Heutzutage wird der Namenstag noch in vielen europäischen Ländern, die hauptsächlich katholisch oder orthodox geprägt sind, gefeiert. Dazu zählen unter anderem Italien, Griechenland, Zypern, Ungarn, Bulgarien, Polen, Litauen, Spanien, Portugal, Rumänien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Tschechien und die Slowakei. Aber auch außerhalb Europas wie z. B. in lateinamerikanischen Ländern ist dieser Brauch bekannt.
In manchen katholischen und orthodoxen Gebieten wird dem Namenstag auch noch heute ein hoher Stellenwert eingeräumt und ist deshalb wichtiger oder gleichbedeutend wie der Geburtstag.
Dazu auch ein Erfahrungsbericht: „Meinen Namenstag habe ich selbst nie gefeiert, obwohl ich katholisch getauft bin. Durch Zufall bin ich einmal über das Datum meines Namenstages in einem Kalender gestoßen, welches ich inzwischen aber wieder vergessen habe. Ich kann mich jedoch erinnern, dass meine Großmutter Josepha ihren Namenstag immer am Josephstag gefeiert hat. An diesem Tag kamen dann einige Gäste zum Kaffee und Kuchen und brachten ein kleines Geschenk. Ihren Geburtstag hingegen hat sie jedoch nie gefeiert.“ (Erika R., 82 J.)
Dennoch ist es inzwischen eher unüblich den Namenstag groß zu feiern. In der Regel erhält man keine großen Geschenke, wie man es von Hochzeiten oder Geburtstagen kennt, sondern eher eine Kleinigkeit wie einen Blumenstrauß, eine Flasche Wein oder ein gutes Buch.