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Wer nimmt sich das Leben?

  • Starter*in Starter*in Tori
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  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    leben
AW: Suizid-/Selbstmordankündigungen

Hallo Sonnenschein,

ja, das lag sicherlich an mir.

Manchmal gehen mir tausend Gedanken durch den Kopf und ich schreibe nur davon ein oder zwei Stichworte auf.

Ich versuche mich zu bessern (zwinker).

Liebe Grüße von Lilith
 
AW: Suizid-/Selbstmordankündigungen

laut einer deutung der genannten statistik liegt der unterschied in der sozialen kompetenz und der eingebundenheit in soziale netze.
Frauen denken in den entscheidenden momenten dann nochmal eher an ihre soziale verantwortung gegenüber freunden, familie, evtl. kindern, und haben durchschnittlich mehr enge kontakte zu anderen menschen, daher auch mehr menschen, die spüren was phase ist, und in entscheidenden augenblicken noch was unternehmen.
ich finde so ne neutrale deutung immer die beste. ist ja eh alles spekulation, das warum.
und die rate, dass weniger kerle es versuchen, mehr kerle es machen, heißt doch nur, dass kerle später an die schwelle kommen, wie immer also durchschnittlich etwas verschlossener, und dann, wenn sie dann aber da sind, hoffnungsloser seinem impulsiven drang ausgeliefert sind.
kann man halt alles so oder so sehen.

Und außerdem find ich dennoch, dass dieses Forum der falsche Platz ist für wirkliche letzte-Minute Norufe/ankündigungen, weil es doch unverbindlicher ist, und z.B. leicht Unfälle passieren können (Bsp.: ein anonymus: "du laberst jetzt schon seit 3 Stunden, du machst es doch eh nicht" , hilfesuchender "ich verarsch euch nicht, habs gerade gemacht"), und dann sind die Wege des herauskriegens des Wohnortes im Fall der Fälle hier zu lang, wenn jemand sagt, "jetzt hab ich was geschluckt", dann schafft man es vllt. nicht mehr, während das bei allen anderen sachen besser geht. außerdem ist das ein ziemlicher extremfall, und ich finde unvorbereitet einen menschen,laien, in so eine situation zu schicken, ist einfach nicht zu vertreten.
ich finde man sollte das der person so sagen, und sie an die notfallnummern hier auf der seite verweisen.

aber darüber sollten wir vielleicht mal ne abstimmung veranstalten, wie wir gedenken damit umzugehen? Vielleicht erstmal ne kurze diskussion wie die optionen formuliert sein sollen?

Gruß Max
 
AW: Suizid-/Selbstmordankündigungen

Wirklich interessant, was aus diesem Thread geworden ist. Da ist man zum Teil grade noch an Emanzipationsphrasen vorbeigerutscht.
Ich habe kürzlich ein Erlebnis gehabt, dass meine Vermutung über die Angst der Männer, scwäche zu zeigen nur einmal mehr bestätigt hat. Ich habe einen Mann mit Mut getroffen. Ein Mann, der in meinem Yahoo Profil von meiner Homepage, die für ALLE Gewaltopfer geschaffen wurde, gelesen hat.
Als er sich um Hilfe an mich wandte, da sind wir von seiner Offenheit die Tränen bekommen. Ein Mann, heute 40, der niemals eine Lobby gefunden hat für vergewaltigte, bzw. gefolterte, der Gewalt ausgelieferte Männer.
Ich glaube es gehört unendlich viel Mut dazu, 20 Jahre seines Lebens mit dieser Last zu verbringen, ohne Hoffnung, jemals jemanden zu finden, mit dem man sprechen kann über seine Qualen, und dennoch nicht den Freitod zu wählen. Leider ist er immer noch der einzige männliche Betroffene, der zu uns gefunden , oder sich getraut hat Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich hofe sehr, dass sein Beispiel Schule machen wird, und noch andere männliche Betroffenen den Weg zu uns finden werden. Denn eines ist sicher, es spielt keine große Rolle, ob männlich oder weiblich, die Gefühle, der Schmerz, die Demütigung, das verlorene selbstwertgefühl sind ihnen alle gleich und auch gleich stark. Das Männer es so schwer haben, ihre Hilflosigkeit einzugestehen, haben sie jahrhundertealten Erziehungsrieten zu verdanken und ich spreche mit Micky II, wenn ich sage, im Jahre 2005 sollte es sich langsam herumgesprochen haben, dass Männer inzwischen auch viele Aufgaben, die traditionell nur für Frauen gedacht waren, ebenfalls übernommen haben.

