AW: Suizid-/Selbstmordankündigungen
Hallo Lilith,
Unterstellungen, denke, eher andere Meinung. Falsch ausgedrückt, wenn du es wirklich so meinst, ok. Das Buch, welches du gelesen hast, mag schön klingen, aber der Alltag sieht leider heute noch ganz anders aus. Papier ist nun mal geduldig. Männer, die Gefühle zeigen, werden oftmals immer noch als Weicheier bezeichnet. Darum schweigen sie lieber. Dazu habe ich etwas im Internet gefunden. Es lässt mich erschrecken.
Zitat: Fundstelle:
www.maennerberatung.de
Autor: Peter Thiel - 01.10.2004
"Die bekannt gewordene Suizidrate von Männern (vollendeter Suizid) ist ca. zweieinhalb Mal so hoch wie die von Frauen. Dabei sind noch nicht einmal andere, als suizidale Handlungen zu verstehende Todesfälle, wie z.B. Verkehrsunfälle mit erfasst.
Während bei Frauen Suizidversuche häufig appellativen Charakter an die Umwelt, an die Mitmenschen haben, ihnen zu helfen, erwarten Männer von ihren Mitmenschen nichts. Wenn sie also einen Suizidversuch planen und durchführen, endet dieser in weit höheren Maße als bei Frauen tödlich.
Dass das so ist, hat im hohen Maße mit dem gesellschaftlichen Männerbild, dass von Männern und Frauen immer wieder reproduziert wird, zu tun, dass der einzelne Mann im Laufe seiner Sozialisation sich ja auch angeeignet hat. Ein Mann muß stark sein. Ein Mann darf keine Schwäche zeigen. Ein Mann darf keine Hilfe erwarten. Ein Mann bekommt keine Hilfe."
Die Gesellschaft sagt ihm auf ihre Weise, Du bist es uns nicht wert, dass wir Dich in Deiner Not sehen. Du bist uns nur etwas wert, wenn Du stark bist. Es ist uns egal, ob Du Dich von uns verabschiedest.
Mit solcherart verinnerlichter Botschaften, sieht der Mann in existenziellen Krisen nur noch einen Weg.