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Wer bin ich?

  • Starter*in Starter*in Teekanne
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T

Teekanne

Gast
Hallo in die Runde,

nachdem ich mein Problem geschildert habe, war der Beitrag weg! Fang einfach noch mal von vorne an und hoffe ich kann es noch mal so gut schildern – bin den Tränen nahe.
Es fing an als ich vor einem Jahr meine Ausbildung angefangen habe. Es war meine Traum Ausbildung und war mehr als happy. Ich war hoch motiviert und fing an. Ja, ich habe Fehler gemacht, habe mir aber gedacht ich bin da um zu lernen. Ich hing mich richtig in die Ausbildung. Mir wurden negativ meine Fehler unter die Nase gerieben. Aber gelobt wurde ich bis heute nicht einmal.
War wirklich alles so schlecht? War sogar öfters stolz auf meine Arbeit. Ergebnis war – ich hatte eine schlechte Beurteilung für die Abteilung, lange Gespräche. In der nächsten Abteilung war die Meinung über mich schon durchgedrungen. Muss dazu sagen hier sind alle „Best Friends“ und umarmen sich morgens alle, gehen zusammen nach der Arbeit weg. Halten alle zusammen! Nur ich bin Anders. Ich kann das nicht, ich brauche Distanz. Ich habe es versucht offener zu sein, doch das war nicht ich. Ich wurde unglücklich. Es kamen Kommentare wie – Du gehst selber ins Abseits wenn Du so Distanziert bist. Ich dachte immer ich bin ganz normal. Habe auch viele gute Freunde. Es zieht sich bis jetzt durch alle Abteilungen. Zu hören bekomme ich -
„Du bist anders als die anderen, mit Dir haben wir noch viel zu tun“ - und weitere Sätze. Bin noch sehr jung für die Ausbildung und mir fehlt auch etwas an Erfahrung. Regelmäßig werde ich hoch zu meiner Ausbilderin geladen – sie sagt ich wär ein Sorgenkind, ein Fehler. Ich habe permanent Kopfschmerzen – morgens, Mittag, abends. Ich war schon beim Neurologen – doch nichts gefunden. Es ist bestimmt seelisch bedingt. Andere Gesundheitliche Probleme möchte ich nicht weiter erläutern, doch auch da haben die Ärzte nicht viel gefunden. Warum finden die nichts? Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause fahre, spiele ich mit dem Gedanken gegen den nächsten Baum zu fahren. Momentan habe ich nur noch einen Tunnelblick und möchte und kann nichts mehr sehen und mehr aufnehmen. Das schlägt sich natürlich wieder auf die Arbeit. Ich kann einfach nicht mehr. Meine Eltern, aber auch mein Freund, ziehen ein wenig ins lächerliche das ich eine Therapie brauche. Aber wenns doch so ist! Meine Beziehung zerbricht auch langsam, da ich mich zwar mehrmals ausgeheult habe, er das aber auch nicht ewig mitmachen kann. Somit trete ich ihm künstlich gut gelaunt gegenüber, doch das bin ich auch nicht ich. Ich zweifle an mit selbst, bin ich nutzlos? Sind die Kopfschmerzen und Co nur Einbildung? Bin ich wirklich dumm? Dazu kommt noch das mein Freund mir wahrscheinlich aus Spaß sagt, ich bräuchte eine Therapie wegen meine Unordentlichkeit, aber ich nehme momentan bestimmt einiges zu ernst. Ich hatte zwei Auto Unfälle in dem Jahr, und andere Kleinigkeiten kommen noch dazu.
Meine Familie und auch mein Freund sagen mir: Zieh die Ausbildung durch, das schaffst Du und mach jetzt mal ein anderes Gesicht. Du bist doch stark… bin ich das wirklich?
Ich komme nach Hause und möchte einfach nur schlafen, jeden Abend kommen mir die Tränen. Morgens wenn ich aufwache, tut alles weh.
Das ist jetzt bestimmt alle für Euch nicht zu verstehen und vieles durcheinander.
Sorry
Ich musste aber einfach mal schreiben
Liebe Grüße
Teekanne
 

Hallo Teekanne,

schau mal hier: Wer bin ich?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo Teekanne,

ich kann dich gut verstehen. Es ist wirklich nicht schön, wenn man bei der Arbeit so einen schweren Stand hat.

Deine Kopfschmerzen sind mit Sicherheit keine Einbildung. Ich würde sagen, das ist psychosomatisch. Ich hatte in meinem alten Job, der wirklich furchtbar war, jeden Morgen Magenschmerzen und mir war übel. Außerdem hatte ich über fast 3 Monate ne Dauer-Erkältung, das war von meinem Körper einfach ein Zeichen, dass er da nicht mehr hin will.
Ich würde dir daher empfehlen, vielleicht mal einen Facharzt für Psychosomatik aufzusuchen.
Ich habe das damals gemacht, und der hat bei mir eine sog. somatoforme Störung festgestellt, d.h. ich hatte körperliche Beschwerden, die aber nicht auf eine organische Erkrankung zurückzuführen waren. Es gibt dafür dann verschiedenen Therapie-Möglichkeiten, die dir helfen, mit dem verursachenden Stress besser umzugehen, aber das kann der Arzt dir besser erklären.

Ok, soviel zu der körperlichen Seite der Geschichte...

Ich finde es ganz schön hart, dass deine Eltern und auch dein Freund das ganze so als Witz hinstellen. Hast du mal versucht, ihnen wirklich deutlich zu sagen, dass es dir schlecht geht und dass es keine große Hilfe ist, wenn sie sich noch über dich lustig machen?
Das würde ich an deiner Stelle auf jeden fall mal machen, denn ich denke, dass die ganze Situation vielleicht um einiges leichter zu ertragen wäre, wenn du im privaten Umfeld gestützt würdest.

