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Wer hilft mir? Neige zu Wutausbrüchen/Gewalt gegenüber Ehemann

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Gast

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Hallo!

Vielleicht klingt es seltsam, denn sooft hört man von gewaltätigen Männern. Aber ich bin eine Frau und neige in letzter Zeit gehäuft zu Wutausbrüchen und ich schlage auch um mich.
Kurz zu mir: ich bin 24, mein Mann 27. Wir sind seit 2 Jahren verheiratet und im Februar haben wir unser ersehntes Wunschkind bekommen. Ich liebe meinen Mann und mein Baby über alles. Dennoch raste ich bei Kleinigkeiten aus, schlage nach meinem Mann. Und einmal ist es mir schon passiert, da lief es mit dem Baby irgendwie nicht so, wie ich wollte, er schrie und ließ sich nicht beruhigen, da habe ich ihn auf´s Sofa geschmissen. Und jedesmal, wenn sowas oder Ähnliches passiert, tut es mir hinterher wahnsinnig weh und ich weine bitterlich. Dennoch passiert es mir wieder. Ich habe Angst, daß noch was Schlimmeres passieren kann. Denn ich liebe mein Kind und meinen Mann wirklich über alles. warum bin ich dann so? Ich bin in den Momenten irgendwie nicht ich selbst und nachher erkenne ich mich nicht wieder. ich bin sehr verzweifelt und hasse mich dafür, daß mir sowas passiert. Und ich weiß auch, daß es falsch ist, aber was kann ich tun? Ich bitte um ehrliche Antworten.

Danke
 
Hallo lieber Gast,

du musst auf jeden Fall etwas tun.. hast ja schon ein Anfang gemacht.
Ich weiss nicht ob Du Dich mal mit dem Thema "Wochenbettdepressionen" (bzw. wenn es später einsetzt😛ostnatale Depressionen) auseinander gesetzt hast, iss das einzige was mir dazu einfällt. Normalerweise, dauern Wochenbettdeppressionen ca.2 Wochen können aber stärker werden und länger dauern.
Ich habe mal 2 Seiten dazu rausgesucht:
Hier die Links:

http://www.babyclub.de/cms~Mode~Master~ID~8717431.asp
http://www.watchtower.org/x/20030608/article_01.htm

Aber es ist wichtig das Du mit einem Arzt darüber redest, er wird Dir helfen.
Nur Mut!!
Ich wünsche Dir gaaanz viel Kraft!!
Liebe Grüsse
-Hope-
 
ich stimmte den Vorbeiträgen zu und rate ebenfalls dazu schnell mit einem Arzt zu reden, ggf. fachärztlich checken zu lassen woher diese unkontrollierten Aggressionsschübe herrühren.
Du solltest dir klar darüber sein, dass du als Ehefrau und Mutter ggü deinem Mann und auch Kind ne Verantwortung hast und Gewalt einfach nicht geht. Und es liegt an dir einen Weg zu finden dich besser kontrollieren zu können. Liebe bedeutet Verantwortung zeigen und das solltest du mal tun.
Das letzte Mal hast du dein Kind aufs Sofa geschmissen, das nächste Mal gegen die Wand? Mensch, mensch, pass ja auf! Es geht nicht erst auszurasten und danach dich selber zu bemitleiden. Also klär das und gieb dein Kind lieber zeitweilig in eine Pflegefamilie oder zu den Großeltern.
Babys sind oft total anstrengend...und schreien oft lange..wenn sie Blähungen oder Verdauungsprobleme haben, oder anderweitige Probleme, am Zahnen sind etc...manchmal kann man das Pech haben ein "Schreikind" zu haben, dass ein Jahr lang dauerhaft schreit..da hilft nur Gelassenheit und ne gute Arbeitsteilung mit dem Partner oder ggf. Suche nach weiterer Mithilfe, Familienhilfe od.ä. damit man auch mal zwischendurch Ruhezeiten erhält um körperlich und nervlich bei Kräften zu bleiben.

Du solltest also deine Gesundheit checken und für Entlastung sorgen und ggf. für mehr Sicherheit für dein Kind.

Tyra
 
Hallo Gast

Ich habe auch den Eindruck, dass Du überfordert bist.

Zuerst einmal kenne ich keine Mutter, die nicht auch einmal mit ihrem Kind überfordert war. Ich kenne keine Mutter, die nicht oft von ihrem Kind genervt war. Und auch keine Mutter, die ihr Kind in den ersten Lebensjahren nicht auch gelegentlich gehasst hat. Das ist ganz normal.

Kindererziehung ist in den ersten Jahren ein stressiger Job, der total fertig macht. Das geht den meisten Müttern so. Du brauchst Dir also bis dahin keine Sorgen zu machen, dass etwas nicht stimmen würde.

Dein Problem scheint zu sein, dass Du mit Deiner Situation vollkommen überfordert bist. Du wirst handgreiflich gegen Deinen Mann und Dein Kind. Und da solltest Du dringend etwas machen.

Passende Beratungsstellen und Hilfe für Mütter in Deiner Situation gibt es reichlich. Ich habe leider im Internet auf die Schnelle nichts passendes gefunden. Ich würde Dir auch raten, Dich einfach einmal mit Deinem Problem an Deinen Arzt zu wenden. Der wird Dir sicher Stellen nenen können, die Dir weiterhelfen können.

Günter
 
stimme nochmals dieser Überforderungsgeschichte zu...kann allerdings auch Unterforderung sein..auf jeden Fall wäre da ein ärztlicher Check wichtig...
Mir fällt dazu noch ein, dass manchmal ganz simple Dinge wie z.b. akuter Eisenmangel zu Erschöpfung führen kann, was allerdings diese Gewaltausbrüche nicht erklärt. An sich müsste insbesondere Gewalt ggü einen Säugling absolut tabu sein..und ich habe viele erschöpfte Mamas erlebt, die aber nie handgreiflich ggü ihren Kindern wurden, sondern stattdessen Gegenstände durch die Gegend geworfen haben oder geschrien haben oder sich halt sonstwie abreagiert haben.
 
Hallo Gast

Jetzt ergänze ich mich gleich auch noch einmal. Ich habe eine funktionierende Seite gefunden, wo man nach Beratungsstellen suchen kann. Die Seiten der kirchlichen Kostenträger sind immer so schwer zu handhaben.

Gehe einmal hierhin:

http://www.dajeb.de/

Dort gest Du links im Menue auf den Beratungsführer und wählst eine der Suchmöglichkeiten. Als Beratungsschwerpunkt kannst Du die Ehe-, Familien-, und Lebensberatung, oder die Erziehungsberatung wählen.

Ein wenig frage ich mich auch, was Dein Mann zu der ganzen Geschichte sagt. Wie stellt er sich eigentlich zu den Problemen?

Wäre er bereit, mit Dir zusammen zu einer Beratung zu gehen?

Günter
 

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