ich selbst bin mir am wichtigsten. Man muss ein Miststück in dieser Welt sein ansonsten hat man verloren.
Aus meiner Sicht, steht man sich genau damit selbst im Weg - aber die Meinungen darüber sind natürlich verschieden. Wie kommst du denn zu deiner Einstellung, Vlic?
Aus meiner Sicht kann man nicht zufrieden werden, wenn man Andere anders behandelt, als man selbst behandelt werden will.
Mal ein altbekanntes Beispiel: Man ist in Liebesdingen entäuscht worden. Um nicht nochmal entäuscht zu werden, hält man Abstand zu seinen Gefühlen - versucht zu kontrollieren und negative Gefühle zu vermeiden. Weil man aber trotzdem positive Gefühle erleben möchte, sucht man sich jemanden, der Nähe, Vertrauen, Liebe, etc. gibt. Da man aber selbst nicht geben will, zieht sich der Andere irgendwann entäuscht zurück. Was unterm Strich bleibt, ist wieder das Gefühl der Entäuschung. Man kann sich dann natürlich wieder jemanden Neuen suchen und das Spielchen nocheinmal durchlaufen - aber man verlernt dabei immer mehr selbst zu Vertrauen. Persönlich verliert man dabei auf lange Sicht.
Ein anderes Beispiel, das mir einmal ein alter Ingenieur erzählte: Man ist ein junger Unternehmer und die Aufträge laufen gut. Man könnte das Meiste selbst abwickeln, aber trotzdem gibt man einem engagierten aber noch nicht etablierten Freiberufler einen Auftrag zu fairen Konditionen. Man unterstützt ihn.
Der Ingenieur hatte die Erfahrung gemacht, dass man gerade durch diese Unterstützung eines Kleineren selbst neue Aufträge von Größeren bekommt. Das hört sich zunächst etwas Esotherisch an - ist es aber nicht. Es ist schlichtweg die Einstellung, die den Unterschied macht. Auch Geschäftspartner spüren es, ob man in die Zusammenarbeit einen positiven und kooperativen Hintergrund einbringt - oder ob man nur sich selbst der Nächste ist. Und wem würde man eher einen Auftrag geben? Dem Vertrauenswürdigen oder dem Miststück?