Lilly, ich kann zwar die Korrektur Deiner herzlosen Worte akzeptieren, aber bitte, überlege nächstens erst, bevor Du schreibst und noch ein betonend spöttisches *Lach* dahintersetzt.

Liebe Grüße an Euch alle
Luiserl
 
AW: Suizid-/Selbstmordankündigungen

Hallo Lilith,

Unterstellungen, denke, eher andere Meinung. Falsch ausgedrückt, wenn du es wirklich so meinst, ok. Das Buch, welches du gelesen hast, mag schön klingen, aber der Alltag sieht leider heute noch ganz anders aus. Papier ist nun mal geduldig. Männer, die Gefühle zeigen, werden oftmals immer noch als Weicheier bezeichnet. Darum schweigen sie lieber. Dazu habe ich etwas im Internet gefunden. Es lässt mich erschrecken.

Zitat: Fundstelle: www.maennerberatung.de
Autor: Peter Thiel - 01.10.2004

"Die bekannt gewordene Suizidrate von Männern (vollendeter Suizid) ist ca. zweieinhalb Mal so hoch wie die von Frauen. Dabei sind noch nicht einmal andere, als suizidale Handlungen zu verstehende Todesfälle, wie z.B. Verkehrsunfälle mit erfasst.

Während bei Frauen Suizidversuche häufig appellativen Charakter an die Umwelt, an die Mitmenschen haben, ihnen zu helfen, erwarten Männer von ihren Mitmenschen nichts. Wenn sie also einen Suizidversuch planen und durchführen, endet dieser in weit höheren Maße als bei Frauen tödlich.

Dass das so ist, hat im hohen Maße mit dem gesellschaftlichen Männerbild, dass von Männern und Frauen immer wieder reproduziert wird, zu tun, dass der einzelne Mann im Laufe seiner Sozialisation sich ja auch angeeignet hat. Ein Mann muß stark sein. Ein Mann darf keine Schwäche zeigen. Ein Mann darf keine Hilfe erwarten. Ein Mann bekommt keine Hilfe."

Die Gesellschaft sagt ihm auf ihre Weise, Du bist es uns nicht wert, dass wir Dich in Deiner Not sehen. Du bist uns nur etwas wert, wenn Du stark bist. Es ist uns egal, ob Du Dich von uns verabschiedest.

Mit solcherart verinnerlichter Botschaften, sieht der Mann in existenziellen Krisen nur noch einen Weg.
 
AW: Suizid-/Selbstmordankündigungen

Hallo,

vielleicht ist es pietätlos, das in diesem Rahmen zu fragen, aber ich denke auch, dass es der richtige ist. Ist Suizid a proiri etwas Schlechtes? Ist es nicht vielleicht auch manchmal die einzige Antwort, die Jemand auf unvorstellbares Leid hat? Ist es nicht manchmal einfach die Sehnsucht nach Erlösung? Einige treibt es in die Religion oder in eine Sekte und sterben dann oft innerlich. Sie leben dann wie Zombies oder Vampire und machen sich auf eine "Mission". Ich finde Suizid auch nicht in Ordnung und denke, Menschen sollten glücklich sein, weil ein unglücklicher Mensch sich selbst und anderen keine Freude ist. Ein unglücklicher Mensch freut sich nicht darauf dass die Sonne aufgeht, sonder erschreckt sich und denkt: Ojeh, noch ein Tag! Nobody knows you when you're down and out, heißt es in einem Song. Und es gibt so viele "Helfer". Und wenn man in der Depression nicht mehr sieht was gut und was nicht gut ist und einer daherkommt und sagt: Hey, ich kenne einen Weg, dann kann viel passieren. Und oft nicht viel Gutes. Und wenn dann ein so Bekehrter vor meiner Tür steht oder ich ihn treffe und er mir von Außerirdischen und Esoterik erzählt denke ich "Ach, manno!". Manchmal denke ich es ist auch ein Akt der Selbstbestrafung, kein Glück empfinden zu dürfen und anderen keines zu gönnen, nur im Endstadium. Ansonsten könnten sie doch sehen, dass andere glücklich sein können. Sie könnten sagen: HEY! Es gibt ja sowas. Das will ich auch und zwar mit positivem Neid. Wenn der oder die das kann, dann will ich es auch versuchen. Das Schlimme ist, man erlebt immer wieder Schlappen, besonders weil es so viele griesgrämige Menschen gibt. Von denen darf man sich aber nicht entmutigen lassen. Der Straßenmusiker spielt ja auch für alle, ohne zu gucken, für wen. Und wenn er sehr schöne spielt, fliegt auch manchmalwas ins Hütchen. The best ist always yet to come!
 

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