Gibt es vieleicht auch eine Person bei der Arbeit, mit der du vielleicht sprechen könntest, jemandem, dem du da noch am ehesten vertrauen würdest? Deine Kollegen merken (oder wollen nicht merken) vielleicht gar nicht, wie sehr sie dir weh tun.


So, ich hoffe, dass dir das zumindest ein wenig hilft und dass sich die Situation bald zum besseren wendet.🙂

Liebe Grüße


PS: du braucht dich wirklich nicht dafür zu entschuldigen, wie du was geschrieben hast, ich denke, hier kann jeder verstehen, wenn eine Situation ein wenig verworren ist 🙂😉
 
Hallo Arinya,

vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Vieleicht hast Du Recht und ich muss deutlicher werden. Ich muss nochmal das Gespärch mit meinen Eltern und meinem Freund suchen.
Auf der Arbeit kann ich mit einer Azubine gut reden, ihr geht es ähnlich - das hilft mir ungemein weiter. Leider sehe ich sie nur selten..

Liebe Grüße
Teekanne
 
Hallo Teekanne,

es tut mir leid, dass Deine Traumausbildung zum Albtraum wurde.

Jaja in der heutigen ZEit sollte man froh sein, einen Job/Ausbildung zu haben. Doch nicht um jeden Preis. Nicht auf Kosten der Gesundheit.

Deine Situation kann ich gut nachvollziehen. Meine Chefin war so demotivierend in meiner Ausbldung, dass ich an meine Befähigung für meinen Ausbildungsberuf gezweifelt habe.

Was macht Dir Spaß, was ist Dir richtig gut gelungen? Eigenlob stinkt in diesem Fall überhaupt nicht.

Mein Umfeld reagierte mit Unverständnis: Ausbildung abbrechen? Geht überhaupt nicht. Was denken die Nachbarn. So schlimm wirds nicht sein. Und überhaupt, was kommt danach?

Und auch nach etlichen Jahren Berufstätigkeit reagiert meine Familie/Ehepartner mit Unverständnis. Der/die einzelne sind teilwese so in ihre eigenen Probelme verstrickt, dass wenig Einfühlungsvermögen vorhanden ist. Soviel Phantasie bringt man nicht auf.

Es ist doch ganz normal, dass man Distanz zu den Kollegen wahren möchte. Man sitzt 8 STunden aufeinander und den Feierabend auch noch.

Du bist zur Zeit überfordert: Mißerfolge im Job, bei der Familie die Starke spielen, dann noch Haushalt und Freizeit und die ganzen zwischenmenschlichen Beziehungen.

In einer Therapie kannst Du Dir alles von der Seele reden und Du erhälst unter anderem Unterstützung und Tipps.

Alles Liebe

jahana
 
Hallo jahana,

Dir danke ich auch für die Antwort, Du hast mir aus der Seele gesprochen.
Meinst Du es ist besser, es zuzugeben das ich überfordert bin? Kommt dann wenigstens von zu Hause aus ein wenig mehr Verständnis?
Wirke ich dann aber vieleicht nicht schwach?
Ja mit der Distanz ist das genau wie Du gesagt hast - ich muss abschalten und dann nicht noch mit meinen Kollegen abends weg gehen. Und meine Freunde möchte ich ja auch nicht vernachlässigen.

Liebe Grüße
Teekanne
 
Hallo jahana,

Dir danke ich auch für die Antwort, Du hast mir aus der Seele gesprochen.
Meinst Du es ist besser, es zuzugeben das ich überfordert bin? Kommt dann wenigstens von zu Hause aus ein wenig mehr Verständnis?
Wirke ich dann aber vieleicht nicht schwach?
Ja mit der Distanz ist das genau wie Du gesagt hast - ich muss abschalten und dann nicht noch mit meinen Kollegen abends weg gehen. Und meine Freunde möchte ich ja auch nicht vernachlässigen.

Liebe Grüße
Teekanne

Hallo Teekanne,

ich nochmal 🙂

ja, denke schon, dass es was bringt, wenn du zugibst, überfordert zu sein. Dann sehen es deine Eltern und dein Freund vielleicht auch, dass es dir ernst ist und kein Grund zum Witzchen machen.
Naja, und mal schwach zu sein, ist doch nichts schlimmes. jeder hat doch irgendwann mal seine kürzeren oder längeren schwachen Momente!

Und mit dem weggehen sehe ich das genauso wie Jahana, es sind Kollegen, keine Freunde. Sicher kann sich bei der Arbeit auch mal eine Freundschaft entwickeln, aber das kann man ja schließlich nicht erzwingen. Das müssten eigentlich auch deine Kollegen wissen.
 
Hallo Teekanne,
Hallo Arinya,

einen Versuch, Deinem Umfeld Deine Situation eindrücklich zu schildern, ist es wert. Es könnte trotzdem sein, dass Du nicht ernst genommen wirst. Jedenfalls hast Du das Thema ausgesprochen und das wichtig für Dich selbst.

Niemand ist perfekt. Tausend Leute, noch mehr verschiedene Meinungen. Man kann es keinem Recht machen. Entscheidend ist, was Du für Dich richtig hältst. Auch eine Schwäche zuzugeben, ist eine Stärke. Schwächen zugeben kann das Miteinander fördern, jeder hat Schwächen, nur die Wenigsten geben es zu.

Wenn die Kollegen so ein freundschaftliches Verhältnis haben, denke ich, die haben ein Problem, nicht Du. Ich versteh mich mit meinen Kollegen auch ganz gut, ab und zu gibt es eine Betriebsfete, eine Umarmung zum Geburtstag, das wars aber auch schon.

Liebe Grüße

jahana
 

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