hmmmm... schwierige Frage mikenull... wer oder was ist Gott..
stunden, wochen, monate mit diskussionen darüber..
früher dachte ich, gott ist ein böser geselle, der uns menschen erschaffen hat, damit er seinen (zynischen, barbarischen) spass ausleben kann. für mich gab es gott nie in personalisierter form.
whisperer hat eine schöne klassifizierung vorgenommen. gott = etwas woran man glaubt. was auch immer das sein mag, von dem man glaubt, es bringe einem das nötige heil auf erden, oder gibt einem sinn.
oder auch das von marcus: glaube = geborgenheit. da wir alle irgendwo alleine sind, da alle menschen auch schlimme erfahrungen machen...
für mich, meine jetzige vorstellung vom glauben, gott = die tatsache, dass es erden, menschen, lebewesen, nichtlebewesen, das universum und so gibt. gott für etwas, das ich nicht verstehe. aber nicht dass ich ihn anbete. ich bete sonst in den luftleeren raum, mit der bitte um konstruktive ideen und so... oder dass ich nicht überfahren werde.
da ich in mischkultur aufgewachsen bin, von haus aus muslim (nein, keine taliban jetzt, und nein, ich musste auch kein kopftuch tragen, auch wenn das meine mutter tut, und nein, ich wurde keinem versprochen oder musste jemanden heiraten, auch wenn mir die eltern ständig in den ohren liegen, dass ich doch mal heiraten sollte) und meine schulische und alltagswelt christlich. da habe ich dann weihnachten mitgemacht und bei ostern die ostereier mitbemalt.
wer oder was ist gott. mancher macht yoga, manche gehen beten, rituale, an die man sich halten kann, weil sonst alles sehr unbeständig ist auf der welt, mitunter der mensch selber.
für mich gibt es keinen gott im klassischen sinne. ich versuche gar nichts anzubeten.
aber mich entzückt mitunter vieles, ich nehme vieles nicht als selbstverständlich hin. so das leben an und für sich, ist für mich schon heilig..
würde und respekt.. das habe ich schon.. hatte mal tolle auseinandersetzung mit meinem vater, als ich sagte, ich sei keine praktizierende muslimin, aber auch nicht in eine andere konfession übergetreten, auch wenn ich mal vier monate im kloster war.
da wurde ich gleich als assoziales ding hingestellt.
menschen, würde, respekt.. das ist mir auch total wichtig.. nur leite ich es nicht direkt von gott ab, oder von einer klassisch anerkannten religionsgruppe.
zu viele widersprüche. zu viel ausgrenzung. religion sollte meiner meinung nach und gott auch, nicht ausgrenzen. die perspektive nicht einengen. egal welche gottesreligion. ich gleite wieder in die religion ab. die frage hast du aber nach gott gestellt.
gott ist... das fragezeichen für mich, das sich mir im leben immer wieder stellt. all das, was ich mit meinem gehirn nicht verstehe, und für all die kräfte, die ich nicht habe.. die ausserhalb von mir liegen. nein nicht mal das... ich habe kein wort dafür!
mfg
puma