mathe zu schwer war, ich recht aktiv von der Klasse ausgeschlossen wurde (gab so Fälle, wo man mich irgendwo eingeladen hat, ohne dass da jemand war). Als die Lehrer dann nach einer Begründung gefragt haben, hab ich gesagt, dass bei den Sozialwissenschaften im Abi Geo gibt und ich das gerne studieren möchte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber noch andere Ideen wie Politikwissenschaften, Geschichte oder halt Eisenbahner. Aber weil ich das quasi so „versprochen“ hatte, war meine Studienwahl schon klar, weil Versprechen bricht man eben nicht. Bin deswegen auch nie durch eine Berufs/Studienberatung gegangen.
Geo war eine plausible Option, und deswegen ist es jetzt auch nicht schlimm, es hätte aber durchaus anders verlaufen können.
 
So, in der jetzigen Woche und auch der kommenden arbeite ich in einem Autohaus als Aushilfe in der Verwaltung, bin also irgendwie da für alles, was andere nicht machen wollen.
Die ersten 2/3 Tage hatte ich wirklich extreme Angst, einerseits bei den Mitarbeitern, andererseits, dass ich permanent irgendwelche Fehler mache, die schwere Konsequenzen für die Firma haben würden (Insolvenz war da noch eher in der Mitte dieses Spektrums, eher dass die Firma juristische Probleme bekommen würde). Ich bin dann in der Mittagspause in den nächsten Wald gegangen und habe meinen Frust mit mir selbst rausgeschrieen.
Das hat sich jetzt etwas beruhigt.
 
So, in der jetzigen Woche und auch der kommenden arbeite ich in einem Autohaus als Aushilfe in der Verwaltung, bin also irgendwie da für alles, was andere nicht machen wollen.
Die ersten 2/3 Tage hatte ich wirklich extreme Angst, einerseits bei den Mitarbeitern, andererseits, dass ich permanent irgendwelche Fehler mache, die schwere Konsequenzen für die Firma haben würden (Insolvenz war da noch eher in der Mitte dieses Spektrums, eher dass die Firma juristische Probleme bekommen würde). Ich bin dann in der Mittagspause in den nächsten Wald gegangen und habe meinen Frust mit mir selbst rausgeschrieen.
Das hat sich jetzt etwas beruhigt.
Also. Geht doch.
 
Dann frag die Eltern, was für dich gut wäre.
Die Eltern wollen ja gerade, dass @BennyPenny etwas tut, was er schlichtweg nicht leisten kann. Das ist ja das Dilemma, das ihn so enorm unter Druck setzt und überfordert.

@BennyPenny: Irgendwann musst du den Mut zusammennehmen und ihnen sagen, dass sie Unmögliches von dir erwarten. Und dann hast du die Wahl, dir weiter die Nase plattzudrücken und auf Tätigkeiten zu schielen, die du wahrscheinlich niemals leisten können wirst oder endlich ehrlich zu sein und dich nach Machbaren zu recken, was eben nicht so anspruchsvoll und nicht so lukrativ ist. Und das auch gegen den Willen deiner Eltern.

Dein Abi und dein Studium attestieren dir theoretische Fähigkeiten, die du praktisch vermutlich niemals erbringen kannst. Es ist wohl an der Zeit, den Fakten in die Augen zu schsuen.

Die andere Möglichkeit ist, dass du die geringer qualifizierten Jobs erst in Angriff nimmst, wenn beide Elternteile schon unter der Erde sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Eltern wollen ja gerade, dass @BennyPenny etwas tut, was er schlichtweg nicht leisten kann. Das ist ja das Dilemma, das ihn so enorm unter Druck setzt und überfordert.

""Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach...""

Ich kenne einige, mich eingeschlossen, die schon mehr leisten könnten, aber nicht als Dauer.

Das ist es ja, man muss und soll aufhören, seine Spitzenwerte als Maßstab zu nehmen.
 
So, in der jetzigen Woche und auch der kommenden arbeite ich in einem Autohaus als Aushilfe in der Verwaltung, bin also irgendwie da für alles, was andere nicht machen wollen.
Die ersten 2/3 Tage hatte ich wirklich extreme Angst, einerseits bei den Mitarbeitern, andererseits, dass ich permanent irgendwelche Fehler mache, die schwere Konsequenzen für die Firma haben würden (Insolvenz war da noch eher in der Mitte dieses Spektrums, eher dass die Firma juristische Probleme bekommen würde). Ich bin dann in der Mittagspause in den nächsten Wald gegangen und habe meinen Frust mit mir selbst rausgeschrieen.
Das hat sich jetzt etwas beruhigt.
Das ist richtig toll = 🤩
Wie bist du an diesen Job gekommen?
 
dass ich permanent irgendwelche Fehler mache, die schwere Konsequenzen für die Firma haben würden (Insolvenz war da noch eher in der Mitte dieses Spektrums, eher dass die Firma juristische Probleme bekommen würde).
Bist du sicher, dass du die schlimmstmöglichen Auswirkungen deines Handelns tatsächlich realistisch einschätzt? Was könnten das denn für konkrete Handlungen als "Mädchen für alles" sein, die nach deiner Auffassung solche Konsequenzen haben könnten?

Braucht man dich dort tatsächlich nur 2 Wochen oder könntest du verlängern? Vielleicht ergibt sich ja über die Aushilfstätigkeit eine neue Perspektive z. B. im Büro dort?
 
Wie bist du an diesen Job gekommen?
Verwandschaft Eigentümer der Firma.

Bist du sicher, dass du die schlimmstmöglichen Auswirkungen deines Handelns tatsächlich realistisch einschätzt? Was könnten das denn für konkrete Handlungen als "Mädchen für alles" sein, die nach deiner Auffassung solche Konsequenzen haben könnten?
Datenleaks wenn man mal den USB-Stick, auf dem sich die Datei für die Installation Sicherheitssoftware befindet, liegen lässt. Nur zum Beispiel.
Braucht man dich dort tatsächlich nur 2 Wochen oder könntest du verlängern? Vielleicht ergibt sich ja über die Aushilfstätigkeit eine neue Perspektive z. B. im Büro dort?
Nein, man braucht mich nur zwei Wochen, danach sind ja eh auch die Osterferien wieder zu Ende.
 
Aber stell dir nur vor welche Auswirkungen es hätte, wenn du als Lokführer oder gar in einem Stellwerk einen Fehler machst! Im besten Fall kommt der Zug zu spät und im schlechteren sind hundert Leute tot.

Denk nicht darüber nach, was alles passieren könnte. Vieles ist Zufall und liegt gar nicht in deiner Hand. Halte dich an das, was du überblicken kannst.
 
Verwandschaft Eigentümer der Firma.
Trotzdem klappt es ja ganz gut.
Datenleaks wenn man mal den USB-Stick, auf dem sich die Datei für die Installation Sicherheitssoftware befindet, liegen lässt. Nur zum Beispiel.
Das muss ja nicht passieren.
Mann muss ja nicht gleich das Schlimmste annehmen.
Nein, man braucht mich nur zwei Wochen, danach sind ja eh auch die Osterferien wieder zu Ende.
Dann suche Dir danach was anderes.
 

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