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wer weiß Rat? Studium mit Kind mit 37..

S

Schneggal

Gast
Ein freundliches "Hallo" an Alle hier!

Ich bin neu hier und habe mich eingeloggt, weil ich hoffe, dass mir irgendjemand hier weiterhelfen kann. Es geht um Folgendes:

Ich bin 37 jahre alt, alleinerziehend und habe einen 4-jährigen Sohn, und den großen Herzenswunsch noch einmal zu studieren. Nun gibt es zwar etliche Informationen bezüglich "studieren mit Kind", diese beziehen sich aber meist darauf, das man während des Studiums Mutter wird. Was mich nun brennend interessiert, was für finanzielle Hilfen gibt es, wenn man schon Mutter ist und nochmal studieren möchte, v.a. wenn man schon so alt ist wie ich??? Gibt es da überhaupt finanzielle Hilfen in so einem Fall? Oder muss ich das Studium komplett selbst finanzieren (über Jobs etc.) ?

Ich bin für jede Info superdankbar!!!

LG, Schneggal
 
Hi Schneggal,

wie sich das genau verhält mit finanzieller Unterstützung in deinem Fall, kann ich dir auch nicht sagen. Aber es gibt an jeder Uni eine Studienberatung. Vielleicht solltest du dort einmal vorsprechen.

Allerdings denke ich nicht, dass es allzu rosig aussehen dürfte in deinem Fall. Bafög wird, soweit ich weiß, nur bis zum 27. Lebensjahr bezahlt. Was mir so aktuell einfällt, wäre Antrag auf Wohngeld. Alg II wirst du im Falle eines Studiums auch nicht bekommen, denn du musst dem Arbeitsmarkt ja zur Verfügung stehen.

Liebe Grüße
Sisandra
 
Liebe Schneggal, du hast lange keine Antwort mehr erhalten, vielleicht schaust du ja doch noch einmal rein. Ich hoffe, du hast schon weiter nach deiner Lösung gesucht, ich möchte dich dazu jedenfalls sehr ermutigen. Vor drei Jahren war ich fast in der selben Situation, auch 37, auch mit einem kleinen Sohn, zwei Jahre alt und fast immer allein erziehend. Ich hatte ungefähr 12 Jahre nicht mehr studiert und wollte das Studium jetzt wieder aufnehmen und zuende führen. Kurz, ich hab's gemacht und im Dezember abgeschlossen!

Leider seh ich nicht, in welchem Land du lebst, ich in der Schweiz. Ich habe mich an der Uni beraten lassen und ein Darlehen aufgenommen, von der Uni selbst. Daneben habe ich verschiedene Stiftungen angeschrieben, ebenfalls mit Hilfe der Uniberatung. Dadurch habe ich noch einzelne kleinere Stipendien erhalten, die ich nicht zurückzahlen muss.
Es gibt hier ein Stiftungsverzeichnis, wo man sich halt heraussuchen muss, welche der unterstützten Notsituation der eigenen entspricht. "Frau" ist so eine Option, "alleinerziehend mit Kind" ist auch nicht schlecht, wobei ich zum Beispiel zweimal eine Absage erhalten habe, weil ich nur ein Kind und nicht mehrere habe. Andere Stiftungen beschränken sich auf Menschen einer bestimmten Konfession oder Nationalität oder verlangen einen bestimmten Notendurchschnitt oder hervorragende Leistungen. Manche kann man formlos anfragen, andere verlangen, dass man sein Gesuch vor dem versammelten Stiftungsrat vorträgt.

Am Schluss hab ich mich dann verschätzt, das Geld war alle bevor das Prüfungssemester angefangen hatte, da bin ich aufs Arbeitsamt und habe mich teilzeitarbeitslos gemeldet und dann eine kleine Teilzeitstelle gefunden, wo ich während der Prüfungsmonate fast frei nehmen konnte, ohne die Stelle zu verlieren. Den Hort und zuvor die Kinderkrippe habe ich durch die Alimente bezahlt.

Um das Darlehen zu bekommen, musste ich jemanden finden, der für die Summe eine Bürgschaft übernimmt. War mir ziemlich peinlich, meine Freunde darauf anzusprechen. Ist ja wie eine Art Heiratsantrag, da muss jemand schon an dich glauben können, vielleicht noch mehr als du selbst an dich glaubst...

Das Arbeitsamt fand ich sehr erniedrigend. Nicht dahin zu gehen natürlich, aber angeschrien zu werden und vernichtende Meinungen anzuhören. Als ich die Bürgschaft schon hatte, habe ich vom Sozialamt erfahren, dass es da irgeneine amtliche Stelle gibt, welche Bürgschaften übernimmt.

Ich wünsche dir wirklich viel Erfolg - zieh es durch, es lohnt sich!
 

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